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Tieflochbohren in TZM..

Beitrag 10.03.2017, 15:30 Uhr
MatthiasZ
MatthiasZ
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He zusammen smile.gif

Ich hab aktuell ein Problem beim Bohren in TZM.
Die Bohrung hat einen Durchmesser von 7, Tiefe 90mm.

Maschine ist eine Emco Hyperturn 645MC Plus.
Bohrunt wird auf der Gegenspindel mit dem Fräskopf erzeugt.

Nun zum Problem an sich:
Der Bohrer verschleißt derart schnell, das einem schlecht wird.
Nach 4-5 Stk kann ich ihn tauschen.
Ich habe zwei Verschleißarten gleichzeitig, denn er bricht aus und wird zusammen gerieben.
Mit zunehmender Tiefe spane ich öfters aus und stelle immer weniger zu.
Pilotbohrung Durchmesser 6,9mm.
Der 7er Bohrer ist ein unbeschichteter VHM-Bohrer von Profitool.

Was kann ich noch tun?
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Beitrag 10.03.2017, 15:44 Uhr
V4Aman
V4Aman
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Was fährst du bisher für Schnittdaten?
Emulsion oder Öl?
Ich kenn das so, das die Pilotbohrung 0,02mm größer sein sollte sonst zwickt er oben.

Der Beitrag wurde von V4Aman bearbeitet: 10.03.2017, 15:45 Uhr


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Gruß V4Aman


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Beitrag 10.03.2017, 15:46 Uhr
MatthiasZ
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VC 30-40 alles schon probiert.
Vorschub von 0.015-0.040 ebenso.

Emulsion mit 12%, Innengekühlt durch den Bohrer.
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Beitrag 10.03.2017, 15:47 Uhr
Andy742000
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Hi

Was für Bohrer Spiralbohrer oder Einlippenbohrer ?
Was dreht sich Werkzeug oder Werkstück?
Welcher Ik Druck?
Welches Material welche Schnittwerte?
Stimmt die Maschinengeometrie ?
Pilotbohrung immer 0.02-0.05 größer als der Folgebohrer ...


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MfG
Andy

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Beitrag 10.03.2017, 15:50 Uhr
MatthiasZ
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Hi Andy.

Spiralbohrer
Beides dreht sich
Druck müssten ca 40Bar sein.
Material ist TZM, geschmiedet.
VC 30-40, Vorschub 0.015-0.040
Maschinengeometrie stimmt, da ich nur bei der Bohrung Probleme habe.
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Beitrag 10.03.2017, 16:07 Uhr
Andy742000
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Hi

was ist TZM, wenn ich auf Google gehe finde da ich alles mögliche... ??

Was soll es bei der geringen VC bringen wenn beides sich dreht ? Die Schnittgeschwindigkeit addiert sich !
Das wären 900 U/min pro Seite - Werkstück / Werkzeug. Warum wird diese variante gewählt, schaft das AGW diese 1800 U/min nicht.

Wenn die Drehmitte ( Rotationszentrum beider drehenden Systeme) nicht stimmt, muss das ganze schief gehen.

Pilotbohrung wäre das erste wo ich ansetzen würde. Dann prüfen ob die Werkzeugspannung stimmt. Wenn der Bohrer sich auf Grund dieser Konfiguration minimal zB in der Spannzange rückwärts wegdreht, sind die Ausplatzung schonmal zu erklären.

Wie kommen die Späne aus der Bohrung! Schöne gleichmäßige Strahlen aus den Spiralen, oder eher Stockend ?





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MfG
Andy

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Beitrag 10.03.2017, 16:12 Uhr
MatthiasZ
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TZM eine Titan-Zirkon-Molbydän Legierung.
Wir lassen eigentlich immer beides drehen, und Teilen die Drehzahl auf beide Seiten auf.
Der Fräskopf schafft glaub 7.000u/min und die Spindeln ebenso.

Also würdest du die Pilotbohrung etwas größer als die fertige Bohrung machen?
Wie tief soll die Pilotbohrung sein?

Das Material kommt TZM typisch sehr kompakt in kleinen Flakes heraus.
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Beitrag 10.03.2017, 16:24 Uhr
Andy742000
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Hi

Pilotbohrung entweder mit planen Grund oder dem selben Spitzenwinkel 0.02-0.05 mm für mindestens 1,5x D bis max 2 X D vorfertigen.
Wenn der Tieflochbohrer nicht mit der Spitze anfangen kann, weil der Winkel der Pilotbohrung kleiner ist, ist es normal das die Führungs- / Aussenschneiden am Bohrer frühzeitig verschleißen.

Tieflochbohrer mit geringer Drehzahl in das Loch einfädeln lassen, Kühlmittel zuschalten, auf Arbeitsdrehzahl gehen.
Wenn die Pilotbohrung Plan ist mit 1/3 - 1/5 des Arbeitsvorschubs anbohren damit ins Mataerial anbohren bis 2x Spitzenlänge. Wenn die Pilotbohrung schon den selben Spitzenwinkel hat, gleich mit Vollgas rein und ohne abheben durch.

Wenn du die Möglichekit hast mache mal ein Foto von den Verschleißmerkmalen.



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MfG
Andy

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Beitrag 10.03.2017, 17:14 Uhr
MatthiasZ
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Hab jetzt mal den Pilotbohrer auf 142° umgeschliffen,
damit der Tieflochbohrer direkt mit der Spitze anfangen kann.
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Beitrag 10.03.2017, 17:19 Uhr
Andy742000
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Hi

aber bitte Messen und Prüfen ob de wirklich 0,02-0,05 im Durchmesser größer macht wink.gif


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MfG
Andy

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Beitrag 10.03.2017, 18:28 Uhr
MatthiasZ
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So :D
Erste Bohrung sofort 0.02mm über der Toleranz,
Aber, und das ist positiv, der Tieflochbohrer sieht noch aus wie neu.
Am Montag gehts weiter ;)
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Beitrag 10.03.2017, 18:41 Uhr
V4Aman
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Ansonsten halt mit einem Fräser vorfräsen auf +0,02mm
Wie schleifst du den Bohrer um? War das ein unbeschichteter oder?
Wie über der Toleranz, du meinst über Nennmaß...
Zur VC würd ich eher auf 15-20m/min gehen.

Der Beitrag wurde von V4Aman bearbeitet: 10.03.2017, 18:43 Uhr


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Gruß V4Aman


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Beitrag 10.03.2017, 18:46 Uhr
MatthiasZ
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Hab ihn an nem Stichelschleifer umgeschliffen.
Ja über Nennmaß.

Darf leider nicht größer sein, da ich keinen Absatz in der Bohrung haben.
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Beitrag 10.03.2017, 19:01 Uhr
Andy742000
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ZITAT(V4Aman @ 10.03.2017, 18:41 Uhr) *
Ansonsten halt mit einem Fräser vorfräsen auf +0,02mm
Wie schleifst du den Bohrer um? War das ein unbeschichteter oder?
Wie über der Toleranz, du meinst über Nennmaß...
Zur VC würd ich eher auf 15-20m/min gehen.

Hi

er hat den VOR-BOHRER umgeschliffen .
Was das auch immer heist, aber es geht auch das ein Bohrer grösser machen kann wink.gif
Wenn es nur die Pilotbohrung für paar "µm x D" ist , sollte das auch ein unbeschichteter Bohrer aushalten wink.gif

12x D Bohren geht, und 7 mm sollte auch für jede Bohrungslösung mit einem Spiralbohrer in der Toleranz liegen wink.gif

Mit einem Einlippenbohrer kann man hingegen bis über 100 x D mit unter 0,02 mm Durchmessertoleranz bohren, und das zT schneller als mit einem Spiralbohrer + bessere Form- und Lagetoleranz !

Das Was sich aus dem Thread abzeichnet, hat der TE gewisse technologischen Grundbedingungen nicht erfüllt wink.gif

Schönen Abend


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MfG
Andy

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Beitrag 10.03.2017, 19:02 Uhr
Andy742000
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ZITAT(MatthiasZ @ 10.03.2017, 18:46 Uhr) *
Hab ihn an nem Stichelschleifer umgeschliffen.
Ja über Nennmaß.

Darf leider nicht größer sein, da ich keinen Absatz in der Bohrung haben.

Nimm Bohrbuchse ! Nimm einen Einlippenbohrer !
Fertig werden !


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MfG
Andy

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Beitrag 10.03.2017, 19:49 Uhr
V4Aman
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Naja, ganz ohne Verlaufen bohren jetzt Einlippenbohrer auch nicht.
Bei kleinen Durchmessern zwirbelt sich die Einäugige Bohrschlange ab und an mal zusammen wenns stumpf wird.
Ist halt kein VHM wink.gif

Bohrbuchse?
Fertig werden??? WTF?
m8.gif


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Gruß V4Aman


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Beitrag 10.03.2017, 19:51 Uhr
BrechtM
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Ich würde die Bohrung auch entweder mit dem
Fräskopf. Oder nur mit der Spindel machen und nicht beides drehen lassen...
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Beitrag 10.03.2017, 19:57 Uhr
Andy742000
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ZITAT(V4Aman @ 10.03.2017, 19:49 Uhr) *
Naja, ganz ohne Verlaufen bohren jetzt Einlippenbohrer auch nicht.
Bei kleinen Durchmessern zwirbelt sich die Einäugige Bohrschlange ab und an mal zusammen wenns stumpf wird.
Ist halt kein VHM wink.gif

Bohrbuchse?
Fertig werden??? WTF?
m8.gif

Ich nutze TBT !
Und das sind sehr verlässliche Partner wink.gif

Auch die EIN-LIPPE kann ...


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MfG
Andy

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Beitrag 11.03.2017, 09:00 Uhr
MatthiasZ
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Umgeschliffen soll heißen, dass ich ihn von 118° auf 142° Spitzenwinkel geschliffen habe.

Werde es nun mal probiere , nur den Fräskopf drehen zu lassen.

Ach und Andy742000:
Was willst du mir mit deiner Privaten Nachricht sagen?:D
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Beitrag 11.03.2017, 09:24 Uhr
Andy742000
Andy742000
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ZITAT(MatthiasZ @ 11.03.2017, 09:00 Uhr) *
Umgeschliffen soll heißen, dass ich ihn von 118° auf 142° Spitzenwinkel geschliffen habe.

Werde es nun mal probiere , nur den Fräskopf drehen zu lassen.

Ach und Andy742000:
Was willst du mir mit deiner Privaten Nachricht sagen?biggrin.gif

Hi

Ein Großteil der Informationen steht auch im Zerspanungshandbuch, welches bei den Orangen kostenlos zum Download bereit liegt.
Tieflochbohren ob mit Spiral- oder Einlippenbohrer ist ein komplexer Prozess. Bei dem man gewisse Grundregeln der Zerspanung einhalten muss, sonst ist das Ergebnis so wie es sich bei Dir darstellt.
Kein gelernter Zerspaner würde bei einem hochfesten oder zähem Material auf die Idee kommen mit einem 90 Grad NC Anbohrer eine Fase und Ansenkung mit dem Fertigdurchmesser oder größer zu machen, um dann mit einem 118 oder 130 Grad Bohrer dort einzutauchen. Da ist es wohl klar, das die Aussenschneiden des Bohrwerkzeugs leiden, bevor die Spitze die Führungsaufgabe übernehmen kann. Genauso sieht es aus, wenn die Pilotbohrung kleiner ist als der Solldurchmesser !
Wenn keine Pilotbohrung ( keine Durchmesserunterschied zulässig ? Hier ist jetzt die Frage wie die Bohrung toleriert ist, den 0.02 mm ist für eine Standardbohrung H11 mit 7+0.09/ -0 immer noch voll im Toleranzbereich ! ) zulässig ist, kannst du nur mit einer Bohrführungsbuchse arbeiten.
Das betrifft sowohl Spiralbohrer wie auch Einlippenbohrer. Bei Einlippenbohrer sollte hingegen die Werkstückoberfläche auf der angebohrt werden soll plan sein.

Der Beitrag wurde von Andy742000 bearbeitet: 11.03.2017, 09:27 Uhr


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Beitrag 11.03.2017, 10:38 Uhr
MatthiasZ
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Zuerst bohre ich mit einem Anbohrer (120°) an,
Dann Pilotbohrung 6.9mm und 142°.

Es darf deshalb keine Stufe in der Bohrung sein, da durch diese heißer Kunststoff gespritzt wird. An einer Stufe würde er sich sammeln und verbrennen bzw. den Durchfluss behindern. So die Aussage der Planer.
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Beitrag 11.03.2017, 11:38 Uhr
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ZITAT(MatthiasZ @ 11.03.2017, 10:38 Uhr) *
Zuerst bohre ich mit einem Anbohrer (120°) an,
Dann Pilotbohrung 6.9mm und 142°.

Es darf deshalb keine Stufe in der Bohrung sein, da durch diese heißer Kunststoff gespritzt wird. An einer Stufe würde er sich sammeln und verbrennen bzw. den Durchfluss behindern. So die Aussage der Planer.

Guten Tag,

wie wäre es mit diesem Lösungsansatz:
Du nimmst einen NC Anbohrer und setzt nur eine Zentrierung, nur wenige 1/10 bis 1 mm tief.
Dann nimmst du einen Bohrer ebenfalls 7 mm im Nennmaß, und dem selben Spitzenwinkel wie der Tieflochbohrer. Bohrst damit mindestens 2X D also 14 mm hinein. Das ganze mit IK, so das der Pilotbohrer die Bohrung vollkommen ausspülen kann. Es dürfen keine Späne in der Pilotbohrung verbleiben.
Jetzt fädelst du den Tieflochbohrer ohne aktive Kühlung rückwärtsdrehend S20 -S50 in diese Pilotbohrung bis etwa 10 mm ein
Dann schaltest du das Kühlmittel = IK ( Aussenkühlung weglassen ) ein, und änderst den Drehsinn der Werkzeugs und gehst auf volle Drehzahl. Damit der Bohrer nicht gleich überlastet wird, bohrst du das erste Stück also bis etwa 21 mm mit 1/3 des Sollvorschubs.
Einige Steuerungen beherrschen auch die lineare Vorschuberhöhung ( bei Siemens FLIN ) mit der du jetzt für eine weitere Tiefe 1xD = 28 mm auf den vollen Vorschubwert erhöhst. Dann geht es mit Arbeitsvorschub bis zur Bohrungsendtiefe ohne ausspanen durch.

Schönen Tag noch
R.HEIM
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Beitrag 11.03.2017, 12:09 Uhr
Andy742000
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hi

der Lösungsvorschlag von Simtra klingt ganz gut.
Sollte dieser aber nicht zum gewünschten Ergebnis führen, bleibt dir nur noch eine Lösung, wenn es sich um einer größere Stückzahl handelt. Hier ist mein Hintergedanke der Werkzeugverbrauch und -standzeit.

Da du über mehrere Revolver verfügst, geht das ganze auch mit einer Bohrbuchse und einem Einlippenbohrer.
Eine Bohrbuchse aus zB Nitrieren Stahl mit einem Innendurchmesser 0.01 mm größer als der Tieflochbohrer ( Einlippenbohrer zB TBT , Güring usw ) befestigst du in einer Bohrstangenaufnahme. Diese sollte aus dem Halter soweit herausstehen, dass die Buchse mit der Planseite vollständig auf dem Werkstück aufliegen kann. Die Buchse kann eine auf der Bohrerseite eine Einfädelfase haben.
Das ganze setzt du mit Fahren auf Festanschlag auf die Planfläche auf.
Nun tauchst du mit dem Einlippenbohrer mit geringer Drehzahl in die Buchse ein, schaltest das Kühlmittel an, und dann geht es von Anfang an, mit voller Drehzahl und vollem Vorschub bis auf Endtiefe.

Bei TBT bekommst du die passenden Buchsen auch gleich mit ab Werk geliefert.



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Andy

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Beitrag 11.03.2017, 14:13 Uhr
MatthiasZ
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ZITAT(Simtra95 @ 11.03.2017, 11:38 Uhr) *
Guten Tag,

wie wäre es mit diesem Lösungsansatz:
Du nimmst einen NC Anbohrer und setzt nur eine Zentrierung, nur wenige 1/10 bis 1 mm tief.
Dann nimmst du einen Bohrer ebenfalls 7 mm im Nennmaß, und dem selben Spitzenwinkel wie der Tieflochbohrer. Bohrst damit mindestens 2X D also 14 mm hinein. Das ganze mit IK, so das der Pilotbohrer die Bohrung vollkommen ausspülen kann. Es dürfen keine Späne in der Pilotbohrung verbleiben.
Jetzt fädelst du den Tieflochbohrer ohne aktive Kühlung rückwärtsdrehend S20 -S50 in diese Pilotbohrung bis etwa 10 mm ein
Dann schaltest du das Kühlmittel = IK ( Aussenkühlung weglassen ) ein, und änderst den Drehsinn der Werkzeugs und gehst auf volle Drehzahl. Damit der Bohrer nicht gleich überlastet wird, bohrst du das erste Stück also bis etwa 21 mm mit 1/3 des Sollvorschubs.
Einige Steuerungen beherrschen auch die lineare Vorschuberhöhung ( bei Siemens FLIN ) mit der du jetzt für eine weitere Tiefe 1xD = 28 mm auf den vollen Vorschubwert erhöhst. Dann geht es mit Arbeitsvorschub bis zur Bohrungsendtiefe ohne ausspanen durch.

Schönen Tag noch
R.HEIM



Klingt gut, ist einen Versuch wert;)
Danke an alle bis jetzt. smile.gif
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