Gerda Kneifel

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Lösungen zur vernetzten Produktion

Die EMO Hannover geht neue Wege, um den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu verstärken. Angelehnt an das EMO-Motto „Connecting systems for intelligent production“ organisiert der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) die Sonderschau „Industrie 4.0 Area“. Auf der Sonderfläche stellen Forschungsinstitute Entwicklungen zur vernetzten Produktion vor. Gemeinsam mit der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) – einer Organisation deutscher Maschinenbauprofessoren – zeigen Industrievertreter, welche Lösungen sie in die Praxis umgesetzt haben. In dem begleitenden Vortragsforum stellen Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse vor und Unternehmen zeigen ihre Kompetenzen bezüglich der smarten Fabrik.

Auf mehr als einem Drittel der Fläche von 650 Quadratmetern präsentieren in der Industrie-4.0-Area neun WGP-Institute Demonstratoren aus ihren Forschungsprojekten und geben einen Einblick in die Fabrik der Zukunft. Mit insgesamt 39 Instituten weist die WGP Expertisen über die komplette Palette der Produktion auf.

Wissenschaftler aus München und Stuttgart stellen das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Projekt BaZMod vor. Das Motto „Bauteilgerechte Maschinenkonfiguration in der Fertigung durch Cyber-Physische Zusatzmodule“ steht unter anderem für die Erweiterung bisher bekannter Schnittstellen. Schnittstellen werden bisher zwischen intelligentem Werkzeug und Maschinensteuerung herstellerindividuell ausgeführt. Mit BaZMod präsentieren die Wissenschaftler Lösungen für einen standardisierten Daten- und Energieaustausch zwischen smartem Werkzeug und Produktionsumgebung.

Ergebnisse aus dem Sonderforschungsbereich „Gentelligente Fertigung“ stellen Forscher aus Hannover vor. Sie zeigen eine „fühlende“ Werkzeugmaschine und neue Ansätze in der Sensorik, etwa der modularen Mikrosensorik, sowie sensorischer Spanntechnik. Auch magnetische Magnesiumlegierungen, ein neuartiges Hochfrequenz-Kommunikationssystem für die Produktion sowie anlernfreie Prozessüberwachung sind Themen am Stand der Hannoveraner.

Simulationen vereinfachen Abläufe

Im Bereich Simulation stellen Wissenschaftler aus Kaiserslautern Ergebnisse aus dem BMBF-Projekt „mecPro2“ vor. Cypertronische Produkte (CTP) sind komplexe Systeme, deren Entwicklung oft noch dokumentenzentriert erfolgt. Auch die Übergabe der produktseitigen Information an die Produktion erfolgt häufig dokumentenzentriert und erst in fortgeschrittener Planungsphase des CTP. Das erschwert und verzögert die Planung des cybertronischen Produktionssystems (CTPS). Im Rahmen von mecPro2 wurde nun eine modellbasierende Planungssystematik für CTP und CTPS entwickelt, die eine integrierte Planung von Produkt und Produktion ermöglicht.

Der Mensch-Maschinen-Interaktion widmet sich der Stand der Aachener. Sie präsentieren Ergebnisse öffentlich geförderter Forschungsprojekte etwa zu Augmented Reality und Mensch-Roboter-Kollaboration sowie funkbasierenden applikationsgerechten Technologien. Der exemplarische Prozess zeigt die Interaktion mit einem Leichtbauroboter, das Anlegen und die Produktion eines individuellen Auftrags sowie die kontinuierliche Informationsbereitstellung mittels neuartiger Schnittstellen.

Firmen zeigen praktische Lösungen

Neben der Forschung finden praktische Anwendungen Raum in der Industrie-4.0-Area. Unternehmen stellen ihre neuesten Lösungen vor. Die Bandbreite reicht von Werkzeugmaschinen über Logistik bis hin zu Software.

Präsentiert wird eine auf Machine Learning basierende Datenverarbeitung und Integration mit industriellen Kommunikationsprotokollen. Auch eine Demo-Roboterzelle mit virtueller Darstellung einer Software für Automatisierungslösungen inklusive einer Steuereinheit wird vorgestellt. Ebenso wird ein Werkzeugausgabesystem sowie ein Paletten-Handlingsystem in Verbindung mit einer Buchführungs-Software zu sehen sein. Nicht zuletzt sind digitale Geschäftsplattformen Thema der Area.

Die facettenreichen Projekte und Lösungen der Aussteller in der Industrie-4.0-Area erlauben den Besuchern einen Blick in die Zukunft der Produktion. Sie garantieren auch den fachlichen Austausch mit Experten einer internationalen Community.

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Gerda Kneifel

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