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Horn Blog

Der Supermini im Einsatz für die Medizintechnik

Mai 2020
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Autor: paulhorn
Firma: Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH
Der Supermini im Einsatz für die Medizintechnik

„Nur mit dem Supermini der Paul Horn GmbH konnten wir die geforderte Oberflächengüte erreichen“, erzählt Jens Lindner. Der Geschäftsführer der Normteile Lindner GmbH aus dem sächsischen Ehrenfriedersdorf setzt bei der Herstellung von Medizintechnik-Bauteilen aus schwer zerspanbaren Werkstoffen, auf Werkzeuge von Horn. Zusammen mit Heiko Köhler, dem Außendienstmitarbeiter von Horn, konnte Lindner mit seinem Team schon einige Zerspanaufgaben lösen.

Sterilisatoren sind wichtige Geräte in der Medizintechnik zum Sterilisieren und Desinfizieren von Operationsbesteck und anderen Instrumenten. Des Weiteren finden sie in der Biotechnologie bei der Sterilisation von flüssigen Nährmedien und Glasgeräten ihren Einsatz.  Dabei werden Krankheitserreger wie beispielsweise Bakterien oder Viren wirksam abgetötet. Die Sterilisation geschieht meist unter der Verwendung von Wasserdampf durch Hitze und Druck. 

Für einen großen Hersteller in der Sensortechnik fertigt die Normteile Lindner GmbH Bauteile für Sterilisatoren. „Werkstücke für die Medizintechnik unterliegen strengen Anforderungen an die Oberflächengüte und der Toleranzen. Meist kommen auch schwer zerspanbare Werkstoffe zum Einsatz“, sagt Lindner. Beim Innenausdrehen zweier Bauteile setzen die Spezialisten aus dem Erzgebirge auf das System Supermini von Horn.

999 Silber

Aus Feinsilber (999 Silber) fertigt Lindner ein Bauteil für die Elektro-Sensortechnik. Die Silberanode wird als elektrisch leitendes Bauteil in einem Sensor verwendet. Feinsilber hat darüber hinaus antibakterielle Eigenschaften, welche sich die Medizintechnik zu Nutzen macht. Das Zerspanungsverhalten des Edelmetalls ähnelt dem von Kupfer. Es ist sehr weich, langspanig und neigt zur schnellen Bildung von Aufbauschneiden. Aufgrund der dünnen Wandung von nur 0,25 mm muss die Spannung in der Spannzange mit Bedacht gewählt werden. „Durch die lange Auskragung und das schlechte Spanverhalten von Silber, muss der Innendurchmesser des 40 mm langen Bauteils von zwei Seiten gefertigt werden“, sagt der Horn-Außendienstmitarbeiter Heiko Köhler. Die zwei Außeneinstiche übernimmt eine Wendeschneidplatte des Typs 312.

Titan, Hastelloy und nichtrostender Stahl

Auf einer Star SR20 fertigt Lindner Werkstücke, welches in der Sensorik eines Sterilisators verbaut sind. Die Sachsen fertigen rund 3.000 Stück dieses Medizintechnik-Bauteils pro Jahr. Die Werkstoffe variieren jedoch hierbei. „Wir produzieren die Bauteile aus Titan, Hastelloy oder nichtrostendem austenitischem Stahl (X2CrNiMo18-14-3)“, so der Geschäftsführer. Die Innendurchmesser von 8,9 mm, 7,9 mm, 6,8 mm und 5,8 mm sind eng tolerierte Passungen. Die geforderte Oberflächengüte von Ra 0,38 µm ist mit dem Supermini kein Problem. Die gefertigte Oberfläche liegt bei Ra 0,2 µm. „Nur mit dem Supermini von Horn konnten wir diese Güte erreichen“, so Lindner und fügt hinzu: „Auch die Standzeiten bei den schwer zerspanbaren Werkstoffen stellen uns zufrieden.“ Den Außeneinstich übernimmt ebenfalls eine Vollradius-Wendeschneidplatte des Horn-Systems 312, mit einem Radius von 0,5 mm.

Von 0,2 mm bis 8 mm Durchmesser

Zur Bohrungsbearbeitung zwischen den Durchmessern von 0,2 mm bis 8 mm löst das Horn-Werkzeugsystem Supermini viele Zerspanungsaufgaben. Mit weit über 1.500 Varianten als Standard findet der Anwender schnell die passende Lösung. Zum Einsatz kommt das System beim Ausdrehen, Einstechen, Fasen, Gewindedrehen, Nutstoßen und weiteren Bearbeitungsoperationen. Die Schneidengeometrien sowie die Substrate lassen sich auf die zu bearbeitenden Werkstoffe anpassen. Das System Supermini stellte Horn auf der EMO 1989 in Hannover vor und feiert im Jahr 2019 den 30. Geburtstag. Einige Optimierungen und Weiterentwicklungen durchlief das System in dieser Zeit. Eine aktuelle Weiterentwicklung ist die Spannung des Werkzeugs im Werkzeugträger. Die Spannung erfolgt nicht mehr über Spannschrauben am Schaft, sondern über einen Spannkeil an der Stirnseite des Trägers. „Wir sind begeistert von der neuen Spannung der Werkzeuge. Die Präzision und die Wiederholgenauigkeit ist noch besser geworden. Wir würden uns jedoch wünschen, dass Horn größere Eckenradien ab 0,3 mm als Standard ins Programm aufnehmen würde. Abweichende Radien haben wir als Sonderplatten bestellt“, meint Lindner.

Die Normteile Lindner GmbH arbeitet schon seit 20 Jahren mit Horn zusammen. In dieser Zeit stellte Lindner die Zerspanungsexperten von Horn schon vor einige Zerspanaufgaben. „Horn ist für uns ein jahrelanger kompetenter Begleiter und Ansprechpartner - sowohl in Technik als auch im Verkauf - die den Nutzen des Kunden im Blick haben. Sympathische Mitarbeiter, welche sich der Probleme annehmen und auch mal verlieren können. Das sind Jungs die Ihr Handwerk verstehen – und uns davon profitieren lassen“, so der Geschäftsführer Lindner.

Extrakasten Firmeninfo

Das Unternehmen Normteile Lindner GmbH wurde im Jahr 1990 gegründet und produziert seitdem einfache bis komplexe Bauteile für alle Industriebereiche. Kernkomponenten der Zerspanung sind das CNC-Drehen, -Fräsen und -Schleifen sowie Montagearbeiten. Dies realisieren 70 Mitarbeiter am Firmensitz im sächsischem Ehrenfriedersdorf. Um den Fachkräftemangel in der Region entgegenzuwirken, gründete das Unternehmen im Jahr 2018 die Lindner Akademie. Diese steht den kommenden und lernenden Azubis zur Verfügung. Fortschritt und traditionelle Werte prägen seit der Gründung bis heute das Unternehmen.

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