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Was ist beim Kauf eines Stanznippler zu beachten?

Beitrag 06.12.2009, 11:13 Uhr
peter1980
peter1980
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Hallo Leute.

Und zwar möchten wir in unserer Firma einen Stanznippler mit Rotation im Mittelformat kaufe.
Da dies unsere erste Maschine sein wird, wollte ich hier mal in die Runde fragen, was es zu beachten gilt
, worauf man im allgemeinen achten sollte, welche unterschiede gibt es zb. zwischen Trumpf u. finn power.

Wer hat vielleicht Erfahrung und arbeitet mit einer dieser beiden?

Gruß Peter
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Beitrag 06.12.2009, 12:17 Uhr
Guest_wmanes_*
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ZITAT(peter1980 @ 06.12.2009, 11:13) *
Hallo Leute.

Und zwar möchten wir in unserer Firma einen Stanznippler mit Rotation im Mittelformat kaufe.
Da dies unsere erste Maschine sein wird, wollte ich hier mal in die Runde fragen, was es zu beachten gilt
, worauf man im allgemeinen achten sollte, welche unterschiede gibt es zb. zwischen Trumpf u. finn power.

Wer hat vielleicht Erfahrung und arbeitet mit einer dieser beiden?

Gruß Peter


ich kenne die Trumpf-Maschinen seit Jahren und bin damit sehr zufrieden, die anderen Maschinen kenne ich nur von Messen und Aussagen von Kollegen, die schon damit gearbeitet haben.
Da ich bei einem Lohnfertiger arbeite sind für mich folgende Kriterien wichtig:
- wie schnell bekomme ich Werkzeuge
- Werkzeugkosten
- Rüstzeiten(bei Trumpf sehr schnell, da die Werkzeuge auf die Querschiene gesteckt werden, Revolverstanze??
- bei Trumpf kann jedes Werkzeug an jedem Platz sitzen, ob des bei einem Revolverwechsler möglich ist, weiß ich nicht
- wie gut ist die Maschine zugänglich
- Maschinen-Dokumentation(nach Ende der Garantie mache ich die meisten Reparaturen selber)
- Service-Reaktionszeit
- Ersatzteilversorgung
- Programmierung(nur extern oder für einfache Teile auch Direktprogrammierung möglich)
- wie aufwendig ist die Programmierung
- Kosten der Programmiersoftware
- der offene Rahmen der Trumpfmaschinen ermöglicht mir, größere Blechformate zu bearbeiten als der Arbeitsbereich der Maschine erlaubt, geht bei geschlossenem Rahmen nicht

Diese Liste erhebt natürlich nicht den Anspruch, vollständig zu sein.
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Beitrag 06.12.2009, 12:53 Uhr
gauri87
gauri87
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Beiträge: 10

ZITAT(peter1980 @ 06.12.2009, 11:13) *
Hallo Leute.

Und zwar möchten wir in unserer Firma einen Stanznippler mit Rotation im Mittelformat kaufe.
Da dies unsere erste Maschine sein wird, wollte ich hier mal in die Runde fragen, was es zu beachten gilt
, worauf man im allgemeinen achten sollte, welche unterschiede gibt es zb. zwischen Trumpf u. finn power.

Wer hat vielleicht Erfahrung und arbeitet mit einer dieser beiden?

Gruß Peter




Einfach bei Trumpf kaufen und der Rest passt schon thumbs-up.gif ,Ich arbeite zwar an einem Flachbettlaser aber der läuft wie ein Duracel-Hase.
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Beitrag 06.12.2009, 14:48 Uhr
peter1980
peter1980
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Danke. Das ist doch schon mal eine ordentlich Liste.

Die Rüstzeiten sind natürlich sehr wichtig. Wie du schon sagstest kann man bei der Trumpf weiterarbeiten innerhalb eines Werkzeugswechsels. Wechselst du am Tag od. Woche oft Werkzeug oder hält sich das in Grenzen? Ich denke wenn man viele Werkzeug hat dann bleibt einen das doch erspart, oder?

Bei der Finn Power hat man z.B. einen Q Rahmen, was einen größeres Blech einlegen natürlich unmöglich macht.
Was mir auf der Messe noch aufgefallen ist, das der Teileauswurf sehr weit unten angebracht ist. Wie macht ihr das?
Förderband?

Was für Wartungsarbeiten hattet ihr schon? Was geht am schnellsten Kaputt?
Hab ihr noch seperate Software oder Schachtelprogramm?

Gruß Peter
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Beitrag 07.12.2009, 19:38 Uhr
Guest_wmanes_*
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ZITAT(peter1980 @ 06.12.2009, 14:48) *
Danke. Das ist doch schon mal eine ordentlich Liste.

Die Rüstzeiten sind natürlich sehr wichtig. Wie du schon sagstest kann man bei der Trumpf weiterarbeiten innerhalb eines Werkzeugswechsels. Wechselst du am Tag od. Woche oft Werkzeug oder hält sich das in Grenzen? Ich denke wenn man viele Werkzeug hat dann bleibt einen das doch erspart, oder?

Bei der Finn Power hat man z.B. einen Q Rahmen, was einen größeres Blech einlegen natürlich unmöglich macht.
Was mir auf der Messe noch aufgefallen ist, das der Teileauswurf sehr weit unten angebracht ist. Wie macht ihr das?
Förderband?

Was für Wartungsarbeiten hattet ihr schon? Was geht am schnellsten Kaputt?
Hab ihr noch seperate Software oder Schachtelprogramm?

Gruß Peter


Da wir Lohnfertiger sind und zum Teil kleine Stückzahlen fahren, werden bei uns sowohl an der TC500(Trumpf Stanz/Nibbelmaschine) als auch an der TC6000(Trumpf Stanz/Laserkombination) häufig die Werkzeuge gewechselt(mehrmals täglich). Wartungen werden wöchentlich nach selbst erstelltem Wartungsplan durchgeführt. Natürlich wird nicht jede Wartung wöchentlich gemacht, aber im Wartungsplan sind die Intervalle festgehalten und wenn man sich an den wöchentlichen Rythmus gewöhnt hat, wird nichts vergessen und die Maschine ist immer betriebsbereit. Reparaturbedingte Stillstandszeiten liegen so unter 1 Prozent. Zum Programmieren verwenden wir das Trumpf-eigene Programmiersystem ToPS und außerdem werden einfache Teile an der TC500 direkt über Trumagraph(in der Steuerung integriertes einfaches grafisches Programmiersystem) programmiert. einen Trumpf-Techniker sehe ich höchstens einmal im Jahr. Die meisten Störungen(2-3 pro Jahr) lassen sich am Telefon oder per Fernwartung lösen. Die Teileentsorgung geht bei unseren Maschinen nach vorne und die Teile fallen in zwei Kisten mit Rollen, die zum Lieferumfang gehören.
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Beitrag 12.12.2009, 10:14 Uhr
peter1980
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Kantet ihr eigentlich auch Kleinteile auf dem Nippler. Wir interessieren uns für eine Trumatic 1000.
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Beitrag 12.12.2009, 10:56 Uhr
Guest_wmanes_*
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ZITAT(peter1980 @ 12.12.2009, 10:14) *
Kantet ihr eigentlich auch Kleinteile auf dem Nippler. Wir interessieren uns für eine Trumatic 1000.


wir haben nur 2 Teile mit kleinen Laschen, die auf der Trumatic gebogen werden, haben uns allerdings für Musterteile das Scharnierwerkzeug von Trumpf ausgeliehen. Allerdings muß sich das Biegen auf der Trumatic schon über entsprechende Stückzahlen rechnen, da die Werkzeuge nicht gerade billig sind und nicht universell sind.
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Beitrag 12.12.2009, 11:47 Uhr
peter1980
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Was habt ihr eigentlich für einen Tisch. Kugel oder Bürsten?
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Beitrag 12.12.2009, 16:00 Uhr
Guest_wmanes_*
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Gast



ZITAT(peter1980 @ 12.12.2009, 11:47) *
Was habt ihr eigentlich für einen Tisch. Kugel oder Bürsten?


eine TC500 mit Kugeln, eine TC6000 mit Bürsten
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Beitrag 12.12.2009, 22:22 Uhr
HeinerT.
HeinerT.
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Hallo,

wie häufig wird die Maschine bei euch laufen? 24 Stunden/ 7Tage oder eher 3 Stunden am Tag? Diese Frage sollte m.E. unbedingt berücksichtigt werden, sonst kauft man ganz schnell am Bedarf vorbei (was meist zum Nachteil ist wink.gif )

Als kleiner Tipp: Der Markt gibt deutlich mehr her als nur Trumpf-Maschinen...

z.B. Boschert - Modell TWIN od. TRI ( http://boschert.de/photo/PDF/pdfs_deutsch/TWIN_TRI06_D.pdf )

od. AMADA http://amada.de/default.asp?fid=0&sid=43&L=1

od. LVD http://www.lvdgroup.com/de/metall-stanzen-...zmaschinen.aspx

od. DURMA http://www.volz-witten.de/de/produkte/masc...ncsn_serie.html

Jede Maschine hat sicher seine Vor.- Nachteile, eine pauschale Antwort auf Deine Frage ist m.E. daher etwas schwierig. Eine Aussage wie z.B. "Einfach bei Trumpf kaufen und der Rest passt schon" halte ich für etwas gewagt, liegt aber vielleicht daran, dass wir uns seinerzeit gegen eine Trumpf entschieden haben.



--------------------
Viele Grüße,

HeinerT


Wenn der Fräser raucht und stinkt, er in den Werkstoff dringt.
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Beitrag 12.12.2009, 22:24 Uhr
HeinerT.
HeinerT.
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ZITAT(peter1980 @ 12.12.2009, 12:47) *
Was habt ihr eigentlich für einen Tisch. Kugel oder Bürsten?


Hallo,

was wollt ihr stanzen? Bei geölten Stahlblechtafeln sind Bürsten tödlich, für blanke Aluminiumbleche göttlich...


--------------------
Viele Grüße,

HeinerT


Wenn der Fräser raucht und stinkt, er in den Werkstoff dringt.
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Beitrag 13.12.2009, 19:05 Uhr
peter1980
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Also ich denke gemischt. Mal Stahl, mal Alu, mal Edelstahl.
Da ist ein Kugeltisch wohl eher geeignet?
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Beitrag 14.12.2009, 10:33 Uhr
Red_white_power_mini
Red_white_power_...
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Ich würd mir auf alle Fälle mal so eine Amada Maschine Anschauen!

Die hat Servoantriebe zum Stanzen!

Wir haben eine Abkant im Einsatz !

Service ist sehr gut!!
(Braucht man eigentlich nie!)
Die läuft und läuft

Trumpf ist auch eine gute Maschine!
Nur würd mich stören (Das sie nicht soviele Werkzeuge lagern kann)

Obwohl Trumpf den Vorteil hat das sie jedes gelagerte Werkzeug auch drehen kann!
Was Revolvermaschinen ja nur auf bestimmten Plätzen können und das sind so meistens 4 drehbare Stationen
smile.gif

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Beitrag 19.06.2010, 13:55 Uhr
jobshop33
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Servus Peter,

hab die Diskussion im Forum ein bissel verfolgt.
Was sind denn rückblickend die Punkte, auf die man bei der Anschaffung einer Stanzmaschine achten sollte (als Einsteiger)?
Bei uns stellt sich nämlich derzeit die gleiche Frage ....

Gruss, JS
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Beitrag 20.06.2010, 10:17 Uhr
peter1980
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Hi.

Also ich würde auf folgende Punkte ganz besonders achten:

1.) Zugänglichkeit zum Stanzkopf (es ist schnell mal ein Blech um den Stanzkopft gewickelt, deshalb sollte man gut ran kommen um es zu enfernen) Hier sind natürlich Maschinen mit Revolvertools voll im Nachteil.

2.) Teile Auschleusung (Ganz wichtig wenn man die Maschine alleine Arbeiten lassen will). Je größer die Möglichkeit um so besser. Wir können Teile bis zu 500x500 auschleusen und es könnte ruhig noch etwas größer sein.

3.) Werkzeuge. Hier kommt eigentlich mit das wichtigste. Lasst euch ganz eindeutige Preise und Zusammenstellungen geben was so ein Werkzeug kostet, wie lange es hält und was für zusätzliche Kosten auf euch warten. Gerade bei den Werkzeugen für Maschinen mit den Revolvertools lauern Nachträglich hohe Kosten, die euch vorher niemand sagt. Eben so wichtig ist das Umrüsten der Werkzeuge. Dies sollte so schnell und einfach wie möglich sein.

4.) Auflage-Tisch. Wenn ihr viel Stahl macht, dann ist ein Kugeltisch besser, macht ihr viel Edelstahl und Alu dann ein Bürstentisch wobei ich wir für beide Materielen lieben den Kugeltisch empfehlen würden, da gerade bei dünnen Blechen schnell mal eins an den Bürsten hängen bleibt.

So, vielleicht haben die anderen noch paar Tipps für dich. wink.gif

Gruß Peter
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Beitrag 21.06.2010, 13:00 Uhr
jobshop33
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Hallo!

Danke für die Punkte -- bei uns kommt noch eine andere Herausforderung hinzu.
Die Tendenz ist klar in Richtung Großformat, und das macht aus meiner Sicht nur Sinn mit automatischem Be-/Entladen.
Habe nur die Befürchtung, dass das als Stanzeinsteiger eine Nummer zu groß sein könnte...!?

Das nächste ist das Thema Programmierung und Maschinenbedienung.
Von uns hat in dieser Hinsicht niemand wirklich Kenntnisse und Erfahrung, müssten erstmal eine Runde schulen gehen.
Wie seid Ihr das angegangen -- oder wart Ihr schon in der Blechbearbeitung zu Hause?

Letztendlich kommt es dann immer wieder auf die Frage, wäre ein Laser evt. der leichtere Einstieg?

Gruss, JS
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Beitrag 21.06.2010, 18:41 Uhr
peter1980
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Hallo.

Also wir hatten zwar schon mit Blech zu tun und waren nicht ganz unerfahren, jedoch in Sachen stanzen auch noch jungfreulich. Bei den meisten Firmen hängt sowie so ein Bedienerkurs dran. Darüber würde ich mit weniger sorgen machen. Vielleicht mal zwei Kollegen fragen, die sich das zu trauen.

Beim Thema be und entladen kommt es sicherlich drauf an was für Stückzahlen ihr fahren wollt od. könnt und ob ihr immer gleiche Teile habt. Aber ich denke wirklich Sinn macht es trotzdem nicht. Das beladen ok aber entladen. Mhh.... Wir habens auch nicht und wirklich vermissen tuh ich nur das Beladen. Aber auch da hilft auch schon ein Kran für 3000,- Euro.

Ob für euch ein Laser besser ist, könnte ihr nur wissen. Eine Stanze kann z.B. gleich biegen , Gewindeformen, Senken etc. . Die Stanze ist im Alu und Edelstahlbereich sicherlich günstiger wie mit einem Laser. Und falls ihr die Teile beschichten müßte ist gestanzt auch wieder besser.

In meinem Augen macht ein Laser nur sinn, wenn ihr viele Teile mit unförmigen Kontoren habt (viele Kreise, Bögen etc.). Auch sollte der Laser 3 Schichtig laufen um ihn schnell wieder rein zu holen was die Finanzierung angeht.

Warum holt ihr euch nicht mal ein paar Vertreter ins Haus und zeigt ihnen die Teile? Auch die Intec ist bald wieder.

Gruß Peter
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Beitrag 29.06.2010, 20:28 Uhr
jobshop33
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Hallo.

im Serienbereich haben wir sicher zu 90% Baustahl bis 3mm, vor allem größere Panelteile (tür-artig) und viele Winkelbleche/Profile, die wir derzeit noch aus unterschiedlichstem Langgut heraus sägen. Zum Teil arbeiten wir auch mit Zuschnitten oder schneiden auf einer Schere zu (die Flex ist ist auch ein beliebtes Werkzeug :-). Grundsätzlich sind schon die Stückzahlen v.a. die Formate dahinter, wo automatisches Be/Entladen Sinn macht. Für Formbau und Vorrichtungsbau geht's dann auch mal bis 6mm.

Bei der Frage Laser ja/nein, hab ich schon mal an ne Kombinierte mit Stanzen und Lasern gedacht. Da ist dann auch die ganze Palette von Umformwerkzeugen verfügbar (Gewindeschneiden und solche Dinge) und die Vorteile die dickeren Bleche zu lasern.

Aber Frage in die Runde: ist eine Stanz/Laseranlage nicht eine Nr. zu groß als Starter in der Blechbearbeitung? Vor allem steht ja immer etweder der Laser oder die Stanze, kann mir nicht vorstellen, dass das wirtschaftlich ist....

Gruss, Chris

PS würdet Ihr eher mit einer Neu- oder einer Gebrauchtmaschine einsteigen?
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Beitrag 30.07.2010, 00:07 Uhr
suineg
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wir waren in unserer firma auch einsteiger im thema stanzen gewesen. ok, unser programmierer hat vorher an laser maschinen gearbeitet, aber es ist trotzdem eine umstellung und nun könnte man denken wir haben nie etwas anderes im leben gemacht.

wir bearbeiten auf unserem stanznibbler marke trumpf (trupunch 3000) von 0,7 mm - 6 mm st37, 2 mm alu und 8mm plastics, VA bis 5 mm (ja das tut dann wirklich in der seele weh, aber es geht). st37 sogar in größen von 2x5 meter (zumindest den zuschnitt erstmal). letzteres ist nur auf einer offenen maschine möglich.
bei unseren teilen spielen kratzer eher weniger eine rolle, deswegen kugeltisch (läßt sich auch um vielfaches leichter reinigen, als die borstensegmente)

und man kann sehr viel unterschiedliche bearbeitungen mit der maschine machen. zb: stanzen, kanten (zwar nur 40mm breit und 25mm in der höhe), gewindeformen, rollen, gravieren uvm.
einen techniker haben wir im ganzen letzten jahr 2 mal gesehen (naja einmal wohl eher aus eigener schuld). sonst gehts über ferndiagnose, und das auch nur einmal. also stillstandzeit im letzten jahr: gesamt wenn es hochkommt 24h

auf unsere werkzeugschiene passen 22 werkzeuge, die dennoch mehrmals täglich umgesteckt, auf/ab gerüstet werden müssen, wegen den pratzen, da wir unterschiedliche formate bearbeiten (maschine rüsten mit bissl übung auch ne sache von unter 2 minuten). wir haben auch nicht genug werkzeugkassetten für alle werkzeuge, aber das wechseln dauert eigentlich nicht mal 5 minuten.
ein sheetmaster (automatischer belader) macht auch keinen sinn bei uns, da wir manchmal kleinstserien, aber auch schichtenweise teile produzieren und da reicht ein kran, oder meistens pure muskelkraft.

werkzeuge anschaffen muss man ja auch nicht über trumpf, geht auch über andere hersteller kostengünstiger zur selben qualität.

beim bedienen und programmieren, wie schon gesagt wurde, kommt ihr nicht um schulungen herum, die aber bei trumpf zumindest im kaufpreis mit enthalten sind.

trutops, trumpf eigene software, ist wirklich leicht zu erlernen und übersichtlich.

bei trumpf ist man mit zuverlässigkeit, service und bearbeitungsvielfalt definitiv nicht schlecht beraten.

und da bei uns auch viele kantteile dazu gekommen sind, hat sich mein chef auch gleich noch ne cnc-abkantpresse von trumpf zugelegt.

das kann ich dir über unsere erfahrungen sagen.......

wenn ihr viel edelstahlteile produzieren würdet, würde sich eine laser lohnen, ansonsten seit ihr mit nem stanznibbler besser beraten. und da ihr "türartig"große bleche habt, kommt ihr, denk ich, auch mit einem normalen arbeitsbereich (ohne nachsetzen) von 3000x1650mm hin.

über amada und co kann ich leider nix sagen.

wie schon gesagt wurde, hohlt euch vertreter verschiedener hersteller ins haus, zeigt denen was ihr alles machen wollt und vielleicht noch auf euch zukommen könnte und dann verhandelt ordentlich mit denen.
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Beitrag 01.11.2010, 11:53 Uhr
jobshop33
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war letzte woche in hannover auf der euroblech, um mich nochmals zum thema autom. beladen/entladen schlau zu machen.
habe da unter anderem trumpf besucht. die haben eine neue stanze vorgestellt, die ohne restgitter arbeitet.
ist das ein thema, das man beim maschinenkauf beachten sollte?

was mir auch noch nicht ganz klar ist, für welches blechformat die stanze augelegt sein sollte.
unsere teile passen theoretisch alle ins mittelformat, ist halt nur eine frage des verschnitts.
wonach habt ihr entschieden: 3x1,5 m oder 2,5x1,25m blechformat?
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Beitrag 24.11.2010, 23:04 Uhr
suineg
suineg
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wir haben uns für großformat entschieden, obwohl wir es damals eigentlich nicht brauchten, aber nun froh darüber sind (eigentlich könnte das ganze noch ein wenig größer sein biggrin.gif, aber man kann ja auch bissl tricksen).

ja die neue 3000er punch macht ohne restgitter (bzw wird das irgendwie "entsorgt") soweit ich weiß, kommt aber darauf an ob man viele teile bearbeiten muss, wo ein restgitter absolut notwendig ist, oder ob es auch ohne geht.
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Beitrag 26.01.2011, 20:10 Uhr
jobshop33
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nochmals zum thema großformat beladen:
die methode muskelkraft finde ich bei 3m Tafeln nicht wirklich sinnvoll.
entweder mit beladeautomatisierung oder mit einem kran mit vakuumgreifer o.ä.
wie sind da eure erfahrungen, empfehlungen, ....?
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