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Selbstständigkeit als Einmann Fräserei

Informationen zu Stellenangeboten

Hallo liebe Community,

wir möchten euch darauf aufmerksam machen , dass dies Forum dem fachlichen Erfahrungsaustausch und eben nicht für Stellenausschreibungen angelegt wurde! Es geht hier um Arbeitnehmer / Arbeitgeber und Arbeitsverhältnisse, rechtliche Belange und allgemeines zum Arbeitsverhältnis.
Wir erlauben seit einiger Zeit keine Stellenausschreibungen mehr im Forum.
Dennoch geben wir die Möglichkeit dazu über Marktplatz / "Stellenmarkt" - hierüber kann man auch Stellenangebote aufgeben diese werden dann auf jobinfo24 einem breiten Publikum gezeigt und bei fachlicher Ausrichtung auch dort in der Liste der IndustryArena eingereiht.
Für Unternehmen, Firmen, Jobagenturen & Co. gibt es professionelle Möglichkeiten Ihre Ausschreibungen zu platzieren.

Die AdminCrew
Beitrag 17.05.2011, 06:20 Uhr
neor
neor
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Hi Leute,

bin jetzt seit ein paar Wochen am überlegen mich selbstständig zu machen und würd gern mal eure Meinungen mit einbeziehen.
Nach meiner Ausbildung als Zerspaner habe ich einen Bürojob angefangen und das ist jetzt 4 Jahre her. Jedoch bilde ich mir ein noch ziemlich genau zu wissen wie alles geht (So lange ist das ja nicht her). Ich bin zur Zeit 40 Stunden in der Woche im Büro, und meine überlegung ist das ich mir eine Fräsmaschine kaufe und das ganze erst mal nebenbei betreibe, also hauptsächlich dann Abends nochmal 3-4 Stunden investieren in die Fräserei. Wenn die Fräserei dann irgendwann auch mal genug Gewinn abschmeißt und ich weiss wie der Hase läuft dann würde ich gerne Vollzeit in meiner Fräserei arbeiten.

Worauf ist zu achten?
Wie stehen die Chancen?
Welche möglichkeiten der Förderungen gibt es?
Wie schwer ist es an Aufträge ran zu kommen und wie geht man dabei vor?

Sagt mir einfach mal alles was ihr so wisst ;-)

Komme aus der Region Kassel (Nordhessen)

Liebe Grüße
Tobias
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Beitrag 17.05.2011, 06:52 Uhr
bullet01
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Hallo,

der Gedanke hatte ich vor 3 Jahren auch,
ich hab es gemacht, 8-10 std. normal gearbeitet in meinem Büro Job,
danach noch 3-4 std. für mich, auch mit Fräse.

Ich kann dir so viel sagen, vergiss es mit nebenbei,
voll oder gar nicht, das nebenbei läuft nicht gut.

Das fängt schon damit an, du bekommst vielleicht 2 oder 3 Aufträge,
auf einmal und alle wollen zu erst, dann ist im Job noch viel Arbeit,
musst länger machen, auf einmal Arbeitest du 16-20 std. am Tag,
weil du anderst gar nicht mehr rum kommst.

Dann musst du Angebote schreiben, Material besorgen, Rechnungen schreiben,
in den ersten 2 Jahren musst du jeden Monat zum Steuerberater.

Kein Wochenende, keine Familie, Keine Minute für dich selber.

Dann brauchst du eine Werkstatt die musst du Mieten,
Fräse kaufen auf Kredit, Strom, Wasser, Heizkosten, Steuerberater,
Versicherung, Kammer und das schlimme ist alle wollen nur dein bestes
(dein Geld). Bist du die Kosten rein Gewinn wieder drin hast,
Arbeitest eine weile für Lau.

So jetzt dürfen andere noch was dazu schreiben.


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gruß Klaus
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Beitrag 17.05.2011, 07:51 Uhr
neor
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Hi, danke erstmal für deine Antwort.
Wie viel Umsatz macht man denn am Anfang mit so einer Fräserei und wie viel Ausgaben hat man ca. für Wendeschneidplatten und Co.?
Was denkt ihr ist sinnvoll für eine Maschine zu nehmen für den Anfang?
Also in der Ausbildung habe ich viel mit einer Dialog11 steuerung gearbeitet, ab und zu mal 426er Heidenhain.
Wobei ich dazu sagen muss, der Umgang mit Computern fällt mir nicht sonderlich schwer und ich würde mich gern mit Heidenhain Steuerungen beschäftigen.
Wie viel kostet so eine Halle denn ca.? und wie viel Stromkosten sind das am Anfang?
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Beitrag 17.05.2011, 10:37 Uhr
bullet01
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Umsatz - ist von dir und deinem Kundenstamm abhängig.

Maschine - das hängt von deinem Produktspektrum wo du anbieten willst ab.
(feine-, mittlere oder grobe Zerspanung, so wie Einzel- oder Serienfertigung)

Steuerung - wenn du fit bist, so wie du schreibst wird es relativ egal sein was für eine.

Halle - das kann von bis und ist abhängig von der Ausstattung, Lage und Alter.

Stromkosten - bei 4std abends würde ich jetzt mal auf 150-200€/monat tippen.


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gruß Klaus
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Beitrag 17.05.2011, 12:25 Uhr
blacksheeo
blacksheeo
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bleib angestellter, da is das leben viel ruhiger^^
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Beitrag 17.05.2011, 12:52 Uhr
neor
neor
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Wie kommst du darauf das ich es ruhig haben möchte, ruhig langweilt mich auf dauer...
Die Frage ist nicht nach dem OB sondern nach dem WIE!

Der Beitrag wurde von neor bearbeitet: 17.05.2011, 12:54 Uhr
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Beitrag 17.05.2011, 13:14 Uhr
bullet01
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Weist du überhaupt in welche Richtung du willst,
Prototyp, Kleinserie, Großserie,
oder was für Materialien oder Kunden du ansprechen willst.

Hättest du schon potenzielle Kunden?

Das musst du dich selber fragen,
alles andere ist Spekulation ins blaue.



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gruß Klaus
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Beitrag 17.05.2011, 13:50 Uhr
neor
neor
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Also denke mal ich solle mit einfachen dingen anfangen und Kleinserien machen, womit lässt sich denn halbwegs gut Geld verdienen am Anfang?
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Beitrag 17.05.2011, 14:17 Uhr
bullet01
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Ich möchte ja nicht blöd klingen,
aber das sind Entscheidungen die du selber treffen musst.

Falls du das nicht kannst, lass es sein,
such dir ein Hobby das dir nicht langweilig wird und gut ist.



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gruß Klaus
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Beitrag 17.05.2011, 15:21 Uhr
neor
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Ok, dann würde ich einfach mal sagen sollen es Prototypen sein, da ich bei Kleinserien sowie Großserien nicht konkurrenzfähig seinen kann da mir am anfang eine 5 Achs Maschine sicherlich zu teuer sein wird! was ich auch nicht machen werde und auch nicht kann am Anfang sind spezielle 3D Konturen die nur mit einer CAM Software geschrieben werden können. Aber wie komme ich an Aufträge ran, kann mir das mal jemand sagen bitte?
Und nur um das nochmal klar zu stellen, in der Planung ein Unternehmen zu gründen befinde ich mich noch nicht. Sondern ich sammel noch Informationen und versuche heraus zu finden wie ich es am realisieren kann. Also habt bitte etwas Nachsicht mit mir...
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Beitrag 17.05.2011, 15:26 Uhr
bullet01
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Hast du Eigenkapital,
oder musst alles auf Pump nehmen.


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gruß Klaus
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Beitrag 17.05.2011, 15:36 Uhr
neor
neor
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Nunja, mehr als 10k werde ich nicht aufbringen können. Rest dann auf Pump, aber ist es nicht sinnvoller alles auf Pump zu machen damit man die Kredite abschreiben kann? Kenne mich da noch nicht so aus, und gibt es für solche Sachen nicht spezielle Kredite?
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Beitrag 17.05.2011, 15:47 Uhr
vagabund
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Ohje,
ich versuch es mal ganz grob

Strom ( Maschiene, Kompressor ), Wasser, Hallenmiete ( Kran? ), Betriebsmittel ( z.B. Öle ) ca. 2500€ mtl.
Gabelstapler und Fräsmaschine leasing ( ? ) ca. 3000€ ( wenn es billig wird ) mtl.
CAD-System ein muß ( heutzutage wird kein Papier zur Anfrage mehr verschickt ) jenachdem 2500€ einmalig + mtl. Service
sonstige Betriebsmittel Fräser, Bohrer, Wendeplatten, Aufnahmen ca. 1500€ mtl.
Zwangszahlungen an die Innung usw. ( hab ich jetzt nicht im Kopf )

Zeit zum Kunden fahren ( Klinkenputzen ) unbezahlbar, da keine Zeit vorhanden ist wenn man nebenbei sowas vorhat

Teilweise evtl. hochgegriffen aber auf sowelche Kosten kannst du dich schonmal einstellen und ausrechnen wieviel Umsatz du im Monat machen muss um nur die Kosten ohne dein Lohn reinzuholen.
Es kann funktionieren aber meist nur dann wenn man nicht auf Geldeingang angewiesen ist, die Zahlungsmoral ist bei einigen Firmen *#+ö+ä#

[edit]
Habs grad erst gesehen.
10000€ sind eindeutig zuwenig, selbst bei einem Jungunternehmer Dahrlehnen vom Staat wird die Bank nur den Kopf schütteln.

Ich glaub am besten wäre es für dich wenn du erstmal mit einer konventionellen Maschine anfängst und nur leichte Serienteile machst ( 6 Seiten bearbeitung und Bohren ) Alles andere macht bei deinem Eigenkapital kein Sinn.
Geh zur Bank, sag denen was du vorhast, die sagen dir dann was sie erwarten, alles andere macht momentan kein Sinn

Der Beitrag wurde von vagabund bearbeitet: 17.05.2011, 15:53 Uhr
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Beitrag 17.05.2011, 16:03 Uhr
Blumenhofen
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Also ich habe mich auch als Quereinsteiger ( vorher Systemadmin ) Selbstständig gemacht. Das ganze läuft über Modellbau.
Angefangen hat es mit einer kleinen Portal und handliche ( 250kg ) CNC Drehmaschine. ( Im Keller angefangen )
Damit habe ich Teile für Modellbau gefertigt die zu meinem Sortiment passte was ich als zukaufteile auch angeboten habe.
Also ca. 30 verschiedene Teile von 10-300 Teile.
So konnte ich recht schnell eine kleine CNC Fräse ( ca. 750kg ) ( mußte ja noch in den Keller ) dazu kaufen.
Das ganze kurz ( 2-4 Monate ) nach der Arbeit, dann aber arbeitslos weil die Firma Insolvent geworden ist ( nicht wegen mir ).
So hab ich vom Arbeitslosengeld gelebt und der Gewinn meines Modellbaus in meine Firma gesteckt. ( neue Ware usw. )
Merkte recht schnell das das zum Leben aber nicht reichen wird wenn das Arbeitslosengeld zu ende ist. Und Gewinn wollte ich ja auch mal machen.
Also Halle angemietet und 2 weitere CNC Maschinen gekauft ( gebraucht, aber bar bezahlt ) . Mache nie Kredit
Aufträge waren schnell gefunden. War über Myhammer. . Die Teile mach ich sogar heute noch auf Abruf alle 1-2 Monate.
Allerdings ist es heute über Myhammer nicht mehr so einfach wie vor paar Jahren.
Hab mittlerweile 7 CNC Maschinen Tendenz steigend ( und was man sonst so brauch wie Sägen, Standbohrmaschinen usw )
Modellbauteile fast gar nicht mehr. ( Lohnt sich zu wenig )
Mache recht einfache Teile als Lohnfertigung ( Serien 100-10000 ).
Damit komme ich sehr gut zurecht und verdine gut.

Es gibt noch einige Bereiche die man abdecken kann. Dazu muß man aber sich von der Masse etwas abheben.
Also "nur" eine normale CNC Drehmaschine reicht nicht.
Genauso eine mittelgroße Portalfräse.
Oder ein einfaches 3 Achs BAZ.
Sowas hat fast jeder und dann den Auftrag zu bekommen ist schwer.

Meiner Meinung ist mit einer Drehe mit Angetriebenen Werkzeugen und Gegenspindel noch was zu holen.
5 Achs weiß ich nicht, kenne mich in den Aufträgen nicht aus.
Bei mir läuft alles auf recht lange Bauteile hinaus die Geld bringen.
Daher haben die meißten meiner CNC auch recht lange X Verfahrwege.
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Beitrag 17.05.2011, 17:40 Uhr
neor
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Was kostet das leasing von maschienen so ca? (z.B. DMU 40 monoblock oder so in der art)
Meine Idee war eher, sehr klein anzufangen und das Geld was bei rum kommt auch gleich wieder in die Firma zu stecken.
Mir schwebte sowas wie eine FP5 mit dialog11 steuerung vor oder ne Mikron mit 426er (Ist eine frage des Preises).
Vollkommen klar das es nicht einfach wird und auch viel Zeit brauch bis sowas einigermaßen rund läuft aber es kann doch nicht unmöglich sein...
Sind Öle wirklich so teuer auf den Monat gerechnet?

@Blumenhofen
Was für Teile sind das so im Modellbaubereich?

@vagabund
Was meinst du mit "leichte Serienteile"?
Und wie komme ich an solche Aufträge ran?
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Beitrag 17.05.2011, 18:31 Uhr
Blumenhofen
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Teile die ich gemacht habe waren für RC Cars 1:18 und 1:5. Servoplatten, Chassiplatten, Tuning allgemein.

Also ich hab mit ca. 6000 DM angefangen. Das ich auf ein Betriebsvolumen der das drehen / fräsen abdeckt von deinem Startkapital 10k dauerte bei mir weit über 1 Jahr. Hätte freudensprünge gemacht 10K für den Anfang gehabt zu haben.

Fange mit den 10K an ohne Leasing oder Kredite. Dafür bekommt man ne schöne gebrauchte kleine CNC Drehmaschine und kleines Baz. ( Da muß ja nicht Deckel / Weiler drauf stehen )

Den Sprung als Quereinsteiger das zu starten mit Leasing / Kredite und direkt in die vollen ( über 50K oder so ) und ohne Aufträge halte ich für sehr gewagt.

Das kann meiner Meinung nur funktionieren wenn man in dem Beruf länger gearbeitet hat und sofort weiß wie der Hase läuft. Und von da schon paar Kundenkontakte hat.
Man brauch einfach eine gewisse Lehrzeit bis es rund läuft. Und in der Zeit fressen einem die Kredite auf.

Der Beitrag wurde von Blumenhofen bearbeitet: 17.05.2011, 18:36 Uhr
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Beitrag 17.05.2011, 18:57 Uhr
neor
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ZITAT(Blumenhofen @ 17.05.2011, 19:31 Uhr) *
Teile die ich gemacht habe waren für RC Cars 1:18 und 1:5. Servoplatten, Chassiplatten, Tuning allgemein.

Also ich hab mit ca. 6000 DM angefangen. Das ich auf ein Betriebsvolumen der das drehen / fräsen abdeckt von deinem Startkapital 10k dauerte bei mir weit über 1 Jahr. Hätte freudensprünge gemacht 10K für den Anfang gehabt zu haben.

Fange mit den 10K an ohne Leasing oder Kredite. Dafür bekommt man ne schöne gebrauchte kleine CNC Drehmaschine und kleines Baz. ( Da muß ja nicht Deckel / Weiler drauf stehen )

Den Sprung als Quereinsteiger das zu starten mit Leasing / Kredite und direkt in die vollen ( über 50K oder so ) und ohne Aufträge halte ich für sehr gewagt.

Das kann meiner Meinung nur funktionieren wenn man in dem Beruf länger gearbeitet hat und sofort weiß wie der Hase läuft. Und von da schon paar Kundenkontakte hat.
Man brauch einfach eine gewisse Lehrzeit bis es rund läuft. Und in der Zeit fressen einem die Kredite auf.


Hört sich vernünftig an!
Aber denkst du ich sollte echt mit einer drehbank anfangen?
Eigentlich wollte ich eher in die Fräsrichtung gehen...
Oder macht das eine ohne dem anderen keinen sinn?
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Beitrag 17.05.2011, 19:47 Uhr
MiBü
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Servus,

mach doch den Handwerksmeister, da lernst Du ne Menge was Selbstständigkeit angeht, und kannst einen "Meisterbetrieb" eröffnen. smile.gif


--------------------
Gruß

Michael
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Beitrag 17.05.2011, 20:22 Uhr
vagabund
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Unter leichte Serienteile versteh ich leicht zu bearbeiten. Also z.B. 6 Seiten fräsen, Absatz und Bohrungen und das in Serie von min. 50Teile.
Wo man sowelche Aufträge herbekommt ist eine gute Frage, da wirst du schon bei vielen Firmen vorstellig werden müssen.
Es gibt Schmieden die Rohblockbearbeitung für Schmiedegesenke in Serie ( ca. 10Teile ) rausgeben ( 6 Seiten fräsen, Schrägen und Transportbohrungen ), das sind so sachen die eine größere Firma nicht gerne macht, man verdient damit nicht viel aber für einen 1 Mann Betrieb ist das in Ordnung, die können zum guten Preis anbieten. Kommt natürlich auf die größe der Maschine an.
Wo man schnell bei vielen Firmen ein Bein reinbekommt sind Großteile, fällt aber bei dir weg, da der Maschinenpreis zwischen gut und böse liegt. Die meisten Firmen kaufen sich lieber kleine Maschinen statt einer großen. Ich sag da immer " Klein kann jeder, verdienen tut man erst ab 2m X-Verfahrweg und 1m Y-Verfahrweg ".
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Beitrag 17.05.2011, 20:24 Uhr
Blumenhofen
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Natürlich kannst du auch nur mit einem Baz / Fräsmaschine anfangen. Ich brauchte allerdings direkt beides für meinen Modellbau. Den Servoplatten ohne Abstandsbolzen geht schlecht.
Ausserdem ist man so natürlich flexibler.
Wie gesagt ich hab 7 CNC Maschinen. Die würde ich auch nie gegen eine Superdupermaschine austauschen.
Bei mir laufen immer min. 2 Gleichzeitig. Und Rüstzeiten sind extrem gering weil ich Vorichtungen sehr selten abbauen muß.
Wenn ich nur eine Maschine hätte was mach ich dann wenn ich eine Serie von 1000 Teilen hab und jedes Teil 5 Minuten läuft ?.
Däumchen drehen ?. Nee, da wird die nächste bestückt.

Wichtig ist aber erstmal deinen Bereich zu finden. Und dafür die richtigen Maschineen. Einfach zu sagen ich hole mir ein Baz ala Monoblock 40 und die Aufträge nicht zu kennen geht in die Hose.
Eigendlich alle meiner Aufträge wären auf so einer Maschine nicht schneller oder nur minimal schneller zu erledigen. Die Maschinenstunde aber deutlich höher und somit im Gesammten teurer.

Nicht umsonst ist die Kalkulation mit das schwierigste an der Selbsständigkeit. Ist man zu teuer bekommt man kaum Aufträge. Ist man zu billig hat man sich meißt verechnet und wundert sich das doch nichts übrig bleibt.
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Beitrag 17.05.2011, 21:03 Uhr
neor
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Ok, also ich denke meine Stärken liegen darin Einzelteile zu fertigen. (Oder kleine Serien)
Jetzt stellt sich mir nur die Frage wie komme ich an die Kundschaft ran, ist es realistisch jetzt schon Kunden zu bekommen?
Denn es wäre ja schon gut wenn man 3-4 Kunden hat bevor das ganze los geht und wenn die Maschine da steht dann los legen zu können und nicht dann erst auf Kundenjaft zu gehen oder?
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Beitrag 17.06.2011, 10:30 Uhr
ThoF
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[quote name='neor' date='17.05.2011, 21:03 Uhr' post='344681']
Ok, also ich denke meine Stärken liegen darin Einzelteile zu fertigen. (Oder kleine Serien)
Jetzt stellt sich mir nur die Frage wie komme ich an die Kundschaft ran, ist es realistisch jetzt schon Kunden zu bekommen?
Denn es wäre ja schon gut wenn man 3-4 Kunden hat bevor das ganze los geht und wenn die Maschine da steht dann los legen zu können und nicht dann erst auf Kundenjaft zu gehen oder?
[/quote]

Hallo,

also an Kunden kommst eigentlich im vorhinein schlecht ran.

1. Sie wollen einen Preis wissen.
2. Ohne Maschinenstundensatz kannst keinen Preis abgeben, da ja nicht klar ist was für eine Maschine.
3. Mußte auch liefern können

Mein Tipp:
Kontakt aufnehmen und hinterfragen was die Firmen benötigen (z.B. Kleinserein, Flexibilität, kurzfristig) und wenn dir das zusagt kannst fragen ob sie bereit wären bei Dir fertigen zu lassen. Die nächste Frage wird natürlich der Preis sein.

Also das sind meine Erfahrungen hierzu.

Grüßle
Thomas
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Beitrag 17.06.2011, 11:08 Uhr
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Hallo,

setzt Dich doch mal vor den Rechner und google danach was Du wissen willst.
Wo ich angefangen hab habe ich auch für ca. 15t Euronen Werkzeug, Spannmittel, Schraubstöcke usw. gekauft.
Das vergessen viele die neu Anfangen. Dann ist es so das Du am Anfang zu kämpfen hast Deine mtl. Fixkosten zu deken.
Aber auch das ist von einem abhängig. Ich hab es in der Finanz und Wirtschaftskrise geschafft mich in den Markt zu etabilieren und jetzt läufts richtig schön dahin.

Also Du brauchst mut und vieeeel Kraft für das Projekt.
Was Du aber eigentlich sicher brauchst ist Wissen! Denn bei den Krims krams Zeug ist auch nichts verdient.

Schöne Grüße Christian


--------------------
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann.
Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Kurt Tucholsky


GRUß

HOLZSCHNELLER CHRISTIAN

Mori Seiki NV5000 α1B/40 // NMV5000// hyperMILL// HSMWorks // Fanuc 31iA5
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Beitrag 17.06.2011, 11:13 Uhr
blacksheeo
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kann man mit einzelteilen überhaupt geld verdienen? (kleine einzelteile)

mit großen kein problem, aber da brauchst nen bissel mehr kapital.

ich bin immernoch der meinung, dass man sich (du dich) nicht selbstständig machen solltest. oftmals geht sowas in die hose.

und sind wir mal ehrlich....lohnfertiger gibts wie sand am meer....

mach es lieber als hobby. bau dir eine kleine cnc-fräse und/oder ne kleine cnc-drehe (ca. 4000€) und versuche dadurch nen einstieg zu bekommen (denke da an modellbaubereich).
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Beitrag 17.06.2011, 23:57 Uhr
wolke1
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ZITAT(DerDenDuNichtKennst @ 17.06.2011, 12:08 Uhr) *
Hallo,

setzt Dich doch mal vor den Rechner und google danach was Du wissen willst.
Wo ich angefangen hab habe ich auch für ca. 15t Euronen Werkzeug, Spannmittel, Schraubstöcke usw. gekauft.
Das vergessen viele die neu Anfangen. Dann ist es so das Du am Anfang zu kämpfen hast Deine mtl. Fixkosten zu deken.
Aber auch das ist von einem abhängig. Ich hab es in der Finanz und Wirtschaftskrise geschafft mich in den Markt zu etabilieren und jetzt läufts richtig schön dahin.

Also Du brauchst mut und vieeeel Kraft für das Projekt.
Was Du aber eigentlich sicher brauchst ist Wissen! Denn bei den Krims krams Zeug ist auch nichts verdient.

Schöne Grüße Christian


Tach und Grüße
Ja "Der Den Du nicht Kennst " ist meine Empfehlung. Ne Wildsau und bestimmt bereit ,für ein paar Tipps. Er hat Erfahrung und hat auch die Krise gepackt.
Ein Mensch der meinen Respeckt hat.
Dein Biss-Toll.Bloß jeder Anfang ist nun mal schwer.Bedenke die nächste Zeit -nichks mit Familie,Spaß Freihzeit.Dein "START" wird sehr schwer sein, Kampf-muß-auch wenn es nicht gut anläuft-da sein und dennoch weiter sehen.
Stunden ohne Ende.
Aber die Chanche ist da.Denke dein neues "SEIN" sehr gut und 2-3mal durch!
Und wenn alles klar ist-dann los.Das richtige Fachwissen ist Grundlage.
Der Faktor ,heutzutage an Fachkraftemängel ist eigentlich nur deine Chance,um an Aufträge ran zukommen.
Erst die Bestätigung gibt Sicherheit-für nem Mohment.
Viel Glück Dir
Gruß Wolke1.
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