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Kongress Medizinelektronik - Bericht zum 2. Tag

Februar 2017
02
Autor: Diethelm Carius
Firma: VDMA Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik
Kongress Medizinelektronik - Bericht zum 2. Tag

Der 2. Tag des Fachkongresses "Fortschritte in der Medizinelektronik" wurde mit den Schwerpunktthemen "Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette" und "Von der Forschung über die Architektur zum fertigen Produkt" fortgeführt.

Im ersten Vortrag des Tages stellte Günther Fischer von WIBU-SYSTEMS den Nutzen von Security in der Wertschöpfungskette medizinischer Anwendungen vor. Als aktuelle und zukünftige Schwerpunkte ging es dabei im Wesentlichen um Themen wie Know.how-Schutz, Datensicherheit und Funktionsfreischaltung. Oberste Priorität hat dabei für die meisten Hersteller der Schutz des eigenen geistigen Eigentums, die Verhinderung unauthorisierter Nutzung und der Schutz vertraulicher Patientendaten durch den Missbrauch Dritter.

Victor Callegari (TURCK duotec) betrachtete anhand der Frage, ob autoklavierbare Elektroniken ein Trend in der Medizintechnik werden, die zukünftige Zusammenarbeit von Dienstleistern, Zulieferern und Herstellern im Rahmen Wertschöpfungskette in der Medizin. Die Bereitstellung innovativer Technologien durch Dienstleister ist für Hersteller von großer Bedeutung, um den qualitativen Anspruch an ihre Medizinprodukte und deren Bestandteile gerecht zu werden. Dazu passend war die Vorstellung der VDI 5702 Bl 1, Lieferantenbewertung nach MedicalSPICE, die Markus Peter Manleitner von der qtec GmbH Lübeck im Anschluss vorstellte. Mit einer strukturierten und objektiven Lieferantenbewertung und Lieferantensteuerung erlaubt dieser Standard eine objektive, griffige und vergleichbare Darstellung des Ergebnisses und hilft negative Überraschungen zu vermeiden. Zu Herausforderungen des Risikomanagements beim Hersteller und Lieferanten berichtete Dr. Andreas Purde vom TÜV SÜD in seinem Vortrag. Zentrale Punkte waren dabei die Herausforderungen zur Beschreibung eines akzeptablen Risikos und wie beispielsweise beim Erreichen eines Ergebnisses im "grünen Bereich" zu verfahren ist.

Einen Einblick in die Elektrische Impedanztomographie (EIT) auf dem Weg in die klinische Anwendung gab Dr. Günter Hahn von der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Göttingen den Teilnehmern. Der Vorteil einer für den Menschen unschädlichen Anwendbarkeit auch über lange Zeiträume hinweg prädestiniert das EIT für ein Monitoring von Vorgängen des menschlichen Körpers. Im Zuge der Entwicklung dieses Verfahrens kam es jedoch immer wieder zu Verzögerungen, die einerseits durch technologische Defizite der verfügbaren Hardware aber auch durch das vergleichsweise hohe elektrische Störniveau im klinischen Umfeld.

Stellt die Interaktion von angewandter Forschung, Vorentwicklung und Produktentwicklung einen Paradigmenwechsel in der Medizintechnik dar? Dr. Hans-Otto Maier von B. Braun Melsungen erläuterte anhand dieser Fragestellung die Zusammenhänge zwischen Forschung und Entwicklung mit inkrementeller und disruptiver Innovation. Betont wurde, dass mit Durchbruchsinnovationen in Zukunftsfeldern eine nachhaltige Verbesserung und einen wirklichen Nutzen in der Patientenversorgung erreicht wird und die Innovationsführerschaft für die Unternehmen gesichert werden kann.

Medizinische Geräte müssen sicher sein. Wenn Geräte frei von unvetretbaren Risiken sind gilt diese Annahme als zutreffend. Anhand von Architekturen für funktionale Sicherheit in der Medizintechnik erörterte Norman Slottke von Siemens Healthcare die Anforderungen an Control- und Protect-Systeme und und stellte Beispiele für entsprechende Architekturen in seinem Vortrag vor. Björn Crüts von NCLogics präsentierte zum Abschluss der Konferenz das Konzept zu Medizingeräten auf dem Weg von der Einzelfunktion zur Plattform. In der derzeitigen Wirklichkeit ist die Medizintechnik eher eine Ansammlung von Einzelgeräten mit dem Arzt und der Patientenakte als Bindeglied. Um die Patientenversorgung zu verbessern und dem Arzt die Arbeit zu erleichtern, kann mit einem integrierten Ansatz der Arzt schnell und umfassend informiert werden.

Begleitet wurden alle Vorträge von regen Disskusionen rund um die Thematik Medizinelektronik. In der begleitenden Industrieausstellung stellten Unternehmen ihre Lösungs- und Dienstleistungsangebote für diesen Bereich vor.

Die 2. Medizin Elektronik Konferenz wird am 13. und 14.Juni 2018 in München stattfinden. Informationen dazu und Berichte zur 1. Medizin Elektronik Konferenz finden Sie unter http://www.medizin-elektronik-kongress.de/

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