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Einschraubfräser vs. VHM

Beitrag 01.08.2018, 17:28 Uhr
Sophie89
Sophie89
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Nabend werte Kollegen biggrin.gif

Wir bearbeiten viele Kunststoffteile mit sehr tiefen Taschen. Dazu nutzen wir VHM Werkzeuge mit Schaftlängen von bis zu 200mm aber nur einer Schneidenlänge von max. 20mm bei einem Durchmesser von 20mm.

Leider können diese nicht mehr benutzt werden, sobald der Umfang der Schneiden geschliffen werden muss, da sonst der komplette Schaft einen Hinterschliff braucht.

Nun habe ich gesehen, dass es Einschraubfräser mit einem Schaft von 20 und einem Ø20 von ISCAR gibt.
Hat diese Art von Fräser irgendein Nachteil bezüglich stabilität?

Ich kann ja viel besser immer einfach eine neue "Krone" nehmen, als einen komplett neuen, 200mm langen VHM Fräser der auch noch ein kleines Vermögen kostet.

Schönen Abend und liebste Grüße aus dem viel zu warmen Erding,
Sophie tounge.gif
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Beitrag 01.08.2018, 18:00 Uhr
Palermo
Palermo
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Kann man genau so machen wie du es geschrieben hast.

Wichtig ist nur vorher zu schauen ob die Aufnahmen zylindrisch bliebt oder in einer Konik hoch läuft. Wenn es wirklich ISCAR werden soll ruhig den Anwendungstechniker mit ins Boot holen.

Was allerdings ein Nachteil sein kann: Wenn es mal knallt dann geht das auf direkten weg in die Spindel. Beim langen VHM Werkzeug schert es ab und die Spindel bekommt meistens nichts ab.
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Beitrag 01.08.2018, 18:21 Uhr
Sophie89
Sophie89
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Meinst du bei normalen Stahlschäften für den Einschraubfräser?

Würde dann schon direkt VHM Schäfte kaufen, ist ja "ne einmalige" investition solang es net scheppert smile.gif


Haben hier 1 Verlängerung von Kennametal liegen, scheinen mit Haimer baugleich zu sein. Jedoch scheint mir das Angebot von ISCAR wesentlich größer zu sein, was die Einschraubköpfe betrifft. Oder kennt noch jmd Hersteller mit recht vielen Möglichkeiten?
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Beitrag 01.08.2018, 18:41 Uhr
Palermo
Palermo
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Hab mal gerade auf der ISCAR Seite geschaut.

So auf den ersten Blick finde ich da nur welche die nicht über die komplette länge den Durchmesser haben sondern abgesetzt sind. Könnte man natürlich mit einer Verlängerung lösen... aber da könnte es dann bezüglich stabilität wieder ärger geben.
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Beitrag 01.08.2018, 20:15 Uhr
dreher1991
dreher1991
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Hallo sophie89 würde mal bei walter und Sandvik schauen.Sandvik hat auch sowas im Programm wenn ich mich recht erinnere.Das kannst dann mit den Silenttoolsaufnahmen bestimmt kombinieren die Schwingungsgedämpft sind,was bei der Tiefe die ihr fräst defintiv nicht verkehrt wäre.Seco müsste auch was in der Art haben.
Gruß Dreher 1991

Der Beitrag wurde von dreher1991 bearbeitet: 01.08.2018, 20:15 Uhr
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Beitrag 01.08.2018, 20:15 Uhr
V4Aman
V4Aman
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Beiträge: 2.521

Der Werkzeugschleifer kann doch den VHM nach dem schleifen auch wieder hinterschleifen.


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Gruß V4Aman


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Alle sagten: "Das geht nicht." Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat's einfach gemacht.
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Beitrag 01.08.2018, 21:03 Uhr
faenger
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Nabend.

Was ich jetzt noch nicht ganz geblickt habe, suchst du einschraubfräser mit wendeplatten oder VHM Köpfe zum einschrauben?

Bei VHM Köpfen bietet Walter eine recht große Auswahl, zudem bieten die auch Adapter für Einschraubfräseraufnahmen an, heißt also wenn du schon eine einschraubfräseraufnahme z.b. M16 hast, brauchst nur den Adapter und den passenden Kopf! Auf der Hompage von Walter werden zudem die schnittwerte passend für deine VHM Kopf / Aufnahmen Paarung angegeben, allerdings nur für VHM oder Stahl Schäfte.

Im Wendeplattenbereich bei der Länge würde ich mir das Pokolm Duo Plug System in Verbindung mit einem Nulllängen Futter anschauen. Vorteil beim Duo Plug ist das Schrumpfen und Schrauben der Köpfe auf die VHM Stangen. Sehr Schwingungsarm auch bei großen Auskragungen. Die Nulllängenaufnahme verhindert zudem ein noch größeres auskragen ab spindelschnittstelle. Somit musst du, je nach Werkzeug, nicht zu stark deine Schnittwerte reduzieren.

Zur Info, ich weiß nicht ob die Firma Rineck bekannt ist, diese bieten alles mögliche an Aufnahmen und Verlängerung an. Auch ziemlich lang, unsere längste ist 300mm, und das komplett Zylindrisch.

Allgemein, bei großen Auskragungen empfehle ich die reduzierungstabelle von iscar. Habe selbst zwar keine iscar Werkzeuge im Einsatz, aber die Tabelle funktioniert auch bei unseren Werkzeugen hervorragend.

Gruß
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Beitrag 02.08.2018, 09:00 Uhr
Schleifgott
Schleifgott
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ZITAT(V4Aman @ 01.08.2018, 21:15 Uhr) *
Der Werkzeugschleifer kann doch den VHM nach dem schleifen auch wieder hinterschleifen.

Hallo,
so ist es korrekt.
Es ist für den Werkzeugschleifer kein Problem, wenn bei einem Schaftfräser durch das Schleifen der Umfangsschneiden der Durchmesser kleiner ist als der Freischliff zwischen Spannbereich und und Schneide, diesen Freischliff immer wieder äquivalent nachzusetzen.
Das ist unter anderem ein ganz normaler Prozess auch in unserm täglichen Geschäft.
Einfach eure Werkzeugschleiferei daraufhin ansprechen.
Hinzuzufügen ist, dass dieses Freischleifen mit Mehraufwand und natürlich mit Mehrkosten für den Auftraggeber verbunden ist.

Gruß SG
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Beitrag 02.08.2018, 10:41 Uhr
HolgiT
HolgiT
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Guude!

Wir haben bei uns von WNT das MultiChange System mit Durchmesser 16 im Einsatz. Material Alu hochfest 7075.
Schrupp und Schlichtfräser auf VHM-Halter im ultrakurzen Hydrodehnspannfutter. Frästiefe 135mm, allerdings nur zum Besäumen einer Rechtecktasche, die vorher mit einem Messerkopf D=32 vorgeschruppt wird.
WNT gibt an, daß die überlangen Halter nur bedingt zum Fräsen geeignet sind, klappt aber bei uns ganz gut. Spanabnahme ist ja nur max. 0.5mm seitlich.

Vielleicht wäre das etwas für Euch. Einfach mal einen Anwendungstechniker kommen lassen.

Gruß aus Middlhesssn,

Holgi


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Nur mal so nebenbei: alle meine Texte werden ohne Computer Rechtschreibprüfung geschrieben.
Das geschieht bei mir ganz altmodisch, nämlich durch mich persönlich. :-)
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Beitrag 02.08.2018, 11:19 Uhr
Reichle_Wolfgang
Reichle_Wolfgang
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ZITAT(Schleifgott @ 02.08.2018, 09:00 Uhr) *
Hallo,
so ist es korrekt.
Es ist für den Werkzeugschleifer kein Problem, wenn bei einem Schaftfräser durch das Schleifen der Umfangsschneiden der Durchmesser kleiner ist als der Freischliff zwischen Spannbereich und und Schneide, diesen Freischliff immer wieder äquivalent nachzusetzen.
Das ist unter anderem ein ganz normaler Prozess auch in unserm täglichen Geschäft.
Einfach eure Werkzeugschleiferei daraufhin ansprechen.
Hinzuzufügen ist, dass dieses Freischleifen mit Mehraufwand und natürlich mit Mehrkosten für den Auftraggeber verbunden ist.

Gruß SG

Schaft frei schleifen kostet bei unserem Schleifer 5€ aufpreis pro Fräser
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