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Probleme in der 3D-Modellierung

Beitrag 21.11.2002, 09:30 Uhr
ulf850
ulf850
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Hallo,

wie sieht das bei Euch aus?

Die Konstrukteure müßen bei uns in der 3D-Modellierung 'tricksen', (wieso weiß ich nicht) so das bei der Übernahme des Modells ins CAM-System manchmal andere Maße sind als auf der 2D-Fertigungszeichnung

mfg
ulf850
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Beitrag 07.05.2003, 09:50 Uhr
xmatzex
xmatzex
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Hallöle,

Zunächst einmal wäre es interressant, womit gezeichnet wird, welche Formate benutzt werden und womit das Ganze dimensioniert wird.

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Beitrag 07.05.2003, 11:50 Uhr
klotzi
klotzi
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Hallo Ulf850,

Es wäre in der tat interessant zu wissen, mit welchem System Konstruiert wird.
Ich denke aber, das es daran liegen könnte, das die Maße in der Zeichnung
selbstkreierte Maße sind. d.h. da wird aus dem Modell herraus eine Zeichnung
generiert, der Konstrukteur stellt dann fest, das da ein Maß nicht passt, und anstatt
das Maß in seinem Modell zu ändern, ändert er einfach in der Zeichnung, weil die ja
schnell in die Fertigung muß.

Wenn das ganze parametrisch aufgebaut wäre, so wie bei Pro/E, würde das nicht
passieren. Das Maß, das ich in der Zeichung ändere, ändert sich auch gleichzeitig im
Modell.

Ich hoffe Dir damit geholfen zu haben.

Gruß Andy

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Beitrag 07.05.2003, 16:24 Uhr
mneubert
mneubert
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Hallo an alle,

erstaunlich, ulf850 hat die Frage vor etwa einem halben Jahr gepostet, und jetzt erst lese ich sie mit den Antworten...

Was mich daran am meisten interessiert: was verstehst Du unter "tricksen" ? Nur das ändern des Zeichnungsmasses wie von klotzi beschrieben - das funktioniert nebenbei auch bei parametrischen Systemen wie Pro/E oder UG - oder was sonst?

Gruß


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mneubert

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Beitrag 07.05.2003, 20:12 Uhr
klotzi
klotzi
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Ohlala,

da hätte ich erstmal auf´s Datum schauen sollen. Warscheinlich weiß der ulf850
garnicht mehr, das er diese Frage jemals gestellt hat.
Na ja, vielleicht ließt er die Antworten ja doch noch.

gruß Andy
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Beitrag 08.05.2003, 08:44 Uhr
ulf850
ulf850
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Hallo Alle,

ja, ich habs gelesen.
Also unter tricksen meine ich in der Tat das nachträgliche Ändern der Zeichnung wie von klotzi beschrieben. Das erstaunliche daran ist nur, daß bei uns im Hause Pro/E eingesetzt wird. Dewegen verstehe ich jetzt nicht, warum das bei uns nicht hinhaut.

So wie Du schreibst (klotzi), sollten sich die Maße, die in der Zeichnung geändert werden automatisch auch im Model ändern ???

Muß man da irgendwo etwas einstellen, oder ist das Release-abhängig ?

ulf850


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Beste Gruesse aus dem Allgaeu !
ulf850
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Beitrag 08.05.2003, 09:42 Uhr
Protte
Protte
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Hallo,

man kann in Pro/E auch masse mit der Hand in Zeichnungen eintragen. Diese sind dann nicht parametriesiert und werden auch nicht aktualisiert wenn man das Modell oder die Zeichnung ändert.

Die Maße was man über den Show und Erase dialog einfügt sind Parametriesiert.

Natürlich muß der Part sauber konstruiert sein da man nur die Maße automatisch bekommt die im Part erzeugt wurden.

Das ist im Normalfall auch der Grund warum mit der Hand in den Zeichnungen rumgemacht wird. Es werden bei der Konstruktion einfach nicht alle wichtigen maße erzeugt.

Falls man mit Pro/NC auch noch drehen mag ist es ausserdem unbedingt erforderlich das im Part auch alle Toleranzen vergeben werden, da beim Drehen ja meistens auf Mitte Toleranz programmeirt wird.



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Beitrag 08.05.2003, 09:44 Uhr
uli12us
uli12us
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Mal was anderes. Könnte das sein daß die Zeichnung aus dem Modell rauskopiert wurde und die Änderung an dieser Kopie ausgeführt wird. Dann besteht nämlich keine Verbindung mehr zum Modell. So ungefähr wie wenn man bei Autocad mit Xrefs arbeitet und die Dinger in der Zeichnung auflöst Dann hat man jede Menge einzelner Linien und man kann das Ursprúngsteil ändern wie man lustig ist ohne dass sich in der Zeichnung was ändert.

Gruß uli
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Beitrag 08.05.2003, 12:59 Uhr
klotzi
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ZITAT(Protte @ 08.05.03 um 09:42)

Falls man mit Pro/NC auch noch drehen mag ist es ausserdem unbedingt erforderlich das im Part auch alle Toleranzen vergeben werden, da beim Drehen ja meistens auf Mitte Toleranz programmeirt wird.

@protte,

Das mit der Ausgabe von Toleranzmaßen ist meiner meinung nach beim Fräsen
noch viel wichtiger als beim Drehen.
Wie soll ich denn sonst ohne großartiges hin und her mit meiner Wkz-korrektur
meine Toleranzen einhalten können.

Gruß Andy
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Beitrag 08.05.2003, 14:35 Uhr
nebbe
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Moin,

ich habe ein Tool im Einsatz, das unsere SolidWorks Daten auf Mitte Toleranz ausgegeben kann, so dass die Programmierung keine Verbieger mehr machen muß, um auch Mitte Toleranz zu fertigen. Das Ganze funktioniert ohne Trickserei, erkennt H7 & Co, zweiseitige Toleranzen ( aus 100 +0,8 - 0,2 wird das zu programmierende Mass 100,3 ) und klappt gut.

Gruß,

Thorsten


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Grüßle
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Beitrag 08.05.2003, 15:54 Uhr
mneubert
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Hallo,

@ulf850: ich weiss nicht wie das in Pro/E geregelt ist, wir bei UG haben die Philosophie, dass das 3D-Modell die "Mutter aller Dinge" ist. D.h. Änderungen werden grundsätzlich daran gemacht, alle anderen Anwendungen (Zeichnung, CAM, FEM, usw.) ziehen automatisch nach. Es gibt die Möglichkeit, dies für die andere Richtung Zeichnung -> 3D-Modell freizuschalten, macht aber keiner den ich kenne.

@nebbe: die Sache mit der Mitte-Toleranz ist ein Quell ewiger Freude... Im Ernst: mich würde interessieren, welche Geometrien Du da veränderst. Natürlich kann man eine Funktion schreiben, die ein Parasolidmodell so ändert, das es Mitte Toleranz ist. Aber das geht nur mit "tricksen".
Jetzt kommt es natürlich drauf an, was man als Trick bezeichnet ! Ist es schon getrickst, auf CAD-Seite z.B. in einer bestimmten Art an einer bestimmten Stelle eine bestimmte Info anzuhängen ? Oder nur 2D-Geometrie ändern fürs Drehen ? Oder über Selektion dem System sagen welche Kanten geändert werden sollen ? Solange es gerade Kanten, Taschen o.ä. sind, haben wir gute Erfahrungengemacht. Spätestens bei Schleifaufmassen, Radien-Fasenübergängen oder Positionstoleranzen fangen aber die Probleme an.


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mneubert

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Beitrag 08.05.2003, 16:37 Uhr
nebbe
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@mneubert

Gaaanz ehrlich,

kein Trick !! Der einzige "Trick" ist der, dass der Konstrukteur die Toleranz im Modell einträgt, nicht in der Zeichnung. Es werden keine Geometrien verbogen.

Gruß,

Thorsten



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Beitrag 08.05.2003, 21:46 Uhr
mneubert
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Hi Thorsten,

konstruieren Eure Konstrukteure schon Mitte Toleranz ? Wenn nicht wird meiner Meinung die Geometrie "umgebogen".
Nehmen wir Dein Beispiel der zweiseitigen Toleranz: konstruiert wird ein Würfel 100x80x50 mit 100 +0.8 -0.2. Wenn dann ein Würfel 100.3x80x50 im CAM ankommt, ist die Geometrie verändert (=verbogen).
Was passiert jetzt aber mit zwei Bohrungen, von denen die erste im Nennmaß genau in der Mitte liegt aber mit -0.1 toleriert ist und die andere zur ersten mit Abstand 20 -0.2 -0.4 toleriert ist ? Wie weit ist die erste vom Rand weg und die zweite von der ersten weg wenn keine Form-/Lagetoleranz angegeben ist ?
Ich weiss, klingt kompliziert, lässt sich aber durch eine Skizze nachvollziehen.

Und bitte keine Antworten mit dem Inhalt "das gibt es ja nicht " oder " ist doch einfach" - wir hatten in unserem Kundenkreis eine mehrstündige Diskussion genau darüber, und da waren auch zwei der größten deutschen Maschinenbauer dabei... ;-))

Über das Ergebnis können wir uns gerne im Fliegerbräu unterhalten, soviel vorab: es gab keins... :-)


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mneubert

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Beitrag 08.05.2003, 22:33 Uhr
Protte
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Hallo,

Zitat

Das mit der Ausgabe von Toleranzmaßen ist meiner meinung nach beim Fräsen
noch viel wichtiger als beim Drehen.
Wie soll ich denn sonst ohne großartiges hin und her mit meiner Wkz-korrektur
meine Toleranzen einhalten können.


beim drehen ist es ja so das man z.B. mit einem Schlichtstahl mehrere Durchmesser mit unterschiedlichen Toleranzen herstellt.

Deswegen bestehen meine Dreherkolegen darauf das bei den Parts die Toleranzen vergeben sind.

Soweit ich weis ist der Part aber auf Nennmaß konstruiert und wird dann erst beim programmieren auf mitte Toleranz gesetzt. Tut mich da aber bitte nicht drauf festnageln.

Beim fräsen lassen wir das Modell so wie es ist. Wobei mir erstaunlicherweise es noch nie passiert ist das ich mit einem Werkzeug zwei verschiedene Toleranzen herstellen musste. *grübel* Ich weis nicht genau was ich bei so einem Fall machen würde kommt wahrscheinlich darauf an um was für eine Bearbeitung es sich handelt.


Zitat

@ulf850: ich weiss nicht wie das in Pro/E geregelt ist, wir bei UG haben die Philosophie, dass das 3D-Modell die "Mutter aller Dinge" ist.


Ganz genau so sollte es in Pro/E eigentlich auch sein. Aber wie so oft im Leben siegt die Faulheit.



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Beitrag 09.05.2003, 08:29 Uhr
nebbe
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@ mneubert:

Moin,

die Geometrie wird nicht verbogen, es wird eine zweite Konfiguration in SolidWorks angelegt. Diese darf natürlich nicht zur Zeichnungserstellung herangezogen werden. Ich kann aber zwischen den Konfigurationen hin- und herschalten.

Dann aber mal her mit der Skizze. Wie ich es aber verstanden habe, ist die Bohrung auf eine Kante hin toleriert bemasst. Wenn die Kante auch toleriert ist: was kümmert es die Bohrung ? Das Mass bleibt dasselbe. Die zweite Bohrung bleibt zur ersten mit 20 -0.2 -0.4 , also 19,7 entfernt = Mitte Toleranz.

Schau Dir doch mal den Booster auf www.maxxsoft.com an. Das ool kann noch mehr, ich brauche aber im CAM Bereich nur den Toleranz-Assistenten.

Gruß,

Thorsten


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