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Zeitspanvolumen

Beitrag 10.10.2017, 18:24 Uhr
Sophie89
Sophie89
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Beiträge: 98

Nabend werte Damen und Herren smile.gif

Wir haben zur Zeit eine größere Serie (für unsere Verhältnisse) am laufen, welche jedes Jahr so 4-5x kommt. Aufgrund dass wir nur 12 Werkzeugplätze am Revolver haben muss der Vollmaterialstab mit einer Kreistasche "aufgebohrt" werden. Dies wird bis dato mit einem Ø20mm VHM-Schaftfräser ausgeführt (bis auf Ø98mm). Als Technologie nutzen wir die normale Siemens-Kreistasche mit senkrechter Zustellung fz0,2 S4500min DZ 10mm DXY 10mm.

Ich bin auf der Suche nach einem Werkzeug/Strategie mit dem ich recht flott das ganze Material herrausgeschruppt habe. Wichtig ist jedoch dass das angetriebene Werkzeug maximal 5000min^-1 und 60Nm hat. Es wird POM zerspant. Zudem müsste es ein Fräser sein, da damit später noch ein Mehrkant an das Werkstück gefräst wird.

Würde sich hier weniger seitliche zustellung und dafür direkt volle Tiefe und nur ca 20% ae als nützlich erweisen?
Geht da noch mehr mit einem Wendeplattenfräser?

Bin auch offen für neue Ideen! tounge.gif

Schönen Abend,
Sophie smile.gif
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Beitrag 10.10.2017, 19:29 Uhr
Hexogen
Hexogen
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Beiträge: 1.735

ZITAT(Sophie89 @ 10.10.2017, 19:24 Uhr) *
Würde sich hier weniger seitliche zustellung und dafür direkt volle Tiefe und nur ca 20% ae als nützlich erweisen?
Geht da noch mehr mit einem Wendeplattenfräser?


Hey Sophie,
Wendeplattenfräser sind da nicht sonderlich für geeignet, da sie nur eine sehr geringe Eingriffstiefe haben, sehr eng im Spannraum.
Trochoidale Strategie eignet sich um die volle Schneidenlänge zu nutzen und mit geringer ae zu fahren.
Es wird sehr viel Spannvolumen erzeugt, was aus der Tasche raus muss.
Die Technologie ist vor allem Spindel schonend.
Der Nachteil, Du brauchst ein CAM System dafür.
Siemens Zyklen sind, minder gesagt, total ungeeignet.
Hin und wieder bist Du im Vollschnitt sogar schneller, wenn man die Schnittgeschwindigkeit nicht an die Schneide bringt.
Aber ich denke das sollte bei POM nicht das Problem sein, meiner Erfahrung nach ist weniger eh besser.


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Anwendungen, Zyklen, CAD/CAM





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Beitrag 11.10.2017, 00:08 Uhr
N0F3aR
N0F3aR
Level 6 = IndustryArena-Doktor
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Beiträge: 974

Hi,

gib mal das ein und HF.

S4=500 M4=3 Haupt Spindel an
S1=4500 M1=3 Werkzeug Spindel
G0 X8 Z1 und gib ihm ;)
G1 Z-10 F500
G1 X78
G4 F1
G0 Z10

So mache ich 80% aller Bohrungen die Gefräst werden.

Lg
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Beitrag 13.10.2017, 09:19 Uhr
Guest_guest_*
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Na ja, die CAM- Fräser halt ... wink.gif
Der Zyklus Kreistasche bietet auch die Möglichkeit helikal einzutauchen. Das schont den Fräser und holt schon mal beim "Eintauchen" knapp 2xD heraus. So läßt sich die ganze Kreistasche helikal ausräumen.
Mit dem richtigen Fräser, sollte das die schnellste Ausräummethode sein.
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Beitrag 13.10.2017, 14:12 Uhr
Sophie89
Sophie89
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Beiträge: 98

ZITAT(guest @ 13.10.2017, 08:19 Uhr) *
Na ja, die CAM- Fräser halt ... wink.gif
Der Zyklus Kreistasche bietet auch die Möglichkeit helikal einzutauchen. Das schont den Fräser und holt schon mal beim "Eintauchen" knapp 2xD heraus. So läßt sich die ganze Kreistasche helikal ausräumen.
Mit dem richtigen Fräser, sollte das die schnellste Ausräummethode sein.



Ja so mache ich es zur Zeit auch, anstatt Ebenenweise tauche ich Helikal ein.

Wo liegen da die Grenzen? Fahre grade mit einer Helixsteigung von 8mm ins Material rein.

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Beitrag 13.10.2017, 18:52 Uhr
Guest_guest_*
Themenstarter

Gast



ZITAT(Sophie89 @ 13.10.2017, 15:12 Uhr) *
Ja so mache ich es zur Zeit auch, anstatt Ebenenweise tauche ich Helikal ein.

Im Ausgangspost habe ich aber "senkrechte Zustellung" gelesen..,
ZITAT
Wo liegen da die Grenzen? Fahre grade mit einer Helixsteigung von 8mm ins Material rein.

Das kommt auf Material, Fräser und AGWZ an.
Die AGWZ sind eben keine Frässpindel. Wenn du mal die Möglichkeit hast ein AGWZ zu demontieren (defekte Lager), oder ein demontiertes AGWZ anzuschauen, wird dir sicher klar, wo die Grenzen sind. Also, je nach Größe (VDI16 ... VDI50), Bauform und Hersteller ist das sehr unterschiedlich.
Ein gerades AGWZ mit VDI16 hat beispielsweise eine Antriebswelle Drm 4, in der die Antriebskrone von einer M2,5 Senkkopfschraube gehalten wird.
Die Werkzeuge können in der Regel wesentlich mehr vertragen, als das AGWZ. wink.gif
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Beitrag 13.10.2017, 19:04 Uhr
Sophie89
Sophie89
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Jo die montiere ich täglich rauf und runter thumbs-up.gif

Ist eine BMT-65 Schnittstelle wo die Kraft nur über diesen "Lappen" übertragen wird
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Beitrag 13.10.2017, 20:10 Uhr
Roman12
Roman12
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Beiträge: 50

Hallo Zusammen

Ich denke mit einem 20er Fräser (zwei oder dreischneider) kannst du im POM locker 20-30 mm tief und 10mm seitlich zustellen mit einem Zahnvorschub von mind 0.3mm ohne nur annähernd an die 60Nm zu kommen.
daher denke ich ist eine trochoide Strategie nicht optimal.

warum nimmst du nicht ein innendrehstahl

gruss Roman
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Beitrag 14.10.2017, 11:08 Uhr
Unterfranke
Unterfranke
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Mitglied seit: 16.09.2017
Beiträge: 47

Hallo,

hast du schon überlegt, das Ganze mit einem Vollbohrer (oder Ecocut) auszukoffern und diesen auch als Innen bzw. Außenschruppwerkzeug zu nutzen? Das kostet dich keinen Werkzeugplatz und ist als starres Werkzeug definitiv Stabiler als ein AGW, wobei 60Nm schon ordentlich sind.
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Beitrag 14.10.2017, 13:36 Uhr
Guest_guest_*
Themenstarter

Gast



ZITAT(Unterfranke @ 14.10.2017, 12:08 Uhr) *
Hallo,

hast du schon überlegt, das Ganze mit einem Vollbohrer (oder Ecocut) auszukoffern und diesen auch als Innen bzw. Außenschruppwerkzeug zu nutzen? Das kostet dich keinen Werkzeugplatz und ist als starres Werkzeug definitiv Stabiler als ein AGW, wobei 60Nm schon ordentlich sind.


Das wäre wohl am sinnvollsten.
Tip: EcoCut mit Durchmesser<Taschenradius. Dann kannst du auch damit den Taschengrund bis zur Mitte plandrehen. wink.gif
Wenn die X-Achse weit genug über die Drehmitte fahren kann (abhängig von Revolverscheibe und Maschine) um die Bohrung mit der Schneide im 3.Quadranten (SL3) zu bearbeiten, kannst du auch mit dem EcoCut außen schruppen.
Andernfalls läßt sich der Bohrungsgrund auch mit dem Fräser, der für das Mehrkant benötigt wird, planfräsen.
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