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Grenzlehrdorn, Wie benutze ich einen Grenzlehrdorn

Beitrag 17.11.2009, 18:59 Uhr
ducman72
ducman72
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Hallo,
haben große Probleme auf der Arbeit mit der Qualität. Wir lassen einige Teile von einem Zulieferer fertigen, nur müssen die zu 100% vom Herrsteller vermessen werden und wir müssen die Teile Stichprobenhaltig prüfen. Ich habe sie in einer Klimakammer mit 20 Grad Celsius geprüft, wo ich die Teile und die Messwerkzeuge und Lehren ca. 4 Studen reingelegt hatte, und si dann anschließend vermessen. Ich habe jetzt bei einer Stichprobe von 25 Stück festgestellt, dass eine Bohrung 10,2H7 bei 24 Werkstücken nicht passt. Jetzt kam nach einigen Tagen der Hersteller zu uns in die Firma, und er sagte, die Teile passen. Ja, mit großer gewalt bekomme ich den Lehrdorn in die Bohrung gedrückt. Aber der Dorn sollte eigentlich vom Eigengewicht reinsinken.
Wir haben uns fast gestritten, wie man eine Lehre benutzt. Der Lieferant hat mich angemotzt, dass er ja doof sei und "NUR" studiert habe, er habe keine Ahnung von der Praxis.
Jetzt meine Frage, wie benutze ich einen Grenzlehrdorn richtig? Ich möchte es ja richtig machen und auch dem Auzubi es richtig zeigen.
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Beitrag 17.11.2009, 19:11 Uhr
InTex
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Hallo ducman72

Mit dem Eigengewicht liegst du schon richtig. Leichtgängig sollte die Gutseite schon in die Bohrung flutschen. Die Prüftemperatur sollte auch bei 20 Grad liegen. Dies betrifft Messmittel, Werkstück und Umgebungstemperatur.

http://www.wkv.at/service/lehr/fragenkatal...%20WM%206-2.pdf

Gruß InTex


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Grüsse aus dem Harz - InTex
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Beitrag 17.11.2009, 19:32 Uhr
kaichen
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Hallo,

wenn es eine Sacklochbohrung ist wirst Du mit selber reinrutschen Probleme haben.
Aber die Gutseite ohne starken Druck sollte schon möglich sein.

Gruß Kai
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Beitrag 17.11.2009, 19:38 Uhr
ducman72
ducman72
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Mit dem Eigengewicht habe ich Ihm ja auch gesagt, aber er sagte, dass die Teile zu 100% vermessen wurden, und alle o.K. waren. Es war eine ziemlich lange Sitzung mit dem Lieferanten, es ging auch noch um ein anderes Werkstück, wo eine Oberfläche von RZ 3,2 gefordert wird und ich 10 Werkstücke vermessen habe und bei 2 lag die Oberfläche bei RZ 3,5. Der Lieferant sagte mir, dass sei ja fast 3,2.
Hallo, ich muss hier das Protokoll ausdrucken, und ich muss dafür Unterschreiben. Wenn in der Zeichnung steht 3,2 dann soll es 3,2 sein und nicht "fast" 3,2.
Habe jetzt jedenfalls was schriftlcihes bezüglich der Grenzlehrdorne. Wir geben die Werkstücke mit der Passung jetzt in ein Prüflabor, und lassen die dort vermessen. Bin ich mal gespannt.
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Beitrag 17.11.2009, 19:39 Uhr
ducman72
ducman72
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ZITAT(kaichen @ 17.11.2009, 20:32) *
Hallo,

wenn es eine Sacklochbohrung ist wirst Du mit selber reinrutschen Probleme haben.
Aber die Gutseite ohne starken Druck sollte schon möglich sein.

Gruß Kai


Es ist eine Durchgangsbohrung.
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Beitrag 17.11.2009, 19:45 Uhr
InTex
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ZITAT(ducman72 @ 17.11.2009, 19:39) *
Es ist eine Durchgangsbohrung.



Prüflabor ist gut, man kann auch mit Messmittel gegen messen, alles richtig. Aber zu dem isr es auch wichtig, daß die Grenzlehrdorne kalibriert werden.
Übrigens es gibt auch Lehrdorne mit Freischliff, damit beim Sackloch messen, die Luft entweicht.


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Beitrag 17.11.2009, 20:13 Uhr
MiBü
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Servus,

ist auf der Fertigungszeichnung angegeben, das die Teile mit Lehrdorn geprüft werden!?

Ich hatte (als Hersteller) auch schon oft das Problem, das von mir gemessene Teile passen, aber die Lehre nicht reingeht.

Das lag/liegt einerseits an der Toleranz, Lehren haben wenn neu oftmals auch auf der Gutseite ein bisschen Plus und 0 auf 0 geht nunmal weder mit Eigengewicht noch mit leichtem Druck.

Also evtl. dem Hersteller die Lehre zur Verfügung stellen, oder Ihn veranlassen, sich selbst eine Herstellen zu lassen.

Zum Rz3,5: Ich weiss das es echt nicht leicht für Dich ist, aber für einen Produzenten ist sowas natürlich auch mehr als ärgerlich! Vielleicht gibts da noch nen Vorgesetzten, der Dir und dem Lieferanten helfen könnte!?

Gruß

Michael


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Gruß

Michael
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Beitrag 17.11.2009, 20:49 Uhr
ducman72
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ZITAT(MiBü @ 17.11.2009, 21:13) *
Servus,

ist auf der Fertigungszeichnung angegeben, das die Teile mit Lehrdorn geprüft werden!?

Ich hatte (als Hersteller) auch schon oft das Problem, das von mir gemessene Teile passen, aber die Lehre nicht reingeht.

Das lag/liegt einerseits an der Toleranz, Lehren haben wenn neu oftmals auch auf der Gutseite ein bisschen Plus und 0 auf 0 geht nunmal weder mit Eigengewicht noch mit leichtem Druck.

Also evtl. dem Hersteller die Lehre zur Verfügung stellen, oder Ihn veranlassen, sich selbst eine Herstellen zu lassen.

Zum Rz3,5: Ich weiss das es echt nicht leicht für Dich ist, aber für einen Produzenten ist sowas natürlich auch mehr als ärgerlich! Vielleicht gibts da noch nen Vorgesetzten, der Dir und dem Lieferanten helfen könnte!?

Gruß

Michael


Hallo,
wegen dem Lehrdorn ist gesagt worden, es muss mit einem Kalibrietem Messdorn geprüft werden. Dass heisst doch, dass so ein Lehrdorn passen sollte.
Die Oberfläche ist dann ja auch mein Vorgesetzter dazwischen gegangen, der dann sagte, es reicht eine Oberfläche von 6,3. Nur wenn ich in der Zeichnung lese 3,2 und messe 3,5 sage ich doch nicht, naja es passt ja fast und die Fläche kann ja auch 6,3 haben. Ändere doch nicht einfach irgendwelche Maße.
Habe selbst auch beim Lohnfertiger gearbeitet, und ich habe es erlebt, wenn etwas nicht passt, kommt alles zurück.
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Beitrag 17.11.2009, 21:36 Uhr
knezink
knezink
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also ich weis gar nicht was ihr QM da für ein geschiss macht wegen der Oberfläche???
Ich bitte dich was macht das ob die Bohrung Rz 3,5 ist und nicht Rz3,2.
Hättest du reinschrieben Rz 4,5 da würde ich deinen ärger verstehen.

Ich hätte die Durchgangsbohrungen mit nem 3-Punkt nachgemessen und Dokumentiert.
wenn ich mich richtig entsinne hat er ne toleranz von +-0 ---> +18 und dieses Maß hättest du wunderbar mit einem 3-Punkt
oder einem Subito nachmessen und Protokollieren können und nicht noch in ein Prüflabor schicken müssen.

Hättest du als QMler mit nem Lehrdorn gestanden hätte ich dich mal ausgelacht.
Man soll erst Reklamieren wenn man die Messergebnisse in der Hand hat und nicht aufgrund eines Prüflehrdorns.

wegen der Oberflächengüte ist das meiner Meinung nach Preisdrückerei aber wegen den Bohrungen
wäre es schon möglich das du einen Tierisch auf den Sack bekommst wenn due Bohrungen doch Passend sind.


Sei mir nicht Böse aber meiner meinung hast du echt nicht viel Ahnung mit dem was du da machst
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Beitrag 17.11.2009, 21:39 Uhr
HolgiT
HolgiT
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Beiträge: 476

Guude!

Ich habe auch ein paar Jahre in der QS gearbeitet und kenne die Problematik. Man muß eigentlich immer beide Seiten verstehen.

Hat der Hersteller die Teile gemessen oder geprüft? Ist ja ein großer Unterschied.
Wenn geprüft, dann mit kalibriertem Lehrdorn? Und selbst wenn kalibriert, kann es immer noch sein, daß zwischen dem Lehrdorn des Herstellers und Eurem ein paar my Unterschied sind, da die Lehren bei der Herstellung ja auch einer Toleranz unterliegen.
Ich hab auch schon den Fall gehabt, daß unser neuer Prüfdorn gepaßt hat, der neue Dorn des Kunden aber nicht.
Da muß man sich dann einigen, nach welchem Dorn gefertigt wird.

Und es kann auch sein, daß der Kunde mit seinem evtl. kalibrierten Messmittel die Bohrung gut mißt, Du aber mit Deinem Dorn schlecht prüfst. Gibt es bei uns in der Firma auch.
Meßmittel mit Einstellring überprüft, Teil nach Meßmittel gut gefertigt, Lehre paßt aber nicht.
Da muß man sich dann auch einigen.

Mit der Oberfläche ist es genauso. Wir haben auch schon so einen Fall gehabt, Rz war 0,2 schlechter als nach Zeichnung. Wurde von QS des Kunden bemängelt. Nach höflicher Rücksprache mit QS und Konstruktion des Kunden war es trotzdem gut.


Gruß aus Mittelhessen,

Holger


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Nur mal so nebenbei: alle meine Texte werden ohne Computer Rechtschreibprüfung geschrieben.
Das geschieht bei mir ganz altmodisch, nämlich durch mich persönlich. :-)
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Beitrag 17.11.2009, 22:40 Uhr
hightower
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Hallo,

Also die Kritik wundert mich etwas, wenn Teile nach Zeichnung gefertigt werden, dürfen die nicht "fast" passen. Das gilt für Abmaße wie für Oberflächengüten.

Gibts denn keine Prüfprotokolle vom Hersteller? Da müsste dann bei der Oberfläche ein Wert stehen und bei der Bohrung laut Grenzlehrdorn OK.

Und wenn der Hersteller antanzt, weil dies und jenes nicht passt, soll er seine Meßmittel, in dem Fall seinen Dorn und sein Rauhtiefenmeßgerät doch dabeihaben, dann sieht man ja, was dabei rauskommt und wie man weitermacht. Dann gibts keinen Streit und man kann immer noch besprechen, ob wie in dem Fall die Oberfläche trotzdem ausreicht.

Bei der Bohrung würde sich auch zeigen, ob die Dorne unterschiedliche Maße haben oder ob dem Hersteller schnell die Argumente ausgehen.

Grüße
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Beitrag 17.11.2009, 23:19 Uhr
baconpep
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Hallo

Ja ja das messen.....

bei einer Bohrung genauso wie bei anderen "Maßverkörpernden" Maßen gilt aber immer noch der Taylorsche Grundsatz!!

Könnt ihr machen was ihr wollt. Ist so in der DIN Festgeschrieben.
Soll im Frühjahr 2010 Geändert werden, aber das ist ersmal hier bei dem Problem egal.

Eine 3 Punktmessung kann man dann machen, wenn man weiß, das man mit dem Entsprechenden Prozeß arbeitet, bei dem man weiß, wie und wo dort Fehler / Abweichungen entstehen können.

Zb. ein dünnes Rohr in einem 3 Backenfutter schön gespannt und dann bissel innen ausgedreht.
Wieder ausgespannt und siehe da plötzlich passt der Kalieber nicht mehr aber die 3 Punktschraube passt noch an eine Stelle.

Gruß Baconpep


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Beitrag 17.11.2009, 23:52 Uhr
InTex
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@baconpep

Also wenn ich mit einem Dreipunkt messe, dann sich nicht nur an einer Stelle. Erstens wegen des Rundlaufs zum anderen wegen des Zylinders. Aber darum gehts ja eigentlich garnicht.

ducman72 ist beauftragt wurden ein Messprotokoll zu schreiben. Nun gut soll er das machen. Prüfen mit seinen zur vefügung stehenden Grenzlehrdorn, wenn möglich auch mit Dreipunkt oder Into oder Subito.
Er braucht doch nichts anderes als seine Messergebnisse zu protokollieren, die Angaben der Messmittel hinzu zufügen, und zu unterschreiben.
Damit ist seine Arbeit getan. Ich glaube doch nicht, daß er auch zu entscheiden hat, was mit den Teilen geschieht.
Wobei mir aber unverständlich ist, daß ein Facharbeiter nicht genau weiß, wie man mit einen Grenzlehrdorn um zugehen hat.
Nach der Rauhtiefenmessung möchte ich jetzt garnicht nachfragen.


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Beitrag 18.11.2009, 05:52 Uhr
kaichen
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ZITAT(InTex @ 17.11.2009, 23:52) *
Wobei mir aber unverständlich ist, daß ein Facharbeiter nicht genau weiß, wie man mit einen Grenzlehrdorn um zugehen hat.
Nach der Rauhtiefenmessung möchte ich jetzt garnicht nachfragen.



Hallo,

also ich glaub schon das er das weiß, er hat lediglich gefragt ob man einen Dorn mit Hammer benutzen soll.

Fakt ist die Zeichnung gilt, und er protokolliert seine Messung und die Art wie gemessen wurde.
Er kann und braucht also nichts schönreden.
Wenn was anderes rauskommt gibt es die Möglichkeit der Bauteilabweichung, das ist aber wohl nicht seine Sache.

? Hat das hier nicht auch was mit QM zu tun. Ist vielleicht schon zu viel Praxis... wink.gif

Gruß Kai
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Beitrag 18.11.2009, 07:57 Uhr
bullet01
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Fakt ist wohl,
wenn auf der Zeichnung steht das zu 100% gemessen werden soll,
müssen es zu 100% gute Teile sein.
Nicht 98% und auch nicht 99%.
Wenn ich bei der Stichprobe schon schlechte Teile finde,
ist das mal ganz schlecht.

Ich würde die Teile prüfen, Dokumentieren,
Reklamieren auf Nachbesserung.

Wenn der Hersteller drauf besteht vorbei zu kommen und es nicht glaubt,
soll er wie schon geschrieben seine Messmittel mitbringen.
Dann kann man gegen prüfen, an genau den Teilen wo bei dir schlecht sind.

Es gibt ja den Fall der Abnutzung, auch wenn der Lehrdorn Kalibriert worden
ist vor einem halben Jahr.

Sollte sich herausstellen, das er Recht hatte muss man sich darauf einigen,
ob er die Teile Nachbessert und wer die Kosten trägt.
Falls die Teile mit seinen Messmitteln genau so schlecht sind,
gibt es keine Diskussion mehr, kann er sie gleich mitnehmen,
um Transportkosten zu sparen.

Und dann bleibt man bei dem ganzen Sachlich und wird nicht Persönlich,
da macht ja schließlich jeder nur seinen Job.

Der Beitrag wurde von cnc_kraemer bearbeitet: 18.11.2009, 07:58 Uhr


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gruß Klaus
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Beitrag 18.11.2009, 10:30 Uhr
MiBü
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Wer misst misst Mist.


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Gruß

Michael
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Beitrag 18.11.2009, 13:38 Uhr
KSTDIJA
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Hallo,

auf dem Grenzlehrdorn muss draufstehen welches Maß die Gutseite hat. Wenn es da nicht steht, dann steht es auf dem Protokoll des hoffentlich kalibrierten Dornes.

In der Regel hat der H7-Dorn auf der Gutseite genau das Nennmass.

Wenn der Dorn nur sehr schwer rein geht, kann es durchaus sein, dass die Bohrung auch genau am Nullmaß liegt.

Ergebnis: Dorn passt nicht, Maß ist trotzdem i.O.

Im Zweifel also nicht nur PRÜFEN, sondern auch MESSEN.

mfg

Dirk


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Dirk Jacob
KST Kraftwerks- und Spezialteile GmbH
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13158 Berlin
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Beitrag 18.11.2009, 15:45 Uhr
MiBü
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ZITAT(KSTDIJA @ 18.11.2009, 13:38) *
Hallo,

auf dem Grenzlehrdorn muss draufstehen welches Maß die Gutseite hat. Wenn es da nicht steht, dann steht es auf dem Protokoll des hoffentlich kalibrierten Dornes.

In der Regel hat der H7-Dorn auf der Gutseite genau das Nennmass.

Wenn der Dorn nur sehr schwer rein geht, kann es durchaus sein, dass die Bohrung auch genau am Nullmaß liegt.

Ergebnis: Dorn passt nicht, Maß ist trotzdem i.O.

Im Zweifel also nicht nur PRÜFEN, sondern auch MESSEN.

mfg

Dirk


Servus,

mein reden, ausser das der H7-Dorn in der Regel auf der Gutseite genau das Nennmaß hat, weil das stimmt in der Regel nicht.

Die Gut-Seite ist meist ein paar my im Plus bei neuwertigen Grenzlehrdornen!

Auch Lehrdorne haben eine Toleranz!

Gruß

Michael



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Gruß

Michael
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Beitrag 18.11.2009, 15:56 Uhr
ducman72
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ZITAT(kaichen @ 18.11.2009, 06:52) *
Hallo,

also ich glaub schon das er das weiß, er hat lediglich gefragt ob man einen Dorn mit Hammer benutzen soll.

Fakt ist die Zeichnung gilt, und er protokolliert seine Messung und die Art wie gemessen wurde.
Er kann und braucht also nichts schönreden.
Wenn was anderes rauskommt gibt es die Möglichkeit der Bauteilabweichung, das ist aber wohl nicht seine Sache.

? Hat das hier nicht auch was mit QM zu tun. Ist vielleicht schon zu viel Praxis... wink.gif

Gruß Kai



Ja, habe nur gefragt, ob der Dorn mit aller Gewalt rein gehen soll. Es ist nicht mein Job, dies ist nur eine Vertretung, der Kollege der es sonst macht ist Krank. Der Zulieferer hat von uns einen Kallibrieten Dorn zur verfügung gestellt bekommen, und sollte damit eine 100%ige Prüfung durchführen und muss dieses Protokollieren, weil die Werkstücke explosionsgeschützte Funktion haben. dann müssen wir die Werkstücke Stichproben haltig prüfen, mit kallibrieten Messwerkzeugen. Der Lieferant sagt uns, er habe zu 100% prüfen lassen und habe eine Protokoll, aber wir haben kein Messprotokoll zu sehen bekommen, und dieses Labor, welches die Messungen für gemacht hat, hat er nicht erreicht bekommen wie er bei uns war.
Hin und Her, der Lieferant möchte, dass die Werkstücke von einem unabhängigen Unternehmen gemessen werden. Es geht um sehr viel Geld.
Ich habe heute mit einem nicht kallibrietem Dreifuss gemssen, weil wir kein kalliebrietes haben, und habe das Ergebnis bestätigen können.
Ich habe ja nur gefragt, weil mir der Werkstattleiter mich angemotzt hat, er sei ja schliesslich doof, er habe nichts gelernt. Er ist nur zur Schule gegangen und hat studiert.
Wie gesagt, es ist eigentlich nicht mein Job, den ich dort mache, und ich muss das Protokoll unterschreiben. Wenn es dann verbaut wird, und jemand kommt deswegen zum Unglück, wird natürlich geprüft warum. Jetzt bleibt man bei meinem Messprotokoll hängen, wo die Oberfläche 3,5 hat. Naja ist ja fast 3,2. Ich möchte aber nicht ins Gefängnis.
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Beitrag 18.11.2009, 16:21 Uhr
InTex
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Hallo ducman72

In den Knast wird man dich wohl nicht gleich stecken. Schon garnicht, wenn du es nur als Vertretung machst. Ich glaube die suchen in dir einen Buhmann, wo man alles abwälzen kann.
Wenn ihr einen Dorn zur Prüfung mitgeliefert habt, und ihr oder du mit dem selbigen Stichproben machst, und diese Teile bei entsprechender Temperatur nicht passen, dann hat der Lieferant entweder nicht oder unter falschen Umständen geprüft.
Wenn der Grenzlehrdorn in Ordnung ist und er geht da nicht leicht rein, dann sind die Teile zu eng und passen dem zu Folge nicht.
Rein rechtlich gesehen, liegt der Lieferant mit Null in der Toleranz, aber für mich unlogisch, weil man Teile nun mal Mitte der Toleranz fertigt.


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Beitrag 18.11.2009, 16:24 Uhr
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Wenn es gefordert wurde zu 100% zu messen
und zu protokollieren und er bringt kein Protokoll bei.
Steht er in eurer Schuld und hat den Vertrag nicht erfüllt.

Dann gib ihm die Teile zurück.
Er soll sie zu 100% messen lassen und das Protokoll bringen.

Würde ich gar nicht lange machen, ihm auf den Hof stellen,
Reklamieren auf Nachbesserung und veranlassen das die Rechnung
nicht bezahlt wird.

Dann kommt er schon Automatisch in die Gänge.


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gruß Klaus
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Beitrag 18.11.2009, 16:36 Uhr
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ZITAT(InTex @ 18.11.2009, 16:21) *
liegt der Lieferant mit Null in der Toleranz, aber für mich unlogisch, weil man Teile nun mal Mitte der Toleranz fertigt.


Servus,

natürlich strebt man Mitte Toleranz an, aber unlogisch ist es nur, eine Toleranz anzugeben, und diese dann nochmal einzuengen.

H7 geht halt von 0 bis 0,018 und dann ist auch alles was in dem Bereich ist in der Toleranz, ansonsten muss man halt das Maß auf der Fertigungszeichnung weiter einengen (z.B. G6 !?).


Gruß

Michael



P.S.: die "Probleme" die ich mal hatte waren auch für einen Kunden der ex-geschütze Teile herstellt, nachdem wir von Messen auf Prüfen "umgestellt" haben gings dann aber einigermaßen.



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Gruß

Michael
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Beitrag 18.11.2009, 23:58 Uhr
hightower
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Hallo,

Wenn der Zulieferer einen Dorn von euch bekommen hat, muss er die Bohrung nicht messen, sondern mit diesem Dorn prüfen.
Und wenn man eine H7 Bohrung mit einem Grenzlehrdorn prüft, muß die Gutseite mit Eigengewicht reingehen.

Nun gibts Grenzfälle, wenn der Dorn bisschen zwickt, aber reingehen muß er, und nicht mit dem Hammer.

Bei ex-geschützten oder dynamischen Bauteilen wär ich da sehr vorsichtig, soll halt mal dein Vorgesetzter das Ding in die Hand nehmen und prüfen.

Da gibts keine Diskussion, geht der Dorn rein ist gut, wenn nicht, soll halt der Vorgesetzte unterschreiben.

Toleranzmitte ist Quatsch, Toleranzen sind da, um sie auszunutzen. Messmittel werden da immer eine Streitfrage sein, ich arbeite selber in der Fertigung und benutze halt das was verfügbar ist.
Der Kunde legt das Teil vielleicht auf ne Messmaschine und kommt auf ein anderes Ergebnis.

Ist in dem Fall aber nicht relevant, Dorn geht rein oder nicht, verstehe die Streiterei mit eurem Zulieferer gar nicht.
Hat der mal eine Bohrung bei euch geprüft?
Der kann sich auch nicht rausreden mit Null auf Null geht nicht, denn ihr habt ihm ja einen Dorn zum prüfen überlassen und demnach müssen die Bohrungen laut Grenzlehrdorn OK sein und nicht nach irgendanderen Messungen.

Grüße
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Beitrag 19.11.2009, 00:45 Uhr
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Hallo,

Ich versteh den ganzen Wirbel nicht, Zeichnungen sind dazu da, damit eben keine Disskusionen oder verschiedene Sichtweisen aufkommen.

In dieser werden ganz klar konstruktive Bedingungen gesetzt, wie Form, Lage oder andere Toleranzen.

H7 ist auch ganz klar als Spielpassung definiert, betrachtet man die Nullinie geht die Toleranz bei Bohrungen von 0 ins +, bei Wellen umgekehrt, demnach sollten die Teile dieser Toleranz immer gefügt werden können.

Nun zum Lehrdorn, ist er kalibriert und für gut befunden, weist dieser ein paar mü plus auf der Gutseite auf, denn wie schon oft erwähnt, Null auf Null geht physikalisch nicht, dennoch ist das ISO Passystem so erfolgreich und gut durchdacht, das es kaum bzw keine Lücken gibt.

Zum Problem ansich ist folgendes zu bemerken, da es sich um ein sehr spezielles Teil handelt, gab es auch diverse Richtlinien, die es als gestellte Anforderung einzuhalten gilt, auch da gibts keine Disskusion drüber!!

Ist dies durch fehlende Protokolle, oder fehlerhafte Teile bei Stichproben zu bemängeln, gibt es auch da Richtlinien wie man sich zum einen einigen kann, bzw nach ISO vorzugehen hat.

@Ducman72:

ZITAT
Ich habe ja nur gefragt, weil mir der Werkstattleiter mich angemotzt hat, er sei ja schliesslich doof, er habe nichts gelernt. Er ist nur zur Schule gegangen und hat studiert.


Dafür hätte er ein müdes Lächeln von mir kassiert, und ich hätte Ihn wahrscheinlich gefragt, warum er im Studium permanenten Tafeldienst hatte, bzw Kreide holen war.

Es ist immerwieder fazinierend wie in unserem Bereich gerne Zahlen freiwillig vergrößert werden, sei es bei Rz oder Toleranzen, denjenigen würde ich gerne mal als Autoverkäufer begegnen, ob da auch noch diese Kulanz herrscht?

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Beitrag 19.11.2009, 07:55 Uhr
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Darüber zu Diskutieren bringt hier wahrscheinlich eh nichts,
da wir nicht wissen wie das Teil aussieht, was für angaben
auf der Zeichnung stehen oder mit was für Bedingungen die Teile
beim Lieferant bestellt worden sind.

Da können wir nur spekulieren und das bringt nicht wirklich was.

Weil Fakt ist ja auch, auf der Zeichnung kann eine 10,2H7 sein,
wenn in der Bestellung ausdrücklich steht,
„Teile müssen 100% Lehrenhaltig sein, Gutseite muss rein gehen“
könnt ihr lange auf dem „0“ rum reiten.

Wenn das nicht drauf steht könnte er theoretisch auf die Messmaschine
gehen, und sie wären auch mit „0“ noch in der Toleranz.

Aber wie schon gesagt alles rein spekulativ.


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