502.242 aktive Mitglieder
6.475 Besucher online
Kostenfrei registrieren
Einloggen Registrieren
Newsroom Medizintechnik - Banner
Newsroom Medizintechnik Blog

Oberflächen in der Medizintechnik als Grenzfläche zur Biologie

Februar 2018
16
Autor: Diethelm Carius
Firma: VDMA Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik
Oberflächen in der Medizintechnik als Grenzfläche zur Biologie

Das NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen wird gemeinsam mit weiteren Unternehmen und Instituten im Rahmen der Medical Area auf der METAV 2018 in Düsseldorf ausstellen. Mit aktuellen Informationen stellen sich die Aussteller im Medizintechnik-Newsroom der AG Medizintechnik des VDMA vor:

Was hat Zerspanung mit Biologie zu tun?

In einem Forschungsprojekt am NMI, dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut in Reutlingen, werden Immunreaktionen, die im Kontakt mit technischen Grenzflächen und Materialien wie z. B. von Implantaten, Blutschläuchen oder Blutfiltern auftreten können, untersucht, um daraus verlässliche Vorhersagen von Materialunverträglichkeiten ableiten zu können.

Eine wichtige Rolle dabei spielt die Oberfläche des Materials, da sie in direktem Kontakt zum Körper steht. Oberflächentopographie, Rauhigkeit und chemische Zusammensetzung spielen eine entscheidende Rolle bei der Immunreaktion im Körper. Rauhere Oberflächen begünstigen ein gutes Einwachsen des Implantats, aber auch die Entstehung eines Biofilms und damit einhergehender Infektionen. Die Metallverarbeitung beeinflusst die Oberfläche des Werkstoffes erheblich. Oberflächen werden gehärtet, chemisch verändert, eventuell bauen sich Spannungen im Material auf, die zu Rissen führen können. Durch Verwendung von Betriebs-und Hilfsstoffen wie Kühlschmierstoffe oder Strahlmittel kann sich auch die Chemie der Oberfläche stark verändern, so dass sich die Immunantwort des Körpers komplett ändert.

Im Projekt soll der Zusammenhang zwischen der Topographie und der Chemie der Oberfläche erforscht werden. Mit dieser Kenntnis würde es möglich, die Oberflächenbearbeitung speziell auf die gewünschte Oberfläche und damit auf die gewünschte Immunreaktion abzustimmen. Notwendig dazu ist eine Prozesskontrolle, die sicherstellt, dass jedes einzelne Produkt den Anforderungen genügt.

Mehr zu diesem Thema hören Sie am 22. Februar 2018 in Halle 14, Stand B122, dem Medical Forum der METAV, 13:30 - 14:00 Uhr im Vortrag „Oberflächen in der Medizintechnik als Grenzfläche zur Biologie“ von Dr. Dagmar Martin, NMI Reutlingen 

Den Ausstellungsstand des NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen finden sie auf der METAV in Halle 14, Stand B111.

 

Kontakt:

NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen

Markwiesenstr. 55

72770 Reutlingen, Germany

Tel.: +49 7121 51530-0

Fax: +49 7121 51530-16

http://www.nmi.de

 

Bildquelle:          

NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen

Bildbeschreibung:          

REM-Aufnahme einer gelaserten Edelstahloberfläche

0 Kommentare

Blog Archiv

August 2019
Juli 2019
Juni 2019
Mai 2019
April 2019
März 2019
Februar 2019
Dezember 2018
November 2018
Oktober 2018
September 2018
August 2018
Juli 2018
April 2018
März 2018
Februar 2018
Januar 2018
November 2017
Oktober 2017
September 2017
August 2017
Juli 2017
Juni 2017
April 2017
März 2017
Februar 2017
Januar 2017
Dezember 2016
November 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Dezember 2015
Februar 2015
März 2014
Februar 2014
August 2013
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
Februar 2013
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011