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SolidCAM GmbH Forum

Transformation mit Werkzeugwechsel, Was tun wenn die Standzeit nicht reicht

Beitrag 07.01.2021, 11:29 Uhr
Andreas1964
Andreas1964
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Mitglied seit: 14.11.2003
Beiträge: 127

Hallo,

ich wollt einfach mal in die Runde fragen wie man Job-Transformationen macht und dabei das Werkzeug wechselt...

Also ich hab ein Teil was im Prinzip wie eine Klobrüste aussieht, die habe ich auf einer 5-Achs Maschine, der Stil steht senkrecht auf dem Rundtisch und fräse den Bürstenkopf. Und zwar jedes Haar einzeln!

Der Brüstenkopf hat 450 Stifte 8x8 und ich habe u.a. einen Fräser Ø8 und muss 34mm tief fräsen, sprich mit iMachning-3D das Material 1.4404 wegschruppen.

Also programmiere ich nur das Schruppen eines Zwischenraumes und dann transformiere ich das am Umfang. Soweit so einfach, mit SC2020 SP3 geht das nun endlich.

Mein Problem ist das der Fräser nicht hält, nach ca. 100 Stiften ist er hin.

Einfache Lösung: Nicht 360° transformieren sondern nur 90°, dann einen Werkzeugwechsel und dann wieder 90°,... usw. bis man rum ist.

Und das scheint mit SolidCAM garnicht zu gehen??? Irgendwelche Ideen?

Einen neuen Job bei 90° mit dem ganzen Geometrie-Gerümpel will ich nicht, das Teil ist in der Hinsicht leider komplex und benötigt div. Hilfsgeometrien.

Andreas.
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Beitrag 07.01.2021, 14:56 Uhr
G00Z0
G00Z0
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Beiträge: 643

Moin,

wüsste ich jetzt auch nicht. Aber:

für solche "Sonderlocken" würde ich den PP aufbohren und einen Zähler einbauen, der dann nach x Durchläufen (oder Verschiebungen) einen Werkzeugwechsel ausgibt. Einfach T-Nummer ändern und WZW Makro aufrufen.
Kleiner Aufwand. Variabel durch Eingabe einer Job-Option.

Spontaner Gedanke


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Wir haben doch keine Zeit --> G00Z0

Diesem User wurde verliehen: "Das Nordeutsche Qualitätsposting Siegel"
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Beitrag 07.01.2021, 15:16 Uhr
faenger
faenger
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Mitglied seit: 11.06.2014
Beiträge: 528

Hi.

Wieso nicht mit Hilfe der Steuerung über die Standzeit?

Gruß
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Beitrag 08.01.2021, 13:48 Uhr
Hexogen
Hexogen
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Beiträge: 1.732

ZITAT(faenger @ 07.01.2021, 16:16 Uhr) *
Hi.

Wieso nicht mit Hilfe der Steuerung über die Standzeit?

Gruß


Da die Standzeit erst beim Werkzeugwechsel wirkt.

Operation läuft 10 Minuten.
Standzeit ist bei 2 Minuten.
Daher hast 8 Minuten die es zu lange laufen würde.
Das Werkzeug wird nach gesperrt wenn die Standzeit 0 ist und erst beim nächsten Wechsel zu diesem Werkzeug kommt die Fehlermeldung.
Daher müsste man solche Situationen abfangen.
Würde aber über PP und Standzeit abfrage lösen.
Also Operationlaufzeit > Standzeit = Fehler oder Schwesterwerkzeug aufrufen.

1. Operationslaufzeit > Standzeit = ROT 90 Befehl
2. Operationslaufzeit > Standzeit = ROT 180 Befehl
3. Operationslaufzeit > Standzeit = ROT 270 Befehl
3. Operationslaufzeit > Standzeit = Fehler oder Schwesterwerkzeug aufrufen.

Der Beitrag wurde von Hexogen bearbeitet: 08.01.2021, 13:51 Uhr


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Beitrag 15.01.2021, 10:50 Uhr
Andreas1964
Andreas1964
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Beiträge: 127

ZITAT(Hexogen @ 08.01.2021, 13:48 Uhr) *
Würde aber über PP und Standzeit abfrage lösen.
Also Operationlaufzeit > Standzeit = Fehler oder Schwesterwerkzeug aufrufen.

Und woher soll mein Bediener wissen wie viele Werkzeuge er auf welchen Platz einbauen soll?

Ich weiß ja nicht wo Ihr arbeitet aber in unserem mittelständischem Unternehmen gibt es für die Werkzeugvoreinstellung eine klare Vorgabe und entsprechende Daten und diese wiederum weder über SolidCAM erzeugt. Von Hand drin rum gefummel gibt es nicht und "ich schreibs mal auf'n Zettel" auch nicht.

Auf die dümmste Lösung kommt man meist ja selber nicht: Job kopieren, ein anderes Werkzeug auswählen und bei der Transformation einen Startwinkel vorgeben. Das geht und ist eine saubere Lösung.

Funktioniert auch wunderbar mit "normalen" Jobs, nur iMachning 3D will das nicht, das Projekt geht nun an den "Entwickler".

Zumindest funktioniert es in SC2020 SP4 schon mal das man mit iMachning 3D auf einem weiteren NP bei 90° einen neuen Job programmiert... mit dem ganzen Geometriegerümpel das man natürlich nochmal konstruieren muss.

Die ganze Neuberechnung bei einer Transformation geht mir echt auf die Nerven, wenn man wie in anderen CAM-Systemen üblich einfach die bereits erzeugten Wegen transformieren könnte wäre es um viele 100% schneller und einfacher. Ein Nachteil wäre dann wohl das ein aktuelles Rohmaterial erst nach einer Simulation zur Verfügung steht...

Ist ja schon mal schön das Werkzeugwege mit mehreren CPU's berechnet werden, aber bei "Erzeuge Rohmaterial" und "Facettiere Fertigmodell" kann ich mir regelmäßig einen Kaffee holen.

So denn, bleibt gesund, bis zum nächsten Mal,
Andreas.
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Beitrag 18.01.2021, 07:33 Uhr
Andreas1964
Andreas1964
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Beiträge: 127

Nachtrag:

Wenn man einen iMachining 3D Job kopiert und einen anderen Startwinkel vorgibt, dann geht das auch, allerdings nur wenn man als Rohteilvorgabe im Job explizit den vorherigen Job als Rohteil angibt. Der Standard mit "Automatisch" funktioniert nicht.
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Beitrag 18.01.2021, 20:07 Uhr
Hexogen
Hexogen
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Beiträge: 1.732

ZITAT(Andreas1964 @ 15.01.2021, 11:50 Uhr) *
Und woher soll mein Bediener wissen wie viele Werkzeuge er auf welchen Platz einbauen soll?

Ich weiß ja nicht wo Ihr arbeitet aber in unserem mittelständischem Unternehmen gibt es für die Werkzeugvoreinstellung eine klare Vorgabe und entsprechende Daten und diese wiederum weder über SolidCAM erzeugt. Von Hand drin rum gefummel gibt es nicht und "ich schreibs mal auf'n Zettel" auch nicht.


Die meisten Steuerungen können sogenannte Schwesterwerkzeuge verwalten.
Sprich du rüstest eben 5 von diesen Werkzeugen und hängst sie in die Maschine.
Dann gibt es dann T5 laut Rüstplan eben 5 mal.
Andere Variante ist T5 ... T12 entspircht T5 ... T13 entspricht T5 usw.
Jedes Werkzeug bekommt einen Zähler und wenn die Standzeit abgelaufen ist wird ein anderes Werkzeug aufgerufen.

ZITAT
Die ganze Neuberechnung bei einer Transformation geht mir echt auf die Nerven, wenn man wie in anderen CAM-Systemen üblich einfach die bereits erzeugten Wegen transformieren könnte wäre es um viele 100% schneller und einfacher. Ein Nachteil wäre dann wohl das ein aktuelles Rohmaterial erst nach einer Simulation zur Verfügung steht...


Jedes System hat seine vor und nachteile.
Bei iMachining bist du auf Rohmaterial angewiesen, da die Werkzeugbahnen am Rohmaterial zur Fertigkontur gemorphed werden.
Du kannst ja Rohmaterial nach einer Operation abspeichern. Und dieses dann als Rohteil anwählen.


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