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Siemens Forum

Digital Industries, Motion Control, Machine Tool Systems

Programm für Prüfgewichte

Beitrag 27.08.2021, 10:36 Uhr
Sonny94
Sonny94
Level 1 = IndustryArena-Lehrling
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Mitglied seit: 27.08.2021
Beiträge: 2

Hey Leute, ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen und starte demnächst ein Projekt an der Hochschule.
Ich bin neu hier im Forum, deswegen bitte ich es zu entschuldigen, wenn ich einen Fehler mache.

Kurz zu mir: ich habe eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker Drehtechnik vor dem Studium abgeschlossen.

Ich muss an einer DMG CTX 500 (Sinumerik 940 dL) Prüfgewichte herstellen (1g, 2g, 3g, ...).
Hierbei soll es so ablaufen, dass ich ein Programm für die Maschine schreibe, mit dem sich alle Gewichtsgrößen herstellen lassen, die Kontur der Gewichte soll sich nicht verändern - nur die Größe.
Feste Parameter sollen der Durchmesser und das jeweilige Gewicht sein, alle anderen Parameter sind Variablen oder Abhängige.
Mein Problem hierbei ist, dass ich solch eine Programmierung noch nie durchgeführt habe, ich habe bis jetzt nur nach Zeichnung programmiert.
Mein Betreuer vermutet, dass ich eine mathematische Formel in das Programm einbauen muss.

Hat jemand so ein Programm schonmal geschrieben oder damit gearbeitet?
Ich wäre über jegliche Hilfe dankbar.
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Beitrag 27.08.2021, 14:31 Uhr
CNCFr
CNCFr
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Mitglied seit: 15.09.2002
Beiträge: 1.646

Die Kontur soll konstant sein: Was für eine Kontur oder meinst du die (räumliche) Form? Ein Kreis ein Quadrat, ein Rechteck, bzw. ein Zylinder oder ein Quader?
Meinst du mit konstant, dass die Art der Kontur immer die gleiche sein soll oder gilt das auch für die Abmessungen?
Falls die auch die Abmessungen der "Kontur" konstant sein sollen heißt es ja einfach, das die Höhe proportional zum Gewicht sein muss. D.h. wenn dein 1g-Teil X mm hoch ist, ist das 2g-Teil 2X mm und das 3g-Teil 3X mm hoch usw.
Oder sollen die Teile alle die gleichen Proportionen haben? Dann wachsen die Abmessung proportional zur dritten Wurzel der Gewichte.
Das ist ja alles Mathematik der Mittelstufe in der Schule. Für einen (angehenden) Ingenieur sollte das kein Problem sein.
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Beitrag 29.08.2021, 10:50 Uhr
Sonny94
Sonny94
Level 1 = IndustryArena-Lehrling
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Mitglied seit: 27.08.2021
Beiträge: 2

ZITAT(CNCFr @ 27.08.2021, 13:31 Uhr) *
Die Kontur soll konstant sein: Was für eine Kontur oder meinst du die (räumliche) Form? Ein Kreis ein Quadrat, ein Rechteck, bzw. ein Zylinder oder ein Quader?
Meinst du mit konstant, dass die Art der Kontur immer die gleiche sein soll oder gilt das auch für die Abmessungen?
Falls die auch die Abmessungen der "Kontur" konstant sein sollen heißt es ja einfach, das die Höhe proportional zum Gewicht sein muss. D.h. wenn dein 1g-Teil X mm hoch ist, ist das 2g-Teil 2X mm und das 3g-Teil 3X mm hoch usw.
Oder sollen die Teile alle die gleichen Proportionen haben? Dann wachsen die Abmessung proportional zur dritten Wurzel der Gewichte.
Das ist ja alles Mathematik der Mittelstufe in der Schule. Für einen (angehenden) Ingenieur sollte das kein Problem sein.




Genau, die Abmessungen wachsen proportional zur dritten Wurzel mit, das habe ich schon alles berechnet.
Mir geht es mehr darum, wie man jetzt ein NC - Programm für die Maschine schreibt.
Ein normales Programm schreiben ist ja kein Problem, aber es soll ja das Gewicht als Eingabeparamter genutzt werden und hier fehlen mir nun die Ideen, das umzusetzen.

Auch meine ehemaligen Arbeitskollegen, die alle erfahrene Zerspanungsmechaniker sind, haben nicht wirklich eine Ahnung, wie man das programmieren kann.

Es soll ja so funktionieren, dass ich der Maschine beispielsweise sage: "Jetzt 2g fertigen" - daraufhin soll die Maschine sich alle nötigen Parameter anhand einer Formel selber berechnen (nur der Durchmesser wird auch per Hand eingegeben).

Wie lässt sich so etwas umsetzen?
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Beitrag 29.08.2021, 12:53 Uhr
CNCFr
CNCFr
Level 7 = IndustryArena-Professor
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Mitglied seit: 15.09.2002
Beiträge: 1.646

Ich weiß ja nach wie vor nicht, wie die Teile aussehen sollen. Sollen sie zylindrisch werden?
Falls ja: Weshalb willst du den Durchmesser vorgeben? Dann geht ja nichts mehr mit der dritten Wurzel. Dann ist ja nur noch Zylinerhöhe zu bestimmen und weiter gibt es nichts.
Ich hätte jetzt eher gedacht, man gibt das Gewicht an und lässt den Rest vom NC-Programm berechnen. Ich stelle mir das ungefähr so vor:
QUELLTEXT
DEF REAL _GEWICHT = 5  ; Als Beispiel Gewicht mit 5 g
DEF REAL _FAKTOR; Dritte Wurzel aus dem Verhältnis Sollgewicht zum Normgewicht  von 1 g
DEF REAL _RADIUS_1 = ....  ; Radius für das Gewicht von 1 g
DEF REAL _HOEHE_1 = .....  ; Höhe für das Gewicht von 1 g

DEF REAL _HOEHE
DEF REAL _RADIUS

_FAKTOR = EXP(LN(_GEWICHT) / 3)
_HOEHE = _HOEHE_1 * _FAKTOR
_RADIUS = _RADIUS_1 * _FAKTOR

; Ab hier jetzt das Programm, bei dem überall, wo bisher der Zahlenwert verwendet wurde,
; die entsprechenden Variablen eingesetzt werden. Z.B. so:
G0 X=_RADIUS Y0 Z0
G2 I= -RADIUS  F1000
G0 Z=_HOEHE +1

usw.
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Beitrag 29.08.2021, 13:48 Uhr
Sokke
Sokke
Level 2 = IndustryArena-Facharbeiter
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Mitglied seit: 28.01.2017
Beiträge: 72

Hallo zusammen,

was ich bei ähnlichen Aufgabestellungen mal gehört hab:
Evtl die Dichte als Konstante direkt mit angeben.

Wenn sich dann mal das Material ändert (oder Charge), hast das bereits vorbereitet.

Grüße und viel Erfolg!
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