Advertorial

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Das Kunstwort Advertorial setzt sich aus den beiden englischen Begriffen „advertisement“ (Anzeige) und „editorial“ (Leitartikel) zusammen. Das sogenannte Advertorial zählt zu den Werbeformen des Content-Marketings und verpackt Werbeinhalte in einer redaktionell aufbereiteten Variante. Dieses Marketinginstrument gewinnt bei Anzeigenkunden zunehmend an Bedeutung, denn im Idealfall wird die Werbebotschaft dezent in einen unterhaltenden oder informativen Artikel eingebettet. Somit bietet es dem Leser einen realen Mehrwert.

Advertorials kommen für gezielt Aktionen wie Gewinnspiele oder Kampagnen zum Einsatz, um ein Produkt oder Unternehmen bekannt zu machen. Für das Guerilla-Marketing kann es ebenfalls ein wichtiges Thema sein.

Vor- und Nachteile eines Advertorials

Vorteile eines Advertorials

  • Ideale Zielgruppe erreichen: Mit dem Advertorial erreicht man seine Zielgruppe, da nur Leser, die sich für eine Marke oder ein Produkt wirklich interessieren, auf den Beitrag klicken.
  • Hohe Aktionsrate: Der Artikel wird zwar von weitaus weniger Personen gelesen, die Aktionsraten innerhalb des Artikels, wie der Klick auf den Angebotslink, sind jedoch größer als bei Werbebannern.
  • Steigerung der Sichtbarkeit: Unterhaltender oder informativer Content verbreitet sich schnell in sozialen Netzwerken. Dadurch werden organische Backlinks geschaffen und die Popularität des Unternehmens wird größer.

Nachteile eines Advertorials

  • Zu werblich: Es kann sein, dass ein stark werbliches Advertorial eine entgegengesetzte Wirkung erzielt. Leser könnten sich schnell distanzieren oder negative Kommentare schreiben.
  • Unregelmäßige Einnahme: Die Anzahl von gekauften Advertorials lassen sich nur schwer vorhersagen. In der Regel handelt es sich um eine einmalige Aktion.

Tipps für ein Advertorial

  • Relevanz: Beim Verfassen des Advertorials müssen Sie darauf achten, dass Sie über ein Thema schreiben, das mit ihren inhaltlichen Schwerpunkten zu tun hat. Bieten Sie dem Nutzer daher präzise und detaillierte Informationen zum jeweiligen Produkt oder Unternehmen.
  • Nutzer: Natürlich ist ein Advertorial ein werbender Beitrag. Allerdings ist das A und O beim Schreiben neben der Themenrelevanz, dass der Leser der Adressat ist. Marketingplattitüden sind also nicht angebracht! Verzichten Sie daher auf Werbephrasen und wecken Sie lieber das Interesse bei den Lesern.
  • Bilder: In einem Advertorial lockern Bilder nicht nur auf, sondern bieten ergänzende Informationen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Bilder stets hochauflösend und zoombar sind – das Produkt soll ja beim ersten Blick durch Qualität überzeugen.
  • Videos: Ebenso verhält es sich mit einem Video. Leser können das Produkt oder das Unternehmen somit in Aktion erleben.
  • Auflistungen: Das Advertorial wird übersichtlicher, wenn Sie Listen und Aufzählungen einfließen lassen. Insbesondere Daten, Fakten und Zahlen lassen sich somit einfacher in den Kontext bringen. Zudem sollten Sie wichtige Informationen hervorheben, indem Sie diese beispielsweise fett oder kursiv schreiben.

Gesetzliche Rahmenbedingungen für Advertorials

Bei der Gestaltung von Advertorials sind spezielle Rahmenbedingungen einzuhalten. Laut dem deutschen Presserecht müssen redaktionelle Inhalte und Werbung deutlich voneinander getrennt werden. Für Werbetreibende bedeutet es Folgendes: das Advertorial muss als Werbung gekennzeichnet werden. Im Online-Bereich erhalten Advertorials für gewöhnlich die Kennzeichnung „Anzeige“, „Werbung“ oder „Sponsored Link“.