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Siemens Forum

Digital Industries, Motion Control, Machine Tool Systems

Kugeldurchmesser ändern beim 3d Taster funzt nicht!

Beitrag 11.04.2017, 13:45 Uhr
nursum
nursum
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Mitglied seit: 12.02.2012
Beiträge: 24

Hallo,

ich habe gerade ein Problem: Normalerweise hatte ich bei meinem 3d Taster immer ne 4er Kugel dran und auch die Werkzeugkorrektur auf r=2mm eingestellt. Jetzt habe ich einen Tasteinsatz mit d=6mm in dem Taster (m&h) und natürlich in der Werkzeugverwaltung den Radius r=3mm eingetragen, aber die Maschine rechnet nach wie vor immer noch mit r=2mm!!! Es ist zum "Mäusemelken"! Ich habe schon irgendwelche _WP Werte geändert, aber ohne Erfolg. Ich möchte mir auch nicht durch Unwissenheit irgend etwas verbiegen....

Ich kann in meiner Werkzeugverwaltung beliebige Kugelradien angeben, diese haben beim Antastzyklus im Shopmill keinerlei Einfluß, die Maschine geht immer von einem Radius r=2mm aus!

Hat hier irgend jemand eine Idee?

Gruß
Ingo
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Beitrag 11.04.2017, 14:02 Uhr
Andy742000
Andy742000
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Mitglied seit: 15.09.2012
Beiträge: 3.738

Hi
Das ist doch ganz einfach.
Den Taster grob im Werkzeugvoreinstellgerät vermessen und die Werte ins Offset eintragen.
Dann schaust du in das Handbuch, bzw in den Teil Meßzyklen.
Der Längenabgleich sollte noch Recht unproblematisch sein. Aber bei Radienabgleich wird es etwas aufwendiger.
Du brauchst einen Lehrring den du auf dem Tisch befestigst, und dessen wahrer Wert dir bekannt ist. Dann ermittelst mit Hilfe dieser Zyklen die exakte Mitte des Lehrrings in X und Y . Damit fütterst du dann den Kalibrierzyklus.
Ohne Ermittlung der Mitte können Abweichungen auftreten, die je nach geforderter Genauigkeit schon gravierend sein können.

Ohne regelmäßige Kalibrierung und Reinigung der Meßkugel ist so ein Taster kaum genauer als ein Meßschieber, besonders wenn im Mehrschichtbetrieb gearbeitet wird.


--------------------
MfG
Andy

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4 BIT NC, Kugelschrittschaltwerk
Numerik 600 + Lochstreifen
und nun nicht weiter gekommen als bis zur Sinumerik ;-)

PS : Ich hasse R- Parameter ! Aus Rxxx wird unter Beachtung der Mond-Parabel und der "ERDschen" Glockenkurve nach der Division mit PI/8 + Werkhallenhöhe ein neuer sinnvoller Parameter Rxxx

Impressum: Wer Rechtschreib- oder Grammatikfehler findet darf sie behalten, sind kostenlose Beigaben des Autors
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Beitrag 11.04.2017, 15:24 Uhr
nursum
nursum
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Mitglied seit: 12.02.2012
Beiträge: 24

ZITAT(Andy742000 @ 11.04.2017, 15:02 Uhr) *
Hi
Das ist doch ganz einfach.
Den Taster grob im Werkzeugvoreinstellgerät vermessen und die Werte ins Offset eintragen.
Dann schaust du in das Handbuch, bzw in den Teil Meßzyklen.
Der Längenabgleich sollte noch Recht unproblematisch sein. Aber bei Radienabgleich wird es etwas aufwendiger.
Du brauchst einen Lehrring den du auf dem Tisch befestigst, und dessen wahrer Wert dir bekannt ist. Dann ermittelst mit Hilfe dieser Zyklen die exakte Mitte des Lehrrings in X und Y . Damit fütterst du dann den Kalibrierzyklus.
Ohne Ermittlung der Mitte können Abweichungen auftreten, die je nach geforderter Genauigkeit schon gravierend sein können.

Ohne regelmäßige Kalibrierung und Reinigung der Meßkugel ist so ein Taster kaum genauer als ein Meßschieber, besonders wenn im Mehrschichtbetrieb gearbeitet wird.

Danke für die Info, ich habe den Taster auf meinem Werkzeugmessgerät auf Rundlauf kalibriert (0,003mm) und dachte, daß der Kugeldurchmesser in der Werkzeugkorrektur genügt....dann muss ich also den Kalibrierzyklus abfahren!

Ingo
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Beitrag 11.04.2017, 15:31 Uhr
Andy742000
Andy742000
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Beiträge: 3.738

ZITAT(nursum @ 11.04.2017, 15:24 Uhr) *
Danke für die Info, ich habe den Taster auf meinem Werkzeugmessgerät auf Rundlauf kalibriert (0,003mm) und dachte, daß der Kugeldurchmesser in der Werkzeugkorrektur genügt....dann muss ich also den Kalibrierzyklus abfahren!

Ingo

Hi

Nächster Anfänger ! ( Sorry ) Fehler wink.gif

Taster werden grundsätzlich in der Spindel der Maschine auf Rundlauf abgeglichen, in der Sie auch zum Einsatz kommen.
Fehlerquelle - Schnittstelle Maschine - Werkzeug ( heist Spindel zur Werkzeugaufnahme ) und Schnittstelle Werkzeug ( Werkzeugaufnahme zum Taster ) können je nach Zustand der Maschine / Werkzeugaufnahme und Spindel Abweichung von über 0.05 mm hervorrufen. Und das mag für eine Durchmesservermessung gerade noch im mathematischen Limit des Zyklus liegen, aber wenn es um die exakte Positionsbestimmung einer zB Kante, oder bei der Ausrichtung an einer Kante geht, sind das absolut vermeidbare Fehler !



--------------------
MfG
Andy

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