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TDM Systems Forum

Werkzeuglagerung, Ideen und Anregungen gesucht

Beitrag 26.07.2017, 12:22 Uhr
Jack.Black
Jack.Black
Level 2 = IndustryArena-Facharbeiter
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Mitglied seit: 28.11.2008
Beiträge: 54

Hallo zusammen,

ich hoffe das dies noch unter dem Begriff Werkzeugverwaltung fällt.

Wir sind ein überschaubares Unternehmen im Bereich der Prototypen- und Kleinserienfertigung. Dazu haben wir mehrere Fräs- und Drehmaschinen, sowie Bohrmaschinen. Werkzeuge sind dabei leider nicht ganz optimal sortiert und gelagert.
Standardwerkzeuge wie Schaftfräser sind in einem niedrigen Schubladenschrank am Hallenanfang und eine Kleinmenge am "Rüstplatz" (kurze Werkbank) anderes Hallenende gelagert. Radius-/Kugelfräser liegen in einer Werkbank der Maschine wo diese hauptsächlich eingesetzt werden. Sonderwerkzeuge (zB Hartbearbeitung, hinterschliffene Schäfte usw.) werden an den jeweiligen Maschinen oder im niedrigen Schubladenschrank gelagert. Dies führt oft dazu, dass man suchend von Maschine zu Maschine wandert und Schubladen öffnet bis man fündig wird oder halt nicht.
Mit Neuerungen im Maschinenpark würden noch weitere Lagerplätze (teilweise überdeckend) vor den jeweiligen Maschinen entstehen, da sich die Technologien (max. Drehzahl, Vorschübe, Programmverarbeitungszeiten) immer mehr überdecken.

Also überlege ich wie dieses Chaos teilweise strukturiert werden kann, um Doppelbelegungen, Wege beim Suchen zu vermeiden und Nachbestellungen bei Nullbestand schneller auszulösen. Ein komplettes Verwaltungssystem scheint mir zu gewaltig, da wir kaum wiederkehrende Teile haben. So werden Werkzeuge immer neu gerüstet und geplant (Aufnahme, Auskraglänge etc.), um den jeweilgen Bauteilen zu entsprechen. Also würde ich zu Beginn die reine Lagerung überdenken und umstricken.

Erster Ansatz ist eine zentrale Sammelstelle ungefähr in der Hallenmitte, so dass die Wege für fast jeden gleich sind und nicht an diversen Stellen gesucht werden muss. Dazu würde sich vor dem Meisterbüro ein Platz für einen Schubladenschrank oder im Büro ein Platz für ein Schrank oder Regal anbieten.
Die Schubladenschränke sind mit den Einteilungsmaterialien schon ein großer finazieller Posten und noch dazu sehr klobig. Schrank oder Regal mit Lagerkästen liegen preislich ähnlich. Die Lagerkästen lassen sich durch Trennwände gut an die Mengen und Varianten anpassen.

So nun habe ich genug geschrieben und würde mich sehr über gedanklichen Input von Euch freuen. Denn wie ich aus Gesprächen mit Kollegen weiß ist das ein verbreitetes Problem, wie sind Eure Ansätze im Betrieb und klappt es auch?

Grüße
Jack
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Beitrag 26.07.2017, 14:42 Uhr
Yakusa0815
Yakusa0815
Level 2 = IndustryArena-Facharbeiter
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Gruppe: Mitglied
Mitglied seit: 20.01.2016
Beiträge: 126

Hallo Jack und andere Mitleser,

wir haben das was du gerade beschreibst vor 4 Jahren gehabt.
Es war so das die Schränke weit voneinander getrennt waren und man kaum Übersicht hatte.
Wir haben folgender Maßen gelöst!
1. Sammel der Werkzeuge untscheidung von Herstellern
2. Werkzeuge von Maschine eingezogen um Angstlager zu entfernen
3. Artikelnummern vergeben (Warenwirtschaft)
4. Artikelnummern mit Werkzeugbezeichner verbinden (Warenwirtschaft und Maschine)
5. einen Hauptlagerplatzt für Werkzeug vorm Meisterbüro
6. Pro Auftrag Werkzeug kommisionieren und vor Auftragsbeginn mit Material bereitstellen.
7. gebrauchte Werkzeuge kontrollieren und gegebenfalls makieren und zurück Lagern in Hauptlagerplatzt

Also bei uns im Unternhemen hat es lange gedauert dies Umzusetzten weil man musste die Mitarbeiter davon überzeugen das es funktioniert.
Wir konnten dadurch Standardwerkzeuge festlegen für unser Teilespektrum, vielfalt an Werkzeugen einsparen und dadurch gute Rabatte bei unseren Lieferanten erreichen weil mehr von einer Posirion gekauft wurde. Ich muss auch erhlich sein es läuft noch nicht alles sauber sind aber auf einem sehr guten Weg.
Das perfekte System von Anfang an gibt es nicht Außer man darf sich eine Werkzeugverwaltung anschaffen.
(Schrank mit Ausgabesytem ca. 1000 oder 2000 Fächern Kosten 10000-20000€ Es gibt auch Werkzeuglieferanten wie der Perschman, Hahn und Kolb, Satorius, die bei einem gewissen Jahresumsatz so ein System stellen.)


MFG Yakusa
Wenn Fragen sind kannst mir auch privat schreiben
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Beitrag 04.08.2017, 14:53 Uhr
Jack.Black
Jack.Black
Level 2 = IndustryArena-Facharbeiter
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Gruppe: Mitglied
Mitglied seit: 28.11.2008
Beiträge: 54

Hallo Yakusa,

vielen Dank für die Erfahrungen.

Ein perfektes System von Anfang an erwarte ich nicht, dass wäre utopisch. Denn jeder Betrieb ist anders in der Aufstellung der Bearbeitungen, Bauteilgrößen, Werkzeuge usw.. Die größte Schwierigkeit sehe ich auch bei einigen Kollegen, welche Werkzeuge bunkern (sogar kaputte), aber auch da hoffe ich dass man zusammen im Dialog den Nutzen dahinter vermitteln kann.

Wir haben schon einmal versucht so ein Konsi-Lager mit einem Hersteller auf die Beine zu stellen, ist jedoch an der Vielfalt der eingesetzten Werkzeuge und der Unregelmäigkeit des Einsatzes gescheitert. Standard Werkzeuge haben wir schon auf gewisse Herseller begrenzt, um dort bessere Rabatte zu erzielen. Aber bei den "Sonder"-Werkzeugen bestellen wir aktuell Auftragsbezogen mit kleinem Puffer, Überschuss wird dann eingelagert, jedoch ohne Übersicht.

Dies wollen wir vermeiden und fangen erstmal mit einem Regalsystem mit Kleinlagerboxen an. Dort können wir dann Werkzeuge nach Form (Schaft, Kugel, Torus, etc.), Variante (Standard, freigeschliffen, Hartbearbeitung, etc.), Schneidenzahl und ähnlichem sortiern. Dort kann man durch kleine Trennwände auch eine Reserve einlagern, welche mit einem Bestellschein fürs Büro versehen ist, so dass die Chance auf Produktionsstillstand wegen Werkzeugmangel reduziert wird.

Ich werde bei Gelegenheit berichten, wie das Lager sich im täglichen Gebrauch schlägt.

Gruß
Jack
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Beitrag 04.08.2017, 16:33 Uhr
LucyLou
LucyLou
Level 5 = IndustryArena-Ingenieur
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Gruppe: Mitglied
Mitglied seit: 16.02.2008
Beiträge: 687

Hallo,

ZITAT
welche mit einem Bestellschein fürs Büro versehen ist, so dass die Chance auf Produktionsstillstand wegen Werkzeugmangel reduziert wird.


Hier ist vielleicht ein Stand PC wo jeder zugriff hat nicht schlecht
auf diesen läuft dann das "Werkzeuglager"
je nachdem wie die Werkzeuge Organisiert sind reicht z.b. die Eingabe der Werkzeug Ident und er hat den
momentanen Lagerstand die möglichen Ersatzteile usw. aufgelistet samt Lagerplatz
Dort sagt er dann auch 1 Stück herausgenommen.

Schränke und Stapelboxen sofort mit einer Nummer Versehen
Schrank 1 Stapelbox 4 ist dann recht schnell gefunden
ist ja nicht nur für die Personen die gerade angefangen haben sondern auch für
Teile die eher selten benötigt werden.

Im Büro gibt es dann einen Automatischen Durchlauf wo der Lagerstand der Standard Artikel mit einem
WarnBestand und einen MinimumBestand abgeglichen wird und ausgegeben wird.

Spreche nur aus Teilerfahrung.
habe ca. nur 60 Werkzeuge also nichts aber trotzdem schon an die 140 Gelagerte Artikell

mfg Peter


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mfg Peter

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