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Materialberechnung für Schmiedepresse

Beitrag 09.08.2017, 12:22 Uhr
HolgiT
HolgiT
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Gruppe: Mitglied.DE
Mitglied seit: 21.06.2007
Beiträge: 407

Guude!

Ich weiß nicht, ob das hier das richtige Forum ist.
Wenn nicht, Admins bitte verschieben.

Ich möchte eine kleine hydraulische Schmiedepresse bauen.
Maximale Druckkraft des Zylinders 10to.

Im Prinzip eine Stahlplatte oben und unten, daran befestigt rechts und links jeweils ein Rundstahl (auch als Bärführung) und der Hydraulikzylinder oben befestigt.
Die Stahlplatten etwa 300lang, 150tief und etwa 50dick.
Abstand der Säulen ca. 250mm.
Länge der Säulen ca. 400mm.
Der Druck ist nur Senkrecht.
Im Prinzip kann man sagen wie ein Säulenführungsgestell für Stanz/Preßwerkzeuge.

Nun zur eigentlichen Frage.
Da ich ja nur ein kleiner Werkzeugmacher bin, bin ich mir nicht ganz sicher.
Würde ich zB. 30mm Rundmaterial aus Ck45 nehmen (420N/mm Zugfestigkeit), käme ich rechnerisch auf eine Zugbelastung von ca. 29to für eine Säule.
Also: R Quadrat x Pi x 420 = 296730 / 10N = 29673kg.
Ist das richtig?

Addiert sich die Zugbelastung bei zwei Säulen oder bleibt der Wert gleich?
Oder liege ich da ganz falsch?


Gruß aus Middlhesssn,

Holgi


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Nur mal so nebenbei: alle meine Texte werden ohne Computer Rechtschreibprüfung geschrieben.
Das geschieht bei mir ganz altmodisch, nämlich durch mich persönlich. :-)
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Beitrag 09.08.2017, 14:46 Uhr
Stephan_G
Stephan_G
Level 1 = IndustryArena-Lehrling
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Mitglied seit: 27.09.2013
Beiträge: 17

Ohweia

Wenn du 10t Druckkraft hast, dann nehmen die beiden Wellen je 5t Zugkraft auf.

Deine errechneten 29t Zugkraft pro Säule entspricht der Zugkraft was eine Säule bis zum abreißen aushalten würde.
Bei Zweisäulen könntest du einen Zylinder mit 58t theoretisch verbauen.



Spannung d30=50000N÷(15×15×pi)
=70.7N/mm"2
Sicherheit= Re ÷70.7
=???
Dies ist die Spannung die in der Säule herscht.
Kleiner Streckgrenze, also i.O.

Bei der Auslegung nie die Zugfestigkeit verwenden, dies ist der Wert an der sich die Welle schon plastisch verformt hat und schließlich reißt.
Immer die Streckgrenze verwenden, du möchtest immer im elastischen Bereich bleiben.




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Beitrag 09.08.2017, 16:33 Uhr
HolgiT
HolgiT
Level 4 = IndustryArena-Meister
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Mitglied seit: 21.06.2007
Beiträge: 407

Vielen Dank, aber Deiner Rechnung kann ich nicht ganz folgen.

Wieviel Druck könnten die Säulen denn maximal aushalten ohne zu reißen?


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Beitrag 10.08.2017, 11:09 Uhr
Stephan_G
Stephan_G
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Mitglied seit: 27.09.2013
Beiträge: 17

Also bei 58t fliegt dir die ganze Presse um die Ohren.
Aber soweit darfst du niemals gehen.
Bei einer Streckgrenze von 305N/mm2 und einer Sicherheit von 1.3 würde ich die Presse mit 33.6t belasten.

305÷1.3=234N/mm2

F=234×(15×15×pi)
F=165000N
Fges=2×165000=330000N
= 33.6t
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Beitrag 10.08.2017, 19:26 Uhr
HolgiT
HolgiT
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Gruppe: Mitglied.DE
Mitglied seit: 21.06.2007
Beiträge: 407

Guude!


Aha, ok, vielen Dank. smile.gif
Damit kann ich eher was anfangen als mit den Fragezeichen

Da ja nur maximal 10to anstehen (meistens eher nur etwa 8to) kann also eigentlich niemals etwas passieren.


Dankeschön fürs Mitdenken. daumup.gif


Gruß aus Middlhesssn,

Holgi


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