Prof. Joachim Imiela

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Energieeffizienz
im Zerspanungsprozess

Industrie 4.0 oder Energieeffizienz sind mehr als nur Schlagwörter unserer Zeit. Die Begriffe stehen für einen Wandel in der produzierenden Industrie, der es erforderlich macht, nicht nur Details, sondern den gesamten Prozess zu betrachten. Das gilt auch für Werkzeughersteller, die ihren Blick über ihre angestammten Produkte hinaus erweitern müssen.

Beispielhaft hat die Komet Group seit kurzem auch ein System zur Prozessüberwachung im Programm, das neben Werkzeugbruch- und Verschleißüberwachung unter anderem auch zu höherer Energieeffizienz beitragen kann.

Es ist zu beobachten, dass das Zerspanungs-Know-how bei den Anwendern in der produzierenden Industrie mehr und mehr abnimmt. Gleichzeitig werden die Zerspanungsaufgaben immer komplexer. Das heißt für Hersteller von Präzisionswerkzeugen, dass sie ihren Kunden mehr bieten müssen, als nur „Werkzeuge“. Immer wichtiger wird zum Beispiel ein intensiver und umfassender Technologie-Support.

Die KOMET BRINKHAUS GmbH, ein Tochterunternehmen der KOMET GROUP, entwickelt und produziert Überwachungs- und Regelungssysteme für Werkzeugmaschinen und Produktionsanlagen, wie zum Beispiel das ToolScope-System. Speziell für das Marktsegment „Energiemanagement“ bietet das Unternehmen kompetente Lösungen zur Überwachung, Messung und Dokumentation von energiebezogenen Leistungen an. Zum Angebot gehören auch Beratungsdienstleistungen im Bereich der Prozessüberwachung und der Implementierung von Energiemanagementsystemen.

Um diesbezüglich fundierte Unterstützung liefern zu können, gilt es, die Zerspanungsprozesse zu erfassen, genau zu betrachten und zu bewerten. Die Komet Group ist mit dem Prozessüberwachungssystem ToolScope vom Tochterunternehmen Komet Brinkhaus bestens aufgestellt. Es gestattet einen intensiven Blick in die Maschine, der nicht nur dem Werkzeughersteller selbst wertvolle Erkenntnisse vermittelt, sondern insbesondere den Anwendern zahlreiche Vorteile bietet.

Kontinuierliche Prozessüberwachung an Werkzeugmaschinen

Das ToolScope-System basiert auf einer neuartigen Technologie im Bereich der Prozess- und Maschinenüberwachung. Mit einem speziellen, patentierten Verfahren zur statistischen Online-Prozesskontrolle erlaubt es nicht nur die Überwachung auf Werkzeugbruch, sondern registriert auch deutlich geringere Fertigungsabweichungen. Daneben sind die Verschleißüberwachung und die Prozessregelung weitere wichtige Module.

Die Komet Group, die innovative Lösungen und Werkzeugkonzepte für die Präzisionszerspanung anbietet, hat mit dem innovativen ToolScope-System ihre Dienstleistungen bis in den Bereich der Prozessführung erweitert. Dieses System ist nicht nur extrem leistungsfähig, es überzeugt auch durch seine Bedienerfreundlichkeit. Alle Prozesse lassen sich in Abhängigkeit von Werkzeugnummer, Werkstücknummer und beispielsweise Programmnamen automatisieren und dokumentieren. Zudem ist es möglich, jeden Prozess zu visualisieren. Zur Datensicherung werden die Prozesse wie bei einem Fahrtenschreiber automatisch abgespeichert.

Das modular aufgebaute ToolScope bietet zahlreiche Optionen, mit denen das System in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden kann. Mit dem Überwachungsalgorithmus „Online Statistische Prozesskontrolle“ können beispielsweise bei gleichmäßigen Serienprozessen bereits feinste Prozessabweichungen wie Verschleiß, größere Lunker, Änderungen des Vormaterials erkannt werden. Dies kommt einer Qualitätsüberwachung im Prozess gleich. Mit Hilfe der adaptiven Regelung (Adaptive Control) lässt sich außerdem der Vorschub optimieren, so dass die Wirkleistung des Werkzeugs möglichst konstant bleibt. Damit kann zum Beispiel beim Schruppen die Hauptzeit deutlich reduzieren werden. Darüber hinaus lässt sich bei Überschreitung einer Wirkleistungsgrenze der Vorschub reduzieren und das Werkzeug schützen.

Energiesparpotenziale aufdecken

Das bei Komet Brinkhaus vorhandene Know-how bezüglich ToolScope und Prozessüberwachung wird auch hinsichtlich einer energieeffizienten Zerspanung genutzt. Zu diesem Zweck entwickelten die Prozessspezialisten das Eco-Scope-System, das sich ideal eignet, um Energieformen wie Druck, Durchfluss, Temperatur und vergleichbare Formen zu erfassen, zu visualisieren und zu protokollieren. Das Eco-Scope ist als Erweiterungsmodul zum Tool-Scope oder aber als Stand-Alone-Lösung erhältlich. So kann der Anwender die Energieströme in einer Maschine oder Produktionsanlage abhängig vom jeweiligen Maschinenstatus (Rüsten, Einrichten, Produzieren) erfassen und stille Verbraucher als Einsparpotenziale aufdecken. Vor allem die Maschinenperipherie (Pumpen, Spanförderer und andere Zusatzgeräte) bietet hierfür lohnende Ansätze.

Insofern eignet sich das Eco-Scope-System optimal als elementarer Bestandteil individueller Energiemanagementsysteme, die sogar von staatlicher Seite immer häufiger gefordert werden.

Mit Energiemanagement die Wettbewerbsfähigkeit steigern

Für Unternehmen lohnt sich eine umfangreiche Betrachtung des Energieeinsatzes nicht nur, weil sie der Gesetzgeber fordert. Eine erhöhte Energieeffizienz birgt deutlich mehr Vorteile als Steuerersparnisse durch den Spitzenausgleich. Durch die Einsparung von Ressourcen verbessert sich die Wettbewerbsfähigkeit, und langfristig werden die Gewinnmargen steigen. Zudem wird das Image aufgewertet, und die Motivation der Mitarbeiter – insbesondere beim betrieblichen Ideenmanagement – erhält neuen Auftrieb.

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