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Umschulung aufbauend, ohne den alten Beruf wegzuschmeissen

Beitrag 12.09.2014, 16:12 Uhr
DamDuram
DamDuram
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Mitglied seit: 08.09.2007
Beiträge: 8

Hallo,

ich stehe aus gesundheitlichen Gründen vor dem Problem eine Umschulung/Weiterbildung zu machen, aber ich sehe momentan den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Ich kann auf keinen Fall mehr, eine ganze Schicht auf hartem Werkstattboden stehen und in vorgebeugter Haltung die Maschine einrichten und in der Werkstatt programmieren, daher ist eine Umschulung angezeigt. Allerdings macht mir der Beruf sehr viel Spass und ich möchte mein bisher erworbenes Fachwissen nicht einfach so ganz aufgeben. Von Haus aus bin ich Industriemechaniker, hab allerdings direkt nach der Ausbildung schon mit der Zerspanung angefangen. Nach einigen beruflichen Richtungswechseln bin ich seit 2007 wieder zurück in die Zerspanung gegangen und habe auch noch eine Weiterqualifikation gemacht und mich auch privat noch dahinter geklemmt, was die Programmierfähigkeiten angeht. Sehr gute Kenntnisse habe ich bei der Sinumerik 840d und ShopTurn/Mill, Grundkenntnisse bei der Heidenhain 530 und Grundkenntnisse von Catia. Beruflich habe ich Einzelteile und Kleinserien bearbeitet, mit großer Freude. Wie gesagt, das alles will ich nicht unbedingt wegschmeissen und wieder ganz bei null anfangen, zumal Zerspaner ja eigentlich immer gesucht werden. Jetzt geht es halt darum, etwas zu finden, wo ich mein bisher erworbenes Wissen einbringen kann bzw. was auf diesem aufbaut. Habt ihr da irgendwelche Ideen oder Anregungen oder Erfahrungen, die ähnlich sind? Würde es sich anbiete, ausschliesslich in Richtung Programmierung/Arbeitsvorbereitung zu blicken? Möglicherweise den Techniker anstreben?
Ich bin da gerade im Moment wirklich etwas überfordert, weil ich auch nicht damit gerechnet habe, dass ich mal wirklich gesundheitlich so angeschlagen bin, dass ich noch mal Umschulen muss und nicht mehr im meinem bisherigen Feld tätig sein kann.

vielen Dank schonmal im Voraus.
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Beitrag 12.09.2014, 16:31 Uhr
MiBü
MiBü
Klugscheisser
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Beiträge: 2.402

Servus,
was sagt den dein aktueller Arbeitgeber dazu? Gibt es dort vielleicht sogar bedarf?

Klingt für mich bei dir total nach Techniker.


--------------------
Gruß

Michael
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Beitrag 12.09.2014, 19:14 Uhr
DamDuram
DamDuram
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Beiträge: 8

QUOTE (MiBü @ 12.09.2014, 16:31 Uhr) *
Servus,
was sagt den dein aktueller Arbeitgeber dazu? Gibt es dort vielleicht sogar bedarf?

Klingt für mich bei dir total nach Techniker.


Mit dem Arbeitgeber ist das so eine Sache - ich habe nämlich im Moment keinen. Die letzten zwei Beschäftigungsverhältnisse waren über Leiharbeitsfirmen und dauernden Hinhalteversprechen der Kunden. Nach zweieinhalb Jahren in ein und dem selben Betrieb habe ich dann gekündigt und gewechselt. Ich habe dann gegen Ende letzten Jahres einen Jahresvertrag bei einer Firma bekommen. Mir wurde aber nach der Operation gekündigt. Ich kann da nur mutmaßen warum - ich war auch noch in der Probezeit. wink.gif Von daher bin ich da im Moment ohnehin etwas zerknirscht.
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Beitrag 13.09.2014, 08:50 Uhr
GWaste
GWaste
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Mitglied seit: 09.04.2006
Beiträge: 152

Warum nicht CAM-Programmierer?
Es gab hier mal nen Thread mit dem Titel :"Woher bekommt man gute CAM-Programmierer?" (o.ä.)
Da könnte man sich den Technker sparen., Bezahlung wäre i.O., man würde auch nicht den ganzen Tag an der Maschine stehen, u.U. nur zum einfahren.
Da wären mir dann auch die Losgrößen nicht so wichtig, weil die Firma wohl kaum so viele Programmierer einstellt, dass denen langweilig wird. wink.gif
Z.T. werden auch bei Maschinenherstellern Leute mit Programmierkenntnissen gesucht. Einfach mal schauen.


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Beitrag 13.09.2014, 10:39 Uhr
DamDuram
DamDuram
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Beiträge: 8

Gegen CAD/CAM Programmierer spricht ersteinmal nichts. Ich suche mich gerade durchs Internet, wo man sich diesbezüglich ausbilden lassen kann. Von der Beschreibung her, so wie Du sie schilderst, wäre das auch so in meinem Vorstellungsbereich. DenTechniker könnte ich mir schon auch vorstellen, allerdings sprechen die zwei Jahre Vollzeitausbildung gegen meinen Wunsch, doch möglichst bald wieder Geld zu verdienen. Zudem bin ich bald 43 Jahre alt. Von einem reinen CAD/CAM Programmierer hatte ich bisher als eigenständigem Beruf nicht viel Ahnung. In den Betrieben mit Serienfertigung und Arbeitsvorbereitung kannte ich da nur Techniker, die das gemacht haben. In einem anderen Thread habe ich gelesen, dass man da eher skeptisch mit der Ausbildung sei, weil man jeweils auf eine bestimmte Software geschult wird und sich da wohl eine hohe Bandbreite an Softwareherstellern auf dem Markt und in den Betrieben tummelt. Aber ich will das keineswegs abtun - ganz im Gegenteil deshalb frage ich ja hier nach. Bisher habe ich noch gar nichts ausgeschlossen und will möglichst viel Input. Aber deiner Beschreibung nach hört sich das einerseits interessant an - andererseits sieht es auch noch so aus, als würde ich das in der Form gesundheitlich locker hinbekommen.
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Beitrag 13.09.2014, 11:59 Uhr
GWaste
GWaste
Level 3 = Community-Techniker
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Mitglied seit: 09.04.2006
Beiträge: 152

Hallo,

was ich vllt noch erwähnen solten. DEN CAM-Programmierer habe ich noch nicht gesehen. Es gibt Betriebe, da wählen die "nur" Spannmittel, Werkzeuge und Schnittwerte aus, programmieren das Teil und das wars. Je nach Firma kommen dann verschieden Themen dazu. Z.B. auf Basis des fertigen Programms ein Angebot erstellen (Bearbeitungszeit und geschätzte Werkzeugkosten oder Kosten für Sonderspannmittel). In einer Serienfertigung werden die Programme immer wieder optimiert. Es werden vllt auch neue Werkzeuge oder Werkzeugtechnologien getestet. Evtl. landet auch ein Teil auf dem Tisch mit der Frage "können wir das?". Und das ist halt je nach Firma anders.
Was ich auch ganz witzig fand, ist, dass z.b. EMAG einen Technologen / Werkzeugkonstrukteur definierte Schneide sucht, der idealerweise auch CNC-Kenntnisse haben soll. (Wenn ich mir die Stelle so druchles, kann ich mir nicht vorstellen, dass derjenige hungern muss) Ich greif das nur raus, damit du siehst, es gibt auch Stellen, die sind gaaaanz weit weg von der Fertigung, aber Kenntnisse in einer Steuerung sind (grade bei Maschinenherstellern) durchaus gefragt. Evtl. auch mal anrufen oder eine Initiativbewerbung, wenn es bei euch in der Gegend so was gibt.
Naja, ich hab im Studium ein CAD-System gehabt, jetzt in der Firma benutzen wir ein anderes. Wenn du mehrere System kannst kannst du mMn keines richtig. Deswegen würde ich mir, wenn es irgendwie geht, die CAM-Ausbildung von meinem neuen Arbeitgeber sponsorn lassen.

Viel Erfolg bei deiner Suche


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Beitrag 13.09.2014, 12:15 Uhr
ADler2600
ADler2600
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Beiträge: 107

[quote name='DamDuram' date='12.09.2014, 16:12 Uhr' post='417665']
Hallo,

ich stehe aus gesundheitlichen Gründen vor dem Problem eine Umschulung/Weiterbildung zu machen, aber ich sehe momentan den Wald vor lauter Bäumen nicht.
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Ich bin da gerade im Moment wirklich etwas überfordert, weil ich auch nicht damit gerechnet habe, dass ich mal wirklich gesundheitlich so angeschlagen bin, dass ich noch mal Umschulen muss und nicht mehr im meinem bisherigen Feld tätig sein kann.

vielen Dank schonmal im Voraus.

Hallo,
du kennst deine Möglichkeiten sicher selbst am besten.
Programmierer, Meister, Techniker, Ingenieur......oder gehst in Außendienst und gibst dein Wissen an den Kunden weiter.
Wenn du die Wahl hast dann mach was dir Spaß macht.

Gruß
[
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Beitrag 14.09.2014, 13:12 Uhr
DamDuram
DamDuram
Level 1 = Community-Lehrling
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Mitglied seit: 08.09.2007
Beiträge: 8

Mit dem "Sponsoring" durch den Arbeitgeber ist das ja so eine Sache. Die meisten Stellen bekommt man ja fast ausschliesslich über Zeitarbeit. Die wenigen Firmen, die einen direkten Vertag im Haus anbieten, werden da wohl eher jemanden suchen, der das schon hat. Grundkenntnisse in Catia z.B. sind ja schonmal soweit da, dass ich in der Lage bin eine Kontur für den CAD Reader von ShopMill auf zubereiten und auch die Zeichnungsableitung geht bei mittelschweren Teilen schon. Hab das aber leider nicht auf dem Papier stehen. Ich betone zwar immer ganz deutlich, dass ich, wenn ich die Gelegenheit dazu bekomme, mich auch nach Feierabend gerne mal ein Stündchen hinsetze und mich da freiwillig reinfuchse. Vielleicht verkaufe ich mich da aber auch zu billig, dass da kaum jemand drauf eingeht. Beim letzten Arbeitgeber war vereinbart, mir möglichst bald eine Schulung für die Heidenhain und das Arbeiten mit der Mitutoyo Messbank angedeihen zu lassen. Pustekuchen - nichts war mit Schulung, obwohl die sogar einen Programmierplatz mit Heidenhain Bedienpanel hatten - völlig ungenutzt. Was glaubst Du, wie oft ich gebettelt habe, dass ich da nach Feierabend! mal dran darf? Der Fertigungsleiter hat mich da jedes mal vertröstet und es einfach nicht auf die Kette bekommen, das Ding mal raus zu rücken und an zu schliessen. Ich kenne aber auch Kollegen, bei denen auch auf Schulung verzichtet wird. Man wurschtelt sich in den Betrieben (die ich erlebt habe) oft einfach so durch und ruft zur Not lieber ein paar mal jemanden Bei DMG oder so, an. Auf Schulung durch den Arbeitgeber hoffe ich erstmal nicht mehr.

Nach einiger Überlegung, werde ich versuchen den Techniker in Vollzeit zu machen. Das dürfte dann wohl meine letzte Gelegenheit sein. Möglichst in Köln oder Moers - da kostet es nicht einmal Studiengebühren und wenn ich später einen höherwertigeren Job habe, kann ich auch gleich wieder mehr Beiträge einzahlen. Ich finde, dass das eine Art Win/Win Situation ist, ums mal so auszudrücken. Ich hoffe, es klappt und ich bekomme das durch.

Danke euch jedenfalls für den Input.

Schönen Sonntag noch.
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Beitrag 02.11.2014, 15:03 Uhr
kontiki
kontiki
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Mitglied seit: 02.05.2014
Beiträge: 6

Hab mich hier jetzt mal durchgelesen und vllt. solltest du erst mal eine Institution finden, wo du diese Weiterbildung aufnimmst. Mit denen lässt es sich dann am leichtesten entscheiden, wie und was für einen das Beste ist. Wäre jetzt nur so ein Gedanke :) Ein Freund hatte vor ca. 2 Jahren das selbe Problem. Man hatte ihm in der Probezeit gekündigt und es war dann schwierig eine andere Firma zu finden. Durch die Weiterbildung bei http://www.christiani.de/ ists ihm dann doch noch irgendwie gelungen eine Arbeitsstelle zu finden. Erst wars auch ein Vertrag auf ein Jahr und juetzt ists glaub ich ein ständiges Arbeitverhältnis. lg

Der Beitrag wurde von kontiki bearbeitet: 02.11.2014, 15:05 Uhr
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