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Der Chef als Motivator, oder eher das Gegenteil?

Der Chef als Motivator, oder eher das Gegenteil?
Fühlt Ihr Euch bei der Arbeit ermuntert, Euer Bestes zu geben?
Ja, ich versuche jeden Tag meine Leistung zu verbessern [ 32 ] ** [64.00%]
Nein, ich mache nur noch Dienst nach Vorschrift [ 18 ] ** [36.00%]
Wenn Ihr auf Euer bisheriges Berufsleben zurückblickt, welcher Aussage würdet Ihr zustimmen?
Ich habe überwiegend demotivierende Vorgesetzte erlebt [ 32 ] ** [64.00%]
Ich habe überwiegend motivierende Vorgesetzte erlebt [ 18 ] ** [36.00%]
Abstimmungen insgesamt: 50
  
Beitrag 24.01.2017, 14:40 Uhr
REDAKTION-09
Level 1 = Community-Lehrling
*

Hallo,

zum Jahresbeginn 2017 möchten wir wieder ein aktuelles, spannendes Thema mit Euch diskutieren:

Der Chef als Motivator, oder eher das Gegenteil?

Die Freude an der Arbeit und der Motivationsgrad hängen vor allem von der Unternehmenskultur ab. Diese wird entscheidend vom Führungsstil der Chefetage geprägt. Vorgesetzte können mit Ehrlichkeit und Offenheit, positiv verstärkendem Lob für Erfolge sowie aufbauender Unterstützung bei Fehlern Vertrauen und hohe Motivation bei den Mitarbeitern erzeugen. Sie können ebenso mit einem zu autoritären Führungsstil, geprägt von Unehrlichkeit und Misstrauen, nie auf die erreichten Erfolge, sondern nur auf die Misserfolge fokussiert, jeden Mitarbeiter derart demotivieren, dass bestenfalls nur noch Dienst nach Vorschrift verrichtet wird.

Wie sieht es bei Euch im Unternehmen aus? Treibt Euch der Chef zu Höchstleistungen an oder ist er eine Motivationsbremse?

Wir freuen uns auf Eure Diskussionsbeiträge!
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Beitrag 24.01.2017, 16:40 Uhr
Andy742000
Level 7 = Community-Professor
*******

Hi

Hier würde ich vor einer Antwort Wissen wollen, was unter Chefetage zu verstehen sein soll.
Vorgesetzte beginnen bei Schichtleiter, ggf Vorarbeiter, Abteilungsleiter oder - Meister, bis hin zum Produktionsleiter bis hin zum "Big Boss" = GF.


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MfG
Andy

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4 BIT NC, Kugelschrittschaltwerk
Numerik 600 + Lochstreifen
und nun nicht weiter gekommen als bis zur Sinumerik ;-)

PS : Ich hasse R- Parameter ! Aus Rxxx wird unter Beachtung der Mond-Parabel und der "ERDschen" Glockenkurve nach der Division mit PI/8 + Werkhallenhöhe ein neuer sinnvoller Parameter Rxxx

Impressum: Wer Rechtschreib- oder Grammatikfehler findet darf sie behalten, sind kostenlose Beigaben des Autors
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Beitrag 24.01.2017, 16:54 Uhr
REDAKTION-09
Level 1 = Community-Lehrling
*

QUOTE (Andy742000 @ 24.01.2017, 16:40 Uhr) *
Hi

Hier würde ich vor einer Antwort Wissen wollen, was unter Chefetage zu verstehen sein soll.
Vorgesetzte beginnen bei Schichtleiter, ggf Vorarbeiter, Abteilungsleiter oder - Meister, bis hin zum Produktionsleiter bis hin zum "Big Boss" = GF.

Hallo Andy742000,

mit "Chef" meinen wir jeden Vorgesetzten egal welcher Hierarchieebene. In der Regel setzt sich der Führungsstil ja von oben nach unten durch. Ausnahmen gibt es natürlich immer.
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Beitrag 24.01.2017, 19:34 Uhr
InTex
Level 7 = Community-Professor
*******

Da sich mittlerweile der sogenannte Wasserkopf in Firmen durchsetzt, blieb mir schonmal nichts anderes übrig als alles hinzuwerfen und meine gewohnte Umgebung zu verlassen, zwecks beruflischer Neuorientierung.
Mit fachlich und sozialinkompetenten Vorgesetzten werde ich leider nicht warm.
Lange Hirarchielisten sind eher zum Nachteil der unteren Schicht in Unternehmen.


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Eine Schraube ohne Gewinde ist ein Nagel

Grüsse aus dem Harz - InTex
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Beitrag 24.01.2017, 21:00 Uhr
faenger
Level 5 = Community-Ingenieur
*****

QUOTE (InTex @ 24.01.2017, 19:34 Uhr) *
Da sich mittlerweile der sogenannte Wasserkopf in Firmen durchsetzt, blieb mir schonmal nichts anderes übrig als alles hinzuwerfen und meine gewohnte Umgebung zu verlassen, zwecks beruflischer Neuorientierung.
Mit fachlich und sozialinkompetenten Vorgesetzten werde ich leider nicht warm.
Lange Hirarchielisten sind eher zum Nachteil der unteren Schicht in Unternehmen.


Hi!

Da bin Ich bei dir.

Ein weiteres Problem sehe ich darin, dass der "Chef" gelegentlich nicht unbedingt vom Fach ist. Man bekommt teilweise "Zahlenliebhaber" vor die Nase gesetzt, welche dann wirre Vorstellungen haben was man erreichen "muss" ohne die Zusammenhänge innerhalb einer Prozesskette zu kennen.

Gruß
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Beitrag 24.01.2017, 21:52 Uhr
Andy742000
Level 7 = Community-Professor
*******

Hi

Das muss ich den Vorrednern auch recht geben. Viele GF haben nicht wirklich Plan von dem was in der Produktion abgeht ( abläuft ) und warum es so ist. Viele sind eher aus dem Kaufmännischen Bereich. Aber wer sorgt hier für die Erfolgszahlen. Das ist der Mittelteil des "Wasserkopfes". Hier werden oft für Dinge Statistiken und Zahlen für Randbedingungen erhoben. Oder auch garkeine ! Es ist inzwischen selten geworden, dass sich ein Chef mal wirklich in den Hallen sehen lässt, wenn dann meist nur um Delegationen durchs Haus zu führen.

Aber um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen.
Bezüglich der Motivation durch Vorgesetzte muss ich aus meiner Erfahrung sagen, ganz große Chefs, oder auch der Meister finden noch die Worte des Lobs, wenn auch bloss mal die Ziele nur erreicht wurden. Hingegen habe ich keine guten Eindrücke von den Zahlen-"Erhebern" ob Produktionsleiter oder auch nur dem Schichtleiter. Von hier prasseln einem die Anschieße nur so entgegen, das werden Werker für Dinge verantwortlich gemacht, die nicht unmittelbar in seinem Einflußbereich liegen.

Dazu kommt dann noch das Thema Kommunikation ! Probleme die einer schnellen Lösung bedürfen, bleiben in der Informationskette stecken, werden von Stufe zu Stufe in der Hierarchiekette soweit gefiltert, dass wichtige Belange wirklich so lange vor den Entscheidungsträgern verschwiegen werden, bis das Kind im Brunnen liegt.

Schönen Abend


--------------------
MfG
Andy

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Beitrag 25.01.2017, 00:20 Uhr
Guest_guest_*
Themenstarter


Führungskompetenz bedeutet eben auch, mit Lob und Tadel im richtigen Verhältnis umgehen zu können.
Da feht es vielen "Vorgesetzten" am Verständnis, um die Wirkung ihres persönlichen Umgangs mit den direkt untergebenen Mitarbeitern.
Ein Lob zur richtigen Zeit, kann Reserven bei Mitarbeitern aktivieren, die kaum jemand für möglich gehalten hat.
Oft ist "Nicht geschimpft, ist gelobt genug" die Devise. Auch das kann eben schon die Motivation verbrennen, wenn der Mitarbeiter nur Kritik, oder sogar den "verbalen Arschtritt" vom Vorgesetzten zu hören bekommt.
Ich persönlich habe schon viele Vorgesetzte erleben und "ertragen" können. In bleibender Erinnerung sind die "Wildsäue", aber vor allem die persönlich angenehmen und motivierenden Vorgesetzten geblieben.
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Beitrag 25.01.2017, 07:40 Uhr
hoiich
Level 3 = Community-Techniker
***

Als erstes möchte ich meinen Vorredner zustimmen!
Auch bei uns gibt es viele Chefs, die entscheiden über Dinge von denen sie keine Ahnung haben!

Ich möchte aber auch ein positives Beispiel nennen!
Ja das gibt es sehr wohl :doch:

Mein direkter Chef/Abteilungsleiter, der kann was!
Hat selber Mechaniker gelernt und kennt die Materie.
Wir haben auch über die Jahre eine Zusammenarbeit entwickelt die beide Glücklich stellt:
Er verwaltet die Aufträge, die Termine und die Zahlen.
Und wir Büezer arbeiten ungestört an den Maschinen.
Wir reden unserm Chef nicht rein und er uns nicht.
Wenns nen neuen Fräser braucht, ist halt so... sein Vertrauen haben wir.
Und wenn er kurz nach dem Stand der Dinge fragt... wenn die Termine passen ist er glücklich und zeigt es auch.
Wenn wir mal nicht nachkommen probiert er die Termine zu schieben.

Manchmal gibts dann halt auch Überstunden... am Abend länger oder am Samstag.
Aber auch dann, der Chef ist anwesend und ab einem gewissen Punkt organisiert er dann auch Essen und Trinken daumup.gif

Ich finde ein Chef muss nicht nur für Arbeit sorgen, er muss auch dafür sorgen dass die Leute die Arbeit gerne erledigen!
Dazu ist aber ein gutes Umfeld und gegenseitiges Vertrauen notwendig!
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Beitrag 26.01.2017, 11:52 Uhr
Julzact
Level 1 = Community-Lehrling
*

Ich kann hier auch den meisten zustimmen.

Ich bin eher einer, der immer 110% gibt und ein sehr starkes Unternehmensdenken hat.
Die Abteilungsleiter entschleunigen dies nur manchmal, jeder ist aber am Wohlergehen der Firma interessiert.
Der Chef selber mag es und unterstützt wo es nur geht. Er ist sehr präsent und immer für Gespräche offen, auch privat.

In der alten Firma war der Abteilungsleiter fauler als der faulste Praktikant, und die GF sah man vielleicht einmal alle 3-4 Monate, Gespräche mit Mitarbeitern waren fremd. Rückwirkend denke ich, dass sich die vorgelebte Einstellung sehr auf die Mitarbeiter abfärbt, ob sie wollen oder nicht.
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Beitrag 26.01.2017, 17:02 Uhr
LucyLou
Level 5 = Community-Ingenieur
*****

Hello,

Es gibt Drei grundsetzlich Drei Arten

1. Obere Führungsriege Wirklich die Unternehmensspitze
2. Mittlere Führungebene
3. Die Untere Führungsebene

Zu 1. Aufsichtsrat, Vorstand, Firmeneigentümer. Mit diesen kann man ganz normal Reden sind verständlich zeigen Interesse an der Arbeit was gerade einer Macht

Zu 3. Sind meistens dann schon Schichtführer, Produktionsleitung, ganz ganz unten die sind auch Recht Normal

Zu 2. Mittlere Führungsschicht diese Glauben das Sie in einer sehr wichtigen Position sitzen ohne ihnen geht es nicht
diese sagen das was du seit 50Jahren machst ist komplett falsch der Rechtschneidende Fräser mit M3 zu Benutzen das geht ja gar nicht
das ist vollkommener Blödsinn der muss sich im Uhrzeiger Sinn Drehen. (Nur als Beispiel und gleich das nächste) Das Teil muss in 2Stunden
Fertig sein. und du einen Anschiss bekommst weil das Teil erst in 3:30 (HH:MM) fertig war und die Letzten Teile seit jeher 3:45 - 3:55 gedauert haben
und auch das CAM sagt 4Stunden Laufzeit aber in zwei Stunden muss das Fertig sein.

So ist es halt.

mfg Peter


--------------------
mfg Peter

HAAS CompactMill 1
HAAS SuperMiniMill 2
HAAS ST10Y mit Stangenlader
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Beitrag 26.01.2017, 18:29 Uhr
InTex
Level 7 = Community-Professor
*******

Bisher kann ich alle Beiträge nur zustimmen. Völlig ins Schwarze getroffen.
Man hat schon Dinge erlebt, das kann man garnicht an die Öffentlichkeit bringen.
Das geht von peinlich bis Arroganz.


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Grüsse aus dem Harz - InTex
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Beitrag 26.01.2017, 20:01 Uhr
Guest_guest_*
Themenstarter


Die mittlere Führungsebene generell als unfähig abzustempeln, möchte ich so nicht im Raum stehenlassen. Da gibt es sicher schwarze Schafe, aber die Regel ist das sicher nicht. Wie unter allen anderen Berufs-Gruppen gibt es eben einen gewissen Prozentsatz an "unappetitlichen Körperöffnungen". Die Schwarzen Schafe fallen eben nur immer und dann auch noch besonders negativ auf! wink.gif

Ich hatte beispielsweise mal mit einem ehemaligen Bundeswehr-Fahrschullehrer, der sich vom Arbeitsamt zum "Betriebswirt" umschulen ließ, und anschließend als "Technischer Betriebsleiter" in einer CNC-Fertigung eingesetzt wurde, zu tun. Eine der übelsten Gestalten, die mir im Leben je begegnet sind. ... seine Halbwertszeit war trotzdem ganze 3 Monate! Der Führungs-Stil der Bundeswehr ist halt doch wenig zielführend, vor allem, wenn die fachliche Qualifikation vollständig fehlt.
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Beitrag 08.02.2017, 12:05 Uhr
REDAKTION-09
Level 1 = Community-Lehrling
*

Hallo nochmal an alle Foren-Mitglieder,

vielen Dank für Eure bisherigen äußerst interessanten Beiträge!

Bisher kann man zusammenfassend sagen, die größten Demotivierer lassen sich meist in der mittleren Führungsebene finden. Gibt es hier auch gegenteilige Erfahrungen? Wie sieht es in kleineren Betrieben aus, wo es die mittlere Führungsebene so nicht gibt?

Werden in Euren Unternehmen auch teambildende Maßnahmen durchgeführt, bei der Mitglieder aus allen Hierarchieebenen zusammen teilnehmen? Das muss jetzt nicht zwangsläufig der Tag im Klettergarten sein, auch Grillfeste oder andere gemeinsame Aktivitäten außerhalb des Arbeitsalltags zählen.

Ich freue mich auf Eure Antworten!
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Beitrag 08.02.2017, 20:16 Uhr
Loam81
Level 1 = Community-Lehrling
*

Ich lese schon länger mit und hab mich nun auch mal angemeldet,
bin in einer kleinen 30Mann Firma und hab nur 2 Vorgesetzte Meister und Chef.

Beide sind eigentlich super drauf,grade mit dem Meister kann man super reden
über die Arbeit und auch Privat... Wenn man mal umbedingt - auch kurzfristig Urlaub braucht
oder Überstunden abfeiern will ist das kein Thema - einen Tag geht immer. Man muss dann nur bereit sein
die nächsten Tage mal 1-2Überstunden zu machen oder halt einen Samstag zu kommen,das ist aufjedenfall ein tolles
nehmen und geben.... Der Meister ist immer so motiviert,er versucht immer alles überall rauszuholen
bei einem Teil was 180Minuten läuft wird sich über jede 5Minuten Zeitersparniss gefreut - es kommt mir immer schon so
vor als wenn er am Gewinn der Firma beteiligt ist.
Ich bin eigentlich auch meistens motiviert und versuche mein bestes zu geben,gibt natürlich auch Tage da klappt nichts und
man tud noch das nötigste bis die Spätschicht kommt.

Mein Chef ist Mitte 40 und schon ein guter Typ,er kommt jeden Tag rum und begrüsst jeden per Handschlag,
er will immer alles genau wissen wie was klappt obwohl er eigentlich selber nicht viel Ahnung vom Fräsen oder der Programmierung hat.
Beim Thema Geld bekommt er natürlich sofort schlechte Laune,wegen jeden 50Cent Lohnerhöhung muss man ewig verhandeln obwohl wir
denke ich im Vergleich zu den grossen Formen mit Tariflohn wenig verdienen. Einige Kollegen mussten schon mit der Kündigung drohen um endlich mal eine Lohnerhöhung zu bekommen - der Chef gibt das Geld einfach lieber für gebrauchte Maschinen aus...
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Beitrag 11.02.2017, 11:06 Uhr
Boern
Level 7 = Community-Professor
*******

Hallo zusammen,

ich war auch bis vor einem Jahr noch in einem kleinerem Zerspanungsbetrieb < 30 Mann tätig.
Genau ich war die Mittlere Führungsebene (Meister) über mir mein Chef (GF)

Mein damaliger Chef war leider genau so einer der überhaupt nicht motivieren konnte im Gegenteil demotivieren das konnte er und das richtig gut.
Es heißt ja immer "Nix gesagt ist gelobt genug" Aber genau das ist der völlig falsche Ansatz. Man weiß nie wo man dran ist.
Mein Ex Chef hat einem ständig vor geworfen wenn was schief gelaufen ist, die Dinge die Gut oder wesentlich verbessert werden konnten wurden der einfachheit halber einfach übersehen die waren ja nicht nennens Wert.

Nur so ein Beispiel:
Wir hatten mal ein größeres Projekt in dem es sehr viele Probleme gab Anfangs war das Projekt durch geplant bis es anfing das am Tag wo wir Spannvorrichtung u.ä. auf bauen mussten (geplanter Termin) unser Lieferant für die Spannmittel uns im Stich lies, er konnte nicht liefern ==> Liefertermin der Fertigstellung war in gefahr. Also mußten wir alles ab ändern von der Spannvorrichtung bis zum fertigen Teil, komplett von vorne. Erst mal alle Vorrichtungsteile konstruieren dann im CAM alle Teile programmieren und dann noch 4 Versch Werkstücke auf 8-fach Spannung abändern in CAM parallel draußen in der Fertigung schauen wie das Projekt anläuft...... usw.

Nach ca 4 Wochen wo ich bald täglich 14 Stunden im Betrieb war, und zu meinem Chef gesagt hatte das es mir jetzt dann aber auch reicht habe ich zur Antwort bekommen "Wenn sie meinen das der Job hier das falsche für Sie ist dann müßten Sie evntl. was anderes machen ich sollte mir darüber gedanken machen" !!!

Das war das Danke schön für das dass wir unseren Liefertermin halten konnten??????????????????

Mein Chef hatte soooo viele Neu Projekte angenommen das ich einige Monate hatte mit 250 Stunden raus gelaufen bin. Ich habe zwar das Geld für die Überstunden bekommen aber nie ein einziges "Danke das haben Sie echt gut gemacht" !?

Ab diesem Tag habe ich mich angefangen zu bewerben und habe nur noch Dienst nach Vorschrift gemacht. Ich hatte so viele Tage meiner Freizeit mit meiner Familie geopfert => Ich weiß seit dem Geld ist nicht alles im Leben !

Als ich dann gekündigt habe hatte mein Ex Chef angefangen mich zu loben für die Vergangen Projekte ...... Keine Ahnaung was er wollte für mich war klar das dass Thema hier, hat am Tag "X" ein ENDE !!!!

Heute habe ich zwar auch keinen 8 Stunden Tag aber dafür einen Chef der mich lobt. Und das wichtigste bin Abends bei der Familie zuhause!


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Das dringendste Problem der Technologie von heute ist nicht mehr die Befriedigung von Grundbedürfnissen und uralten Wünschen der Menschen, sondern die Beseitigung von Übeln und Schäden, welche uns die Technologie von gestern hinterlassen hat.


Dennis Gabor (1900-79), ungar.-brit. Physiker, Entwickler der Holographie, 1971 Nobelpr.
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Beitrag 12.02.2017, 11:45 Uhr
Loam81
Level 1 = Community-Lehrling
*

Schön hier von anderen zu lesen.
Boern... freut mich für dich das du aus der "Bude" raus bist.
Als Angestellter soviel zu arbeiten lohnt sich doch nie... Man verdient sein "kleines" Geld +
die Überstunden Pauschale,falls es eine gibt... das grosse Geld verdient die Firma/der Chef.

Hab auch 2 Freunde die sind Selbstständig / im Familienunternehmen - ständig eine 60Std Woche
die bekommen im normalen Leben kaum was gebacken - putzen einkaufen und co machen alles die Frauen.
Naja muss ja jeder selber wissen.... Ich denk mir immer aber einem bestimmten Einkommen macht noch mehr
Geld auch nicht glücklicher...
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Beitrag 12.02.2017, 15:21 Uhr
coronet66
Level 7 = Community-Professor
*******

QUOTE (Loam81 @ 12.02.2017, 11:45 Uhr) *
Schön hier von anderen zu lesen.
Boern... freut mich für dich das du aus der "Bude" raus bist.
Als Angestellter soviel zu arbeiten lohnt sich doch nie... Man verdient sein "kleines" Geld +
die Überstunden Pauschale,falls es eine gibt... das grosse Geld verdient die Firma/der Chef.

Hab auch 2 Freunde die sind Selbstständig / im Familienunternehmen - ständig eine 60Std Woche
die bekommen im normalen Leben kaum was gebacken - putzen einkaufen und co machen alles die Frauen.
Naja muss ja jeder selber wissen.... Ich denk mir immer aber einem bestimmten Einkommen macht noch mehr
Geld auch nicht glücklicher...



Das grosse Geld..... So, so.
Das verdienen nur ganz wenige, unabhängig von der Grösse ihres Unternehmens.
Die meisten haben nicht viel mehr als im Angestelltenverhältnis gemessen am Gehalt einer Führungsposition (was sie ja auch als Selbstständige sind), arbeiten aber weitaus mehr dafür.
Und ohne die 60 plus x Stunden der Inhaber gäbe es diese Firmen nicht, da das mit ner 40 Stunden Woche leider nicht zu stemmen ist.
Die Arbeitsplätze dort gäbe es dann auch nicht.......
Die Stunden bestimmt man als Selbstständiger in diesem unserem Business übrigens nicht so ganz allein.
Da kommen viele, auch unerwartete, Faktoren dazu, die jegliche Stunden- bzw auch Freizeitplanung ständig zunichte machen.
Man sollte auch mal versuchen hinter die Kulissen zu schauen und nicht nur das grosse Auto des Chefs zu sehen wink.gif
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Beitrag 12.02.2017, 16:26 Uhr
nico1991
Level 5 = Community-Ingenieur
*****

coronet66: thumbs-up.gif
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Beitrag 12.02.2017, 17:43 Uhr
Loam81
Level 1 = Community-Lehrling
*

Mensch was habt ihr den für arme Chef`s *G*
Also bei meinen Freunden ist es so das die schon einen sehr hohen Lebensstandard haben,
(Tischlerei und Autohaus laufen super) aber ich gönne ihnen das auch - sie arbeiten ja viel und hart dafür.

Mein Chef hingegen erzählt schon seit Jahren "bleibt nichts über" "damit kann man kein Geld mehr verdienen"
"die Lohnkosten in Deutschland" und so weiter... Ich denk mir dann immer so schlecht kann es ja nicht laufen wenn
jede 6-7 Jahre eine neue Halle drangebaut wird - das Geld wird ja von uns dem 30 Mann Team verdient - erarbeitet.

Kann natürlich sein das er jeden Monat nur XY Euro hat die er auch als Angestellter in Führungsposition hätte,
aber die Firma die immer grösser wird ist ja einige Millionen Wert und das ist auch sein`s :-)
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Beitrag 12.02.2017, 19:19 Uhr
coronet66
Level 7 = Community-Professor
*******

Nee, da liegste möglichweise wieder daneben.
Die Firma ist letztendlich das wert, was jemand bereit ist, dafür zu zahlen.
Wenns soweit ist, kommt erstmal das Finanzamt.
Vorausgesetzt, die Bank und andere mögliche Gläubiger haben nix mehr zu bekommen.
Und das Finanzamt kriegte ne ganze Menge......
Natürlich bleibt im besten Fall was über.
Kann viel sein, kann aber auch ziemlich wenig sein.
Das sieht man als Aussenstehender ja nicht.
Der schöne Schein trügt oft.
Das obligatorische Chefgejammer kenn ich übrigens auch noch.
Ich war lange Zeit angestellt, bevor ich micht selbstständig gemacht hab.
Und ich hab nix geerbt.
Ich erwisch mich aber immer mal mit ähnlichen Sprüchen.
Bleibt wohl nicht aus ;-)
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