
Nachhaltigkeit
Impulse für verantwortungsvolle Fertigung
Der Industriesektor wird bis 2050 voraussichtlich das Ziel Netto-Null-Emission nicht erreichen. Darauf weist die Internationale Energieagentur (IEA) hin – vor dem Hintergrund, dass die Industrie für ein Viertel der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist. Um das Klimaproblem in den Griff zu bekommen, müssen Unternehmen nicht nur ihren Verbrauch an Energie senken, sondern auch die Art der genutzten Ressourcen überdenken. Sandvik Coromant engagiert sich für das Ziel, durch einen ganzheitlichen Ansatz von „Manufacturing Wellness“ in den Bereichen Energieverbrauch und erneuerbare Ressourcen dazu beizutragen, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Dennoch wurden in den vergangenen Jahren vielversprechende Fortschritte erzielt, so dass die IEA damals prognostizierte, dass erneuerbare Energien bereits seit Anfang 2025 die weltweit wichtigste Energiequelle sind und Kohle als Energieträger überholt hatten.
Unternehmen müssen ihren Energieverbrauch senken und auch die Art der von ihnen genutzten Ressourcen überdenken, um das Klimaproblem in den Griff zu bekommen.
Mit dem Sustainability Analyser können Kunden ihren Energieverbrauch pro Bauteil sowie den daraus resultierenden jährlichen Energieverbrauch und CO2-Ausstoß genau messen und so fundierte Entscheidungen bei der Auswahl von Zerspanungswerkzeugen treffen.
Fotos: Sandvik
Wichtige Verpflichtungen
Immer mehr Unternehmen verpflichten sich, Emissionen zu reduzieren. Die „Science Based Targets Initiative“ (SBTi) verzeichnete im Jahr 2023 im Vergleich zu allen Vorjahren 102 Prozent mehr Unternehmen, die ihre Ziele validieren. Um eine SBTi-Validierung zu erhalten, müssen sich Unternehmen an die von der Klimawissenschaft definierten Best Practices halten. Wer keine ausreichend ambitionierten Ziele vorlegt, riskiert den Ausschluss.Die globale Unternehmensgruppe Sandvik hat das Netto-Null-Emissionsziel von Sandvik Coromant für 2023 bestätigt. Es umfasst Netto-Null-Emissionen in den Sandvik-Coromant-Betrieben bis 2035 und in der gesamten Wertschöpfungskette bis 2050. Zwischen 2019 und 2023 hat das Unternehmen seine direkten und indirekten Emissionen (Scope-1- und Scope-2-Emissionen) halbiert. Bis 2030 sollen sie in den eigenen Werken um 85 Prozent reduziert werden.
Mehrgleisige Strategie
nsbesondere für Fertigungsunternehmen, die noch am Anfang ihres Transformationsprozesses stehen, ist der Einstieg eine Herausforderung. Der erste Schritt kann die Investition in erneuerbare Energien sein.So bieten beispielsweise Fabrikdächer oft große, ungenutzte Flächen, die für die Energieerzeugung genutzt werden können – ohne zusätzlichen Flächenverbrauch. In Zusammenarbeit mit Dolomiti Energia, dem regionalen Anbieter für erneuerbare Energien, hat Sandvik Coromant an seinem Produktionsstandort in Rovereto, Italien, eine 10.000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage installiert.
Die Anlage ist inzwischen in Betrieb und produziert jährlich 836.000 Kilowattstunden Strom. Dadurch wurden die standortbezogenen Emissionen und der Strombezug des Werks um 13 Prozent gesenkt. Auch andere Standorte von Sandvik Coromant setzen verstärkt auf erneuerbare Energien. Das Werk in Langfang, China, erzeugt täglich 1645 Kilowattstunden Solarstrom – genug, um täglich 55 Haushalte zu versorgen.
Sandvik Coromant hat am Produktionsstandort im italienischen Rovereto eine 10.000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage installiert.
Ganzheitliche Betrachtung
Um das Potenzial erneuerbarer Energiequellen voll auszuschöpfen, ist es wichtig, die Energiewende aus verschiedenen Blickwinkeln anzugehen. Deshalb hat Sandvik Coromant in Rovereto zusätzlich in LED-Beleuchtung, Wärmerückgewinnung und bedarfsgerechte Steuerung investiert.Ein weiterer Hebel zur Reduzierung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen ist die Verbesserung der Energieeffizienz. Als besonders effektiv haben sich Wärmepumpen erwiesen, wie sie Sandvik Coromant an mehreren Standorten installiert hat. Am Standort Kattowitz (Polen) sind durch ein integriertes System aus Wärmepumpe, Kältemaschine und Wärmerückgewinnung der Energieverbrauch um 24 Prozent und der Erdgasverbrauch um 40 Prozent gesenkt worden.
Die Nachhaltigkeitsstrategie von Sandvik Coromant geht über die eigenen Produktionsstätten hinaus. Mit einer neuen integrierten Lösung hilft der Hersteller auch anderen Unternehmen, ihren Energieverbrauch und ihre Emissionen zu senken – denn eine höhere Effizienz in der Fertigung senkt den Gesamtenergiebedarf und damit den Anteil fossiler Brennstoffe am Energieträgermix.
Mit dem Sustainability Analyser können Kunden ihren Energieverbrauch pro Bauteil in Kilowattstunden sowie den daraus resultierenden jährlichen Energieverbrauch und CO2-Ausstoß genau messen. Auf dieser Basis können sie fundierte Entscheidungen bei der Auswahl von Zerspanungswerkzeugen treffen – mit dem Ziel, ihre CO2-Bilanz zu verbessern.
Ganzheitlich vorgehen
Die SBTi-Validierung und das Erreichen von Netto-Null-Zielen sind realistische Vorhaben – vorausgesetzt, man verfolgt einen strategischen Ansatz, der alle Schritte des Fertigungsprozesses miteinander vernetzt. Wer beispielsweise in Technologien für erneuerbare Energien investiert, aber die Energieeffizienz in der Produktion nicht verbessert, kann seine Scope-1- und Scope-2-Emissionen kaum wesentlich senken.Diese ganzheitliche Perspektive prägt auch die „Manufacturing-Wellness“-Denkweise von Sandvik Coromant. Der Ansatz umfasst sieben Prinzipien, zu denen die Nutzung von Daten und neuen Technologien sowie die Zusammenarbeit mit starken Partnern gehören. All dies hilft Unternehmen, nachhaltiger zu produzieren und ihre CO2-Emissionen zu reduzieren.
Ein gutes Beispiel ist die Solaranlage in Rovereto, denn ohne das Fachwissen von Dolomiti Energia im Bereich der erneuerbaren Energien wäre sie nicht realisierbar gewesen. Solche Partnerschaften bringen nicht nur spezifisch technisches Know-how ins Haus, sondern stellen auch sicher, dass alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette das Netto-Null-Ziel verfolgen.
Das Erreichen wissenschaftlich fundierter Emissionsziele stärkt die Industrie langfristig und hilft Fertigungsunternehmen, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Mit dem ganzheitlichen Ansatz unterstützt Sandvik Coromant seine Kunden dabei, ihre eigenen Netto-Null-Ziele zu erfüllen.
Kontakt
Stefan Knecht
Director Product & Industy Segment Management
Sandvik Tooling Deutschland GmbH
Düsseldorf
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