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Hilfsmittel zur Auftragskalkulation - Ersuche euren Rat

Beitrag 29.04.2019, 18:32 Uhr
hpoperator
hpoperator
Level 1 = IndustryArena-Lehrling
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Mitglied seit: 06.07.2015
Beiträge: 29

Hallo liebe Community,

ich bin u.a auf der Suche nach einem Hilfsmittel, dass mir die "Zeit-"Kalkulation von einem zu fertigenden Teil erleichtert.
Unser Unternehmen bekommt, so wie es halt an der Tagesordnung ist, Anfragen und zur Zeit werde ich u.a. an solche Dinge herangeführt.
Bislang hatte ich noch keine Erfahrung mit solchen Dingen.
Sobald ich eine Anfrage auf meinem Tisch liegen habe, gehe ich an eine Machine (mit Heidenhain-Steuerung), programmiere schnell das Werkstück um zu sehen, welche Zeit ich für die Bearbeitung pro Teil festlegen kann. Danach stelle ich Anfragen bei einem WKZ-Vertreter, falls noch, zur Bearbeitung, notwendige WKZ fehlen sollten...definiere das Rohteil und stelle diesbezüglich eine Anfrage beim Material-Lieferanten (auch die Anfrage für die evtl. geforderte Oberflächenveredelung, stelle ich während dessen). Danach gebe ich (noch) sämtliche Kosten und die veranschlagte Zeit weiter zum Betriebsleiter, der dann wiederum mit hinzunahme von anderen Werten (wie Maschinenstundensatz, etc.) das Angebot kompletiert.

Nun suche ich nach einer einfachen Möglichkeit die Bearbeitungszeit pro Teil bestimmen zu können. Ab und an kann ich diese auch grob anhand von Erfahrungswerten bestimmen, doch wenn die Komponenten komlizierter werden, bräuchte ich ein Hilfsmittel wie beispielsweise ein Programm oder ein Excel-Sheet, in dem ich die Schnittdaten und Bearbeitungswege eingeben kann und welches mir anhand dessen die Bearbeitungszeit ausgibt. Nun habe ich auch schon aufgeschnappt, dass man auch mit "Faustformeln" arbeiten könnte...quasi al la "für ein Gewinde M4-M12 bis 20mm tiefe, veranschlagt man 1-2 Minuten"...doch genaueres konnte ich diesbezüglich leider noch nicht in Erfahrung bringen. Möchte auch nicht, gleich zu Anfang, direkt eine Fehlkalkulation hinsichtlich der Bearbeitung abgeben/ansetzen.

Ich hoffe sehr, dass ihr mir diesbezüglich weiterhelfen könntet und wäre euch dafür sehr sehr dankbar.

liebe Grüße
Andy
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Beitrag 29.04.2019, 21:48 Uhr
faenger
faenger
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Mitglied seit: 11.06.2014
Beiträge: 373

Moin.

Glaube kaum das du sowas als „Freeware“ bekommst. Sowas ist schon sehr umfangreich und hat in meinen Augen wenig mit einem Excel Sheet zu tun. Das geht schon eher in programmieren ala VBA, mindestens. Und um sowas zu erstellen benötigt es Zeit und Ahnung! Schaue lieber nach einer professionellen Lösung wie HSI Plan oder ähnlichem. Kostet halt Geld, aber ihr wollt ja auch professionell arbeiten!

Gruß
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Beitrag 30.04.2019, 07:10 Uhr
Hawky
Hawky
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Mitglied seit: 28.05.2013
Beiträge: 347

Hoi,

jedes Teil einprogrammieren... oje da würde ich nicht viel schaffen. Fräser nachschauen... oje oje ....

Nimm einfach excel und mach so ein Formblatt:

max. Drehzahl
Werkzeugwechselzeit (Achtung Hochlauf)
Teiledrehungen (wenns des gibt)

für jedes Werkzeug den Weg ausrechnen und dann mit Formeln aus dem Tabellenbuch die Hauptzeit ermitteln.
(falls du schon mal eine Zeitberechnung irgendwo angefragt hast so kannst das Format übernehmen)
Verfahrzeiten und Eilgang dazu (oder pauschal drauf)

Aufspannzeit
Verteilzeit dazu (bei uns sehr wichtig, da Zeit meist unter 3 Minuten pro Bauteil; da kommt man nicht aufs Örtchen)

schon hast du eine Bearbeitungszeit...

So eine Tabelle haben wir schon.

Projekt:
Wenn ich die Beschleunigungswerte und Abbremswerte unserer Maschinen kennen würde, würde ich das in unsere Kalkulation auch einfließen lassen. Auch den Hochlauf des Werkzeugs (z.B. in Staffeln von 3000U/min also 3k; 6k; 9k; bis 17,5k) würde ich berücksichtigen.

Meinereiner spricht aber von Massenfertigung! Bei Einzelteilfertigung ist jede Bearbeitung mit mehr Aufwand zu betrachten (Nullpunkt ermitteln, Messen, Nachstellen usw.)
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Beitrag 01.05.2019, 19:33 Uhr
Rainer60
Rainer60
Level 4 = IndustryArena-Meister
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Mitglied seit: 15.11.2014
Beiträge: 346

Hoi Andy

Hatte schon die Idee im Hinterkopf über das zu zerspanende Volumen und Anzahl benötigter Werkzeuge zu gehen. Bedingt allerdings, dass verlässliche Daten von bereits gefertigten Teilen verfügbar sind.

Fixkosten für Programmieren, Einrichten, Abräumen und Reinigung lässt sich einigermassen schätzen.

Dachte an eine Art Schlüssel, Faktor oder wie man das nennen möchte. Aufgrund schon produzierter Teile und deren Schwierigkeitsgrad dem zerspanten Volumen gegenüber zu stellen.

Vergleichen / schätzen ist eine übliche Methode bei der Kalkulation, welche allerdings etwas Erfahrung benötigt.
Ein Grossanlagenbauer (Metallgerüste, Rohrleitungen etc. riesen Dinger!) sagte mir, Er kalkuliere das über das Gewicht der Anlage. Je nach dem was an Speziellem hinzukomme, werden Zuschläge eingerechnet und gebe einen Tonnenpreis ab.

Die Profis schauen nach Material, Toleranzen, Stückzahl und geben einen Richtpreis für die Bearbeitung aus dem hohlen Bauch ab.
Ich schau mir das Teil an und notiere den ersten Schätzpreis. Kalkuliere und bin oft gar nicht weit weg.

Was man für die Bearbeitung möchte und was der Markt bereit ist dafür auszugeben, sind 2 paar Schuhe...


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Gruss Rainer

"Es gibt immer eine Lösung - manchmal auch eine Andere"l
Meine Ratschläge sind kostenlos und müssen nicht angenommen werden...
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Beitrag 03.05.2019, 21:24 Uhr
GOACNCMANN
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Level 3 = IndustryArena-Techniker
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Mitglied seit: 22.12.2006
Beiträge: 245

Ich arbeite derzeit an einer freeware für solche Anwendungen. Eine Beta kommt bald raus.
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