CO2-Laser

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Der CO2-Laser hat als aktives Medium ein Gasgemisch aus Kohlenstoffdioxid, Helium und Stickstoff. Er emittiert einen Infrarot-Strahl mit einer Wellenlänge von 10,6 μm und weist Strahlleistungen bis zum Kilowattbereich auf. Von allen Gaslasern weist der CO2-Laser den höchsten Wirkungsgrad und im cw-Betrieb die höchste Ausgangsleistung auf.

Er zählt neben den Festkörperlasern zu den leistungsstärksten und industriell meist verwendeten Lasern.

Vorteile und Nachteile

  • relativ kostengünstig
  • kompakte und robuste Bauweise
  • relativ hoher Wirkungsgrad und Effizienz
  • sehr gute Strahlqualität


Nachteilig ist, dass der CO2-Laser aufgrund seiner Wellenlänge nicht über Glasfaser eingekoppelt werden kann, sondern über Spiegeloptiken geleitet werden muss, die eher für Störungen oder Abnutzungen anfällig sind.

Anwendungen

CO2-Laser werden hauptsächlich in der industriellen Materialbearbeitung zum Schneiden und Schweißen von Blechen eingesetzt, wobei CO2-Laser im Vergleich zu Festkörperlasern insbesondere bei dickeren Blechen eine bessere Kantenqualität erzeugen. Weiterhin eignen sich CO2-Laser hervorragend für zahlreiche Bearbeitungsaufgaben von nicht-metallischen Materialien, wie dem Schneiden, Strukturieren, Perforieren oder Beschriften von z.B. Leder, Textilien, Kunststoffen, Glas oder Verpackungsmaterialen. Eine neue Applikation ist die Erzeugung von Plasmen als Quelle extrem ultravioletter Strahlung (EUV-Strahlung) für die Mikrolithografie.


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