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Große Wellen sicher Spannen

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Beitrag 24.01.2022, 15:08 Uhr
saeschboy
saeschboy
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Beiträge: 4

Hallo Leute,
Zu meiner Person, bin 25 Jahre alt gelernter Zerspanungsmechaniker Fachrichtung Drehtechnik.
Demnächst bekomme ich eine neue Drehmaschine und zwar eine Geminis GT5i (Umlauf 1200mm Spitzenwerte 6000mm).
Da ich bisher quasi keine Erfahrung in der Bearbeitung von Wellen habe würde ich mich freuen, wenn ich hier ein paar nützliche Tipps sammeln kann.
Wir sind im Sondermaschinenbau tätig. Sprich kleine Stückzahlen und programmiert wird vom Bediener an der Maschine.
Nun zu meiner Frage:
Wir werden in Zukunft große Wellen (ca 250mmx5000mm) zerspanen.
Die Wellen werden Roh und ohne Zentrierung oder Lünettestellen geliefert.
Wie würdet ihr eine solche Welle spannen?
Mein Plan wäre eine Planscheibe mit Morsekegel(Mk6) besorgen und somit die Welle zwischen Futter und Planscheibe spannen um dann Lünettestellen anzusehen. Allerdings habe ich bisher noch nichs passendes hierfür gefunden.
Kann mir jemand Hersteller empfehlen? Eine andere Lösung wäre natürlich auch denkbar.
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Beitrag 24.01.2022, 18:01 Uhr
Airfox
Airfox
Level 3 = Community-Techniker
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Mitglied seit: 10.06.2021
Beiträge: 200

QUOTE (saeschboy @ 24.01.2022, 16:08 Uhr) *
Mein Plan wäre eine Planscheibe mit Morsekegel(Mk6) besorgen und somit die Welle zwischen Futter und Planscheibe spannen um dann Lünettestellen anzusehen. Allerdings habe ich bisher noch nichs passendes hierfür gefunden.
Kann mir jemand Hersteller empfehlen? Eine andere Lösung wäre natürlich auch denkbar.


Moin anfürsich nicht ganz blöde die Idee. Kannst ja schauen ob du eine Planscheibe bekommst, die sowohl 4 als auch 6 Backen/Steine aufnehmen kann. Sodass man es zunächst gut ausrichten kann.

Ggf. könnte man auf die Planscheibe ganz verzichten, wenn man im Rohzustand mit der Flex und einer Fecherscheibe das Ende glatt macht und dort in die (ungefaire) mitte ein Sackloch/ bzw. Zentrierungsloch bohrt. Dort könnte direkt die Zentrierspitze ansetzten und das ganze halten. Bei der Größe würde die Welle aus Stahl ca. 2t wiegen. Da würde ich eher vorsichtig mit der Drehzahl, besonders am Anfang, sein wenn die noch total ungewuchtet ist. Diese MK6 Zentrierspitze kann theoretisch 2t. Ich denke so 20 bis 30 rmp und dann die Lünettenstelle drehen. Schau mal der gute Abom79 hat hier etwas vergleichbares mal gemacht:
https://www.youtube.com/watch?v=xXIvoGRHEoU



https://www.hoffmann-group.com/DE/de/hom/Sp...ory=32&tId=
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Beitrag 24.01.2022, 19:05 Uhr
saeschboy
saeschboy
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Beiträge: 4

Bei den kleineren Wellen machen Kollegen das auch so, allerdings bekommt man freihand, mit dem Akkuschrauber nur kleine Zentrierbohrungen hin. Extra auf die Fräse spannen ist dann doch zu zeitintensiv. Ich möchte schon eine größere Zentrierbohrung drinn haben, weils ja doch ein ziemlich wuchtiges Teil ist. Wir hatten auch schon mal dieses Gerät zum Testen. Allerdings war das Teil äußerst instabil und hat daher irgendwo gebohrt, nur nicht zentrisch ????https://www.machine-trade.de/krause-maschinenhandels-service-gmbh/mobile-zentriermaschine/
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Beitrag 24.01.2022, 19:05 Uhr
saeschboy
saeschboy
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Beiträge: 4

Bei den kleineren Wellen machen Kollegen das auch so, allerdings bekommt man freihand, mit dem Akkuschrauber nur kleine Zentrierbohrungen hin. Extra auf die Fräse spannen ist dann doch zu zeitintensiv. Ich möchte schon eine größere Zentrierbohrung drinn haben, weils ja doch ein ziemlich wuchtiges Teil ist. Wir hatten auch schon mal dieses Gerät zum Testen. Allerdings war das Teil äußerst instabil und hat daher irgendwo gebohrt, nur nicht zentrisch ????https://www.machine-trade.de/krause-maschinenhandels-service-gmbh/mobile-zentriermaschine/
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Beitrag 24.01.2022, 20:03 Uhr
HansPeter2
HansPeter2
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Beiträge: 5

Zentrierwinkel,Magnetbohrmaschine?
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Beitrag 25.01.2022, 15:57 Uhr
MiBü
MiBü
Klugscheisser
*******
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Mitglied seit: 18.05.2005
Beiträge: 2.396

Servus,

ein Akkuschrauber ist nur bedingt zum Bohren geeignet, wie wäre es mit einer (evtl. sogar Kabelgebundenen) Handbohrmaschine, damit sollten auch größere Zentrierbohrungen möglich sein..


--------------------
Gruß

Michael
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Beitrag 26.01.2022, 09:12 Uhr
saeschboy
saeschboy
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Gruppe: Mitglied
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Beiträge: 4

QUOTE (HansPeter2 @ 24.01.2022, 20:03 Uhr) *
Zentrierwinkel,Magnetbohrmaschine?


Geht bei Austenit nicht. Denn manche Wellen sind aus 1.4301. Die machen dann richtig Spaß.
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Beitrag 26.01.2022, 19:18 Uhr
Sophie89
Sophie89
Level 2 = Community-Facharbeiter
**
Gruppe: Mitglied
Mitglied seit: 16.07.2017
Beiträge: 131

Haben solche Sachen immer in den Kran gehangen, dann ab damit auf den Zentrierbock und die Welle mit der Wasserwaage ausgerichtet (während sie noch im Kran hing). Vorher natürlich mit einem großen Zentrierwinkel die Mitte holen. biggrin.gif

Der Beitrag wurde von Sophie89 bearbeitet: 26.01.2022, 19:21 Uhr
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Beitrag 17.01.2024, 16:39 Uhr
JohnDoe69
JohnDoe69
Level 1 = Community-Lehrling
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Gruppe: Mitglied
Mitglied seit: 27.06.2019
Beiträge: 8

Hallo.
Am besten geht es, wenn du die Welle zuerst stirnsteitig mit einem Zentrierwinkel anreisst, damit die Mitte festlegst um sie danach mit der Magnetbohrmaschine und einem größtmöglichen Zentrierbohrer Form R (d.h. Mit runden Flanken und bei dem Gewicht zumindest 6,3mm besser 8 oder 10mm ) anzentrierst. Damit gewährleistet du eine saubere Ringauflage der mitlaufende Zentrierspitze im Reitstock. Eine möglichst stabile Zentrierspitze für schwere Werkstücke ist dabei selbstverständlich auch zu verwenden. Und bei der Grösse der Welle immer besser die stabilere Planscheibe verwenden. Wir zenrieren sogar beide Seiten und fügen eine feststehende Spitze in den Konus der Hauptspindel ein und haben so schon eine Erleichterung beim zentrischen einspannen in die Planscheibe.Dann drehst du deine Lünettensitze an und bist startklar für alles weitere.

MfG JonDoe
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