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VDMA-Lenkungskreis Photonik gratuliert Lichtphysiker Stefan Hell zum Nobelpreis

Der Lenkungskreis Photonik begrüßt die Entscheidung zur Auszeichnung des Göttinger Physikers Stefan Hell mit dem Nobelpreis für Chemie 2014. Sie ist ein Zeichen für die exzellente Stellung des Wissenschafts-Standortes Deutschland und der Zukunftstechnologie Photonik.

Frankfurt am Main, 13. Oktober 2014 – Die Mitglieder des VDMA Lenkungskreises Photonik beglückwünschen den Physiker Prof. Stefan W. Hell vom Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie. Er wurde gemeinsam mit den zwei US-Amerikanern Eric Betzig und William E. Moerner für seine Entwicklungen in der hochauflösenden Fluoreszenzmikroskopie mit dem diesjährigen Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet. Die von Hell entwickelte neue Mikroskopie-Methode stellt eine bahnbrechende Entwicklung auf dem Gebiet der Photonik dar.

„Die Würdigung von Stefan Hell mit dem Nobelpreis setzt ein Zeichen: nicht nur dafür, dass in Deutschland exzellente Wissenschaft von Weltklasse betrieben wird. Sondern auch dafür, dass optische Technologien Lösungen für scheinbar unlösbare Probleme bieten können“, erklärt Jürgen Valentin, Vorstandssprecher der NanoFocus AG und Mitglied im Lenkungskreis Photonik. Dr. Rüdiger Hack, Geschäftsführer der Laser 2000 GmbH und ebenfalls Mitglied des Lenkungskreises Photonik ergänzt: „Uns freut es sehr, dass mit dieser großen Auszeichnung auch die Schlüsseltechnologie Photonik eine breitenwirksame Beachtung findet.“

Nachdem die Entwicklung blauer Leuchtdioden (LED) mit dem diesjährigen Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde, geht mit dem Nobelpreis für Chemie bereits die zweite Auszeichnung der Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften an Entwicklungen aus dem Bereich Photonik, der „Technologie des Lichts“. Die Auszeichnungen setzten somit auch für die Schlüsseltechnologie Photonik ein Zeichen: denn mit Licht bzw. optischen Technologien lassen sich Lösungen und neue Wege für bestehende wissenschaftliche Herausforderungen finden. Das beweist die Überwindung des vor mehr als hundert Jahren formulierten Beugungslimits von Ernst Abbe, das bisher als unumstößliche Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen galt. Demnach können Objekte, die enger als 200 Nanometer nebeneinander liegen, im Bild nicht mehr voneinander unterschieden werden. Grund dafür ist die Wellennatur des Lichts, dessen halbe Wellenlänge in etwa diesen 200 Nanometern entspricht. Hell gelang es mit einem völlig neuen Konzept diese Untergrenze grundlegend zu unterschreiten. Bei der von ihm erfundenen und zur Anwendungsreife entwickelten STED-Mikroskopie (Stimulated Emission Depletion – stimulierte Emissions-Löschung) ist die Auflösung nicht länger durch die Lichtwellenlänge begrenzt. Dadurch ist es erstmals möglich, Strukturen in einer Zelle mit einer heute bis zu zehnmal besseren Detailschärfe im Vergleich zu herkömmlichen Fluoreszenzmikroskopen zu beobachten.

Mit seiner Arbeit hat Stefan Hell eine Tür aufgestoßen, die neue Wege in der biologischen und medizinischen Forschung ermöglicht.

Über den VDMA Lenkungskreis Photonik

Im VDMA Lenkungskreis Photonik vertreten hochrangige Industrieexperten die verschiedenen Teilbranchen der Photonik. Hierzu zählen die Bereiche Lasermaterialbearbeitung, Bildverarbeitung und Messtechnik, Photovoltaik-Produktionsmittel, Elektronikfertigung, Mikrotechniken, Flachdisplays sowie Organische und Gedruckte Elektronik. Der Lenkungskreis hat zum Ziel, die Interessen der verschiedenen Photonik-Branchen zu bündeln und eine starke wirtschafts- und wissenschaftspolitische Positionierung der Schlüsseltechnologie Photonik im Außenauftritt zu erreichen. Zu den Mitgliedern im Lenkungskreis zählen: Dr. Rüdiger Hack (Laser 2000 GmbH), Dr. Susanne Heun (Merck),Bernd Lange (LPKF Laser & Electronics AG), Dr. Armin Renneisen (Rofin-Sinar Laser GmbH), Dr. Thomas Rettich (Trumpf GmbH & Co. KG), Dr. Eric Rüland (ISRA Vision AG), Prof. Wolfgang Schmutz (ACI AG), Jürgen Valentin (NanoFocus AG) sowie Dr. Michael Vergöhl (Fraunhofer IST).

Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Kontakt

Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.
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60325 Frankfurt am Main
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