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Das Angebot an
virtuellen Events steigt

Mehr als 1000 Teilnehmer an der Virtual Connect haben Rockwell keine Corona-Sorgen bereitet, denn alle hatten ihren Virenschutz eingeschaltet. Gemeinsam mit sechs Unternehmen ging es bei der virtuellen Veranstaltung um Produktdemonstrationen, Anwenderberichte und Podiumsdiskussionen. Vortragsschwerpunkte mit Videopräsentationen wurden ergänzt durch eine virtuelle Ausstellungsfläche mit digitalen Messeständen. Teilnehmer konnten sich während der Pausen mit Spezialisten und Fachkollegen über Videokonferenzen vernetzen. Michael Marks, Event and Trade Show Manager EMEA bei Rockwell Automation, analysierte im Interview mit Georg Dlugosch, dem Chefredakteur des IndustryArena eMagazines, die Erfahrungen und gab einen Einblick in die weiteren Planungen.

Wie werden neue Produkte künftig präsentiert: Welche Veranstaltungsformen haben sich bewährt oder finden verstärkt Interesse?

Marks: Es wird in Zukunft neben den klassischen Fachmessen und Veranstaltungen – die sicherlich zurückkehren werden, sobald es das Umfeld erlaubt – ein deutlich gesteigertes Angebot an virtuellen und Online-Events geben, in deren Rahmen Unternehmen die Möglichkeit haben, ihre Produkte und Lösungen zu präsentieren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass bei unseren Kunden ein hohes Interesse an den angebotenen virtuellen Online-Veranstaltungen besteht, was sicherlich auch zukünftig ein wesentlicher Bestandteil des Marketing-Portfolios bleiben und weiter ausgebaut werden wird.

Was sind die Vorteile und Nachteile für Leadgenerierung und Matchmaking?

Marks: Virtuelle Events können den persönlichen Kundenkontakt, wie er beispielsweise bei einer Fachmesse stattfindet, nie zu 100 Prozent ersetzen. Jedoch stellen solche Veranstaltungen eine ausgezeichnete Möglichkeit dar, mit Kunden in Kontakt zu treten und in der aktuellen Situation auch in Kontakt zu bleiben. Ein ganz klarer Vorteil ist auch, dass eine virtuelle Veranstaltung sehr zeit- und ressourceneffizient ist, da eine Anreise nicht mehr notwendig ist und die Teilnahme sowohl zeitlich als auch thematisch sehr zielgerichtet geplant werden kann.

Die Pandemie hat verdeutlicht, wie wichtig Flexibilität in der Fertigung ist. Zur digitalen Fertigungstechnologie kommt das Hilfsmittel der virtuellen Veranstaltung, um den fachlichen Austausch nicht zu vernachlässigen. Fotos: Rockwell

Können Unternehmen die neuen Veranstaltungsformen selbst stemmen oder benötigen Sie Dienstleister – wie früher die Messebauer?

Marks: Ich denke, dass die wenigsten Unternehmen in der Lage sind, virtuelle Events und Veranstaltungen komplett eigenständig umzusetzen. Neben der technischen Infrastruktur beziehungsweise erforderlichen Systemplattformen bedarf es auch eines sehr speziellen Fachwissens und eines geeigneten Teams, um diese Projekte zielgerichtet umzusetzen. Es gibt sehr gute und seit langem etablierte Unternehmen, die auf virtuelle Kundenkommunikation spezialisiert sind und die als Dienstleister genutzt werden können und aus meiner Sicht auch sollten, um dem Kunden eine optimale User Experience zu bieten.

Welche Rolle spielen künftig Fachmessen für das Unternehmensmarketing, wenn der Kontakt digital und direkt verläuft?

Marks: Fachmessen wird es eines Tages wieder als elementares Werkzeug des persönlichen Unternehmensmarketings geben, jedoch bin ich überzeugt davon, dass viele davon in hybrider Form zurückkehren – also vor Ort und gleichzeitig virtuell. Eine wesentliche virtuelle Komponente wird sicherlich bestehen bleiben und bietet für die Aussteller auch neue Möglichkeiten der Kommunikation und Kundenakquise.

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Michael Marks

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