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Kunsstoff nachbearbeiten

Beitrag 24.01.2017, 21:35 Uhr
AJV32
AJV32
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Hallo zusammen,

wir bearbeiten viel Kunstoff. Hauptsächlch ST500, ST1000 und PA6.

In vielen Fällen spannen wir das Teil höher raus für die 5 Seiten Bearbeitung oder Simultan, und trennen es dann. Was eigentlich auch ganz gut funktioniert.

Doch leider schwankt die Qualität des Kunststoffs extrem, sodass die Trennfläche manchmal TipTop ist, und bei der nächsten Charge sieht die Welt wieder ganz anders aus.

Der Gedanke ist, die Teile dann irgendwie abzuziehen, dass die Fläche optisch gut ist.

Meistens ist die Obere Kontur so komplex, dass ein erneutes Aufspannen und überfräsen nicht möglich ist.

Versuche mit Elektrohobel, Schleifpaper, Nassschleifpapier habe keinen Erfolg gebracht.

Vielelicht hat jemand eine Idee.

Danke schon mal.

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Beitrag 25.01.2017, 08:08 Uhr
HAINBUCH
HAINBUCH
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Beiträge: 275

Hallo,

so ganz verstehe ich dein Problem nicht...?!?!

Grüße Achim


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Beitrag 25.01.2017, 08:31 Uhr
hoiich
hoiich
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Beiträge: 162

Sieht die Fläche dann "aufgerissen" aus?
Mit was trennt ihr am Schluss?

Evt. mal ein anderes Werkzeug zum trennen versuchen?
Musste da auch schon merken bei PEEK dass die unterschiede extrem sind...
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Beitrag 25.01.2017, 10:06 Uhr
Andy742000
Andy742000
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Hi

Erstmal wie trennt Ihr das Werkstück vom Rohmaterial ab ?
Hier hat man ja verschiedenste Möglichkeiten.
Ich habe mir angewöhnt, wenn die Trennfläche größer ist, erst einen Freischnitt mit Aufmaß zu machen, und dann mit einem dünneren / schmaleren Werkzeug den freiliegenden Bereich zu schlichten, um dann nur den dünnen verbliebenen Steg zwischen Material und endgültigen Werkstück zu trennen.
Rums durch mit einem Fräser, oder einem Scheibenfräser / Sägeblatt führt meist zu schlechten Oberflächen, weil die Späne nicht weg kommen, bzw teilweise sogar im Trennschlitz verkleben.

Wenn jetzt zB das Werkstück senkrecht steht, und zum Schluss an der Fußfläche mit einem Sägeblatt oder Scheibenfräser abgetrennt werden soll, habe ich es immer so gehalten, dass ich mit einem 2-3 mm Sägeblatt vorgesägt habe, dass ein stabiler Steg im Masseschwerpunkt des Werkstück stehen bleibt. Dann bin ich mit einem 1 mm Kreissägeblatt spiralförmig nach innen gefahren und habe erstmal einen Großteil der Fußfläche geschlichtet um es dann schließlich abzutrennen.

Schönen Arbeitstag


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MfG
Andy

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4 BIT NC, Kugelschrittschaltwerk
Numerik 600 + Lochstreifen
und nun nicht weiter gekommen als bis zur Sinumerik ;-)

PS : Ich hasse R- Parameter ! Aus Rxxx wird unter Beachtung der Mond-Parabel und der "ERDschen" Glockenkurve nach der Division mit PI/8 + Werkhallenhöhe ein neuer sinnvoller Parameter Rxxx

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Beitrag 25.01.2017, 18:04 Uhr
AJV32
AJV32
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Beiträge: 30

Hallo,

wir verwenden Momentan meistens einen HM-Scheibenfräser von Hoffmann mit Ø106 x 4

https://www.hoffmann-group.com/DE/de/hom/Mo.../p/185900-107X3

Vorab mit Aufmaß trennen und dann noch einmal Schlicht-trennen werde ich bei nächster Gelegenheit mal testen.

Dennoch bleibt ja immer ein Restzapfen stehen, und dies wird meist dann mit einem Messer abgeschabt. Je nach Handwerklichen Geschickt des Arbeiters, mal mit weniger mal mit mehr Erfolg ;-)

Gruß,

AJV-32
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Beitrag 25.01.2017, 18:21 Uhr
Andy742000
Andy742000
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Hi

Versuchs mal damit

Garant VHM Sägeblätter:
179820 Grobverzahnt, muß dicker sein als das Schlichtblatt.
179800 Feinverzahnt

Mit dem "dickeren" erstmal Luft und Platz schaffen , sowie Aufmaß drauf lassen. Dann mit dem feinen Schlichten, und einwärts Spiralieren. Masse Schwerpunkt sollte halbwegs stimmen.
Eigentlich klappt es ganz gut, dass das Teil vollständig vom Schlichtblatt abgetrennt wird...

Grobes Blatt erstmal mit wenig Vorschub aber gut Drehzahl Material auf volle Tiefe wegmachen....Einstechen einmal rum und wieder raus. Zapfen sollte zwischen 2-5 mm erhalten bleiben.
WZW
Feines Blatt und dann mit mehr Drehzahl, und je nach Material etwa 65 % der Katalogwerte Fz das ganze mit einer Spiralzustellung von maximal 1/2 Zahntiefe das ganze Schlichten und Trennen.






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MfG
Andy

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Beitrag 25.01.2017, 18:30 Uhr
AJV32
AJV32
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Hi Andy742000,

danke für die rasche Antwort.

Ich werde es mal meinen Chef so vorschlagen.
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Beitrag 17.02.2017, 13:38 Uhr
Block1977
Block1977
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Beiträge: 3

ZITAT(AJV32 @ 24.01.2017, 20:35 Uhr) *
Hallo zusammen,

wir bearbeiten viel Kunstoff. Hauptsächlch ST500, ST1000 und PA6.

In vielen Fällen spannen wir das Teil höher raus für die 5 Seiten Bearbeitung oder Simultan, und trennen es dann. Was eigentlich auch ganz gut funktioniert.

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Vielelicht hat jemand eine Idee.

Danke schon mal.



Hallo

Ich würde bei Hufschmied mal auf die Seite schauen. Die sind spezialisiert auf Kunststoffe (peek). Wir haben für Peek die Sharb Line (extrem scharf) und Werkzeuge aus der Protoline von Hufschmied.

Gruss Block
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Beitrag 17.02.2017, 22:33 Uhr
wrhk
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Beiträge: 28

Vielleicht nochmal Sandstrahlen,

Gruss

Wolfgang
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Beitrag 17.02.2017, 22:58 Uhr
Andy742000
Andy742000
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ZITAT(wrhk @ 17.02.2017, 22:33 Uhr) *
Vielleicht nochmal Sandstrahlen,

Gruss

Wolfgang

Wer bezahlt das ?

Nur mal als Arbeitsgang gesprochen...

Von der Oberflächenqualität will ich jetzt nicht sprechen


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MfG
Andy

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Beitrag 18.02.2017, 15:54 Uhr
wrhk
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Ich hatte mal ein einen Poller aus PVC für den Modellbereich gedreht. Ich hatte den dann Sandgestrahlt. Die Oberfläche sah ähnlich wie Erodiert aus.

War halt nur für den Eigenbedarf und Hobby. Ich dachte vielleicht hilft es weiter.

Gruss

Wolfgang
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Beitrag 18.02.2017, 20:35 Uhr
Flexy
Flexy
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Wir nutzen für sowas die Nutex-Plus-Sägeblätter von Alesa ... echt Spitzendinger.
Durch IK-Austritt in der Spankammer des Sägeblatts und Spanteiler auf der Schneide keine Probleme mehr mit Spanklemmern.
Und Vorschübe jenseits von gut und böse. Dagegen sind VHM-Sägeblätter oder WP-Scheibenfräser Kindergarten wink.gif

Der Beitrag wurde von Flexy bearbeitet: 18.02.2017, 20:37 Uhr
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Beitrag 18.02.2017, 20:49 Uhr
Andy742000
Andy742000
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ZITAT(Flexy @ 18.02.2017, 20:35 Uhr) *
Wir nutzen für sowas die Nutex-Plus-Sägeblätter von Alesa ... echt Spitzendinger.
Durch IK-Austritt in der Spankammer des Sägeblatts und Spanteiler auf der Schneide keine Probleme mehr mit Spanklemmern.
Und Vorschübe jenseits von gut und böse. Dagegen sind VHM-Sägeblätter oder WP-Scheibenfräser Kindergarten wink.gif

Hi

es ist und bleibt ein Kreissägeblatt, egal ob mit oder ohne IK !
Hast du mal auf die Werkstoffe gesehen die er trennen will ?
Hallo wenn du da anfängst mit wasserhaltiger Flüssigkeit rumzupanschen, was passiert da wohl ?

Wenn Luft durch die Spindel zur Verfügung steht, wäre das eine Option, von der wir aber nichts wissen wink.gif



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MfG
Andy

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