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Mehrmaschinenbedienung

Informationen zu Stellenangeboten

Hallo liebe Community,

wir möchten euch darauf aufmerksam machen , dass dies Forum dem fachlichen Erfahrungsaustausch und eben nicht für Stellenausschreibungen angelegt wurde! Es geht hier um Arbeitnehmer / Arbeitgeber und Arbeitsverhältnisse, rechtliche Belange und allgemeines zum Arbeitsverhältnis.
Wir erlauben seit einiger Zeit keine Stellenausschreibungen mehr im Forum.
Dennoch geben wir die Möglichkeit dazu über Marktplatz / "Stellenmarkt" - hierüber kann man auch Stellenangebote aufgeben diese werden dann auf jobinfo24 einem breiten Publikum gezeigt und bei fachlicher Ausrichtung auch dort in der Liste der IndustryArena eingereiht.
Für Unternehmen, Firmen, Jobagenturen & Co. gibt es professionelle Möglichkeiten Ihre Ausschreibungen zu platzieren.

Die AdminCrew
Beitrag 10.03.2018, 08:41 Uhr
Shurelee
Shurelee
Level 1 = IndustryArena-Lehrling
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Mitglied seit: 24.07.2008
Beiträge: 33

Hallo.

Mich würde mal interessieren wie ihr es mit der Bedienung einer 2.Maschine handhabt.

Ich bin in unserer Firma als Meister unter anderem auch für die Einteilung der Maschinen zuständig.
(drei mal 5AchsFräse einmal 3Achs, Drehen, Schleifen…..)Kleinbetrieb 2 Schichten
Wir haben seit ca. 2 Monaten eine 3AchsFräsmaschine frei da dieser Mann jetzt auch auf einer 5Achs arbeitet.
Jetzt kann man(n) wenn es bei der „eigenen“ Maschine läuft nebenbei auf der freien arbeiten.

Aber da kommen natürlich von allen die üblichen Aussagen wie:

Wieso immer ich ; Ich bekomme nicht mehr bezahlt. ; Habe gerade keine Zeit (fürs Handy usw. aber schon) bla bla bla….

Also geht’s nur dann wenn ich es anweise.(Jeden Tag aufs neue).Außer bei Stehzeiten von einer Stunde da sieht’s ja blöd aus dem Fräser beim Abzeilen zuzuschauen und dann gehen sie dann halt wenn sie gut drauf sind „freiwillig“ auf die andere Maschine.

Ich bin jetzt auch kein Schinderhans und wenn es nicht geht dann geht’s eh nicht und von einem feuchten Händedruck kann ich mir auch nichts kaufen.

Aber macht ihr oder eure Arbeiter das freiwillig? Habt ihr Provisionsmodelle? Wird das gerecht eingeteilt wer wann arbeiten“muß“?

Da ich als Meister zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer stehe würden mich beide Seiten interessieren!

Danke für eure Antworten!
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Beitrag 10.03.2018, 09:21 Uhr
V4Aman
V4Aman
Level 7 = IndustryArena-Professor
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Mitglied seit: 03.06.2010
Beiträge: 2.521

Probier es doch mal selber nebenbei aus biggrin.gif


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Gruß V4Aman


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Alle sagten: "Das geht nicht." Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat's einfach gemacht.
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Beitrag 10.03.2018, 09:51 Uhr
x90cr
x90cr
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Mitglied seit: 09.02.2005
Beiträge: 2.372

Schwieriges Thema.
Wenn überal eine Serie läuft wo man wirklich nur stumpf ein Teil einlegen muss und sonst nichts, dann ist das kein großes Problem.

Ich habe aber auch schon mit 6 Maschinen "Spaß" gehabt und das wahren Einzelteile bzw. Serien mit max. 10 Teilen.
(2x 3-Achs CNC, 1x 3-Achs NC,1x Flachschleifmaschine, und zwei konventionelle Fräsmaschinen.)

Sobald man auch nur eine 2. Maschine hat und das ebend beides keine Serien sind oder gar noch nebenbei Entgraten muss, entsteht bei zeiten Stress. Auch die Qualität leidet dann zwangsläufig. Das entgraten wird dann oft weggelassen oder nur unzureichend ausgeführt. Kontrollmessungen kommen zu kurz und der Werkzeugverschleiß geht auch schnell unter.


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!! Mein alter Nickname: canon !!

Beginnt man das System zu hinterfragen, so erkennt man deutlich, dass die „Wahrheit“ zumeist entgegengesetzt des scheinbaren zu finden ist.
  • Wenn wir uns heute keine Zeit für unsere Gesundheit nehmen, werden wir uns später viel Zeit für unsere Krankheiten nehmen müssen.
  • Wenn es klemmt - wende Gewalt an. Wenn es kaputt geht, hätte es sowieso erneuert werden müssen.
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Beitrag 10.03.2018, 09:57 Uhr
tob0782
tob0782
Level 1 = IndustryArena-Lehrling
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Beiträge: 45

Moin Moin,

bei uns ist es so geregelt das es PRO WEITERE MASCHINE 2€ die Stunde bei drauf bekommt.
Es muss ein Zettel ausgefüllt werden auf dem Folgende Eckdaten eingetragen werden müssen:

-Auftragsnummer
-Maschinenstunden (die das Produkt gelaufen hat)
-anfallende Mitarbeiterstunden (die der Werker gebaucht hat um die Maschine am laufen zu halten)

Die angefallenen Stunden werden dann von dem zur Zeit gestempelten Auftrag "abgezogen".
Sobald eine Maschine auf "Mehrmaschinenbedienung" läuft, wir diese mit 75% abgerechnet.

Sinnvoll ist es natürlich nur bei "Langläufern", "Kleinserien/Serien" und wenn der erste Auftrag es zulässt.

Frohes Schaffen.
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Beitrag 10.03.2018, 10:10 Uhr
nico1991
nico1991
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Mitglied seit: 01.11.2012
Beiträge: 479

Hallo zusammen,

ich sehe in Mehrmaschinenbedienung kein Problem.

98% aller Angestellten in kleinen Betrieben werden für ihre Arbeitszeit und nicht ihre Arbeitsleistung bezahlt. Der Chef bezahlt die 5 Minuten Schnuddelpause mit dem Kollegen genau so gut wie 5 Minuten harte Arbeit!

Solange es nicht unzumutbar ist, sehe ich absolut keinen Grund darin Mehrmaschinenbedienung zu verweigern. Es ist Arbeit. Und glaubt mir, wenn euer Chef sieht, dass ihr euch anstrengt, dann kommt das Geld von ganz allein.

Wie immer gilt: Erst Leistung zeigen, dann Geld einfordern. Kein Chef der Welt wird euch erst mehr Geld geben, weil er euch dann signalisiert, dass er mit eurer Leistung zufrieden ist und ihr werdet nicht mehr machen. Es ist ziemlich einfach für einen Arbeitnehmer sein Arbeitspensum 10% herunterzufahren. Es ist aber ziemlich schwierig für einen Arbeitgeber den Lohn um 10% zu kürzen.

Und nun meine persönliche Meinung: Wer meckert, dass er mehr machen muss und dafür nicht mehr Geld bekommt soll bitte kündigen und sich arbeitslos melden. Dann müsst ihr gar nichts mehr machen und bekommt sogar noch was dafür.

Nico
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Beitrag 10.03.2018, 11:02 Uhr
Shurelee
Shurelee
Level 1 = IndustryArena-Lehrling
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Mitglied seit: 24.07.2008
Beiträge: 33

Danke vorab für die ersten Antworten.

@v4Aman Ja ich arbeite selber auch auf den Maschinen wenn es sein muss.(Überstunden Samstags Krankenstand/Urlaub der Mitarbeiter).
von dem her kann ich schon behaupten was zumutbar ist oder nicht. Ich mache dann halt auch eine zweite Maschine mit oder ich mache noch etwas anderes wie CAM-programmieren Kalkulationen etc. Instandhaltung einer anderen Maschine... (aufräumen kann man auch nebenbei).
Und auf der zweiten Maschine muss (außer es läuft auf der ersten Masch. wirklich eine Form über mehrere std.) die Zeit nicht auf Punkt und Beistrich eingehalten werden ein wenig geht immer und tut keinem weh GLAUBE ich halt.

Aber für mich ist es ganz normal.
Erstens weil mir sonst fad ist oder ich weiß das andere Teile benötigt werden.
Zweitens weil ich mit gutem Bespiel vorangehen will.
Drittens weil ich so bin wie ich bin.

Das mit den kündigen der Leute ist auch ja auch nicht die Lösung.
(Abgesehen von den wahnsinnig vielen Facharbeiter die auf dem Markt verfügbar sind biggrin.gif )


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Beitrag 10.03.2018, 13:04 Uhr
platsch
platsch
Level 4 = IndustryArena-Meister
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Beiträge: 308

Eine pauschale Antwort kann es meiner Meinung nach, auf diese Frage gar nicht geben.
Ich habe auch schon völlig streßfrei 18 Serienmaschinen mit Roboterbeladung überwacht. Plus 2 Mitarbeiter für die 100%-Kontrolle der Teile und einen zum periodischen Messen. Da muß eben auch das Umfeld und die Voraussetzungen passen.
In einer anderen Firma mit Kleinserien, Einzelteil- und Musterfertigung ist das schon sehr viel schwieriger, eine Mehrmaschinenbedienung zu organisieren.
Auch die Komplexität der zu fertigenden Teile ist wohl ein Kriterium, ob man die Maschine auch mal für ne halbe Stunde unbeobachtet laufen lassen kann, um sich einer Störung an einer anderen Maschine zu widmen.
Kommen die Programme aus der AV und sind schon optimal programmiert, getestet und verifiziert, sollte eine Mehrmaschinenbdienung eigentlich kein Problem sein.
Wenn der "Bediener" sich aber auch noch um die Bereitstellung und Vermessung der Werkzeuge und Spannmittel für die nächsten Aufträge kümmern muß, Rüst-, Aufspannpläne und Meßprotokolle erstellen muß, sehe ich da schon Probleme. Bei Einzelteilen und Kleinserien, die der Wenn der "Bediener" auch noch selbst programmieren und planen muß, würde ich die Option Mehrmaschinenbedienung generell vergessen.

Zum kollegialen Umgang miteinander, gehört aber eben auch, dem Kollegen der gerade in der Sch*** steckt, helfend zur Seite zu stehen. Und das möglichst ohne Aufforderung oder Anweisung.

Bei der Belegung einer nicht zugeordneten Maschine, die als "Wanderhure" immer wieder weitergereicht wird, sehe ich allerdings auch noch Probleme bei der Wartung, weil sich dann niemand mehr dafür verantwortlich fühlt.
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Beitrag 10.03.2018, 13:41 Uhr
V4Aman
V4Aman
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Mitglied seit: 03.06.2010
Beiträge: 2.521

Kommt halt echt auf die Teile an, bei einfachen Langläufern funktioniert das schon mal.
Bei recht teuren Teilen sollte man lieber während das nächste Teil am Schruppen ist das andere sauber kontrollieren, messen und korrigieren und nebenbei noch ein Ohr auf den Schruppfräser oder Tieflochbohrer haben. Da würd ich ungern weggehen.

Der Beitrag wurde von V4Aman bearbeitet: 10.03.2018, 13:42 Uhr


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Gruß V4Aman


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Alle sagten: "Das geht nicht." Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat's einfach gemacht.
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Beitrag 10.03.2018, 15:03 Uhr
faenger
faenger
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Beiträge: 507

Mahlzeit.

Bei uns war sowas lange kein Thema, wenn der Kollege krank war blieb die Maschine halt aus. Mittlerweile geht es aber nicht anders. Wir sind Hauptsächlich Einzelteilfertiger, mit Glück mal ein rechtes und ein linkes teil, aber selten. Kleine Serien kommen bei uns auch recht selten vor. Bei uns wird im Falle eine Ausfalls durch die Auftragssteuerung geschaut, was anliegt und was wie geschoben werden kann. Beispiel: Bei einem 4 Stunden Schruppprogramm für eine Form würde diese vom Bediener soweit eingerichtet das sie Mannlos laufen kann. Dieser würde dann an die freie Maschine gehen und zum Beispiel zwei Schraubstöcke rüsten und ein Ablaufprogramm für die beiden Teile erstellen. Anschliessend würde er die beiden Maschinen lediglich überwachen. Es ist in so einem Fall dann auch nicht mehr so extrem entscheidend ob dann mal die ein oder andere Stunde ins Land geht ohne das Späne fallen. Hauptsache wir haben keinen kompletten stillstand auf einer Maschine. Das ganze wird bei uns aber hauptsächlich bei Schrupparbeiten und Schlichtarbeiten genutzt. Bei Bohrbearbeitungen steht der Kollege an der Maschine und beobachtet den Prozess, genauso wie bei Arbeiten im angestellten oder Simultan. Schruppprogramme lassen wir mannlos laufen, weil wir vor einigen Jahren auf das System mit der drehenden Rundplatte umgestiegen sind. Das ganze läuft wirklich sehr prozesssicher und verschafft so auch mal die ein oder andere Stunde Luft.

Gruß
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Beitrag 10.03.2018, 17:40 Uhr
dreher1991
dreher1991
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Ich würde auch sagen wie einige vor mir schon geschrieben haben,es kommt drauf an was der Betrieb macht.In meinem Ausbildungsbetrieb z.b. war sowas eher möglich 2 Maschinen oder ab und zu sogar 3 Rennen zu lassen weil man hier Vorraussetzungen hatte die zu bearbeitenden Materialien war eigentlich alle Problemlos zu zerspanen,man hatte viele mittelgroße Serien meist immer 8 Stück bis 80 ab und zu auch 100 oder 200,es gab meist immer Programme es war alles vorhanden.In dem jetzigen Betrieb muss ich bei dem thema immer schmunzeln,weil mir weder für die Schicht genug Leute hätten noch große Serien haben und wir Fräser kriegen Programme von unsere Programmierern die meist irgendnen Bock drin haben,die Werkstoffe sind schwerer zu Zerspanen und zu guter letzt kommt dazu das oft irgendwelche Werkzeuge fehlen oder die Teile so komplex sind das es besser ist lieber ein gutes zu haben als 2 Kaputte
Gruß Dreher 1991
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