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Low-Budget Schleifmaschine

Beitrag 06.10.2016, 10:45 Uhr
BR031010
BR031010
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Beiträge: 18

Hallo zusammen,

ich bin mit der Suche nach einer günstigen Außenrundschleifmaschine für eine geometrisch einfache Bearbeitung betraut worden.
Die Teile kommen aktuell vom Lohnfertiger, dieser hält aber bisweilen bei zufriedenstellender Qualität die Lieferfristen nicht. Daraus erwuchs der Plan: Machen wir's selbst.
Hier kommt jetzt das Problem: mit nur 3000 bis 4000 Stück bei einer einfachen Außenrundschleifbearbeitung einer Klebeverbindung auf Ra 0,38 ohne große Lagetoleranzen - einzig: absatzfrei, weil hygienisches Design - ist das Budget-Volumen entsprechend gering. Einziger Pferdefuß der Bearbeitung ist die Werkstoffpaarung aus rostfreiem Stahl und ZrO2 (1200 HV). Da bleiben wohl nur hochharte Schleifscheiben.

Bei den etablierten Herstellern gehen leider selbst die Einstiegsmodelle bei mittleren sechsstelligen Beträgen los und sind für die Aufgabe ziemlich überqualifiziert. Selbst konventionelle Maschinen - so noch erhältlich starten bei deutlich über 100 000 €.
Gibt es einen Hersteller oder Händler im Niedrigpreis-Sektor der eine hinreichende Qualität und Zuverlässigkeit zu einem vertretbaren Preis ermöglicht oder kann man Knuth und co. vollkommen vergessen? Geplanter Invest liegt aktuell unter 50 000 €.
Die Alternative dazu sähe ich im Bereich der Gebrauchtmaschinen, leider kenne ich mich auf dem Markt überhaupt nicht aus, was ein faires Preis-Leistungs-Angebot angeht und welche Lebensdauer zumutbar ist, bzw. welche Teile der gebraucht Maschine nach (10, 20, 30) Jahren zwingend erneuert sein müssen, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Ich hoffe, ihr könnt mir mir weiterhelfen. Ich bin für (fast) jede Art von Informationen, Ratschlägen, Tipps (Links) und sachliche pro und contra der Hersteller dankbar.

viele Grüße

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Beitrag 06.10.2016, 11:57 Uhr
InTex
InTex
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Beiträge: 3.986

Hallo,
Werf doch mal einen Blick hier hinein...https://www.maschinensucher.de/mss/kellenberg
Vielleicht könnt ihr eine Kellenberger 600U günstig erwerben.
Zumindest wird eine Varia UR-M (CNC) für 25000€ angeboten.


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Eine Schraube ohne Gewinde ist ein Nagel

Grüsse aus dem Harz - InTex
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Beitrag 06.10.2016, 12:57 Uhr
zahnstange
zahnstange
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Beiträge: 866

Hallo,

den Vorschlag von InTex finde ich gut!

Bevor Ihr aber eine Maschine kauft, solltet Ihr wissen, wie dieser Schleifprozess überhaupt durchgeführt wird. Bei dem Material kommt sehr wahrscheinlich nur eine kunstharzgebundene Diamantscheibe in Frage. Aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit ist eine super Kühlung immens wichtig! Evtl. ist es sogar sinnvoll mit Öl zu kühlen....

Auch muss die Maschine die geforderten Schnittwerte umsetzen können. In der Regel werden selbst schärfende Abrichtwerkzeuge eingesetzt. Diese müssen in der Maschine integrierbar sein.

Bei ca. 4000 Teilen käme für mich nur eine CNC in Frage! Wenn die Maschine von InTex das alles umsetzen kann, warum nicht?
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Beitrag 06.10.2016, 13:01 Uhr
Speed-master
Speed-master
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Beiträge: 13

https://www.maschinensucher.de/Haendler/507...k#angebote_alle

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Beitrag 06.10.2016, 13:03 Uhr
Speed-master
Speed-master
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Beiträge: 13


Einfach mal anrufen, die haben öfters welche.
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Beitrag 06.10.2016, 13:16 Uhr
InTex
InTex
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Beiträge: 3.986

Eine CNC - Rundschleifmaschine ist bei manchen Arbeiten nicht zwingend schneller und effizienter.
Bei der 600 U handelt es sich um eine konventionelle Rundschleifmaschine also auch zum Innenrundschleifen und Planschleifen geeignet.
Natürlich sind Maschinen auch Grenzen gesetzt...sprich Durchmesser. Ich selber konnte aber noch bis runter auf Durchmesser 2mm schleifen.
War aber dann doch schon unterste Grenze auf Grund der Drehzahl welche die Maschine hergab.
Ob nun kunststoff gebunden oder keramisch gebunden, das ist der Maschine egal. Zumindest habe ich mit der Maschine 10 Jahre lang gute Erfahrungen gemacht.
Ich würde jetzt auch nicht stur auf nur einer Aussenrundschleifmaschine setzen. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da ist eventuell auch mal eine oder mehrere (4000) Bohrungen fällig. Dann ärgert man sich vielleicht, weil man ein paar Euros gespart hat.


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Grüsse aus dem Harz - InTex
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Beitrag 06.10.2016, 13:28 Uhr
DickerSpan
DickerSpan
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Beiträge: 2.099

Firma BEMA ist auch noch zu nennen.
Verkaufen überholte Kellenberger


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Schuster, bleib bei deinen Leisten!!!
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Beitrag 07.10.2016, 07:40 Uhr
BR031010
BR031010
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Vielen Dank für alle Infos Eurerseits!

Noch ein paar Infos zur Bearbietungsaufgabe: der zu bearbeitende Durchmesser ist 12 mm, Schleifaufmaß 0,1 mm (einfach). Um keinen Absatz in das Werkstück zu bekommen, arbeitet der Zulieferer ganz leicht Konisch (ca. 0,5°), um den Übergang sauber zu gestalten.

Aufspannung zwischen Spitzen geht leider nicht, da die Planflächen nicht gebohrt bzw. beschädigt werden dürfen, daher Spannzange oder Backenfutter - sprich: Fliegendschleifen. Die Länge der Teile ist aktuell bei max. 220 mm Sollte aber bei den meisten Maschinen kein Problem sein, die Werkstückspindel umzurüsten oder?

Ein Vertriebler, mit dem in Kontakt war, brachte die Idee einer galvanisch belegten (nicht abrichtbaren) Diamant-Scheibe ins Gespräch, um sich die Kosten für das Abrichtequipment zu Sparen, könnte bei der geringen Stückzahl eventuell günstiger sein.

Werkzeugseitig höre ich auch bei Euch Diamant heraus, trotz Kontakt zu korrosionsbeständigem Stahl - ist CBN für Keramik ungeeignet?
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Beitrag 07.10.2016, 12:21 Uhr
InTex
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Beiträge: 3.986

ZITAT(BR031010 @ 07.10.2016, 07:40 Uhr) *
Werkzeugseitig höre ich auch bei Euch Diamant heraus, trotz Kontakt zu korrosionsbeständigem Stahl - ist CBN für Keramik ungeeignet?


Was meinst du damit? CBN ist immer kunststoffgebunden.....Ausser Hartmetall ist alles damit schleifbar. Alu würde ich natürlich auch vermeiden smile.gif

Fliegend schleifen bei Durchmesser 12 und auf der Länge ist natürlich schon heftig....muss man probieren.
Ich hätte bei der Fertigung beidseitig einen Zentrierzapfen gelassen, zwischen Spitzen geschliffen..bei CBN beidseitig zugestellt, und zuletzt die Zapfen entfernt.
Obwohl bei den Teilen nun das spitzenlose Schleifen wirtschaftlicher ist.

Liege ich eventuell richtig, daß ihr von beiden Seiten schleifen wollt? Ich berufe mich gerade auf die Scheibenanstellung von 5 Grad.


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Eine Schraube ohne Gewinde ist ein Nagel

Grüsse aus dem Harz - InTex
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Beitrag 07.10.2016, 12:54 Uhr
BR031010
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Mitglied seit: 09.09.2016
Beiträge: 18

ZITAT(InTex @ 07.10.2016, 12:21 Uhr) *
Fliegend schleifen bei Durchmesser 12 und auf der Länge ist natürlich schon heftig....muss man probieren.
Ich hätte bei der Fertigung beidseitig einen Zentrierzapfen gelassen, zwischen Spitzen geschliffen..bei CBN beidseitig zugestellt, und zuletzt die Zapfen entfernt.
Obwohl bei den Teilen nun das spitzenlose Schleifen wirtschaftlicher ist.

Liege ich eventuell richtig, daß ihr von beiden Seiten schleifen wollt? Ich berufe mich gerade auf die Scheibenanstellung von 5 Grad.


Hallo InTex,

ich möchte ungern mit voller auskragung fliegend schleifen - ich dachte eher an eine Spannzange oder aber eine Durchführung mit Auskragung von max 50 mm.
Nein nicht beidseitig schleifen, auch sind es keine 5° sondern 0,5 bis 1° - nur so weit angeschrägt, damit der Schleifbereich sauber in den Zylinder ausläuft und keine optische Kante erkennbar ist.
Zentrierzapfen geht nicht, da an der Planfläche ein Sensorelement sitzt, dass nicht modifiziert werden darf. Auch spitzenlos ist problematisch, da wir eine zweite Variante (gleiche Bearbeitung und Bearbeitungsdurchmesser) haben mit einer Schulter von knapp 100 mm Durchmesser.
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Beitrag 10.10.2016, 07:02 Uhr
HAINBUCH
HAINBUCH
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Beiträge: 297

ZITAT
Die Länge der Teile ist aktuell bei max. 220 mm Sollte aber bei den meisten Maschinen kein Problem sein, die Werkstückspindel umzurüsten oder?


An deiner Stelle würde ich mir die Werkstückspindeln genau anschauen thumbs-up.gif

50 mm Ausspannlänge sollte bei D12 noch gehen. Kommt bei dem geringen Durchmesser auch auf die Querkräfte beim Schleifen an...

Grüße Achim


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