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FANUC News

Vielfalt im Yellow Park

FANUC Robotics stellt zur Automatica 2012 zum dritten Mal in Folge gemeinsam mit Systemintegratoren aus

Neuhausen  – Zur Automatica 2012 demonstrierte FANUC Robotics seine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Systemintegratoren besonders anschaulich mit neun  Themenparks. Insgesamt ein Dutzend Systemintegratoren zeigen ebenso praxisnahe wie wegweisende Automatisierungskonzepte.

„Schon zwei identische Zellen sind bei uns eine Serie“, hebt Claus Martin, Geschäftsführer der Martin Mechanic, die Stärken seines Unternehmens hervor. Entsprechend vielfältig ist das Themenfeld „Montieren“ bestückt. Dabei stammen sämtliche auf der Automatica gezeigten Zellen aus praktischen Anwendungen, versichert er. Komplexe Montage- und Fertigungsprozesse werden „zerlegt“ und anschaulich in einzelnen Zellen präsentiert. Ihre Premiere hat eine Standardzelle mit Deltaroboter, die eine Co-Produktion von MartinMechanic, FANUC Robotics und Schunk ist. Mit zahlreichen Robotereinsätzen vom M-1iA bis zum R-2000iB präsentieren die Automatisierungsspezialisten aus Nagold ihre Welt der Robotereinsätze. Ganz nebenbei: Vorgesehen ist, erstmals einen Ausschnitt aus einem aktuellen Forschungsvorhaben zu zeigen, bei dem neue Möglichkeiten der Bildverarbeitung zu sehen sind. Bislang entziehen sich bestimmte Materialoberflächen einer Detektion konventioneller Visionsysteme. MartinMechanic setzt dazu ein Triangulationsverfahren ein und demonstriert anhand eines Prototyps den Einsatz in automatisierten Zellen.

„Speed Welding“ könnte man den Automatica-Part von Lewa, Attendorn, überschreiben. Äußerlich mag dem einen oder anderen die SpeedCell bekannt vorkommen. Doch die inneren Werte sind neu. Im Detail wurden zahlreiche Verbesserungen, beispielsweise an der Sensorik vorgenommen. Zusammen mit Spezialisten von FANUC in Luxemburg konnte zum Beispiel der Kraftaufbau optimiert werden. Außerdem wurde die Temperaturkompensation verbessert. Eine durchschnittliche Verbesserung der Taktzeiten anzugeben sei schwierig, weil die Applikationen zu unterschiedlich seien. Immerhin hat Lewa schon nahezu 100 SpeedGun-Zangen im Feld. Aus der Praxis, aber vor allem vom eigenen Teststand kann Lewa nun auch über Langzeiterfahrungen berichten und Empfehlungen für die zustandsorientierte Wartung geben.
Was die neue Steuerung betrifft, setzt Geschäftsführer Andreas Volprecht hohe Erwartungen in die neue R-30iB: „Energiesparmodus und die Sensorik ‚Learning Vibration Control‘ sind für unsere Zwecke sehr interessante Features.“ Zielsetzungen sind noch einmal gesteigerte Beschleunigungen und höhere Robotergeschwindigkeiten, wenn LVC erst im Einsatz ist. Volprecht: „Gegen eine noch schnellere SpeedCell ist ja nichts einzuwenden.“

Auf der Automatica 2012 stellt GOM als FANUC-Partner zwei der neuen ATOS ScanBoxen und weitere innovative Lösungen der automatisierten optischen Messtechnik vor. Das Unternehmen verfügt über eine langjährige Erfahrung in der automatisierten Messtechnik und stellt in diesem Jahr auf dem Messestand von FANUC eine neue schlüsselfertige Komplettlösung vor. Die ATOS ScanBox ist ein mobiles Plug-and-Play-Messsystem, das ohne aufwändige Einrichtung innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit ist. Das kompakte Gehäuse kann auf Standardpaletten transportiert und je nach Bedarf schnell und unkompliziert an jeder Stelle platziert werden. Die Anwender sind damit in der Lage, Messungen, Inspektionen sowie den Messzellenaufbau und die Roboterprogrammierung mit nur einer Anwendung vorzunehmen. Im Innenraum der Zelle sind sämtliche Komponenten optimal aufeinander abgestimmt. Dazu zählen serienmäßig nicht nur der Sensor mit der ATOS Triple-Scan-Technologie von GOM sondern auch die Roboter von FANUC. Die nahtlose Integration in die Produktionsverfahren trägt an vielen Stellen wesentlich zur Qualitätssicherung bei.

Den „klassischen“ Bereich des Be- und Entladens deckt Maier Werkzeugmaschinen ab. Das Unternehmen hat jüngst eine eigene Sparte, die Maier Robotics, gegründet. Martin Fecker sieht in der Automatica 2012 ein ideales Umfeld zur ersten Präsentation: Wir wollen als Systemanbieter auftreten und zeigen, dass wir selbstverständliche eigene, aber auch alle anderen Maschinen automatisieren können.“ Erfahrungen hat Maier im eigenen Haus gesammelt und bereits zahlreiche Maschinen automatisiert. Für Fecker ist die Automatisierung mit FANUC-Robotern naheliegend: „Wir setzen an unseren Maschinen leistungsfähige CNC-Steuerungen von FANUC ein.“ Das erleichtert die Automatisierung ganz enorm. Gezeigt wird auf der Automatica das Be- und Entladen einer Werkzeugmaschine. Kleiner Nebenjob für den Roboter: Er tauscht auch noch die Spannmittel.

Das Thema Be- und Entladen wird vom Systemhaus HandlingTech vertieft. Zur Automatica stellt das Unternehmen zwei 2011 mit dem iF design-Award prämierte Standard-Robax-Zellen aus und demonstriert effiziente Möglichkeiten zum Beschicken von Werkzeugmaschinen, wie exemplarisch an einer FANUC-Robodrill Fräsmaschine zu sehen ist. Automationssysteme von HandlingTech auf Basis der standardisierten Robax-Zellen sind kundenspezifisch ausgelegt und lassen Lösungen von der einfachen Zelle bis zur komplexen Anlage zu. Dabei können zusätzliche Bearbeitungs- oder Montagestationen in der Peripherie der Zelle platziert werden und durch flexible Schnittstellen an nahezu jede Werkzeugmaschine angepasst werden. Firmeninhaber Jörg Hutzel: „Die Automatica 2012 kommt exakt zur richtigen Zeit. Sie dient als Konjunkturaufheller und ermöglicht eine ideale Platzierung unserer Produkte im Rahmen des FANUC-Partnerprogramms.“
Mit dem größten FANUC-Roboter, einem M-2000iA, kommt Janke zur Automatica. „Bearbeiten mit Robotern ist das zentrale Thema bei dem Unternehmen, das seit 40 Jahren Spezialist ist für Bearbeitungslinien zum Gusstrennen und Entgraten. Als abstrahiertes Beispiel einer realisierten Anlage zeigen die Ratinger ein Bearbeitungszentrum zur vollautomatischen Bearbeitung von Gussteilen mit Stückgewichten von bis zu 1.000 kg. Also kommt ein M-2000iA mit einer Traglast von 1.300 kg zum Einsatz. Ein stationäres 2D-Visionsystem liefert dem Roboter eine Vorinformation über die Position des Werkstückes. Ein seitlich im Greifer integriertes 3D-Visionsystem übernimmt die exakte Lage- und Positionsbestimmung des Werkstückes. Als zweites, nicht weniger beeindruckendes Exponat zeigt Janke ein Trennzentrum, in dem zwei besonders steife Hexapod-Roboter F-200iB mit Trennscheiben den sogenannten Kreislauf von einem Motorblock trennen.

Als österreichisches Systemhaus kommt HMS zur Automatica nach München. Da rund ein Viertel aller Roboterapplikationen in Österreich der Fügetechnik zuzuordnen sind, zeigt das Unternehmen ganz marktgerecht eine Dual Arm-Zelle. „Lichtbogenschweißen lässt sich mit einer solchen Zelle sehr flexibel und vor allem sehr wirtschaftlich automatisieren“, sagt Manuel Ebner von HMS. Dass das Systemhaus ganz auf die Praxis ausgerichtet ist, zeigt auch die Tatsache, dass die ausgestellte Zelle direkt im Anschluss an einen Kunden ausgeliefert wird. Und auch wenn der Fokus auf der Schweißtechnik liegt: HMS hat bereits eine ganze Reihe anderer Anwendungen an den Start gebracht.

Als Systemhaus steht die ASA Automatisierungs- und Fördersysteme GmbH, Mainhausen, für innovative Materialflusslösungen in den Bereichen Handhabungs- und Transporttechnik. Dies stellt das Unternehmen auf der Automatica 2012 im Yellow Park erneut unter Beweis. Am Beispiel einer fiktiven Verpackungsanlage aus dem Food-Bereich, die mit einem Mischmodul und integriertem Vision-System ausgestattet ist, zeigt die ASA den Ausschnitt einer intelligent verknüpften Anlage. Ein sechsachsiger Deltaroboter M-3iA/6S pickt und mischt lose Teebeutelpackungen. Im Anschluss daran übernimmt ein zweiter Roboter, ein M-20iA das Verpacken. Und ein M-410iB simuliert schlussendlich das Palettieren. Die dazugehörig Produktzuführung wird mittels dem leistungsfähigen und wartungsarmen Transportsystem Carryline gelöst, einem 3D-Scharnierbandkettensystem, das sich aufgrund seiner hohen Flexibilität in fast alle Fertigungsprozesse problemlos einbinden lässt. Dass sich die Technik der Aufgabe anpassen muss, ist für Geschäftsführer Mario Krämer selbstverständlich: „Produktivität, Zuverlässigkeit und Effizienz stehen ganz oben bei unseren Auslegungskriterien."

KE Automation präsentiert auf der Automatica eine Lösung zur Lagerbeschickung mit Robotern. Ein FANUC R-2000iB/165F be- und entlädt Lagerboxen zur Simulation einer Kommissionieraufgabe. Das Unternehmen ist eigentlich mit drei Geschäftsbereichen aktiv: Automation, Steuerungstechnik und industrielle Software. Jan Kermer, Geschäftsführer des Unternehmens betont die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Robotern im Bereich des Materialflusses: „Wir zeigen, dass längst noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind.“ Wiederkehrende Aufgaben wie Ein- und Auslagern von Werkstücken oder Material seien gut zu automatisieren.

Track-in“ ist ein neues Verfahren zur automatisierten Bahnerzeugung, das RevXperts im Yellow Park auf der Automatica vorstellt. Das System basiert auf einem Infrarot-Tracker, der frei beweglichen Bahnaufnahme-Einheit revX-track RP sowie der Simulationssoftware Eureka. Damit lässt sich binnen weniger Minuten automatisch eine Bahn generieren. Gezeigt wird es anhand von zwei Praxisbeispielen: der Bahngenerierung für Bearbeitungsprozesse wie dem Schweißen und als Zelle für taktile sowie berührungslose Messaufgaben. RevXperts Geschäftsführer Volker Huth: „Unser Verfahren kombiniert die Vorteile der bisher üblichen On- und Offline-Programmierung. Der Vorteil ist, dass die Bahn am realen Bauteil mit dem realen Werkzeug erstellt wird.“ Die Programmierzeit des Roboters reduziere sich damit um bis zu 70 Prozent.

Aus der Schweiz ist Robotec Solutions mit zwei Applikationen am Start. Schwerpunkt ist die Bildverarbeitung. Mit einer FANUC Roboshot produziert Robotec live Mikro-Zahnräder mit einem Achsendurchmesser von 0,38 mm. Was mit bloßem Auge kaum noch zu sehen ist, stellt für das Visionsystem kein Problem dar.
Eine Anlage mit ähnlichem Anforderungsprofil hat Robotec für die Uhrenindustrie realisiert. Die zweite Anlage zeigt die Fertigung von medizintechnischen Komponenten mit einer FANUC Robodrill. Schwerpunkt ist auch hier der Einsatz von Bildverarbeitung, wobei eine Kamera zur Lageerkennung von Rohteilen dient und eine visuelle Messmaschine zur Qualitätskontrolle der Fertigteile. Martin Göggelmann, Verkaufsleiter bei Robotec: „Beide Applikationen sind kundenspezifisch ausgelegt, durch den hohen Standardisierungsgrad sind die Konzepte jedoch übertragbar auf andere Anwendungen.“

Zu den Partnern im Yellow Park gehört auch das Lauffener Unternehmen Schunk. Der Spezialist in Sachen Greif- und Spanntechnik präsentiert sich jedoch nicht mit einer separaten Themeninsel, sondern ganz wie in der Praxis zusammen mit anderen Systempartnern, beispielsweise MartinMechanic. Die beiden Unternehmen zeichnen auch zusammen mit FANUC für die standardisierte Roboterzelle mit dem Deltaroboter M-1iA verantwortlich. An zahlreichen Stellen im Yellow Park sind die Greifer und Spannwerkzeuge mit dem blauen Logo zu finden bis hin zum Servogreifer mit regelbaren Antrieben.

Selbstverständlich gehören zu den ausstellenden Partnerunternehmen auch die Schwesterunternehmen FANUC FA und FANUC Robomachines. „Einfache Bedienung und Kommunikation, bis zu 40 regelbare Achsen, einfache Verbindungen“ hebt Manfred Weber von FANUC FA als Merkmale der CNC-Steuerungen hervor. Das gemeinsame Thema: Robot Connection Function. Dabei spielen CNC- und Roboter-Steuerung Doppelpass. Keine Frage: Mit der Funktion Robot Connection von FANUC ist das Zusammenspiel von Werkzeugmaschine und Roboter noch einfacher geworden. Beispielsweise lassen sich Roboterstatus oder Programmanwahl auf dem CNC-Bildschirm darstellen und verändern. Umgekehrt zeigt der Roboterbildschirm Informationen aus dem CNC-Bereich an und ermöglicht den Zugriff darauf.

FANUC Robomachines sind in zwei 5-Achsen-Bearbeitungen bei Systemintegratoren (Robotec und HandlingTech) und in einer hochdynamischen 4-Achsen-Bearbeitung zu sehen.

 

VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT DIESER PRESSEMITTEILUNG: FANUC Robotics Deutschland GmbH








 

Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: FANUC Deutschland GmbH

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