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Karriere mit 24

Beitrag 08.12.2017, 22:17 Uhr
Monsieur5Achs
Monsieur5Achs
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Guten Abend,

Kurz zu mir, bin 24 Jahre alt hab vor 2 Jahren meine Ausbildung als Feinwerkmechaniker Fachrichtung Maschinenbau abgeschlossen und arbeite derzeit als CNC-Fräser in einem mittelständischen Unternehmen. Meine Tätigkeiten sind erweitert auf Werkzeugvoreinsteller, Springer, Fräser, Dreher, Schleifer, Programmierer und Maschineneinsteller für Leiharbeiter. Da ich mir mehr in meinem Leben erhoffe, wollte ich mich in Abstimmung mit den betrieblichen Abläufen zum Industriemeister Metall weiterbilden, da die Firma mich aber oft "hingehalten" bzw ihre Entscheidungsverkündung mir gegenüber verzögert hat, suchte ich neue Stellenangebote, da ich mir keine Karrieremöglichkeiten in "meiner" Firma erhoffte. Nach langer Zeit kam es endlich zum langersehnten Gespräch in dem klar wurde dass ich keine Perspektive auf eine Weiterbildung habe. Nun letzten Monat kam mein direkter Vorgesetzter zu mir und fragte mich ob ich seine Stellvertretung werden möchte. Stellvertretende Abteilungsleitung, klingt super, dass ist genau das was ich mir anfangs erhofft habe. Ich freue mich sehr darüber und werde das Angebot mit Freude annehmen.

Nun zu meiner Frage: Habt ihr Anregungen, Tipps o. ä. für mich?

Der Beitrag wurde von Monsieur5Achs bearbeitet: 08.12.2017, 22:23 Uhr


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Beitrag 09.12.2017, 09:34 Uhr
Snoopy_1993
Snoopy_1993
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Ich will dir jetzt nich deine Freude nehmen, aber an deiner Stelle würde ich mir das gut überlegen.
Kläre erst mal ab was du für Kompetenzen mit dieser Stelle bekommst und was deine Aufgaben sind wenn der Abteilungsleiter da ist. Denn in diesem Fall gibts es nichts ja nichts zu vertreten. Für mich hört sich das auch eher nach hinhalten aus weil sie Angst haben dass du deine Weiterbildung ohne sie machst.


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Beitrag 09.12.2017, 13:33 Uhr
HolgiT
HolgiT
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ZITAT(Monsieur5Achs @ 08.12.2017, 22:17 Uhr) *
Nun letzten Monat kam mein direkter Vorgesetzter zu mir und fragte mich ob ich seine Stellvertretung werden möchte. Stellvertretende Abteilungsleitung, klingt super, dass ist genau das was ich mir anfangs erhofft habe. Ich freue mich sehr darüber und werde das Angebot mit Freude annehmen.


ZITAT(Monsieur5Achs @ 08.12.2017, 22:17 Uhr) *
bin 24 Jahre alt hab vor 2 Jahren meine Ausbildung als Feinwerkmechaniker Fachrichtung Maschinenbau abgeschlossen


Ich kenne Dich nicht und will Dir auch nichts unterstellen, aber alles, was ich bisher in dem Alter als Meister, Abteilungsleiter oder sonstigem erlebt habe, war keinen Schuß Pulver wert. Zuwenig Fachwissen, zuwenig Erfahrung im Umgang mit Menschen (oder unfähig dazu), eingebildet auf ihre Stellung, kein Organisationstalent, Ignoranz gegenüber mehrwissenden Facharbeitern usw.

Ich war in mehreren Firmen Vorarbeiter. Jetzt seit knapp 7 Jahren Werkstattleiter, also auch so eine Art Abteilungsleiter (und ich bin "nur" Facharbeiter, hatte nie Lust auf Meister oder mehr). Das ist nicht immer Zuckerschlecken, manchmal habe ich auch keinen Bock mehr darauf, "Karriere" möchte ich nicht damit machen.
Wenn bei uns ein 24Jähriger diesen Job machen würde, würde er sang- und klanglos untergehen. Es haben sich schon mehrere Meister beworben die in Deinem Alter waren, die waren damit überfordert, physisch wie psychisch. Eben weil zu jung oder einfach von Natur nicht dafür geeignet.
"Karriere" machen heißt nicht nur, einen "Titel" zu führen.
Wenn Deine Arbeitskollegen neidisch auf Dich sind, kann das für Dich zur Hölle werden.

Ich würde mir auf jeden Fall schriftlich geben lassen (durch ändern des Arbeitsvertrages oder durch Ergänzung), was Deine Aufgaben und Kompetenzen sind als Vize.




ZITAT(Monsieur5Achs @ 08.12.2017, 22:17 Uhr) *
Da ich mir mehr in meinem Leben erhoffe, wollte ich mich in Abstimmung mit den betrieblichen Abläufen zum Industriemeister Metall weiterbilden, da die Firma mich aber oft "hingehalten" bzw ihre Entscheidungsverkündung mir gegenüber verzögert hat, suchte ich neue Stellenangebote, da ich mir keine Karrieremöglichkeiten in "meiner" Firma erhoffte.

Und Du meinst, andere Firmen nehmen Dich mit offenen Armen auf, um Dir sofort einen Meisterkurs zu schenken?


ZITAT(Monsieur5Achs @ 08.12.2017, 22:17 Uhr) *
Nach langer Zeit kam es endlich zum langersehnten Gespräch in dem klar wurde dass ich keine Perspektive auf eine Weiterbildung habe.

Na und? Ist Deine eigene Weiterbildung abhängig von der Firma? Wenn Du Meister, Techniker oder Inschinöör werden willst, kannst Du das doch auch so machen. Oder etwa nicht?

Der Beitrag wurde von HolgiT bearbeitet: 09.12.2017, 13:36 Uhr


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Nur mal so nebenbei: alle meine Texte werden ohne Computer Rechtschreibprüfung geschrieben.
Das geschieht bei mir ganz altmodisch, nämlich durch mich persönlich. :-)
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Beitrag 09.12.2017, 14:09 Uhr
dreher1991
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Hallo Monsier 5 achs will dir jetzt nicht die Vorfreude nehmen aber für mich hört sich das angebot auch so an als ob sie dich hinhalten wollen.Hast du etwas schriftliches von der Firma das du so eine stelle kriegst?Bestimmt nein also und lehre Versprechungen gibt es leider sehr oft,würde an deiner stelle versuchen etwas schriftliches zu kriegen z.b.ne Vereinbarung in der drinsteht das wenn du den Meister hast du den Posten als Stellvertreter bekommst.Wenn sie es ehrlich mit dir meinen werden sie dir auch was schreiben wenn nichts passiert würde ich mich in allerruhe umkucken.Und ohne dass du mich falsch verstehst ,wenn du wirklich das alles kannst dann bewirb dich mal spaßeshalber bei ein paar Firmen.Momentan sucht jede gute Firma händeringend gute Zerspaner.Ich mein jetzt aber nur die Firmen die auch wissen was ein guter Zerspaner wert ist die bezahlen dir auch ein gutes Gehalt wenn du richtig was drauf hast.Den grade die Firmen die eben nen richtigen Zerspaner suchen bekommst du auch noch ne Wertschätzung für deine Arbeit du wirst ja auch selber sehen was rumm rennt und sich Cnc Fräser,Dreher oder schleifer nennt.Da könnte ich bei uns immer kotzen Clowns wo 20 €kassieren wollen aber net wissen warum man nen Freistich in ne Welle reinmachen muss und auch net die Eier haben wenn sie nen Fehler gemacht haben dazu stehen oder wenn sie nen crash fahren sagen die Maschine hat gesponnen
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Beitrag 09.12.2017, 14:27 Uhr
HolgiT
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ZITAT(dreher1991 @ 09.12.2017, 14:09 Uhr) *
und auch net die Eier haben wenn sie nen Fehler gemacht haben dazu stehen oder wenn sie nen crash fahren sagen die Maschine hat gesponnen


Das ist auch sehr wichtig für Meister/Abteilungsleiter usw. (natürlich auch für die anderen Mitarbeiter und Chef).
Fehler zugeben können.
Wenn nicht, ist man schnell unten durch.


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Beitrag 09.12.2017, 14:33 Uhr
dreher1991
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Sorry zu früh abgeschickt,was ich noch schreiben wollte wenn du wirklich wechseln willst schau nicht nur auf die Kohle sondern guck dir das Gesamtpaket an.Ich bin auch nicht viel älter als du(26)dort wo ich jetzt bin muss ich keine Schichtarbeiten und kann abends in ruhe in die Meisterschule gehen.Was für mich das wichtigste damals war dass ich eben in der hinsicht von der neuen Firma unterstützt werde das ich in die Schule kann kriege den Meister auch nicht vom Betrieb bezahlt.Hab zwar auch dort keine Stelle versprochen bekommen, hab aber in den fast 3 Jahren wo ich dort bin ne Menge Fachwissen dazulernen können sei es dinge erst beim Drehen ,oder jetzt seit über nem jahr wo ich Fräse erst 3 Achs jetzt seit nem Monat 5 achs mir wird viel geboten dafür geb ich auch zurück.Ich bin weit weg davon perfekt zu sein aber ich lerne halt immer dazu
Gruß Dreher 1991
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Beitrag 09.12.2017, 15:01 Uhr
Monsieur5Achs
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Ich danke euch für eure Bedenken, ich habe bereits eine schriftliche Zusage. Technisch bin ich sehr versiert sonst hätte ich mich in meinen zusätzlichen Tätigkeiten keine Erfolge erzielen können. Mein Fachwissen ist nicht so breit und tief gefächert wie das eines Technikers, Meisters oder Ingeneur, aber ich habe mir nebenher alle theoretischen Praktiken des Industriemechanikers angeeignet. Theoretisches Wissen kann ich sehr schnell erwerben ableiten und in die Praxis umsetzen, daher kommen auch meine Erfolge, was mir auch mehrfach bestätigt wurde. Mein einziges Bedenken ist das meine sehr geschätzen Kollegen nun mir unterstehen und ich nicht, zumindest noch nicht, konkret weiß wie ich ihnen gegenübertreten soll. Neid ist keiner vorhanden da alle für den Posten gefragt wurden und jeder abgelehnt hat. Die einzige Frage ist, gibt es hier gleichgesinnte die in der ähnlichen Lage wie ich waren oder sind, und wie ihr damit umgeht und was eure Erfahrungen sind?


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Beitrag 09.12.2017, 19:30 Uhr
dreher1991
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Danke holgi das du mir recht gibst.Ok Monsier 5 achs freut mich das du das schriftlich hast.Zu deiner Frage ich habe zwar keine Führungsposition aber gerade die älteren Kollegen die dir oft keinen Respekt engegenbringen überzeugt man nur mit Fachwissen.Viele von den älteren Kollegen denken halt oft so der Rotzlöffel hat vielleicht 5 jahre Berufserfahrung und ich 25.Wenn du dann gegenüber solchen Leuten net mit wissen oder Lösungen punkten kannst bist du schnell unten durch.Der Typ der mich in dem neuen Betrieb eingelernt hat hat mich die erste Woche auch übelst gelöchert weil der Typ wo kurz vor mir da angefangen hat vom Drehen gar keinen Plan gehabt hat.Was auch noch gut ankommt ist wenn du alle Maschinen selber kannst und vorallem zu dem was du mit deinen Leuten ausmachst dazu stehst.Also zu beispiel bei Themen wie Lohn,Urlaub etc..da kommt das Ein Mann ein Wort auch gut an im gegensatz zu den Dödeln die immer mit dem Wind umfallen gruß Dreher1991
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Beitrag 10.12.2017, 11:04 Uhr
DJ-Bino
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ZITAT
Neid ist keiner vorhanden da alle für den Posten gefragt wurden und jeder abgelehnt hat.


Hallo,
das sollte dir zu denken geben. So nach dem Motto einen Deppen wird es ja wohl geben der den Job macht.
Versteh das nun nicht falsch. !!

Ich an deiner Stelle würde den Techniker anstreben. Du bist gerade 24 und noch nicht so lange aus dem lernen
raus. Daher sollte es dir jetzt einfacher von der Hand gehen. In 4 Jahren wärst du dann fertig und mit 28 hat man
dann auch noch mal eine andere Sicht auf die Dinge.

Ich Persönlich bin immer dafür, dass junge Leute die was können auch weiter lernen. Nur so bekommen wir unsere
Fachkräfte.

Gruß Dieter
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Beitrag 10.12.2017, 19:48 Uhr
HolgiT
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ZITAT(Monsieur5Achs @ 09.12.2017, 15:01 Uhr) *
Ich danke euch für eure Bedenken, ich habe bereits eine schriftliche Zusage.

Das ist ja im Prinzip schonmal positiv.


ZITAT(Monsieur5Achs @ 09.12.2017, 15:01 Uhr) *
Die einzige Frage ist, gibt es hier gleichgesinnte die in der ähnlichen Lage wie ich waren oder sind, und wie ihr damit umgeht und was eure Erfahrungen sind?

Das erste Mal war ich Vorarbeiter mit 32Jahren. Ich bin einfach dazu gemacht worden, weil die vorherigen nichts getaugt haben und sich auf ihren Lorbeeren ausgeruht haben.
Ich war damals "so blöd" und habe das einfach gemacht, weil es nichts besonderes war und es eine Lohngruppe mehr dafür gab.
Neben meiner normalen Arbeit bestand der Vorarbeiter hauptsächlich darin, die verschiedenen Arbeiten auf die Maschinen und zu den Leuten zu verteilen nach Termin und die Termine möglichst einzuhalten. Und halt helfend zur Seite zu stehen, was ich vorher sowieso schon gemacht habe.
Es wollte auch kein anderer machen. Da ich aber erst seit einem Jahr in der Firma war, fingen die Leute an zu meckern, obwohl das Verhältnis vorher gut war. Von anderen Abteilungen, die von uns mehr oder wenig abhängig waren, kamen nur gute Rückmeldungen, seit ich diesen Job erledigte, das war vorher viel negativer. In der Abteilung gab es zwei Meister, die auch auf mich neidisch wurden, da eine Etage höher Fragen gestellt wurden, warum das auf einmal so gut klappt mit dem Vorarbeiter. Da bräuchte man doch keine zwei Meister.
Ab diesem Zeitpunkt wurde ich gemobbt. Das habe ich mir ein halbes Jahr mit angesehen, dann konnten die mich am Ar... lecken und ich habe gekündigt.
Das gab ein großes Geschrei bis in die Personalabteilung, ich wurde fast angebettelt zu bleiben, aber das hätte sich nicht gebessert.
Ich war immer freundlich zu meinen "Untergebenen", habe immer bitte gesagt und nie den "Vorgesetzten" raushängen lassen, obwohl ich ja weisungsbefugt war.

Danach war ich noch in zwei weiteren Firmen Vorarbeiter, da war das ähnlich, aber ohne Mobbing. Die Leute waren neidisch, obwohl sie so einen Job ums Verrecken nicht machen wollten.

In der jetzigen Firma bin ich seit Anfang an der Werkstattleiter. Der Chef läßt mich machen, weil er weiß, daß es läuft.
Wir hatten mal einen Meister, der aber nur als Fräser angestellt war. Damals auch gerade 24Jahre alt, keine Ahnung von nichts, meinte aber, da er auf dem Papier Meister war, hätte er die Weisheit mit Löffeln gefressen und müßte sich nichts sagen lassen. Der hat bei uns nicht lange überlebt.
Auch andere jüngere eingestellte Mitarbeiter waren der Meinung, daß ich ihnen nichts zu sagen hätte, weil ich ja kein Papiermeister bin, sondern nur Facharbeiter. Trotzdem bin ich der Werkstattleiter und Vorgesetzter.
Die haben auch nicht lange überlebt.
Du brauchst für diesen Job auf jeden Fall ein dickes Fell.



ZITAT(Monsieur5Achs @ 09.12.2017, 15:01 Uhr) *
Technisch bin ich sehr versiert sonst hätte ich mich in meinen zusätzlichen Tätigkeiten keine Erfolge erzielen können. Theoretisches Wissen kann ich sehr schnell erwerben ableiten und in die Praxis umsetzen, daher kommen auch meine Erfolge, was mir auch mehrfach bestätigt wurde.

Ein gesundes Maß an Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein braucht man für diesen Job, aber Hochmut kommt vor dem Fall.
Alles schon oft genug miterlebt.


ZITAT(Monsieur5Achs @ 09.12.2017, 15:01 Uhr) *
Mein Fachwissen ist nicht so breit und tief gefächert wie das eines Technikers, Meisters oder Ingeneur, aber ich habe mir nebenher alle theoretischen Praktiken des Industriemechanikers angeeignet.

Man muß nicht alles wissen als Abteilungsleiter oder Meister oder Obertrottelindianer, kann man auch nicht. Man muß aber den guten Leuten vertrauen und sie machen lassen, wenn sie etwas können. Das setzt natürlich ein wenig Menschenkenntnis und Fingerspitzengefühl im Umgang mit Mitarbeitern vorraus.


ZITAT(Monsieur5Achs @ 09.12.2017, 15:01 Uhr) *
Mein einziges Bedenken ist das meine sehr geschätzen Kollegen nun mir unterstehen und ich nicht, zumindest noch nicht, konkret weiß wie ich ihnen gegenübertreten soll. Neid ist keiner vorhanden da alle für den Posten gefragt wurden und jeder abgelehnt hat..

Die Frage ist, warum will das keiner machen? Ich weiß ja nicht, was bei Euch so läuft.
Wissen die Leute, was da auf sie zukommt oder traut sich das einfach keiner, weil sie wissen, daß sie dafür nicht geeignet sind?
Deine Bedenken kann Dir keiner abnehmen, das mußt Du mit DIr selber ausmachen, weil nur Du die örtlichen Begebenheiten kennst.


Ich kenne DIch nicht und weiß ja nicht, wie Du so drauf bist, aber ich persönlich würde auch anhand meiner Erfahrungen sagen, arbeite noch ein paar Jahre, sammle Lebenserfahrung und Fachwissen und entscheide dann, was Du machst.
Was Du jetzt vorhast, kann, muß aber nicht in die Hose gehen (wäre dann ja auch eine Lebenserfahrung).
Es liegt alleine an DIr.

Nicht gegen DIch gerichtet, aber ich habe es oft genug erlebt, das sehr junge Leute einen leitenden Posten hatten und abgedreht sind, ob bei der Bundeswehr oder im zivilen Leben. Die hatten einfach noch nicht genug Lebenserfahrung, waren damit überfordert oder einfach nicht dafür geboren.


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Beitrag 11.12.2017, 07:11 Uhr
HolgiT
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Eins noch.
Gegen Ignoranz, Dummheit und Sturheit der Mitarbeiter und Vorgesetzten hat man sehr oft keine Chance.


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Beitrag 13.12.2017, 19:28 Uhr
Monsieur5Achs
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Ich danie euch für eure Gedanken und Erfahrungen. Gerne berichte ich euch nach einiger Zeit von meinen Erlebnissen. Kurze Frage noch: Es heißt oft die ersten 100 Tage sind Entscheidend, zählen dort nur 100 Arbeitstage oder auch die Wochenenden zum Beispiel, da so eine Verantwortung auch persönlich in einem was verändert?


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Beitrag 14.12.2017, 05:29 Uhr
Rainer60
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Ich freue mich immer wieder, wenn Junge den Biss haben voran zu kommen und kann den Inputs meiner Vorredner nur zustimmen.

Die Frage ist was und wohin Du willst?
Deine Fähigkeiten in den Dienst der Wirtschaft stellen, mehr Geld verdienen, Chef spielen oder irgendwann in führender Position mit 500 unterstellten Mitarbeitern?

Du rennst momentan in der Firma rum und reisst Dir den A... auf. Also das arbeiten mit Maschinen macht Dir Spass.
So würde ich Dir zur Meisterschule raten. Als Techniker bist Du eher am Schreibtisch oder an Meetings.

Deine Bedenken gehen u.a. in Richtung Akzeptanz der Arbeitskollegen. Somit wäre das das Thema Autorität.
Auch wenn Du die offizielle und fachliche Autorität besitzt, heisst das noch lange nicht, dass Du akzeptiert wirst
Nur wenn Du die echte Autorität besitzt, wirst Du erfolgreich und glücklich werden.

Somit kämen wir zum Thema Führung.
In der Meisterschule bekommst Du in diesem Bereich auch mehr mit auf den Weg, als im Technikum.
Als Führer wird man geboren, oder man kann versuchen das Beste daraus machen...
Management by objectives (MBO) schien mir damals am einleuchtendsten - denn das Ziel ist das Ziel und nicht der Weg!
Einem ausgewiesenen Facharbeiter musst nicht sagen wie er die Arbeit zu verrichten hat (oder sollte man zumindest nicht müssen).
Behandle Deine Leute wie Du gerne behandelt würdest!

Als letztes noch die selbstgesteuerte Arbeitsgruppe.
Ich habe schon unzählige Vorgestzte gesehen, die alle Entscheidungen selbst treffen und sich damit unersetzbar machen wollten.
Damit hatten sie sich selbst gefesselt und meist kam das Privatleben unter die Räder.
Auch hatte ich Mitarbeiter, welche den Biss wie Du hatten. Genre lotete ich ihre Fähigkeiten und Belastbarkeit aus. Man sieht sehr schnell, wenn die an die Grenze kommen. Nun liegt es am Vorgesetzten, das Pensum so zu gestalten, dass die Mitarbeiter nicht verheizt werden, sondern am Abend mit einem Erfolgserlebnis nach Hause gehen.

Viele Stillstände entstehen, weil eine Entscheidung getroffen werden muss. Ich habe immer wieder die Entscheidungsbereitschaft gefördert.
Auch wenn die Entscheidungen nicht immer optimal waren, aber immerhin ging es voran. Nie schimpfen, sonst entscheiden die Kollegen nie mehr! Ich pflegte immer den Hinweis „was würdest Du machen, wenn es Deine Maschine oder Dein Betrieb wäre?“
Wenn Fehler passieren, interessiert nicht in erster Linie wer den Fehler gemacht hat, sondern weshalb der Fehler passiert ist.
Die Korrekturmassnahmen sollten dann möglichst diplomatisch durchgeführt werden.

Aber eben - jeder macht es so, wie es ihm am sinnvollsten erscheint. Voraussetzung sind Mitarbeiter, welche das Interesse besitzen, ihre Arbeit ordnungsgemäss abzuliefern. Das Interesse kann durch Motivation - vor allem durch ein gutes Arbeitsklima gesteigert werden.

Also was ist Dein Zwischenziel? Die Meisterschule? Finger raus und anmelden!



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Gruss Rainer

"Es gibt immer eine Lösung - manchmal auch eine Andere"l
Meine Ratschläge sind kostenlos und müssen nicht angenommen werden...
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Beitrag 14.12.2017, 12:16 Uhr
HolgiT
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ZITAT(Rainer60 @ 14.12.2017, 05:29 Uhr) *
Als Führer wird man geboren, oder man kann versuchen das Beste daraus machen...


Ein Schelm der böses dabei denkt. smile.gif prost.gif biggrin.gif


Sorry, aber bei der Vorlage kann man nicht anders. smile.gif

Ansonsten kann ich Dir nur zustimmen.
Ist aber alles nicht immer so leicht.

Der Beitrag wurde von HolgiT bearbeitet: 14.12.2017, 12:17 Uhr


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Beitrag 14.12.2017, 14:36 Uhr
V4Aman
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ZITAT
Als Führer wird man geboren

Der Bart kommt dann mit der Zeit tounge.gif


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Gruß V4Aman


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Alle sagten: "Das geht nicht." Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat's einfach gemacht.
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