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Dünne Platten fräsen

Beitrag 14.01.2021, 20:16 Uhr
gantner
gantner
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Ich brauche mal eure Hilfe von den Experten.
Ich muss ca. 200 Platten fräsen. Mat. 1.0038 ca 200 auf 200mm, Dicke soll 5mm sein. Es wird in der Mitte eine Tasche rausgefräst, 4 Durchgangslöcher für M8 Senkschrauben werden reingebohrt und die Aussenkontur muss gefräst werden. Zeichnung darf ich keine reinstellen, sonst bekomme ich Ärger von der Firma. Die Fräsarbeiten und die Bohrungen sind kein problem. Was mir Kopfzerbrechen bereitet ist das fertigmaß der Platten in der Dicke von 5mm und einer geforderten paralellität von 0.1mm. Ich hab keine Ahnung wie man so dünne Platten bearbeitet das man in dem geforderten Bereich kommt, musste ich bis jetzt nicht machen.
Wie macht ihr sowas, wie spannt man die rohplatten, Glüt man die vorher. Fräsmaschine und Flachschleifmaschine hab ich in der Werkstatt.
Ich hoffe ihr könnt mir mit eurem Wissen weiterhelfen.
Gruß Gantner
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Beitrag 14.01.2021, 20:36 Uhr
Hexogen
Hexogen
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Beiträge: 1.732

So dünne Platten spannt man mittels Vakuum.
Da würde ich mich um sowas bemühen.

https://www.schmalz.com/de/vakuum-spanntechnik

sowas in der Richtung


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Schaut doch mal rein:
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Beitrag 14.01.2021, 21:03 Uhr
dreher1991
dreher1991
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Hallo Gantner den Tipp mit dem Vakuum von Hexogen ist ne Idee die auf jedenfall funktioniert.Nur musst du beim Runterfräsen halt auf den Schnittdruck achten also nicht unbedingt die Platte mit nem Messerkopf fräsen sondern lieber mit nem kleinen Schaftfräser abzeilen.Falls du das Geld nicht investieren willst,das überfräsen sollte auch gehen.Wichtig ist halt da wieder das du die Platte nicht verbiegst beim spannen also nicht volle kanne den Schraubstock zudrehen,solltest auch nicht nur ne Leiste an den beiden Backen drunter sondern evtl.1 oder 2 in der Mitte drunter.Wegen dem Verzug das Material was du da hast ist ja Baustahl da sollte Verzug nicht so die Rolle spielen.Kenne das eher bei c45 oder 42crmo4 die werden ja oft spannungsarmgeglüht.Wenn du die Platten auf 5.3 oder 5.4mm vorfräst solltest du die schon wieder gerade geschliffen bekommen.
Gruß Dreher1991
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Beitrag 14.01.2021, 21:17 Uhr
gantner
gantner
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Danke schonmal für eure Hilfe. Ich habe bis jetzt mit Vakuumspanntechnik keine Erfahrung. Verhält sich das Material da anderst als beim spannen mit Spannmagnet. Beim spannen auf einem Spannmagnet zieht man ja das krumme material auf die Spannplatte, mit dem Erfolg das wenn man es nach der Bearbeitung wieder entspannt es wieder genauso krumm ist wie am Anfang.
Passiert mir das gleiche ich auch beim Vakuumspannen?
Was muss man den für eine Vakuumausstattung ausgeben?
Gruß Gantner
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Beitrag 14.01.2021, 21:31 Uhr
nico1991
nico1991
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Wenn die Ausgangsebenheit dein Problem ist:

Wir können solche Platten extrem gut Richten.

Man könnte auch aus 5mm Material Platten auslasern, entweder Tasche und Außenkontur fertig oder mit Aufmaß, dann Richten und dann Löcher reinbohren und gegebenfalls Kanten besäumen und fertig.

0,1mm Ebenheit ist bei der Materialstärke und den Abmessungen kein Problem, schon gar nicht bei S235.

Grüße,

Nico

Der Beitrag wurde von nico1991 bearbeitet: 14.01.2021, 21:37 Uhr
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Beitrag 14.01.2021, 22:14 Uhr
gantner
gantner
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Hallo Nico,
wir haben die Platten von unserem Stahlfritzen geschliffen bestellt. Das haben wir in der Vergangenheit schon öfters so bestellt, war immer gut soweit. Die Platten für den jetzigen Auftrag sind eine Frechheit was die uns geliefert haben. Wenn ich die auf die granitplatte lege und eine Ecke runterdrücke, steht die andere Seite 1,5mm hoch.
Unser Wärmebehandler hat uns gesagt, daß er nicht weiß ob er die Platten auf 0.1mm paralellität gerichtet bekommt. Wird jetzt übers Wochenende gerichtet.
Deswegen wollte ich mal Infos sammeln wie man so dünne Platten bearbeitet. Wie gesagt mich interessiert alles. Vom spannen übers fräsen, evtl. Wärmebehandlung.
Gruß Gantner
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Beitrag 15.01.2021, 01:25 Uhr
nico1991
nico1991
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Wenn die Ebenheit nach der Wärmebehandlung nicht ausreicht kannst du mich gerne kontaktieren. Wie gesagt Richten ist für uns kein Problem.

Daher kann ich dir auch zum fachlichen nichts wirkliches sagen was ein Geheimnis ist. Wenn die Ebenheit nicht passt richten wir uns spannen dann mit Magnet, Pratzen oder Vakuumplatte. Wenn es ein Einzelteil ist legen wir auch gerne mal unter, bis es nicht mehr „kippelt“ um die erste Seiten eben zu bekommen.

Zu den Werkzeugen. Bei wendeplattenwerkzeugen immer auf Positive Konzepte setzen wenn möglich, da geringere Schnittkraft im Vergleich zu negativen Werkzeugen ist deutlich von Vorteil. Die erhöhten Werkzeugkosten rechnen sich meist aufgrund geringerer Gesamtkosten.

Beste Grüße

Nico
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Beitrag 15.01.2021, 07:45 Uhr
Rainer60
Rainer60
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Hoi
Gemäss dem ersten Beitrag geht es um die Parallelität und nicht die Ebenheit. So würde mit Magnet oder Vakuumplatte gut gehen - ausser die Durchgangslöcher. Was meint die Allgemeintoleranz zur Ebenheit? Die ist ja nicht definiert durch an einer Ecke drücken, sondern zwischen den 2 imaginären Flächen von den unterstem und obersten Auflagepunkten.


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Gruss Rainer

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Beitrag 15.01.2021, 12:00 Uhr
gantner
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Hallo Rainer60,
die Ebenheit ist nicht auf der Zeichnung angegeben, nur die Paralellität. Laut unserem Qualitöter ist die Paralellität noch genauer als die Ebenheit. Aber das mal außen vor lassen.
Ich werde jetzt mal versuchen Platten aus 6mm Dicke warmrichten lassen, und dann mit Spannmagnet zu spannen. Bin mal gespannt wie es sich nach dem Fräsen verhält.
Macht es Sinn erst Spannungsarm glühen und dann Warmrichten, oder ist das dann doppelt gemoppelt?
Gruß Gantner
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Beitrag 15.01.2021, 15:47 Uhr
nico1991
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ZITAT(gantner @ 15.01.2021, 14:00 Uhr) *
die Ebenheit ist nicht auf der Zeichnung angegeben, nur die Paralellität. Laut unserem Qualitöter ist die Paralellität noch genauer als die Ebenheit. Aber das mal außen vor lassen.


Damit hat der Qualitöter grundsätzlich recht. Jetzt kommt das kleine aber: Das wissen die meisten Konstrukteure nicht. Das kann man dann auch nur noch auf einer Messmaschine ermitteln und nicht mehr mit reiner 2 Punkt Messung. Nur weil wein Teil bei x-beliebig vielen Punktmessung gleich dick ist, ist es in der Form und Lage Auswertung noch lange nicht parallel.

Bringt Warmrichten nicht unglaublich viele Spannungen wieder in das Material ein? Ich will nicht nerven, aber unser Verfahren 1. Wahl ist das Walzrichten bei dünnen Blechen.

Nico
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Beitrag 15.01.2021, 16:48 Uhr
gantner
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Hallo Nico,
wir hatten früher an unseren Pressen, Richtapperate damit der Bandstahl vom Coil gerichtet wird bevor er in die Presse geht. Kann ich mir euer Verfahren ungefähr so vorstellen.
Könnt ihr dann auch Platten in der Größe richten, in meinem Fall jetzt 200x200, oder geht das nur mit längerem Streifen und dann ablängen.
Kannst du mal zum Preis ganz grob was sagen, wo man da ungefähr liegt?
Vielen dank
Gruß Gantner
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Beitrag 15.01.2021, 17:15 Uhr
MikeE25
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ZITAT(dreher1991 @ 14.01.2021, 22:03 Uhr) *
Nur musst du beim Runterfräsen halt auf den Schnittdruck achten also nicht unbedingt die Platte mit nem Messerkopf fräsen sondern lieber mit nem kleinen Schaftfräser abzeilen.


Ein Schlagzahnfräser mit nur einer positiven Alu HM Schneidplatte wäre vermutlich ideal. Dauert zwar lange aber damit bekommt man die schönste Oberfläche hin.
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Beitrag 15.01.2021, 18:02 Uhr
Rainer60
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ZITAT(gantner @ 15.01.2021, 12:00 Uhr) *
die Ebenheit ist nicht auf der Zeichnung angegeben, nur die Paralellität. Laut unserem Qualitöter ist die Paralellität noch genauer als die Ebenheit. Aber das mal außen vor lassen.


Hoi Gantner
Da bin ich mit dem Qualitätsbeauftragten einer Meinung.
Bei den Prüfvorrichtungen die ich bis jetzt angefertigt hatte, war die Funktion des Bauteiles immer das Wichtigste das geprüft werden musste. Denn wenn die Funktion gegeben ist, ist das Bauteil i.d.R. auch gebrauchstauglich.

Da das Teil mit 4Stk. M8 Senkschrauben befestigt wird, kann es gut möglich sein, dass das Teil trotzdem gebrauchstauglich sein wird. Wenn die Senkungen auf der hohlen Seite sind, wird es das 5er Blech mühelos runterziehen. Ein Versuch wäre es zumindest Wert.

Bei automatischen Zuführungen hatte ich schon das Problem, dass die Ebenheit im eingebauten Zustand nebensächlich war, aber wenn die Beschickung immer wieder gestört wird, dann ist das Bauteil für die Fertigung nicht gebrauchstauglich.

Das mit glühen und richten bei so dünnen Schwarten habe ich durch. Je nach Material funktioniert es besser oder auch nicht. Bisher hatte es der Lieferant hingekriegt, aber dieses Mal nicht. Woran das wohl liegen mag?

Aber jeder wie Er meint - ich kenne die Diskussionen mit der QS. Den Finanzbeauftragten hinzuziehen wirkt Wunder. wink.gif


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Gruss Rainer

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Beitrag 15.01.2021, 20:47 Uhr
nico1991
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ZITAT(gantner @ 15.01.2021, 18:48 Uhr) *
Hallo Nico,
wir hatten früher an unseren Pressen, Richtapperate damit der Bandstahl vom Coil gerichtet wird bevor er in die Presse geht. Kann ich mir euer Verfahren ungefähr so vorstellen.
Könnt ihr dann auch Platten in der Größe richten, in meinem Fall jetzt 200x200, oder geht das nur mit längerem Streifen und dann ablängen.
Kannst du mal zum Preis ganz grob was sagen, wo man da ungefähr liegt?
Vielen dank
Gruß Gantner


Ja, so ungefähr sieht das aus. 200x200mm ist kein Problem.

Der Preis hängt von mehreren Faktoren ab. Ich versuche mal kurz zu beschreiben wovon:

Muss 1x oder 2x gerichtet werden. Das hängt zum einen von der Blechstärke ab (Bis 8mm reicht eigentlich immer 1x) und zum anderen von der Abmessung. Ein Teil mit 400x50mm wird nur 1x in Vorzugsrichtung gerichtet, ein Blech von 200x200mm richten wir immer Längs und Quer. Also kannst du davon ausgehen, das wir in deinem Fall jedes Blech 2x richten müssen

Teilegröße: Solange die Teile von Hand einzulegen sind gibt es keine Aufschläge

Ausgangszustand: Die Teile sollten frei von Spänen und Anhaftungen sein. Öle sind erstmal kein, bzw ein geringes Problem.

Kantenschutz: Beim Walzrichten entsteht wie eine Art Kantenabzug, je nach Blechdicke ein Radius von 0,2 bis 0,8mm (ca. Werte, es ist kein Radius) Unsere Maschine besitzt einen entsprechenden Mechanismus um die Kanten zu schützen. Nachteil ist, dass du die Bleche einzeln einlegen musst. Also etwas teurer.

Es ist schwierig einen groben Richtwert zu nennen, je nach Bauteilabmessungen liegen wir beim Richten zwischen 0,50€ und 5€ pro Bauteil. Bei deinen Bauteilen schätze ich in etwa 1,50€ pro Bauteil (Kann aber ±30 Cent schwanken, also bitte nicht festnageln).

Generell habe ich wenige Teile erlebt, bei denen Richten unwirtschaftlich ist. Es ist gar so ein wirtschaftliches Verfahren und bietet so viele Vorteile (insbesondere, dass die Teile danach Spannungsarm sind --> Spannungsarm Glühen kann sehr oft eingespart werden), dass wir es Pauschal bei unseren Teilen machen. Meistens hast du die Kosten für das Richten schon wieder drin, wenn du dünneres Material kaufen kann (Beispielsweise 5mm statt 6mm Blech). Wenn du die Fräskosten rechnest hast du das schon lange wieder drin.

Als Beispiel richten wir AlMgSi1 Blech 4mm Abschnitte 200x200mm auf eine Ebenheit von 0,04mm (Und die Ebenheit ist die Basis für die Parallelität).

Ich möchte hier keinen Auftrag von dir generieren, würde dir aber folgendes anbieten. Wenn du die Teile wieder hast schickst du mir 3 Bauteile via Paketdienst. Es darf ruhig ein ganz schlechtes dabei sein - 5mm krumm oder ähnlich. Die richte ich dir und schick sie dir via Paketdienst zurück.

Beste Grüße,

Nico
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Beitrag 15.01.2021, 20:54 Uhr
nico1991
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Hier noch ein "Privatpfusch" Beispiel, war mal für mich selber

Angehängte Datei  IMG_5869.jpg ( 713.83KB ) Anzahl der Downloads: 38


Angehängte Datei  IMG_5875.jpg ( 414.4KB ) Anzahl der Downloads: 36


Angehängte Datei  IMG_5874.jpg ( 863.09KB ) Anzahl der Downloads: 35


Ausgangsmaterial war etwas 20mm krumm, Das fertige Blech lag im Bereich von 0,2mm auf der gesamten Fläche bei einem Richtdurchngang (ca. 30 Sekunden).

Nico
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Beitrag 16.01.2021, 08:29 Uhr
gantner
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Hallo Nico,
vielen Dank für deine ausführlichen Berichte. Kannst du mir mal die Kontaktdaten von deiner Firma schicken
Danke auch für den Schätzpreis, so hat man wenigstens mal eine Vorstellung. Das Warmrichten liegt auch in der Preisklasse.
Jetzt hab ich noch nee doofe Frage. In meinem Fall jetzt, müssen die Platten geschliffen sein auf Grund der Oberfläche, die dicke von 5mm hat Freitoleranz. Schleift man dann die Platten vor oder sogar auf Fertigmaß und lässt dann richten, oder richtet man nur die Rohplatten.
Wir hatten nämlich schon oft gerade bei gewalzten Blechteilen z.b. Stahllamellen für Automatikgetriebe, da wird die Ebenheit nach dem schleifen manchmal schlechter.
Gruß Gantner
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Beitrag 17.01.2021, 16:53 Uhr
nico1991
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Hallo Gantner,

meine Kontaktdaten hast du via PN Bekommen, die Frage beantworte ich im Sinne der Allgemeinheit hier im Forum.

Wenn du eine perfekt geschliffene Fläche brauchst musst du zwingend nach dem Richten nochmal Schleifen, da die Richtwalzen Abdrücke im Material hinterlassen können. Das war auch der Grund, warum ich geschrieben hatte, dass die Teile frei von Spänen und Anhaftungen seien sollen, die werden nämlich einfach eingewalzt.

Grundsätzlich richten wir nur Ausgangsmaterial. Es kann passieren, dass sich die Platten beim Richten bewegen, die Spannungen müssen ja irgendwo hin. Wir würden also keine Platten richten, wo schon alle Bohrbilder mit ±0,05mm eingebracht sind, weil die Chance sehr groß ist, dass der Stich danach nicht mehr stimmt. Grundsätzlich ist die Faustregel, dass man Konturnahes Rohmaterial richtet und dann nur noch die "genauen" Elemente einbringt, um nach dem Richten so wenig wie möglich Materialabtrag zu haben. Dann verzieht sich auch nichts mehr.

Wie so oft in unserem Geschäft sollte man es auch einfach auf einen Versuch ankommen lassen.

Nico
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