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3D Hubs Blog

Der 3D Druck in der Automobilindustrie

Juni 2020
10
Autor: Marinus3dhubs
Firma: 3D Hubs BV
Der 3D Druck in der Automobilindustrie

Der 3D Druck in der Automobilindustrie

Es gibt kaum einen Industriezweig, dem der 3D Druck keine Vorteile bringt. Das additive Fertigungsverfahren ermöglicht die schnelle und unkomplizierte Herstellung von Produkten. Einige Unternehmen haben sogar schon ganze Autos mit dieser Methode ausgedruckt. 

Prototypen und vergriffene Ersatzteile

In der Automobilbranche wird der 3D Druck vor allem für das Rapid Prototyping genutzt. Wenn es also zum Beispiel darum geht, ein Urmodell von einem geplanten Bauteil zu fertigen, dann ist das Verfahren die erste Wahl. Ein weiteres Feld, in dem der 3D Druck gute Dienste tut, ist die Herstellung von Einzelteilen für Oldtimer. Nicht selten ist es der Fall, dass Automechaniker bei der Reparatur eines älteren Fahrzeugs vor Probleme stehen, wenn sie ein bestimmtes Teil ersetzen müssen. Das 3D Druck Verfahren sorgt dann für die unkomplizierte Herstellung des benötigten Objekts. Unternehmen wie 3D Hubs übernehmen die Fertigung von Einzelstücken sowie die Serienproduktion in mehr oder weniger großen Stückzahlen. Wenn sich ein Auftraggeber an die Mitarbeiter der Firma wendet, erhält er rasch einen Kostenvoranschlag und nützliche Hinweise zur Umsetzung des Projekts.

Das erste ausgedruckte Auto der Welt

Bei Prototypen und einzelnen Bauteilen hört die Tätigkeit einiger Unternehmen nicht auf. Sie nutzen den 3D Druck vielmehr dafür, ganze Autos herzustellen. Den Anfang machte die US-Firma Local Motors. Sie druckte auf der International Manufacturing Technology Show 2014 in Chicago ein Fahrzeug aus. Im Gegensatz zu einem üblichen Auto bestand es nicht aus mehreren tausend Teilen, sondern lediglich aus 50. Daher dauerte es nur 44 Stunden, bis ein Drucker die Karosserie des Fahrzeugs hergestellt hatte. Anschließend schliffen die Mitarbeiter von Local Motors noch die Ecken und Kanten glatt und bauten die Elektronik in das E-Auto ein. Eine geplante Serienproduktion des Fahrzeugs fand dann jedoch nicht statt.

Serienproduktion verschoben

Gleiches gilt derzeit auch für den Yoyo vom italienischen Unternehmen XEV. Eine Crowdfundig-Kampagne sollte bis Anfang 2020 Geld für die Massenherstellung einbringen. Allerdings scheiterte das Vorhaben, weil sich nicht genügend Personen fanden, die das Projekt unterstützen wollten. Angesichts dessen steht eine Markteinführung des Yoyo bislang in den Sternen. Das Elektroauto ist nur rund 2,50 Meter lang und daher vor allem für den Stadtverkehr geeignet. Dafür sprechen auch die Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h und die Reichweite, die bei 150 Kilometern liegt. Als Preis für das Fahrzeug hat XEV 8.000 Euro veranschlagt. Der 3D Druck sorgt dafür, dass die Herstellung sehr viel günstiger ist als bei herkömmlichen Autos. Das betrifft sowohl die Material- als auch die Personalkosten.