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rexroth News

A Bosch Company

Mexiko: Modernisierungsschub für Industrie und Infrastruktur eingeleitet

Mexiko hat sich in den letzten Jahren zu einem wahren Kraftzentrum im Süden Nordamerikas entwickelt und in vielen Fällen Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung Mittel- und Südamerikas gesetzt. Weltweit jede fünfte derzeit geförderte Silberunze stammt von hier. Der südliche Nachbar der USA ist darüber hinaus weltweit einer der wichtigsten Hersteller von Autos und Autoteilen und verfügt über eine große Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Das Partnerland der Hannover Messe 2018 hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten fast sprunghaft industrialisiert. Jetzt ist Mexiko auf dem Sprung, die Abhängigkeit vom US-amerikanischen Markt zu verringern und die Handelsbeziehungen mit Europa und Asien zu verstärken. Besonders interessant für die internationale Investitionsgüterindustrie: Rund 80 Prozent aller Maschinen und Anlagen werden importiert.

Mexiko ist mit 123 Millionen Einwohnern und der nach Brasilien zweitgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor auf dem amerikanischen Doppelkontinent. Seit 1994 ist es Mitglied des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA und seit dem Jahr 2000 gilt ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union.

Ausbau der Wasserkraft: Hydraulikausrüstung von Bosch Rexroth

Mexiko gilt weltweit als eines der aktivsten Länder bei der Umstellung auf erneuerbare Energien. Obwohl viele bei Mexiko sofort an Wüste oder Hochebene denken, erzeugen Wasserkraftwerke mehr als 18 Prozent des Stroms. So nahm Ende 2012 das Wasserkraftwerk La Yesca den Betrieb auf. Zwei Generatoren mit einer Nennleistung von 750 Megawatt erzeugen durchschnittlich 1.210 Gigawattstunden Strom pro Jahr und versorgen rund eine Million Einwohner. Bosch Rexroth projektierte und lieferte die komplette hydraulische Ausrüstung. Auch bei der Modernisierung älterer Wasserkraftwerke hat sich das Unternehmen als Systempartner etabliert und die Antriebe für das Öffnen und Schließen der Überläufe an der Malpaso-Talsperre im Osten Mexikos ersetzt. Dabei erfüllte der Antriebs- und Steuerungsspezialist auch die Anforderungen des Betreibers an einen möglichst hohen lokalen Wertschöpfungsanteil. Die Lösung wurde zum Standard für alle weiteren Modernisierungen an anderen Wasserkraftwerken in Mexiko definiert.

80 Prozent der Maschinen werden importiert

In den vergangenen Jahren haben allein ausländische Unternehmen im Schnitt knapp 30 Milliarden US-Dollar pro Jahr investiert. Das Ergebnis: Mexiko ist weltweit der viertgrößte Hersteller von Autoteilen. 2017 baute das Land rund 3,7 Millionen Autos und steht damit global auf dem siebten Platz. 2020 sollen bereits 5 Millionen Autos vom Band laufen. Dazu passt, dass allein drei deutsche Automobilmarken zwischen 2017 und 2019 drei neue Werke eröffnen. Waren die Ausfuhren bislang vor allem auf Nordamerika fokussiert, streben Regierung und Unternehmen eine Diversifizierung an. 2016 stiegen die Exporte nach Asien bereits um 15 Prozent, in die EU um sechs Prozent.

Das wachsende Exportgeschäft verlangt einen höheren Automatisierungsgrad, um die Qualitätsanforderungen reproduzierbar zu erfüllen. In Mexiko selbst gibt es keine nennenswerte Maschinenbaubranche. Laut Statistikamt stammen lediglich 20 Prozent der Fabrikausrüstungen aus dem eigenen Land, 80 Prozent werden importiert. Darum führen in Mexiko die Unternehmen stärker als in anderen Regionen üblich die Planung und Realisierung von Fabriken in Eigenregie durch. Im Zuge der Globalisierung wächst außerdem der Druck auf die mexikanische Industrie, die Vernetzung zum Internet der Dinge und Industrie 4.0 voranzutreiben. Nur so können sich die Hersteller als Zulieferer in globale Wertschöpfungsnetzwerke einfügen. Auch hier suchen die Unternehmen die Unterstützung international erfahrener Automatisierungsunternehmen wie Bosch Rexroth.

Bildungsoffensive gestartet

Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist der Bergbau. Mexiko ist der weltweit größte Silberförderer mit einem Weltmarktanteil von rund 20 Prozent. Dazu kommen noch Abbaustätten für eine Vielzahl weiterer Mineralien und Metalle. Allerdings verharren die Investitionen in dieser Branche seit dem Rückgang der Rohstoffpreise auf einem relativ niedrigen Niveau von rund 4,7 Milliarden US-Dollar jährlich. Damit baut sich seit Jahren ein gewisser Investitionsstau auf, der sich in den nächsten Jahren lösen wird.

Die mexikanische Regierung verfolgt ausdrücklich das Ziel, die Grund- und Berufsausbildung für die vielen jungen Menschen, die auf den mexikanischen Arbeitsmarkt drängen, zu verbessern. Auch mit Unterstützung deutscher staatlicher Stellen und privater Initiativen hat die Einführung einer dualen Berufsausbildung für den mittleren Bildungsweg begonnen. Bisher nehmen daran rund 300 Unternehmen in 15 Bundesstaaten teil. Darum besteht in Mexiko ein hoher Bedarf an Trainingssystemen für alle Automatisierungstechnologien.

Bosch Rexroth ist seit 1982 in Mexiko präsent und montiert dort maßgeschneiderte Hydrauliksysteme. Mit zehn Vertriebsniederlassungen und drei Service-Centern deckt das Unternehmen alle wichtigen Regionen ab. Neben Stahlwasserbau und Bergbau fokussiert sich Bosch Rexroth vor allem auf metallurgische Anwendungen sowie die Fabrikautomation. Dabei stehen Automatisierungslösungen für die Automobilindustrie mit ihren Zulieferern, Luft- und Raumfahrt sowie die Nahrungsmittelindustrie im Mittelpunkt.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Bosch Rexroth AG

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Bosch Rexroth AG
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