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Fraeskopf 3-Achs 3D Styrodur gesucht

IndustryArena Webshop - Das könnte Sie auch Interessieren....

Beitrag 29.12.2014, 15:08 Uhr
Willa
Willa
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Beiträge: 9

Hallo,
ich bin immer noch neu in der Materie, also verzeiht bitte meine Fragen... Ich habe schon viel gegoogelt, aber nichts passendes gefunden. Dabei halte ich meine Vorstellung von einem passenden Fraeskopf für gar nicht für so speziell.
Ich moechte Styrodur fraesen. Die Platten sind so 30mm dick, manchmal muss ich von oben bis unten komplett durch (in 3-4 Durchgängen). D.h. ich brauche einen Fraeser bei dem die Schneide den gleichen (oder einen Größeren) Durchmesser hat wie der Schaft. Richtig? Ausserdem wäre ein Durchmesser von 6 mm ganz passend denke ich denn meine Versuche haben gezeigt, dass ich ordentlich Material in nur einem Schritt wegnehmen kann. Dann geht der Prozess insgesamt sehr schnell. Nun habe ich auch gelesen, dass ein Radiusfraeser (warum nicht ein "Bullnose"-Fraeser?) geeignet sein soll. Ich möchte sowohl senkrecht nach unten schneiden / bohren, als auch seitwärts. Fehlen noch weitere Angaben für den Verwendungszweck?
Wo finde ich dazu passende Fraeskoepfe..? Wie sollten die aussehen? Wie viele Schneiden, verzahnt? Ich finde auch irgendwie keine tollen Webshops für Fraeser, vielleicht suche ich nach dem falschen Stichwort?

Danke fuer eure Hilfe!!
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Beitrag 29.12.2014, 21:37 Uhr
modellbaumeister
modellbaumeister
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Mitglied seit: 21.03.2009
Beiträge: 405

Hallo,

schau mal z.B. bei www.hoffmann-tools.com. Dort haben die eigentlich alles was du benötigst.

Ich würde dir, je nachdem wieviel Geld du ausgeben möchstest, Schaft- oder Kugelfräser aus Hartmetall (teuer) oder HSS = Hochleistungs-Schnellarbeitsstahl (billiger) empfehlen.

Bei Kunststoffen würde ich mir einen Fräser suchen, der über große Spanräume verfügt und max. drei bis vier Schneiden hat. Besser drei. Eigentlich kannst du die meisten Fräser benutzen, die für die Bearbeitung von Aluminiumwerkstoffen ausgelegt sind.

Ich hoffe ich konnte dir schonmal etwas helfen.

Schöne Grüße

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Beitrag 30.12.2014, 09:01 Uhr
Willa
Willa
Level 1 = IndustryArena-Lehrling
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Mitglied seit: 17.12.2014
Beiträge: 9

Hi,
danke für die Hilfe! Ich lese immer wieder, dass Radiusfraeser für 3D Bearbeitung geeignet sein sollen. Ich möchte im Endeffekt kleine Flügel aus Styrodur fräsen. Diese sind in alle möglichen Richtungen gewölbt, und die beste finishing Strategie scheint die "morphed spiral" zu sein (ergibt die beste Oberfläche). Das habe ich nun mit einem 6mm Fraeser ohne Eckenradius gemacht mit 2mm Stepover - nicht schlecht, aber auch nicht perfekt. Wenn ich den gleichen Prozess in meiner Software mit einem Radiusfraeser simuliere (d=6mm, r=3mm), dann sieht das Ergebnis schon mal hübscher aus. Deswegen würde ich gerne einen Radiusfraeser ausprobieren. Was haltet ihr von diesem hier?
https://datronshop.de/cnc-fraeswerkzeuge/st...reischliff.html
Der ist für Alu und Plastik geeignet, hat wenige Schneiden, eine lange Schneide, 40mm Freischliff und ist mit 34 Euro noch erschwinglich. Ich suche jetzt noch mal weiter, aber der gefällt mir schon ganz gut. Der geht doch für Styrodur, oder?
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Beitrag 30.12.2014, 10:27 Uhr
modellbaumeister
modellbaumeister
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Beiträge: 405

Hi,

richtig. Um Flächen abzuzeilen benötigst du natürlich einen Kugelfräser. Hast du schonmal bei Hoffmann geschaut? Würde eher dort bestellen. Meiner Meinung nach bekommt man beim abzeilen die schönste Oberfläche mit einer achsparallelen Strategie.
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Beitrag 30.12.2014, 14:42 Uhr
Guest_guest_*
Themenstarter

Gast



Hallo Willa,

bei Hohlkonturen, die am Grund noch einen Radius haben müssen, wirst du an einem "Kugelkopf"- oder Radienfräser nicht vorbeikommen, es sei denn du kannst das Werkzeug, bzw. das Werkstück schräg anstellen und somit den Umfang des Fräsers nutzen.
In letzterem Fall, der soweit möglich, im Formenbau ausgiebig genutzt wird, ist die Belastung der Werkzeugspitze sehr gering.
Mit Bull-Nose-Cuttern, die hierzulande auch Torusfräser genannt werden, wird das nur reibende Fräserzentrum möglichst aus dem Spanbereich ferngehalten. Die dafür nötigen Strategien werden an modernen Steuerungen oft vollständig von Zyklen abgedeckt:
  • Eintauchen mit Helix (Schraubenlinie)
  • Ausräumstrategien (achsparallel, konturparallel (äquidistant))
  • Hochvorschubfräsen (Highspeed)
Das dürfte besonders bei der temperaturkritischen Bearbeitung von Kunststoffen interressant sein.
Eine vom Fräserzentrum zerriebene Oberfläche ist ja nur sehr selten erwünscht.
Jetzt ist nur die Frage, was können deine Maschine und dein CAM davon leisten?
Bei einer 3-achsigen Maschine wirst du, bei Radien im Grund, mit Reibspuren des Kugelfräsers leben müssen.
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Beitrag 02.01.2015, 13:32 Uhr
Willa
Willa
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Mitglied seit: 17.12.2014
Beiträge: 9

@modellbaumeister: Bei hoffmann finde ich keine Radiusfraeser unter 80 Euro... Und wenn, dann haben die nur eine sehr kurze Schneide.
-guest: Die Fräse ist 3-achsig, also x,y,z. Mit schraeg anstellen des Werkstückes wird schwierig, ich wüsste nicht wie ich das manuell Kalibrieren könnte. Ausserdem muss ich das Objekt von oben und von unten fräsen, also ist das für mich schon aufwändig genug...
Ich habe mal ein Bild angehängt von der Simulation mit 6mm fraesern und 1mm step-over. Mit dem vorhandenen "flat-end"-fraeser kann man das zwar fräsen, adersteilere Konturen werden dann nicht besonders hübsch (siehe z.B. die Senke in der Mitte). Mit einem Radiusfraeser müsste das doch besser gehen, oder? Es sei denn das zerreibende Zentrum (daran hatte ich gar nicht gedacht...) macht alles wieder kaputt. Problematisch wird das aber nur, wenn die zu fräsende Fläche exakt horizontal ist, oder? Das ist bei den allermeisten Teilen die ich machen muss nicht der Fall.
Gibt es denn keine Radiusfraeser ohne Schneiden im Zentrum...?

Viele Gruesse,
William
Angehängte Datei(en)
Angehängte Datei  ball_vs_end.jpg ( 873.52KB ) Anzahl der Downloads: 36
 
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Beitrag 02.01.2015, 14:25 Uhr
Guest_guest_*
Themenstarter

Gast



ZITAT
Gibt es denn keine Radiusfraeser ohne Schneiden im Zentrum...?


Für die Lösung dieses Problems würden einige Leute sehr viel Geld bezahlen.
Die Anderen nutzen deshalb eine 5-Achs-Simultanbearbeitung. wink.gif
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Beitrag 02.01.2015, 14:41 Uhr
Ladykiller
Ladykiller
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Jupp eine 5 achs Simultan Maschine, wäre in der mitte die kreiseinwölbung nicht, hätte ich gesagt spanne es mit ein paar grad (zb 5 grad) gekippt ein damit deine querscheide nicht zum einsatz kommt, damit erzielst du bessere oberflächen und kannst mehr speed draufgeben und sogar den zeilenabstand etwas vergrößern um aufs gleiche ergebniss zu kommen.
Bei 3 achsen hat man halt das problem das die querschneide das material immer drückt und quetscht und deine oberfläche darunter leidet.
Aber wenn du lust hast kannste es trotz innenwölbung leicht kippen und dann von unten nach oben linear abzeilen somit ist die querschneide nie im einsatz, hilft dir zumindest bei der oberfläche.
jedoch für die aussenbearbeitung müsste es dann wieder gerade spannen.
denk aber daran im CAM dann ebenfalls den nullpunkt gekippt zu verlegen.
Wenn du das versuchen willst, musste nur darauf achten wieviel grad du es kippen kannst (zb. im schraubstock) wegen deiner innkreismulde, das du da noch rein kommst. hab kein 3D modell sonst könnte ichs mir besser anschauen.

Der Beitrag wurde von Ladykiller bearbeitet: 02.01.2015, 14:50 Uhr


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Hoffe ich konnte helfen, MFG Joshi
Es ist keine Schande nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
Wer aufgehört hat besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein.

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Beitrag 02.01.2015, 21:17 Uhr
schuppe1111
schuppe1111
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Beiträge: 22

Hallo William

Mach Dir nicht so viele Gedanken mit der Oberfläche. Wenn Du eine hohe Drehzahl und eine kleine Zeilenbreite nimmst, dann solltest Du eine annehmbare Oberfläche hinbekommen. Du kannst ja auch verschiedene Fräsrichtungen, also verschiedene Gradzahlen im Cam programmieren und am wirklichen Bauteil mit Offset(Fräser länger machen, Nullpunkt verschieben) probieren und das beste Ergebnis nimmst Du dann für die Zukunft.


Gruss Schuppe
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