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Bosch Rexroth News

Bosch Rexroth startet Sanierung des Industriehydraulikgeschäftes in Lohr

Verhandlungen zum Interessenausgleich und Sozialplan erfolgreich abgeschlossen

Die Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertreter haben sich am 22. November auf ein Sanierungskonzept für das Industriehydraulikgeschäft am Standort Lohr geeinigt und einen entsprechenden Interessenausgleich und Sozialplan unterzeichnet. In einem Gespräch Anfang dieser Woche konnten sich die Verhandlungspartner auf einen Weg einigen, wie die Sanierung nun gestartet werden kann – insbesondere ein sozialverträglicher Abbau der Stellen war beiden Seiten wichtig. Seit Frühling 2017 liefen dazu Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern.

“Wir freuen uns, dass wir die Gespräche mit unseren Arbeitnehmervertretern erfolgreich abschließen konnten. So können wir nun mit der dringend nötigen Sanierung unseres Industriehydraulikgeschäfts hier am Standort Lohr beginnen. Das ist sehr wichtig für unsere weltweite Wettbewerbsfähigkeit. Wir müssen uns kostengünstiger aufstellen damit wir dem Preisdruck im Markt, insbesondere bei Standardprodukten, langfristig standhalten können“, sagt Thomas König, Leiter Finanzen und Controlling bei Bosch Rexroth.

Das Hydraulikwerk in Lohr wird sich zukünftig auf technisch anspruchsvolle Lösungen wie servohydraulische Achsen oder elektronisch geregelte Pumpensysteme sowie auf High-Tech Produkte wie Stetigventile ausrichten. Infolgedessen entfallen in Lohr rund 50 Stellen in der Fertigung. In Vertrieb, Entwicklung und Verwaltung sinkt die Anzahl der Stellen bis Ende 2018 um rund 200. Dort werden die Strukturen an die neue, niedrigere Umsatzerwartung und den hohen Kostendruck angepasst und mit Prozessverbesserungen Synergien geschaffen werden. Beispielsweise werden administrative Funktionen gebündelt sowie in Vertrieb und Entwicklung Standorte außerhalb Deutschlands stärker genutzt. Der Personalabbau am Standort Lohr soll sozialverträglich stattfinden, zum Beispiel durch Arbeitsplatzangebote an anderen Standorten der Bosch-Gruppe, durch Fluktuation, Vorruhestandsregelungen oder Abfindungsangebote. Ein Teil des Stellenabbaus ist bereits bewältigt. Denn in den vergangenen Monaten sind frei gewordene Stellen nicht nachbesetzt worden.

„Die Industriehydraulik bleibt weiterhin ein attraktives Geschäftsfeld, obwohl die Marktbedingungen heute viel schwieriger sind als noch vor einigen Jahren“, betont König. „Wir ergreifen jetzt die nötigen Maßnahmen, um in diesem herausfordernden Marktumfeld unsere heutige Marktposition langfristig zu halten und unsere Technologieführerschaft zu festigen. Das ist auch für die Zukunftssicherheit des Standortes Lohr von großer Bedeutung.“

Im Februar hatte das Unternehmen Pläne bekannt gegeben, aufgrund der gesunkenen Nachfrage seine Fertigungskapazitäten im Bereich Industriehydraulik zu bündeln sowie Verwaltungs-, Vertriebs- und Entwicklungsstrukturen anzupassen. So will das Unternehmen auf den verschärften Preisdruck insbesondere bei Standardprodukten reagieren. Der Markt für Industriehydraulik ist in den vergangenen drei Jahren nicht gewachsen, sondern um elf Prozent gesunken. Trotz einer aktuell besseren Auftragslage sieht Bosch Rexroth keinen nachhaltigen Trend nach oben. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Markt der klassischen Hydraulik langfristig nur langsam wachsen wird. Seit Frühling haben Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertreter Gespräche geführt, um ein Sanierungskonzept für den Bereich Industriehydraulik am Standort Lohr zu verhandeln. Durch die Einigung der Vertragsparteien wurde die zuletzt angedachte Einsetzung einer Einigungsstelle hinfällig. Die nun vereinbarten Maßnahmen sollen bis Ende 2018 abgeschlossen sein.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Bosch Rexroth AG

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