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DMG MORI Forum

Retrofit MH700C Hilfe

Beitrag 10.02.2014, 12:10 Uhr
jrb
jrb
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Beiträge: 3

Hallo,
ich bin neu hier im Forum und suche Hilfe für meine "alte" Maho MH700C eine Möglichkeit sie wieder in Betrieb zu nehmen. Die Maschine ist zwar als (BJ1984) hat aber erst 1500 Betriebsstunden da sie in einer Lehrwerkstatt stand. Die Steuerung ist noch eine Philips 6600 mit Indramatantrieben, und hierin liegt auch das Problem - die Steuerung hat soweit funktioniert nur ab und zu ist das Programm für einige Zeit (1min.) stecken geblieben. Nun ist es so dass sich die Steuerung nicht mehr einschalten lässt.
Derzeit denke ich über eine preislich vernünftige Möglichkeit nach die Maschine wieder in gang zusetzen, wer kann mir hier Tipps für einen Umbau / Neuaufbau mit aktueller Steuerung geben?
Ich möchte die Maschine wirklich nicht wegwerfen da sie von den Führungen und dem Gesamtzustand absolut top ist
Gruß
Jürgen
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Beitrag 10.02.2014, 12:57 Uhr
bbmbdbnb
bbmbdbnb
Level 4 = IndustryArena-Meister
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Mitglied seit: 03.09.2010
Beiträge: 526

Hallo,
Ich glaube das sich der Umbau auf eine neuere Steuerung nicht lohnt.
Habe so was auch schon mal angefragt. Bei den Preisen lohnt sich auch mal der Gedanke eine andere Gebrauchte zuzulegen.
Vg Bernd
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Beitrag 10.02.2014, 14:37 Uhr
jrb
jrb
Level 1 = IndustryArena-Lehrling
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Mitglied seit: 10.02.2014
Beiträge: 3

Hallo,
du hast schon Recht dass eine Reparatur von den Kosten her grenzwertig ist, aber ich hab schon gesehen, dass es auch für alte Fräsmaschinen Umbausätze mit Schrittmotoren gibt zu einem annehmbaren Preis. Natürlich wird es teurer werden wenn ich neue Servoantriebe brauche, aber eventuell weiß ja jemand eine Möglichkeit die alten Indramat Antriebe zu verwenden und man braucht "nur" neue Achskarten um mit einer neueren Steuerung zu arbeiten.
Gruß
Jürgen
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Beitrag 10.02.2014, 17:32 Uhr
nursum
nursum
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Beiträge: 24

Hallo,

je nachdem wie gut jemand in der Programmiererei und in der E-Technik ist, kann ein Retrofit sehr günstig sein! Ich habe ein Reiden 4-Achsbearbeitungszentrum (BF 3l) mit einer günstigen Lösung ausgestattet. Kosten komplett ca. 2200.-€ !!! Der Umfang war/ist: 5 Servoachsen (inkl.Werkzeugwechsler) 96 Eingänge, 48 Ausgänge, +/-10V Schnittstellen an Servoregler und Spindelregler. Eine Anfrage bei Siemens hatte 80000.-€ ergeben. Für mich war die Umrüstung ein Arbeitsaufwand von ca. 5 Wochen.
Die MH 700C ist einfacher aufgebaut und daher mit weniger Aufwand erneuerbar. Die verwendete Steuerungshardware ist ein normaler PC und Ausgabekarten von MESA. Die MESA-Karten sind unglaublich günstig! Ich habe jetzt erst eine gekauft, da eine Spule bei einem Hydraulikventil kaputt gegangen ist und daher einen Ausgangstransistor überlastet hat => Kosten von ca 65.-€ plus Steuer!! Und das für eine 16 kanälige Eingangs- und 8 kanälige Ausgangskarte. Aufgrund der günstigen Hardware habe ich mir die komplette Steuerungshardware auf "Halde" gelegt um einen eventuellen Steuerungsstillstand entgegenzuwirken, wenn wie vor kurzen eine Karte kaputt geht . Die Maschine läuft jetzt seit ca.drei Jahren seit dem Umbau täglich und ist mein Hauparbeitspferd im Prototypenbau.
Als Steuerung kommt LinuxCNC zum Einsatz. Diese Steuerung ist OpenSource und kostet daher nichts! Es arbeiten permanent weltweit viele Leute an der Steuerung und es gibt eine wachsende Gemeinschaft in Deutschland.

Wichtig ist bei der Sache, daß eine gute elektrische Dokumentation der Maschine vorhanden ist, und das die Servoantriebe in Ordnung sind. Von Schrittmotoren bin ich nicht so überzeugt, aber das ist Geschmacksache. Es gibt mittlerweile auch günstige AC Servoantriebe (China), sollte es im Antriebsstrang doch klemmen, aber bisher bin ich davon verschont worden.

Dies soll nur dazu dienen ein wenig weg von Heidenhain, Siemens und Fanuc über den Tellerrand zu schauen.... bevor eine mechanisch gute Maschine verschrottet wird!

Ingo
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Beitrag 10.02.2014, 19:56 Uhr
nixalsverdruss
nixalsverdruss
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Beiträge: 1.502

ZITAT(nursum @ 10.02.2014, 17:32 Uhr) *
Hallo,

je nachdem wie gut jemand in der Programmiererei und in der E-Technik ist, kann ein Retrofit sehr günstig sein! Ich habe ein Reiden 4-Achsbearbeitungszentrum (BF 3l) mit einer günstigen Lösung ausgestattet. Kosten komplett ca. 2200.-€ !!! Der Umfang war/ist: 5 Servoachsen (inkl.Werkzeugwechsler) 96 Eingänge, 48 Ausgänge, +/-10V Schnittstellen an Servoregler und Spindelregler. Eine Anfrage bei Siemens hatte 80000.-€ ergeben. Für mich war die Umrüstung ein Arbeitsaufwand von ca. 5 Wochen.



Was haste den da für 80T angefragt ?
ein 808D komplett Paket kannste für unter 5T kaufen.
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Beitrag 10.02.2014, 20:38 Uhr
DickerSpan
DickerSpan
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Beiträge: 2.099

Er rechnet ja auch bei 5 Wochen Arbeit inklusive Teile nur mit 2200 EUR.
Da vergisst jemand, das Arbeitszeit Geld kostet....



--------------------
Schuster, bleib bei deinen Leisten!!!
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Beitrag 10.02.2014, 20:56 Uhr
nursum
nursum
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Beiträge: 24

ZITAT(nixalsverdruss @ 10.02.2014, 19:56 Uhr) *
Was haste den da für 80T angefragt ?
ein 808D komplett Paket kannste für unter 5T kaufen.

Ich hatte ne 828D angefragt mit fünfter Achse für das Kettenmagazin. Das Problem war, daß Siemens mir mitgeteilt hat, daß es keine +/- 10V Schnittstellen zu den Achsen gibt (damals), folglich hätte ich 5 neue Motoren mit Reglern und Kabeln benötigt, jeder Motor im 2,5KW Bereich.... das war utopisch! Mit ner 840er wäre ich günstiger gekommen, wenn ich die 10V Signale mit der SPS ausgegeben hätte, da wusste ich aber nicht wie die Performance ist... und günstig war die Variante auch nicht, da ich keine Step7 Lizenz habe etc. Zuvor hatte ich eine Monforts mit einer 802C modernisiert, von dem her war ich in der Siemens Logik "drinnen", aber das Budget gab es einfach nicht her da ich die Maschine auf jeden Fall mit einen zusätzlichen Teilaparat 5-achsig betreiben will. Ich hatte folglich zur Auswahl: Beckhoff CNC mit teilweise vorhandener Hardware (aus anderen Projekten) oder das Neuland LinuxCNC.
Ich muss sagen, daß mich die extrem niedrigen Kosten von meiner Lösung gereizt haben, zudem die Möglichkeit auch auf Interpreter un Co. zugreifen zu können, was ich allerdings bis jetzt nicht ansatzweise gemacht habe. Die Linux Lösung läuft super stabil, die Performance gegenüber der alten M3 Steuerung hat sich extrem verbessert, zudem habe ich eine graphische Pfadkontrolle. Ich könnte das System auf 9 Achsen simultan aufbohren... klar gibt es auch Nachteile, aber das sprengt hier den Rahmen, da es von mir nur eine Variante für einen MH700 Retrofit sein soll

Ingo
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Beitrag 10.02.2014, 21:07 Uhr
nursum
nursum
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Beiträge: 24

ZITAT(Dicker Span @ 10.02.2014, 20:38 Uhr) *
Er rechnet ja auch bei 5 Wochen Arbeit inklusive Teile nur mit 2200 EUR.
Da vergisst jemand, das Arbeitszeit Geld kostet....

Ne das vergesse ich nicht, darum habe ich das mit den fünf Wochen geschrieben! Aber ich muss keinen Techniker bezahlen, der am Tag 1200.-€ kostet wenn mal eine Kleinigkeit klemmt...etc. Die fünf Wochen haben mich ca. 12000.-€ gekostet, und ich habe noch ein paar Maschinen rumstehen mit alten Steuerungen, die irgenwann nicht mehr funzen. Z.b. eine Jungner Werkzeugschleifmaschine (5-achsig), wenn es hier klemmt, läuft die Maschine wieder in ca. einer Woche da ich jetzt das KnowHow von der LinuxCNC Geschichte habe. D.h. mit meinen fünf Wochen Arbeit habe ich dauerhaft in meinen Maschinenpark "investiert", zudem hat es Spaß gemacht... *gggg*.

Ingo
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Beitrag 10.02.2014, 21:49 Uhr
jrb
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Beiträge: 3

Hallo,
@Ingo, hab ich das richtig verstanden - ich kann theoretisch die alten Indramatantriebe in der Maschine belassen und brauche nur passende Achskarten von MESA und die LinuxCNC?
Eventuell wäre es schon sinnvoll die Antriebe auszutauschen da ja auch noch Heidenhain Glasmaßstäbe drin sind die ich bei neuen Servomotoren nicht mehr bräuchte - die neuen Servomotoren müßten halt 9Nm bzw. 17Nm mit Bremse haben!
Entschuldige die dummen Fragen aber mit Elektronik hab ich nix am Hut ich bin ein "Mµ Junki im Bereich Diamantwerkzeuge" biggrin.gif !
Es geht mir nur darum dass ich ungefähr weiß was an kosten auf mich zukommen kann da ich von gleichen Anbieter wie du ein Angebot über 50.000,-€ für die Instandsetzung der Maschine bekommen habe. Ich mußte echt um Luft ringen als ich das Angebot gelesen habe zumal ich die Maschine damals nur für ein Bruchteil gekauft habe und sich aus meiner Sicht so ein großer Invest nicht lohnt.
Gruß
Jürgen
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Beitrag 10.02.2014, 22:14 Uhr
nursum
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Beiträge: 24

ZITAT(jrb @ 10.02.2014, 21:49 Uhr) *
Hallo,
@Ingo, hab ich das richtig verstanden - ich kann theoretisch die alten Indramatantriebe in der Maschine belassen und brauche nur passende Achskarten von MESA und die LinuxCNC?
Eventuell wäre es schon sinnvoll die Antriebe auszutauschen da ja auch noch Heidenhain Glasmaßstäbe drin sind die ich bei neuen Servomotoren nicht mehr bräuchte - die neuen Servomotoren müßten halt 9Nm bzw. 17Nm mit Bremse haben!
Entschuldige die dummen Fragen aber mit Elektronik hab ich nix am Hut ich bin ein "Mµ Junki im Bereich Diamantwerkzeuge" biggrin.gif !
Es geht mir nur darum dass ich ungefähr weiß was an kosten auf mich zukommen kann da ich von gleichen Anbieter wie du ein Angebot über 50.000,-€ für die Instandsetzung der Maschine bekommen habe. Ich mußte echt um Luft ringen als ich das Angebot gelesen habe zumal ich die Maschine damals nur für ein Bruchteil gekauft habe und sich aus meiner Sicht so ein großer Invest nicht lohnt.
Gruß
Jürgen

Hallo Jürgen,

Glasmaßstäbe von Heidenhain sind Klasse! Auf jeden Fall drinen lassen! Die Antriebe würde ich auf jeden Fall auch drinnen lassen, wenn sie noch funktionieren! Bei der Stundenzahl und als Lehrbetriebsmaschine haben die eh noch keine Lasten gesehen. Übrigens willkommen im Club, ich bin auch immer auf der Suche nach den Müh's... Ich habe vor kurzen einen Satelitenspiegel aus SIC gerade mit meiner dicken Reiden Fräsmaschine bearbeitet und hatte knackige Formtoleranzen! Bei den großen bewegten Massen und Flachführungen habe ich an den Dynamikparametern mit Ozilloscopfunktion im Betrieb herumoptimiert um die Sache sicher ans Ziel zu bringen, daß ging mit der LinuxCNC prima.
Du kannst unter "http://www.linuxcnc.org" dir eine Live CD brennen mit der du jeden PC unter Linux booten kannst zum rumspielen. Das ist die Softwareseite, bei der Hardwareseite gibt es unzählige Lösungen. Ich habe Karten von MESA verwendet, da diese weltweit (auch bei größeren deutschen Firmen) im Einsatz sind. Eine Servokarte (z.B.7i33) hat 4 analog Ausgänge für die drei Achsen und eine Spindel, sie hat auch vier Inkremental-Eingänge für die drei Heidenhain Glasmaßstäbe mit der zugehörigen Heidenhain EXE Einheit. Der vierte Inkrementaleingang kann für die Spindel genutzt werden, falls vorhanden... die Kosten für diese Ausgabekarte sind schlappe 69.-€! Jawohl für vier Achsen! Diese Ausgabekarte wird von einer übergeordneten Karte angesprochen, hier gibt es auch wieder ettliche Möglichkeiten, aber prinzipiel kostet die Hardware für unsere Verhältnisse nichts! Das was Geld und Zeit kostet ist die Durchführung, und hier benötigst du einen guten E-Techniker wenn du selber mit der Elektrotechnik nichts am Hut hast...

Ingo
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Beitrag 17.04.2014, 12:55 Uhr
JohnMaybach
JohnMaybach
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ZITAT(nursum @ 10.02.2014, 18:32 Uhr) *
Hallo,

je nachdem wie gut jemand in der Programmiererei und in der E-Technik ist, kann ein Retrofit sehr günstig sein! Ich habe ein Reiden 4-Achsbearbeitungszentrum (BF 3l) mit einer günstigen Lösung ausgestattet. Kosten komplett ca. 2200.-€ !!! Der Umfang war/ist: 5 Servoachsen (inkl.Werkzeugwechsler) 96 Eingänge, 48 Ausgänge, +/-10V Schnittstellen an Servoregler und Spindelregler. Eine Anfrage bei Siemens hatte 80000.-€ ergeben. Für mich war die Umrüstung ein Arbeitsaufwand von ca. 5 Wochen.
Die MH 700C ist einfacher aufgebaut und daher mit weniger Aufwand erneuerbar. Die verwendete Steuerungshardware ist ein normaler PC und Ausgabekarten von MESA. Die MESA-Karten sind unglaublich günstig! Ich habe jetzt erst eine gekauft, da eine Spule bei einem Hydraulikventil kaputt gegangen ist und daher einen Ausgangstransistor überlastet hat => Kosten von ca 65.-€ plus Steuer!! Und das für eine 16 kanälige Eingangs- und 8 kanälige Ausgangskarte. Aufgrund der günstigen Hardware habe ich mir die komplette Steuerungshardware auf "Halde" gelegt um einen eventuellen Steuerungsstillstand entgegenzuwirken, wenn wie vor kurzen eine Karte kaputt geht . Die Maschine läuft jetzt seit ca.drei Jahren seit dem Umbau täglich und ist mein Hauparbeitspferd im Prototypenbau.
Als Steuerung kommt LinuxCNC zum Einsatz. Diese Steuerung ist OpenSource und kostet daher nichts! Es arbeiten permanent weltweit viele Leute an der Steuerung und es gibt eine wachsende Gemeinschaft in Deutschland.

Wichtig ist bei der Sache, daß eine gute elektrische Dokumentation der Maschine vorhanden ist, und das die Servoantriebe in Ordnung sind. Von Schrittmotoren bin ich nicht so überzeugt, aber das ist Geschmacksache. Es gibt mittlerweile auch günstige AC Servoantriebe (China), sollte es im Antriebsstrang doch klemmen, aber bisher bin ich davon verschont worden.

Dies soll nur dazu dienen ein wenig weg von Heidenhain, Siemens und Fanuc über den Tellerrand zu schauen.... bevor eine mechanisch gute Maschine verschrottet wird!

Ingo

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Beitrag 12.11.2014, 22:05 Uhr
Aloisi
Aloisi
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Beiträge: 9

Hallo,

die Möglichkeit Mesa-Karte und LinuxCNC wurde ja schon beschrieben.
Ich habe mal ein Retrofit mit einer Beckhoff-Steuerung durchgeführt. Die Steuerungs-Komponenten incl. Antriebe kann man schon mal mit ca. 16000 veranschlagen. Wenn Beckhoff, dann reicht dir übrigens schon locker die NCI-"Ausbaustufe". Die CNC ist um Längen komplizierter in Betrieb zu nehmen. Das mitgelieferte NCI-Projekt ist schon ganz gut für den Anfang. Wenn man noch etwas an der Software sparen will: es existieren auch schon Grundzüge eines EtherCAT-Treibers für LinuxCNC. Dass das aber in 5 Wochen sicher läuft, ist eher Lotteriespiel. Wenn's sicher laufen muss würde ich wieder eine Beckhoff nehmen.

Viele Grüße, Lois

Der Beitrag wurde von Aloisi bearbeitet: 12.11.2014, 22:06 Uhr
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Beitrag 26.10.2016, 19:03 Uhr
Motolouco
Motolouco
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Beiträge: 3

Hallo Ingo,

sehr interessanter Beitrag, Danke! Bei meiner MH600C - 4-Achsen m. Schwenkkopf (1991) bootet die Philips 532 Steuerung nicht mehr hoch, CPU-Rückmeldung fehlt. Kannst Du mir jemanden empfehlen, der mich bei einem Steuerungswechsel beraten bzw. ausführen könnte?

Richard

ZITAT(nursum @ 10.02.2014, 17:32 Uhr) *
Hallo,

je nachdem wie gut jemand in der Programmiererei und in der E-Technik ist, kann ein Retrofit sehr günstig sein! Ich habe ein Reiden 4-Achsbearbeitungszentrum (BF 3l) mit einer tgünstigen Lösung ausgestattet. Kosten komplett ca. 2200.-€ !!! Der Umfang war/ist: 5 Servoachsen (inkl.Werkzeugwechsler) 96 Eingänge, 48 Ausgänge, +/-10V Schnittstellen an Servoregler und Spindelregler. Eine Anfrage bei Siemens hatte 80000.-€ ergeben. Für mich war die Umrüstung ein Arbeitsaufwand von ca. 5 Wochen.
Die MH 700C ist einfacher aufgebaut und daher mit weniger Aufwand erneuerbar. Die verwendete Steuerungshardware ist ein normaler PC und Ausgabekarten von MESA. Die MESA-Karten sind unglaublich günstig! Ich habe jetzt erst eine gekauft, da eine Spule bei einem Hydraulikventil kaputt gegangen ist und daher einen Ausgangstransistor überlastet hat => Kosten von ca 65.-€ plus Steuer!! Und das für eine 16 kanälige Eingangs- und 8 kanälige Ausgangskarte. Aufgrund der günstigen Hardware habe ich mir die komplette Steuerungshardware auf "Halde" gelegt um einen eventuellen Steuerungsstillstand entgegenzuwirken, wenn wie vor kurzen eine Karte kaputt geht . Die Maschine läuft jetzt seit ca.drei Jahren seit dem Umbau täglich und ist mein Hauparbeitspferd im Prototypenbau.
Als Steuerung kommt LinuxCNC zum Einsatz. Diese Steuerung ist OpenSource und kostet daher nichts! Es arbeiten permanent weltweit viele Leute an der Steuerung und es gibt eine wachsende Gemeinschaft in Deutschland.

Wichtig ist bei der Sache, daß eine gute elektrische Dokumentation der Maschine vorhanden ist, und das die Servoantriebe in Ordnung sind. Von Schrittmotoren bin ich nicht so überzeugt, aber das ist Geschmacksache. Es gibt mittlerweile auch günstige AC Servoantriebe (China), sollte es im Antriebsstrang doch klemmen, aber bisher bin ich davon verschont worden.

Dies soll nur dazu dienen ein wenig weg von Heidenhain, Siemens und Fanuc über den Tellerrand zu schauen.... bevor eine mechanisch gute Maschine verschrottet wird!

Ingo

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Beitrag 27.10.2016, 07:37 Uhr
nursum
nursum
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Beiträge: 24

Hallo Richard,

das Thema ist zwar schon etwas älter, aber ich kann dir die Fa. Baumgärtner empfehlen (http://www.baumgaertner-cnc.de), die haben schon ettliche Umbauprojekte realisiert, zum Teil auch sehr komplexe Geschichten...

Die erste Anlaufstelle, wenn man den Umbau selber machen will sind die Foren von LinuxCNC und Peter's CNC-Ecke, wobei im Moment der Server von der CNC-Ecke streikt und man nur lesen kann. Wenn man einen professionellen Umbau auf LinuxCNC ausführen lässt, sind meines Erachtens die zwei Baumgärtner Brüder die erste Anlaufstelle!
Aber im Moment scheint es Engpässe bei der Verfügbarkeit der MESA-Karten zu geben. Ich hatte mir bei meinem Umbau einen kompletten Satz Ersatzhardware zugelegt um hier nicht in mögliche Probleme reinzulaufen, da die Kosten hierfür sehr überschaubar waren.

Gruß
Ingo



ZITAT(Motolouco @ 26.10.2016, 20:03 Uhr) *
Hallo Ingo,

sehr interessanter Beitrag, Danke! Bei meiner MH600C - 4-Achsen m. Schwenkkopf (1991) bootet die Philips 532 Steuerung nicht mehr hoch, CPU-Rückmeldung fehlt. Kannst Du mir jemanden empfehlen, der mich bei einem Steuerungswechsel beraten bzw. ausführen könnte?

Richard

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