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FANUC Forum

G12.1 Y-Achsinterpolation

Beitrag 02.11.2009, 16:46 Uhr
drehfuchs
drehfuchs
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Mitglied seit: 24.11.2006
Beiträge: 69

Hallo Forum,

ich habe hier ein etwas spezielles Problem.

Ich arbeite an einer Monforts DNC 3 mit einer Fanuc 16 TT Steuerung.

Die Steuerung hat die Option "Fräserinterpolation G12.1" offen, d.h. ich kann mittels angetr. Wzg. ( z.B Schaftfräser ) eine frei programmierbare Kontur an Plan - oder Mantelfläche bearbeiten.

Nun taucht folgendes Problem auf:

Die DNC 3 ist bekanntlich ein Mehrspindel-Drehautomat. An dem zu fertigenden Teil wird in der linken Drehzelle eine Kontur gefräst, diese anschließend mit einem 90° Entgratwerkzeug entgratet und dann mit dem selben Wzg ein Lochkreis anzentriert.

Auf diesen Lochkreis werden dann später in der rechten Drehzelle die Bohrungen eingebracht, so daß die Bohrungen dann angefast sind.

Soweit, so gut !

Nachdem nun 20 - 40 Teile gefertigt sind, treffen sich plötzlich die Bohnungen und die links gefertigten Senkungen nicht mehr !
Durch einige Versuche und Korrekturen konnte ich nun herausfinden, dass die linke Drehzelle ( nur hier läuft die Fräsoption G12.1 im Programm ) die gesammte Kontur und Lochkreis und ca. C-2.2° verdreht. Dies ist unabhängig von der Temperatur der Maschine, denn wenn ich nach Erscheinen der Phänomens die Maschine für 15 min ganz abschalte, ist alles wieder für weiter 20 - 40 Teile gut.

Habt ihr so was schon beobachtet, oder bin ich ein Unikat thumbs-up.gif

Für mich wäre nun sehr interessant, ob die internen Systemvariablen sichtbar sind.
Ich möcht herausfinden, ob die Steuerung einen Schleppfehler in der C-Achse aufbaut oder Nullpunkte unsauber löscht etc.

Bin dankbar für alle vernünftigen geistigen Ergüsse



Gruß Micha

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Beitrag 02.11.2009, 22:19 Uhr
Boern
Boern
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Beiträge: 2.431

ZITAT(drehfuchs @ 02.11.2009, 17:46) *
Hallo Forum,

ich habe hier ein etwas spezielles Problem.

Ich arbeite an einer Monforts DNC 3 mit einer Fanuc 16 TT Steuerung.


Bin dankbar für alle vernünftigen geistigen Ergüsse

Gruß Micha


Hallo,

ich hoffe mal das diese Ergüsse ausbleiben (zwecks der Sauerei auf dem PC) m8.gif

Hast du mal bei deinem Maschinen Hersteller angefragt, ich denke das ist eher ein maschinen technisches Problem Motoren, Antriebe o.ä.

Gruß Boern


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Das dringendste Problem der Technologie von heute ist nicht mehr die Befriedigung von Grundbedürfnissen und uralten Wünschen der Menschen, sondern die Beseitigung von Übeln und Schäden, welche uns die Technologie von gestern hinterlassen hat.


Dennis Gabor (1900-79), ungar.-brit. Physiker, Entwickler der Holographie, 1971 Nobelpr.
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Beitrag 11.02.2010, 04:31 Uhr
drehfuchs
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Hallo Leute,

vor einiger Zeit hatte ich mein obiges Problemchen gepostet, hier kommt des Rätzels Lösung....


Nach massivem - und wohl teuren, 4 tätigen Einsatzes eines Fanuc-Technikers samt Unterstützung eines Schulungsleiters der oberen Preisklasse konnte der Fehler eingegrenzt werden.
Nach Gut-Prüfung der Hardware ( Geber, Riemen, coder etc. ) kann folgendes gesagt werden.

Läuft die Spindel im Drehmodus auf Drehrichtung M04, dann M05 und Anwahl der C-Achse - ist alles in Ordnung.
Läuft die Spindel hingegen in M03, dann M05 und Anwahl der C-Achse - ergibt sich ein Versatz von 2.2 Grad.

Da nicht gesagt werden kann, ob sich hier Steuerung oder Antrieb " verzählt ", möchte nun Fanuc samt einigen Leuten des Maschinenherstellers mit einem Mannschaftsbus anrücken, um die Mühle zu durchleuchten....

Werd dann posten, was von den guten Absichten übrig blieb...


Gruß Micha
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Beitrag 11.02.2010, 09:18 Uhr
Holger45
Holger45
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Hallo Micha,
wer übernimmt denn die Kosten?

Auch das würde mich mal Interessieren. ;-)

Viel Erfolg

Grüße aus Gütersloh
Holger


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Wenn du heute nur das tust - was du gestern schon getan hast - dann bleibst du auch morgen nur da - wo du heute schon bist

Woran erkennen wir etwas, das noch Technik ist?
Ein guter Fingerzeig: Wenn ein Handbuch dabei ist.


(Douglas Adams 1952-2001)
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Beitrag 11.02.2010, 09:21 Uhr
Boern
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Na dann mal "viel Glück" !

Nur kurz zur Info:

FANUC verkauft die Steuerungen an einen Maschinen Hersteller, der Maschinenhersteller passt entsprechend seiner Maschine Parameter usw. an.
FANUC entscheidet also nicht darüber wie die Steuerung an der Maschine eingestellt wurde !

Jedoch ist der Profi ganz klar der Steuerungshersteller, und der sollte dann allerdings vom Maschinenhersteller beauftragt werden !
Ich hoffe das war so ?

Gruß Boern


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Dennis Gabor (1900-79), ungar.-brit. Physiker, Entwickler der Holographie, 1971 Nobelpr.
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Beitrag 12.02.2010, 04:37 Uhr
drehfuchs
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ZITAT(Boern @ 11.02.2010, 09:21) *
Na dann mal "viel Glück" !

Nur kurz zur Info:

FANUC verkauft die Steuerungen an einen Maschinen Hersteller, der Maschinenhersteller passt entsprechend seiner Maschine Parameter usw. an.
FANUC entscheidet also nicht darüber wie die Steuerung an der Maschine eingestellt wurde !

Jedoch ist der Profi ganz klar der Steuerungshersteller, und der sollte dann allerdings vom Maschinenhersteller beauftragt werden !
Ich hoffe das war so ?

Gruß Boern


Hallo zusammen,

also entgegen meines persönlichen Rates wurde nicht der Maschinenhersteller, sondern gleich Fanuc beauftragt.

Den Aussagen nach handelt es sich hier um ein Interpretationsproblem zwischen Antrieb und Steuerung.
Beides kommt allerdings von Fanuc, Signalauswertung in diesem Fall direkt über Rot-Geber -> Eingänge NC.
Der Maschinenhersteller legt meines Erachten lediglich die Arbeitsumgebungen fest, z.B. Eilgänge, Begrenzungen, Maschinenspezifische Funktionen.

Wie unsere "oberen 10000" das mit den Kosten aushandeln lass ich mal deren Sorge sein...

Ich verrate dann wie es ausging....

Gruß Micha
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Beitrag 12.02.2010, 09:11 Uhr
Boern
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Super, Danke für die Info !

Bin dann schonmal auf das Ergebniss gespannt .....


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Beitrag 18.11.2012, 16:56 Uhr
drehfuchs
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ZITAT(Boern @ 12.02.2010, 10:11 Uhr) *
Super, Danke für die Info !

Bin dann schonmal auf das Ergebniss gespannt .....



Oh je...

Hallo Gemeinde,

ich seh grad, ich bin ja hier noch ne Antwort schuldig - sorry.gif sorry.gif

Also - Problem gelöst, es war eine gebrochene Riemenscheine auf der Hauptspindel !
Diese ist eigentlich nur ein dünner Ring mit Verzahnung am Aussendurchmesser, mit 3 Madenschrauben gesichert.

Trotz mehrmaliger Prüfung auf festen Sitz stellte sich heraus, dass dieser Ring sich durch Beschleunigungskräfte der Spindel in seiner Lage verdrehten konnte.

Kleine Ursache - große Wirkung ... wie so oft.

sorry.gif nochmal für die verpasste Antwort

Gruß drehfuchs
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