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Schnelle Hilfe für Ihre Deckel Maho (DMG) Spindel

März 2018
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spindeldoctor
Autor: spindeldoctor
Firma: EGIN-HEINISCH GmbH & Co. KG
Schnelle Hilfe für Ihre Deckel Maho (DMG) Spindel

Der Spindeldoctor, Ihr kompetenter Ansprechpartner für die Deckel Maho Spindelreparatur bzw. eine Deckel Maho Tauschspindel zum günstigen Preis. Als mittelständisches Unternehmen mit Sitz im hessischen Naumburg arbeiten wir bereits seit 2003 im Bereich Spindelreparatur. Mittlerweile beschäftigen wir mehr als 85 Mitarbeiter und wachsen von Jahr zu Jahr.

Porträt der DMG Mori Aktiengesellschaft

Was heute als DMG Mori Aktiengesellschaft bekannt ist, bezeichnet den Zusammenschluss zweier herausragender Maschinenbauunternehmen. Da ist einerseits das ehemalige japanische Unternehmen K.K. Mori Seiki Seisakujo, andererseits die Gildemeister AG, die 1994 die Deckel Maho AG übernommen hatte. Entsprechend steht das DMG für Deckel Maho Gildemeister, während der Name Mori vom japanischen Teil des Unternehmens eingebracht wurde. Firmensitz des deutsch-japanischen Unternehmens ist Bielefeld. Ursprünglich war eine „Fusion unter Gleichen“ angedacht, was jedoch aufgrund der größeren Finanzstärke von Gildemeister bzw. DMG faktisch einer Übernahme des japanischen Unternehmens geglichen hätte. Da dieses ein Familienbetrieb ist, wäre dies sicher nicht umsetzbar gewesen. In der Fachpresse wurden jedoch klar die gegenseitigen Vorteile der Zusammenarbeit und Übernahme betont.

Geschichte der DMG Mori Aktiengesellschaft

Die DMG Mori AG existiert unter dem heutigen Namen seit 2015 und ist deutschland- und europaweit einer der größten Hersteller von Werkzeugmaschinen. Auf dem Weltmarkt handelt es sich zudem um einen Branchenprimus in der Herstellung von CNC-Drehmaschinen und CNC-Fräsmaschinen. Weltweit betreibt DMG Mori AG 21 Produktionsstätten und 161 Vertriebs- und Servicestandorte. Diese eindrucksvollen Zahlen werden durch knapp 7.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2015) unterstrichen. Der Umsatz rangierte im selben Jahr bei rund 2,23 Milliarden Euro.

Welche Maschinentypen baut DMG Mori?

Weltweit laufen schätzungsweise 300.000 DMG Mori Maschinen, von denen viele älter als zehn Jahre sind.

Die Liste der Maschinen aus dem Hause DMG Mori AG ist lang. Kennzeichnend ist zudem, dass diese bis heute unterschiedliche Markennamen existieren. Exemplarisch seien an dieser Stelle Gildemeister,  Deckel Maho oder auch Sauer genannt.

Im Einzelnen ist DMG in den Bereichen Drehen, Fräsen, Schleifen und Advanced Technology tätig:

Drehen

Wer sich für eine Drehmaschine von DMG Mori interessiert, wählt aus verschiedenen Technologiesegmenten. Im Einzelnen stehen hier das Universaldrehen, Drehfräsen, sowie vertikales und horizontales Produktionsdrehen zur Auswahl. Die Steuerung für diese Geräte können ganz unterschiedlich sein und reichen von Celos®/ Mitsubishi bzw. Celos®/ Siemens über Fanuc, Heidenhain, Mapps und Siemens bzw. Siemens PLC.

Fräsen

Beim Fräsen sind die Technologiesegmente Vertikal-Fräsen, Horizontal-Fräsen und die 5-Achs-Fräsen bzw. Bearbeitungszentren zu unterscheiden. Auch hier greift das Unternehmen oftmals auf die Celos®-Steuerung in Kombination mit Fanuc, Mapps, Siemens oder Heidenhain zurück. Diese Hersteller liefern auch weitere Steuerung und werden in diesem Bereich noch durch Mitsubishi ergänzt.

Schleifen

Beim Schleifen ist die Auswahl der DMG Mori geringer. Nichtsdestotrotz werden acht unterschiedliche Lösungen für das Vertikal-Schleifen, allesamt mit Steuerungen aus dem Hause Fanuc angeboten.

Advanced Technology

Advanced Technology bedeutet bei DMG Mori Ultrasonic, Lasertech und Additive Manufacturing. Hierfür werden Steuerungen von Celos®/Siemens bzw. Siemens genutzt.

Was ist die Celos®-Steuerung?

Unter dem Namen Celos® bietet DMG Mori eine eigens entwickelte Steuerung, deren Oberfläche auf verschiedenen APPs basiert. Kennzeichnend hierfür ist die Multi-Touch-Bedienung, die intuitiv von der Hand geht. Die Vorteile liegen sowohl in einer gesteigerten Laufzeit der Maschinen als auch in mehr Effizienz in der Produktion.

Dadurch, dass Celos® mit verschiedenen anderen Technologien zusammenarbeitet, lassen sich sämtliche Maschinen innerhalb einer Produktion untereinander vernetzen. Der Vorteil liegt in einer besseren und einheitlichen Verwaltung und Dokumentation sowie zahlreichen Möglichkeiten der Visualisierung. Insgesamt existieren 16 Celos®- Apps für die Bereiche Produktion, Utilities, Support, Konfiguration und Machine Views.

Wo werden die Maschinen der DMG Mori hergestellt?

Die Maschinen der DMG Mori werden allein in Deutschland an vier Standorten hergestellt. Im Einzelnen sind dies der Standort der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH in Bielefeld, die SAUER GmbH | ULTRASONIC in Stipshausen, die DECKEL MAHO Pfronten GmbH  und die  DMG MORI Software Solutions GmbH sowie SAUER GmbH | LASERTEC  in Pfronten und zuletzt die DECKEL MAHO Seebach GmbH.

In Pfronten betreibt das Unternehmen die modernste Großmaschinenfertigung der Welt und entwickelt dort unter anderem die DMU 600 G linear, die als Hochgantry-Großmaschine eine Tischladung von bis zu 150 Tonnen ermöglicht. Dieses beeindruckende Gerät von 12,4 Meter Länge, 9,30 Meter Breite und einer Höhe von 6,90 Meter debütierte im Jahr 2016.

Bei der DECKEL MAHO Pfronten GmbH blickt man unter dem Motto „Präzision aus Leidenschaft“ zurück. Der Standort existiert bereits seit mehr als 30 Jahren und beinhaltet unter anderem ein eigenes Technologiezentrum von 1.100 Quadratmetern Ausstellungsfläche. In Pfronten wird in sieben verschiedenen Berufszweigen ausgebildet. Mehr als 1.500 Werkzeugmaschinen werden Jahr für Jahr in Pfronten hergestellt. Hierfür stehen rund 1.200 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Deckel Maho Pfronten greift auf eine getaktete Spindelmontage zurück, die 3.000 Motor- und Getriebespindeln im Jahr vom Band laufen lässt.

Mit welchen Spindeln arbeitet die DMG Mori?

Die Maschinen der DMG Mori arbeiten in aller Regel mit Spindeln aus dem Hause Franz Kessler. Hinzu kommen Produkte von GMN und eine Reihe an eigens hergestellten Spindeln wie die der MASTER- Serie. Die Franz Kessler Spindeln haben zumindest zahlenmäßig gegenüber denen der GMN die Überhand. Letztere sind insbesondere besonders feinen Arbeitsbereichen zugeordnet.

Spindeln von Franz Kessler finden sich wiederum in den meisten Baureihen des Standorts Seebach. Beispiele sind die 18.000 UpM mit SK 40 und HSK 63.

Die Konzernspindel DMS 100.46.4. FDS

Viele Maschinen, die nicht mit der MASTER- Spindel ausgestattet werden, arbeiten mit der „Konzernspindel“ DMS 100.46.4. FDS der Franz Kessler GmbH. Dieser Hersteller wurde in vielen Jahren zum „Lieferanten des Jahres“ der DMG Mori bzw. den Vorgängerunternehmen ausgezeichnet.

Was ist die neue MASTER Spindel der DMG?

Die MASTER-Serie bezeichnet Motorspindeln, die von DMG MORI Components hergestellt werden. Die Ausfallquote liegt nach Angaben des Herstellers unterhalb von einem Prozent, weshalb eine Gewährleistung von 36 Monaten gegeben wird.

Neue Maschinen werden zu 95 Prozent mit einer Motorspindel aus der MASTER-Serie ausgestattet. Diese werden vor allem im Iga Global Solution Center im japanischen Iga sowie in Pfronten hergestellt, wo 7.000 bzw. 4.000 der Motorspindeln das Werk verlassen.

Bei der Herstellung der MASTER- Spindeln arbeitet DMG Mori mit Spindellagern des Partners Schaeffler Technologies zusammen. Die Besonderheit liegt im Hochleistungs-Wälzlagerwerkstoff Vacrodur, einem innovativen neuen Stahl.

Fräsmaschinen mit der neuen MASTER- Spindel sind unter anderem die DMC V-Baureihe, NVX 5060, NVX 5080, NVX 5100, jeweils in der zweiten Generation aber auch die NHX Baureihe, die i50, DMC H linear Baureihe und die DMU Baureihe. Des Weiteren sind die DMU und DMC  monoBLOCK Baureihe, die DMU eVo, DMF, DMC und DMU Portal Baureihe und DMU Gantry Baureihe zu erwähnen.

Was bietet der DMG Spindelservice?

Der Spindelservice der DMG bietet nach eigenen Aussagen mehr als 1.000 Spindeln weltweit.  Des Weiteren wird im Rahmen der Spindel-Aktion eine Verfügbarkeit von 96 Prozent oder eine Reparatur innerhalb von sechs Tagen angeboten. Wird dieses Ziel verfehlt, so ist die Spindelreparatur „kostenlos“. Die Aktion ist jedoch an einige Bedingungen wie ein Baujahr ab 2007 etc. gebunden. Ebenfalls bietet der DMG Spindelservice Wartungskits, Koffer für die Spindelwartung und Ersatzteile an. Im Rahmen der traditionellen Hausausstellung der DMG Mori AG in Pfronten räumte jedoch der Vorstandsvorsitzende Christian Thönes laut der österreichischen Fachpublikation „Factory“ selbstkritisch ein: „Wir haben im Servicebereich vieles falsch gemacht”.

Die Geschichte des Unternehmens

Ein Blick in die Firmengeschichte offenbart zwei sehr unterschiedliche Traditionslinien. Auf deutscher Seite steht Gildemeister. Gegründet wurde der Mittelständler im Jahr 1870 durch Friedrich Gildemeister. Mehr als 100 Jahre lang befand sich die Werkzeugmaschinenfabrik Gildemeister & Comp. in zentraler Lage unweit des Hauptbahnhofs der ostwestfälischen Stadt.

Mori Seiki hingegen, wurde 1948 in der japanischen Millionenstadt Nagoya gegründet, die als viertgrößtes Industriezentrum des Landes gilt. An den drei Produktionsstandorten in Japan wurden und werden Dreh- und Fräsmaschinen hergestellt und hinzu kommt ein weiterer Standort in der Schweizer Uhrenstadt Le Locle.

Die Kooperation zwischen DMG Mori und Gildemeister datiert auf das Jahr 2009  und besteht in einer Kreuzbeteiligung.  In den ersten Jahren kooperierten die beiden Unternehmen lediglich auf den Märkten Taiwan, Thailand, Indonesien und in der Türkei. Nach und nach wurde das Spektrum erweitert und 2013 stand dann ein Cooperation Agreement inklusive der Schaffung eines gemeinsamen Firmennamens an. Heute besitzt die DMG Mori Seiki AG bzw. Gildemeister 50,1 Prozent an der japanischen DMG Mori Seiki K.K. während dieser ihrerseits 50,81 Prozent an Gildemeister gehören.

Geleitet wird das Unternehmen seit 1999 von Dr. Masahiko Mori, der bereits seit Juni 1994 in der Führungsetage der DMG Mori Co., Ltd. tätig war. Dr. Mori gehören rund 2,7 Prozent des Familienunternehmens. Der promovierte Ingenieur ist gewissermaßen in den Firmenstrukturen aufgewachsen und wurde bereits im Alter von 37 Jahren in die heutige Position als Chef des Unternehmens bzw. der Mori Seiki berufen.  Gegründet wurde Mori Seiki durch die drei Mori-Brüder, während Seiki eine Verkürzung des japanischen Begriffs für Präzisionsmaschinen ist. In den ersten Jahren leitete der Onkel des heutigen Firmenchefs das Unternehmen, später dann dessen Vater, Yukio Mori, der diese Aufgabe jedoch aus gesundheitlichen Gründen früh weitergeben musste.

Das Konzept für die Herstellung von Fräsmaschinen stammt noch von der 1994 übernommenen Münchner Deckel Maho AG und wurde weitergeführt. Die Deckel AG existierte seit 1903 und hatte erst ein Jahr vor der Übernahme durch Gildemeister die Maho AG übernommen. So trifft bei DMG Mori jede Menge Tradition aus unterschiedlichen Ländern zusammen und verbindet sich zu einem weltweit einzigartigen Unternehmen.

Mehr auf www.spindeldoctor.com

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