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Messtechnsiche Auswertung von bestimmten Zeichnungsangaben

Beitrag 13.02.2020, 20:43 Uhr
forceman854
forceman854
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Hallo zusammen,

unsere Messtechniker arbeiten mit einer Wenzel LH1210 Koordinatenmessmaschine und können nach eigenen Angaben die im Anhang vorgegebenen Form- und Lagetoleranzen nicht bzw. nur sehr schwer auswerten.

1. Symmetrie einer Passfedernut zur Wellenachse
2. Geradheit von Lagersitzachsen über einen gemeinsamen Bezug
3. Koaxialität zu einer Achse gebildet aus Anlagefläche und Durchmesser

Zumindest der 1. Fall ist in der Praxis durchaus häufig anzutreffen, 2 & 3 wurden aus der Fachliteratur entnommen. Da ich kein Messtechniker bin aber glaube, dass alle Fälle durchaus auswertbar sind, würde ich mich freuen von Euch zu erfahren ob diese Tolerierungen auswertbar sind und in groben Zügen wie.

Vielen Dank im Voraus für Eure Bemühungen

Viele Grüße

Christoph
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Beitrag 13.02.2020, 20:55 Uhr
habback
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Also zu 1. Die Sym. Lässt sich auswerten, kein Problem. Die Ausrichtung ist das problem. Die Nut ist sicher max. 2 oder 3mm tief und da bleibt für die nebenrichtun (sekundärausrichtung) nicht viel zum antasten. Sehr fehleranfällig. Falls es darum geht, dass das Sym. Symbol an der KMG nicht auszuwählen geht, dann einfach eine theoretische Fläche machen die zu "A" auf Null liegt und diese als Bezug auswählen.
Zu den anderen Punkten später mehr, bin unterwegs
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Beitrag 13.02.2020, 21:16 Uhr
MiBü
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Klugscheisser
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Servus,

zu 3., bin auch kein Messtechniker, aber Koaxialität ist doch nicht zwischen einer Fläche und einem Durchmesser festzustellen, sondern zwischen zwei Zylinder.

Viel Erfolg


--------------------
Gruß

Michael
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Beitrag 14.02.2020, 09:14 Uhr
forceman854
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Hallo,

danke für Eure Antworten!

Zur Passfeder: Mit einer theoretische Fläche wäre ich auch an die Sache herangegangen. Das scheint mir auch eine funktionsgerechte Auswertung zu sein.

Zur Koaxialität: Hier wird laut Literatur angegeben, dass zur Auswertung der Koaxialität eine ideale Achse definiert wird, die senkrecht zum Bezug A steht und durch den Durchmesser B positioniert wird. Aufgrund der Kürze des Durchmesser bei Bezug B ist die Koaxialität nur bezogen auf den Durchmesser B mit einem großen Messfehler behaftet.

Ich wünsche ein schönes Wochenende!

Christoph
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Beitrag 14.02.2020, 09:44 Uhr
habback
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Wir arbeiten hier mit der alten Software von Wenzel (CM) wie es bei Quartis ist, weiß ich nicht aber ich glaube nicht dass es da große Unterschiede ber der Auswertung gibt.

ZITAT(forceman854 @ 13.02.2020, 21:43 Uhr) *
1. Symmetrie einer Passfedernut zur Wellenachse



Hatte ich ja schon was geschrieben.

ZITAT(forceman854 @ 13.02.2020, 21:43 Uhr) *
2. Geradheit von Lagersitzachsen über einen gemeinsamen Bezug


Eine Geradheit hat ja eigentlich keinen Bezug? Das CZ bedeutet "kombinierte Toleranzzone"....
Ist dieser Zeichnungsausschnitt aus einem Buch mit Beispielen? Für mich macht es keinen Sinn da es verschiedene Ø sind. Wären die Ø gleich könnte ich es eventuell noch nachvollziehen. Oder soll es eine Alternative sein, entweder Geradheit oder Koaxialität zu Tolerieren? Wobei die Koax zu sich selbst auch keinen Sinn macht. Koax Ø 40 zu "B" ja, aber so? Ratlos?

ZITAT(forceman854 @ 13.02.2020, 21:43 Uhr) *
3. Koaxialität zu einer Achse gebildet aus Anlagefläche und Durchmesser


Also eine Koaxialität ist auf dieser Zeichnung nicht gefordert. Zylinderform, Rundlauf und Ebenheit.
Rundlauf zu "B" auswerten ist ja normal aber zu Bezug "A" geht nicht. Aber ich denke das ist so gemeint, Dass die Fläche "A" Hauptrichtung ist, und dann der Rundlauf zu "B" ausgewertet wird. das geht auf jeden Fall.

Gruß, Hansi
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Beitrag 14.02.2020, 09:53 Uhr
habback
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ZITAT(forceman854 @ 14.02.2020, 10:14 Uhr) *
Hallo,

danke für Eure Antworten!

Zur Passfeder: Mit einer theoretische Fläche wäre ich auch an die Sache herangegangen. Das scheint mir auch eine funktionsgerechte Auswertung zu sein.
Zur Koaxialität: Hier wird laut Literatur angegeben, dass zur Auswertung der Koaxialität eine ideale Achse definiert wird, die senkrecht zum Bezug A steht und durch den Durchmesser B positioniert wird. Aufgrund der Kürze des Durchmesser bei Bezug B ist die Koaxialität nur bezogen auf den Durchmesser B mit einem großen Messfehler behaftet.
Ich wünsche ein schönes Wochenende!
Christoph


Messfehler richtig! Je weiter die beiden Lagerstellen auseinander liegen und je kürzer die einzelnen Ø so Fehlerhafter das Ergebnis. Zeiss schlägt da eine Lösung vor die ich super gut finde und auch bei uns genutzt wird. jeweils innen und außen an den Lagerstellen eine Gerade bilden und diese als Koax Auswerten.
Siehe Beispiel anbei!





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Beitrag 14.02.2020, 18:51 Uhr
forceman854
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Danke für Eure Beiträge


zu 3.: Müsste in der Beschreibung natürlich Rundlauf heißen, da war ich mit dem Kopf woanders. Aber das ist ja für diese Tolerierungsform genauso anwendbar. Zeis empfiehlt im letzten Absatz ja die Vorgehensweise die ich angedacht habe, oder? Ich habe für diese Tolerierungsform Lagergehäuse mit einer Bohrung im Sinn, bei der die Methode mit den zwei Bohrungen nicht anwendbar ist. Und die Ausrichtung der Achse wird dabei ja auch durch den Bund bestimmt.

zu 2.: Diese etwas ungewohnte Tolerierung wollte ich bei einer Lagerbuchse mit drei Passungssitzen anwenden. Bisher waren die Äußeren Durchmesser Bezug A und B und auf diese Achse wurde alles toleriert. Das Lager sitzt jedoch mittig außen. Ist dieses montiert lässt sich manchmal die Welle nicht in die Buchse einführen, ohne Lager jedoch schon. Durch diese Tolerierung wollte ich erreichen, das dem mittigen Durchmesser die gleiche Bedeutung zukommt wie den äußeren.

Ich hoffe Ihr könnt mir folgen.

Viele Grüße

Christoph
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