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FANUC Forum

Werkzeuge vermessen, EMAG VL5 ohne Optik oder sonstiges

Beitrag 27.05.2020, 16:05 Uhr
Paddyo0
Paddyo0
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Mitglied seit: 12.09.2019
Beiträge: 89

Hallo liebe Community,

habe da mal wieder eine Frage.
Und zwar arbeite ich nun auch seit gewisser Zeit an einer EMAG VL5.
Hier ist das Problem bzw der Umstand dass wir dort unsere Werkzeuge alle per ankratzen vermessen müssen.
Da ich das zu umständlich finde habe ich mich gefragt was es für Möglichkeiten gibt dies besser hinzubekommen.
Als erstes fiel mir ein Werkzeugvoreinstellgerät ein, allerdings ist das für den Chef zu teuer ..

Nun hat mich ein User darauf aufmerksam gemacht dass man doch (zumindest bei den innen Werkzeugen) das F Maß nehmen kann (für X).
Jetzt stellt sich mir nur die Frage wie gebe ich das ein wenn ich ein F Maß von 17 habe bei einer 25er CNMG Bohrstange?
Kann ich einfach die 17 in den Werkzeugdaten eingeben oder muss ich es dort verrechnen lassen?
Spielt es dabei eine Rolle wo mein Werkzeug bzw bei der EMAG die Spindel gerade steht?

Und wie gehe ich am besten bei Aussenwerkzeugen vor?

Für jegliche Hilfe bin ich sehr dankbar.

Gruß,
Patrick
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Beitrag 27.05.2020, 18:25 Uhr
brueckmeister
brueckmeister
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Beiträge: 221

Mahlzeit,

Ich komme ja eher aus der Mazak Richtung und die haben bei mir bis jetzt zum Glück immer ein Tooleye gehabt, dann irgendwann mal ein Jahr
an ner CTX und ner Weiler ohne Voreinstellung und Werkzeugvermessung im Prototypenbereich/Einzelteile gearbeitet und es war auf Dauer einfach super nervig, ich fühle also mit dir. wink.gif

Bei Innendrehwerkzeugen brauchst immer erstmal den Festwert auf X0 für deine Aufnahmen, ich kenne deine Maschine und deine Aufnahmen zwar nicht aber dieser Wert ist auf jedenfall nicht Null.

Also z.B. Bei mir an der Mazak ist der Festwert entweder x -400 oder x-420. Je nach Aufnahmetyp. Die Koordinaten in X werden von meiner Maschine im Ø berechnet. Wenn ich das Richtig verstanden habe meinst du mit F Wert den Versatz von der Werkzeugmitte zur Schneide hin, oder?

also:

Von meinem Festwert aus ziehe ich jetzt den doppelten F Wert (in dem Fall 17x2 = 34mm) ab und erhalte somit den X Wert meiner Schneide.

X -400 => -434
X -420 => -454

Jetzt noch die Werkzeugkorrektur sicherheitshalber x-0,5mm Stellen und beim Einfahren anpassen.

In Z wirst du um das Ankratzen auf Dauer aber nicht so einfach herumkommen, an der Weiler habe ich dafür immer gern ein altes 5er oder 10er Endmaß hergenommen und meine Werkzeuge damit in Z an der angedrehten Planfläche eingestellt.


Bei Aussendrehwerkzeugen kannst du dir deine groben X und Z Werte vielleicht mit Schlagbuchstaben auf den Halter schreiben, in X vorrausgesetzt dass deine Werkzeuge da einen Anschlagpunkt haben. Z sollte ja eigentlich immer gleich bleiben.

Je nach Schneidenradius und Wendeplattensorte bzw. Hersteller wäre mir das aber ehrlich gesagt auf Dauer alles viel zu ungenau. Da würde ich dann doch lieber wieder ankratzen.

Einfahren-Messen und Korrigieren musst du so oder so.

ne andere Option wäre noch deine Maschine mit einer Werkzeugvermessung nach zu rüsten.

mfg

Der Beitrag wurde von brueckmeister bearbeitet: 27.05.2020, 18:27 Uhr
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Beitrag 28.05.2020, 01:06 Uhr
Paddyo0
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Beiträge: 89

ZITAT(brueckmeister @ 27.05.2020, 19:25 Uhr) *
Mahlzeit,

Ich komme ja eher aus der Mazak Richtung und die haben bei mir bis jetzt zum Glück immer ein Tooleye gehabt, dann irgendwann mal ein Jahr
an ner CTX und ner Weiler ohne Voreinstellung und Werkzeugvermessung im Prototypenbereich/Einzelteile gearbeitet und es war auf Dauer einfach super nervig, ich fühle also mit dir. wink.gif

Bei Innendrehwerkzeugen brauchst immer erstmal den Festwert auf X0 für deine Aufnahmen, ich kenne deine Maschine und deine Aufnahmen zwar nicht aber dieser Wert ist auf jedenfall nicht Null.

Also z.B. Bei mir an der Mazak ist der Festwert entweder x -400 oder x-420. Je nach Aufnahmetyp. Die Koordinaten in X werden von meiner Maschine im Ø berechnet. Wenn ich das Richtig verstanden habe meinst du mit F Wert den Versatz von der Werkzeugmitte zur Schneide hin, oder?

also:

Von meinem Festwert aus ziehe ich jetzt den doppelten F Wert (in dem Fall 17x2 = 34mm) ab und erhalte somit den X Wert meiner Schneide.

X -400 => -434
X -420 => -454

Jetzt noch die Werkzeugkorrektur sicherheitshalber x-0,5mm Stellen und beim Einfahren anpassen.

In Z wirst du um das Ankratzen auf Dauer aber nicht so einfach herumkommen, an der Weiler habe ich dafür immer gern ein altes 5er oder 10er Endmaß hergenommen und meine Werkzeuge damit in Z an der angedrehten Planfläche eingestellt.


Bei Aussendrehwerkzeugen kannst du dir deine groben X und Z Werte vielleicht mit Schlagbuchstaben auf den Halter schreiben, in X vorrausgesetzt dass deine Werkzeuge da einen Anschlagpunkt haben. Z sollte ja eigentlich immer gleich bleiben.

Je nach Schneidenradius und Wendeplattensorte bzw. Hersteller wäre mir das aber ehrlich gesagt auf Dauer alles viel zu ungenau. Da würde ich dann doch lieber wieder ankratzen.

Einfahren-Messen und Korrigieren musst du so oder so.

ne andere Option wäre noch deine Maschine mit einer Werkzeugvermessung nach zu rüsten.

mfg



Tja hatte mir schon gedacht dass es nicht leicht wird .. nun ja.. trotzdem danke für die Hilfe wink.gif
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Beitrag 28.05.2020, 07:38 Uhr
brueckmeister
brueckmeister
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Beiträge: 221

Ansonsten nummeriere deine Innendrehwerkzeuge und mach dir ne kleine Liste wo du die Offsetdaten für X reinschreibst, ankratzen außen und Plan geht dann mit ner kleinen Lampe und der 0,01mm Zustellung ja recht zügig.
Das wäre das einzige was mir dazu noch einfallen würde.
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Beitrag 28.05.2020, 18:08 Uhr
Paddyo0
Paddyo0
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Beiträge: 89

So wird es bisher auch gehandhabt.

Nach wie vor sind aber kleine innen Drehstähle problematisch da man oft nicht gut sieht wo man nun steht..
Vor allem ist es ja nicht vorgesehen bei der EMAG die Tür zu überbrücken..

Der Beitrag wurde von Paddyo0 bearbeitet: 28.05.2020, 18:10 Uhr
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