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Innensechskant drehen?

Beitrag 27.12.2002, 22:48 Uhr
CNC-Master
CNC-Master
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Beiträge: 2.892

Hallo CNC-Freunde,

ich habe davon gehört, das es ein Werkzeug gibt (Taumelhalter) mit dem
man beispielsweise einen Innensechskant "drehen" kann.

Hat jemand davon gehört oder vielleicht sogar im Einsatz coangry.gif

Wir haben diese bisher immer mit dem Stossverfahren hergestellt...

Über jeden Erfahrungsbericht wäre ich dankbar...


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Gruß,
CNC-Master
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Beitrag 27.12.2002, 23:51 Uhr
singingSamson
singingSamson
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Beiträge: 3.650

Hallo CNC-Master,

hier ein Auszug aus der Website http://www.swisstechnology.ch/d/produits/s...ub_cat_100.html

Mitlaufende Räumhalter (Taumelhalter)

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Die mitlaufenden Räumhalter erlauben die Verarbeitung von Profile (sechskant, vierkant, Kerbverzahnung oder speziell) in einem Zyklus auf Drehmaschinen oder Transferstrassen, gewöhnlich Innenprofile aber auch Aussenprofile. Die standard oder spezielle Räumdorne, welche auf unsere verschiedene Räumwerkzeuge verwendet werden, sind ebenfalls von PCM hergestellt.

Ist vielleicht das, was du suchst....



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Allzeit gute Kommunikation wünscht euch

singingSamson
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Beitrag 28.12.2002, 16:57 Uhr
CNC-Master
CNC-Master
Level 7 = IndustryArena-Professor
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Mitglied seit: 05.11.2001
Beiträge: 2.892


Danke Samson,

mich würde das Fertigungsverfahren mal genauer interessieren.
Wer hat Fotos "in Aktion" oder Erfahrungsberichte dazu?



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Gruß,
CNC-Master
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Beitrag 23.01.2003, 23:03 Uhr
Knock1982
Knock1982
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Beiträge: 7

ZITAT(CNC-Master @ 28.12.02 um 16:57)
Danke Samson,

mich würde das Fertigungsverfahren mal genauer interessieren.
Wer hat Fotos "in Aktion" oder Erfahrungsberichte dazu?

Fotos kann ich leider nicht bieten allerdings stellen wir einen Innensechskannt mittels Räumnadel her. Was genau willst du denn darüber wissen ?
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Beitrag 24.01.2003, 00:14 Uhr
conni
conni
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Beiträge: 363

Hallo an Alle,
die bis jetzt hierzu geschrieben haben. Habe so ein ähnliches Arbeitsgerät schonmal
auf eine Bohrmaschine in Arbeit gesehen. Es wurden damit Sechskanten an Wellen-
enden angebracht. Es waren kurze runde Drehteile, welche in eine Spannvorrichtung
senkrecht gehalten wurden. Das Gerät war im Morsekegel der Bohrmaschine und auf
dem Tisch war, soweit ich mich erinnern kann, so eine Art Gegenhalter, womit das Gerät gesichert wurde, damit es nicht in Rotationbewegung kommen konnte. Das Ding machte also Späne und langsam wurde aus dem Wellenende ein Sechskant. Man konnte das Ding auch auf verschiedene Schlüsselmaße einstellen.
So das wars für heute, Ihr lieben Leute(CNC-ARENA-USER)

Schüss und gute Nacht

Conni
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Beitrag 24.01.2003, 00:16 Uhr
conni
conni
Level 4 = IndustryArena-Meister
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Gruppe: Mitglied
Mitglied seit: 30.09.2002
Beiträge: 363

Hallo an Alle,

natürlich Aussen-Sechskante

Conni
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Beitrag 13.02.2003, 00:33 Uhr
CNC-Rentner
CNC-Rentner
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Mitglied seit: 12.02.2003
Beiträge: 2

Hallo CNCMaster,

Deine Frage hat mich soeben zur Anmeldung bewogen.

Wundert mich allerdings, dass das Verfahren der spanenden Mehrkanterzeugung hier nicht so richtig bekannt zu sein scheint. In der Schraubenherstellung ein sehr altes Verfahren. Dort auf Maschinen mit dem Namen TORNOMAT ( gebaut von ???? )und seit einigen Jahren auch als CNC gesteuert mit dem WERA-PROFILATOR - siehe auch unter www.wera-profilator.de ( das gleiche Unternehmen ist auch als Hersteller hochwertiger Schraubendreher bekannt ) - bei kleinen bis mittleren Losgrössen erfolgreich eingesetzt.

Das ganze funktioniert im Prinzip ganz simpel, ich will versuchen es anhand der NC-Fertigung zu beschreiben:

Ein zylindrisch gepresst oder gedrehtes Formteil wird in die Spannzange einer Spindel eingespannt.

Als Werkzeugträger dient ein Messerkopf, in den eine Anzahl, der Hälfte der zu erzeugenden Flächen entsprechend, von Werkzeugträgern im Winkel 360°/n angeordnet sind. Beispiel: Für einen 6-Kant werden 3 Werkzeuge um 120° versetzt eingestellt. Für andere Geometrien gilt analog das Gleiche, 4-Kt mit 2 WZ auf 180°, 8-Kt mit 4 WZ auf 90°.....

Werkstück und Messerkopf rotieren über eine Kardanwelle zwangsgesteuert im Verhältnis 2:1 gegeneinander.

Wird jetzt der angestellte Messerkopf in Z- zugestellt, trifft die erste Schneide das Werkstück und hobelt bedingt durch die Rotation von Werkstück und Werkzeug einen Span ab. Die zweite und dritte Schneide ebenso bis die erste Schneide die der ersten Fläche gegenüberliegende Fläche erzeugt. Die zweite und dritte Schneide analog die Flächen 5 und 6.

Nach Erreichen der vorgegebenen Mehrkant-Höhe wird das Werkzeug weggestellt und fertig.

Bei einem einmal eingespannten Teil kann man auch mit mehreren Zustellungen in X fahren. Ist jedoch die Spannung des Werkstückes einmal aufgehoben ist es mit dem exakten Zusammentreffen bereits bearbeiteter Flächen vorbei.

Wenn anstelle des Zylinders eine Bohrung tritt und der Werkzeugträger entsprechend klein dimensioniert wird, ist in der Umkehrung der Zustellung in X auch eine Innenbearbeitung denkbar. Die kleinste Dimension wird dann wohl vom Werkzeug bestimmt. Wenn die Zerspanungskräfte grösser werden als die Festigkeit und die Stabilität des Werkzeuges es zulassen, sind halt die Grenzen erreicht. Einen nicht unwesentlichen Einfluss bildet auch die Spanabfuhr.

WERA baut auf diesem Prinzip basierend Maschinen, ohne Kardanwelle sondern mit synchron angetriebenen Spindeln, auf denen sogar Getriebezahnräder und auch Schaltmuffen mit Innenverzahnung gefertigt werden.

Das hier im Forum beschriebene Verfahren auf einer (Ständder)Bohrmaschine funktioniert genau so. Die Vorrichtung dazu wurde (wird??) hergestellt und auch vertrieben von einer Firma Andreas Witte.


Gruss

Der CNC-Rentner

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