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Doppelschneider G01 von Komet, Schruppen u. schlichten zugleich?

Beitrag 05.06.2004, 07:41 Uhr
jabu
jabu
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Beiträge: 17

Hallo Zerspaner,
wir haben einen verstellbaren Doppelschneider (Komet G01). Meine Frage, kann ich unterschiedliche WSP-Halter montieren, um das schruppen und schlichten in einem Arbeitsgang auszuführen? Wer hat Erfahrung mit diesem Werkzeug?

Viele Grüße

Jabu


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Gruß

Jabu
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Beitrag 05.06.2004, 13:28 Uhr
uli12us
uli12us
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Beiträge: 5.002

Vergiss es, das klappt so nicht. Diese Doppelschneider sind reine Schruppwerkzeuge. Sicher kannst du probieren dir selber einen Halter zu bauen der eine Schlichtschneide hat aber du sparst dabei ausser der Zeit die der Werkzeugwechsel dauert nichts ein weil du ja nur den schlichtvorschub fahren kannst und das wahrscheinlich mit deutlich verringerter Drehzahl wegen dem Schruppwerkzeug. Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht dass man da was einsparen könnte haut das nicht hin. Ausserdem wird das zumindest bei mir so gemacht dass ich das schlichtwerkzeug nachdem die Tiefe erreicht ist etwas freifahre damit nicht beim zurückfahren die Schneide kaputtgeht. Das geht mit einem 2Schneider ja auch nicht.

Gruss Uli
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Beitrag 19.09.2004, 10:24 Uhr
DIGI
DIGI
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Beiträge: 2

Es gibt ein Ding von Wohlhaupter nennt sich CombiLine geht von D 29 -103mm. Du kannst beide Schneiden einzeln verstellen, machst schruppen und schlichten in einem AG und kannst versetzt aus der Bohrung fahren ohne Riefen zu ziehen.

Gruß Digi
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Beitrag 03.12.2013, 08:36 Uhr
CIMSOURCE
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Beiträge: 32

Hallo jabu,

der Sinn des Doppelschneiders ist ja das du beim Schruppen:
1) Den doppelten Vorschub gegenüber einer Schneide fahren kannst.
2) Die Auftretenden Kräfte die das Werkzeug verbiegen / auslenken sich gegenseitig möglichst weit aufheben.

Wenn du nun also eine Schrupp- und eine Schlichtplatte montierst, hast du eigentlich mehrere unerwünschte effekte:
1) Statt dem doppelten Schruppvorschub fährst du nur noch mit einem verminderten Schlichtvorschub, da du die Schruppdrehzahl benutzt.
Du gewinnst also maximal einen Teil der Schruppzeit.
2) Die Auslenkung des Werkzeugs wird von der Schruppplatte bestimmt, überträgt sich aber auf die Schlichtplatte.
Spätestens bei ungleichmäßiger Schruppspandicke innerhalb einer Bohrung ist es dann vorbei mit der Präzision beim Schlichten.
3) Bei langspanenden Werkstoffen können die Schruppspäne die fertig geschlichtete Fläche zerkratzen oder zwischen Bohrung und Schlichtplatte gelangen,
bzw. die Kühlschmierung behindern => schlechtere Oberflächenqualität und höherer Verschleiß.
4) Du arbeitest mit 1 Schruppplatte statt 2, was die Standzeit zumindest halbiert, und die Prozessstabilität nimmt ab ( wahrscheinlich auch beim Schlichten.

Das Einzige was du sicher sparst, ist die Anschaffung eines Schlichtwerkzeugs, welches aber auch eine höhere Präzision hat.

Gruß
Bernd
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