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Schneeschippen 4.0

Hilfreiche Funksignale für Schweizer Schneefräse

Ospizio Bernina/Schweiz. Die 60 Kilometer lange Berninalinie gehört zum Streckennetz der schweizerischen Rhätischen Bahn (RhB) und verbindet die Städte St. Moritz (Schweiz) und Tirano (Italien). Zum Räumen der Strecke, die durch schneereiches Gebiet mit langen Wintern führt, setzt die RhB Schneefräsen ein. Je nach Streckenabschnitt variiert die Breite des geräumten Schneekanals zwischen drei und sechs Metern. Damit die vorgegebene Breite stets eingehalten wird, ist die Automatisierung der Fräsensteuerung der neuesten Schneeschleuder „Xrot mt“ mit Radio Frequency Identification(RFID)-Technik von Siemens ausgestattet. Die neue Technik dient dazu, Beschädigungen an bahnseitiger Infrastruktur zu vermeiden und die Mannschaft zu entlasten.

Auf 2.253 Höhenmetern liegt das schweizerische Ospizio Bernina, die höchste Bahnstation der Rhätischen Schneeschippen 4.0 Hilfreiche Funksignale für Schweizer Schneefräse Bahn und zugleich Kulminationspunkt der Berninalinie, die St. Moritz und Tirano verbindet. Ein großer Teil der rund 60 Kilometer langen Strecke führt durch Gegenden mit langen und schneereichen Wintern. Für die Räumung verfügt die RhB über zwei gut zehn Meter lange und 31 Tonnen schwere große antriebslose Schneefräsen, die von einer Diesellokomotive bewegt werden und in der Lage sind, Schneekanäle zwischen drei und sechs Metern Breite freizulegen. Dazu treiben zwei Dieselmotoren zwei nebeneinanderliegende und seitlich schwenkbare Räumungsaggregate an, die je aus zwei übereinanderliegenden Fräswalzen bestehen. Deren Steuerung sowie die Fernbedienung der Schiebelokomotive erfolgt durch den Lokführer und den Fräser im Führerstand. Je nach örtlichen Gegebenheiten wie Kurven, nahe ans Profil heranreichende Felsen und Bahnsteigkanten sind auf Orientierungstafeln an Fahrleitungsmasten die Räummassen angegeben, die die Fräse einhalten muss. Zusätzlich zu den Orientierungstafeln setzt die RhB nun auch auf Radio Frequency Identification-Technik von Siemens, die im Rahmen einer Testphase zunächst in nur einer der beiden Schneeschleudern verbaut ist und der Standortbestimmung dient. Zudem sind die Orientierungstafeln mit RFID-Tags ausgestattet.

Präzisionsarbeit trotz schlechter Sicht

Die Schwierigkeit beim Schneeräumen mit den Fräsen besteht darin, die Breite des freigeräumten Kanals den öffentlichen Verhältnissen anzupassen. Denn trotz langsamer Fahrt von maximal 30 Stundenkilomtern könnte die Fräse, die pro Stunde bis zu 8.500 Tonnen Schnee beseitigen kann, bei falsch eingestellter Räumbreite beispielsweise an Zäunen oder Zwergsignalen erheblichen Schaden anrichten. Da die Sicht des Fräsers durch die meist nächtliche Arbeit und die beim Fräsen entstehenden Schneewolken sehr eingeschränkt ist, helfen die mit RFID-Tags ergänzten, strecken seitigen Orientierungstafeln in der Fahrbahn. Dabei erkennt ein Leser an Bord der Schneefräse die funkbasierten Wegmarken auf den Tafeln. Dazu gehören streckenseitig vier passive RFID-Tags Simatic RF620T pro Räumungszone, die mittels Klemmvorrichtung in der Kehle einer Schiene montiert sind. Je zwei davon markieren entsprechend der Überfahrtrichtung den Anfang und das Ende der betreffenden Zone. Fahrzeugseitig wird unter dem Wagenboden eine RF660A-Antenne montiert. Dazu kommen ein Reader und ein Signalgeber, die im Führerstand angebracht sind. Der Reader erkennt die passiven RFID-Tags, und in der Führerkabine kündigen optische und akustische Signale die Vorbeifahrt am entsprechenden Streckenpunkt an. Der Fräser kann dann die Fräse passend einstellen.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Siemens AG, Division Digital Factory


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