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METAV Blog

DGQ und DQS präsentieren Qualität auf der METAV

März 2018
21
Autor: Heinrich Stoldt, Deutsche Gesellschaft für Qualitätsmanagement, Pressestelle
Firma: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.
DGQ und DQS präsentieren Qualität auf der METAV

Gemeinsam mit der DQS (Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen) war die DGQ (Deutsche Gesellschaft für Qualitätsmanagement) Partner der Quality Area auf der METAV 2018. Hier ging es um die neuesten Anwendungen moderner Mess- und Prüftechnik, aktuelle Lösungen im Qualitätsmanagement und Innovationen für die Qualitätssicherung in der Industrie 4.0. Im Rahmen des Ausstellungsprogramms der Quality Area hielten Experten und Partner der DGQ verschiedene Fachvorträge. Zudem diskutierten DGQ und DQS die zentralen Herausforderungen der DIN EN ISO 9001:2015 während eines Roundtables.

Erfahrungen mit DIN EN ISO 9001:2015
Am 14. September 2018 endet die dreijährige Übergangsfrist für die Umstellung der Zertifikate auf die revidierte Norm. Deshalb führte die DGQ auf der METAV mit Vertretern der DQS und der Deutschen Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) einen Roundtable durch. In seinem Impulsvortrag berichtete Frank Graichen, Leiter Auditorenmanagement der DQS, welche Herausforderungen für Unternehmen bei der Umsetzung von DIN EN ISO 9001:2015 die DQS im Zuge von rund 4.000 Audits identifiziert hat. Anschließend stellte Günter Hartmann als Vertreter der GfWM die Ergebnisse der gemeinsamen Umfrage der DGQ und der GfWM zur ISO 9001:2015 Anforderungen im Umgang mit Wissen und Kompetenzen – Statusabfrage 2017 vor. Danach ging es in die Gruppendiskussion zu drei zentralen Herausforderungen der revidierten Norm: Prozess und Kennzahlen, Risiken und Chancen sowie Wissen der Organisation. Als Fazit des Roundtables lässt sich festhalten, dass es für Unternehmen noch eine Herausforderung darstellt, nur die tatsächlich wesentlichen Kernprozesse zu identifizieren. Darüber hinaus fällt es ihnen schwer, neben den Risiken auch Chancen zu definieren und das Wissen der Mitarbeiter für die Organisation verfügbar zu machen.

Audit 4.0 in der Automobilindustrie
Jürgen Körner, Mitglied im DGQ-Fachkreis Audit und Assesment und Geschäftsführer der Gapworxx Consulting GmbH, fragte in seinem Vortrag über den neuen Automobilstandard IATF 16949 Transition Sie noch oder leben Sie schon? Er berichtete über das Spannungsfeld, in dem sich die Auditoren bewegen und warum Audits für die Unternehmen in der Automobilindustrie so wichtig sind. Zudem informierte er über Herausforderungen aus der Praxis und gab einen Ausblick auf ein mögliches Audit 4.0.

Qualitätsmanagement für Industrie 4.0
Dr. Benedikt Sommerhoff, Innovationsmanager der DGQ, referierte zum Thema Wir können auch anders – QM für die Industrie 4.0! Er machte deutlich, dass die durch Digitalisierung ausgelösten disruptiven Veränderungen der Gegenwart auch für das Qualitätsmanagement Konsequenzen haben müssen. Das klassische Qualitätsmanagement ist nach Sommerhoff für die Industrie 3.0 entstanden. Es funktioniert nicht für die digitale Transformation und die Industrie 4.0. Ganz neue und neuartige Qualitätsmanagementansätze seien notwendig, wie sie die DGQ 2017 als vier Paradigmen für ein neues Qualitätsmanagement skizziert hat. So seien die Themen Innovation und Qualität integriert anzugehen. Dabei gelte es, die Balance zwischen Stabilität und Veränderung zu finden. Außerdem müsse der Mensch als Erzeuger und Empfänger von Qualität in den Fokus genommen und das Thema Unternehmenskultur als entscheidender förderlicher und hemmender Faktor für Qualität und Innovation adressiert werden.

Social QM für mehr Akzeptanz
Alireza Maleki referierte über Social QM – Kollaboratives Prozessmanagement auf Wiki-Basis. Maleki ist Berater der Modell Aachen GmbH, die in einem Forschungsprojekt mit der von der DGQ gegründeten FQS Forschungsgemeinschaft Qualität e. V. zusammengearbeitet hat. Er machte deutlich, dass QM-Handbücher und Dokumentationen für integrierte Managementsysteme oft unter Akzeptanzproblemen leiden. Sein Lösungsansatz: Eine innovative Verknüpfung von prozessorientiertem Qualitäts- und Wissensmanagement, angereichert mit Social Media Aspekten. Mit einer interaktiven Ausgestaltung und organisatorisch verankert im Arbeitsalltag könne das QM-Handbuch zur zentralen Informations- und Arbeitsplattform des Unternehmens werden.

DIN EN ISO 9001:2015 und Lean Management
ISO 9001:2015 und Lean – Zwei Welten treffen aufeinander? lautete der Titel des Vortrags von Kai-Uwe Behrends. Der Leiter der DGQ-Geschäftsstelle Hamburg erklärte, dass in der betrieblichen Praxis Potenziale nicht gehoben würden, weil unterschiedliche Personen für die effiziente Wertschöpfung oder die formalen Aspekte des Managementsystems wie Dokumentation sowie interne und externe Audits zuständig seien. Für eine vollständige Integration der Erfüllung der Kundenanforderungen sowie der Bestandsminderung und Durchlaufzeitenoptimierung lassen sich in der ISO 9001 laut Behrends etliche Hinweise finden. Die Betrachtung der Prozesse aus Sicht von Wertschöpfung, Prozesssteuerung über Performanceindikatoren, Arbeit im Regelkreis und Lernen aus der Wirksamkeits-Bewertung seien Wesensaspekte beider Disziplinen. Nach Auffassung der DGQ werden Wirtschaftlichkeits- und Wirksamkeitsaspekte nur gemeinsam erfolgreich gesteuert.

 

Bildquelle: Messe Düsseldorf

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