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Siemens – Digital Factory Forum

Mehrere Bohrungen schräg bohren

Beitrag 05.02.2018, 22:28 Uhr
steven4880
steven4880
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Hallo,

ich möchte an einem Drehteil 6 Bohrungen schräg im Winkel von 45° bohren. Es ist ein im Winkel einstellbares angetriebenes Werkzeug.
Die Maschine ist zweiachsig.
Ich bin hier bereits auf einen Thread gestoßen in dem mit TRANSMIT und AROT die Ebene in Y um 45° gedreht wurde.
Auch nach lesen der Themen im Handbuch steige ich bei diesem Thema nicht ganz durch.
Könnte mir das mal jemand erklären?
Ich kann das ganze auch manuell programmieren auf der Standard-Ebene G18 (X/Z) und die Positionen mit SPOS aufrufen.
Ich dachte aber dass man dies doch auch mit der Drehung der Ebene einfacher gestalten könnte und einen Bohrzyklus einsetzen könnte.

Leider habe ich mit gedrehten Ebenen bei Drehteilen noch keine Erfahrungen und wäre auf Unterstützung angewiesen.
Auch weiß ich nicht ob das überhaupt so machbar ist...

Für Hilfe wäre ich dankbar.

Grüße
Steffen

Der Beitrag wurde von steven4880 bearbeitet: 05.02.2018, 22:29 Uhr
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Beitrag 05.02.2018, 23:14 Uhr
steven4880
steven4880
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Ich beschreibe was ich nicht ganz verstehe:

Die Ebene wird in Y gedreht. Somit ist Z dann schräg.
Wo ist der Drehpunkt?
Wo ist nachher X0 Y0 und Z0 der Bohrung?

Ist es mit dieser Methode möglich mehrere Bohrungen zu setzen?

Entschuldigt meine Unwissenheit.

Steffen
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Beitrag 05.02.2018, 23:35 Uhr
CNCFr
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Das müsste gehen. Im Prinzip sollte das so funktionieren:

DEF REAL _LOCHKREISRADIUS = 50 ; 50 mm als Beispiel
DEF INT _BOHRUNGSANZAHL = 6
DEF INT _BOHRUNGSZAEHLER

G17
TRANSMIT
FOR _BOHRUNGSZAEHLER = 1 TO 6
ROT Z = _BOHRUNGSZAEHLER * 360 / ( _BOHRUNGSANZAHL - 1) ; Neue X-Achse durch die Bohrungsmitte legen
ATRANS X=_LOCHKREISRADIUS ; Nullpunkt in die Bohrungsmitte verschieben
AROT Y-45 ; Schräge
G0 X0 Y0 Z5 ; Diese und die folgenden beiden Zeilen stehen für die Bohrung.....
G1 F100 Z-10 ; Da kann auch ein Bohrzyklenaufruf stehen
G0 Z50
ENDFOR

Drei Anmerkungen:
1. Ich bin davon ausgegangen, dass eine Bohrung auf der X-Achse liegt. Falls das anders aussieht, muss man die Drehung um die Z-Achse entprechend anpassen.
2. Ich bin davon ausgegangen, dass die Bohrungen von außen in Richtung Zentrum gehen. Falls das nicht so ist, muss man bei der Drehung um die Y-Achse (Schräge) das Vorzeichen umdrehen.
3. Ich bin davon ausgegangen, das du die effektive Werkzeuglänge wegen der Drehung um 45 Grad "zu Fuß" ausgerechnet hast. Das lässt sich zwar auch noch automatisieren, das würde ich aber erst mal in einem 2. Schritt probieren. Dazu müsste man die genauen Abmessungen des drehbaren Werkzeughalters kennen.

Ich hoffe, das funktioniert im Prinzip. Ausprobiert habe es nicht.

Der Beitrag wurde von CNCFr bearbeitet: 05.02.2018, 23:38 Uhr
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Beitrag 05.02.2018, 23:50 Uhr
CNCFr
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ZITAT(steven4880 @ 05.02.2018, 23:14 Uhr) *
Ich beschreibe was ich nicht ganz verstehe:

Die Ebene wird in Y gedreht. Somit ist Z dann schräg.
Wo ist der Drehpunkt?
Wo ist nachher X0 Y0 und Z0 der Bohrung?

Ist es mit dieser Methode möglich mehrere Bohrungen zu setzen?

Entschuldigt meine Unwissenheit.

Steffen

Die Frage war noch nicht da, als ich meinen ersten Beitrag geschrieben habe.

Die programmierten Drehungen und auch die programmierten Nullpunktverschiebungen beziehen sich immer auf den aktuellen Nullpunkt.
Bei den Sprachbefehlen TRANS und ROT ist das der Nullpunkt des Werkzeugkoordinatensystems, bei den Sprachbefehlen ATANS und AROT der mit vorhergehenden Sprachbefehlen (TRANS / ATRANS, ROT / AROT) definierte Nullpunkt.
Der erste Buchstabe "A" steht dabei für "additiv", d.h. Nullpunktverschiebungen / Drehungen mit "A" bauen auf vorhergehenden Nullpunktverschibungen / Drehungen auf, solche ohne "A" löschen alle vorhergeheden Veränderungen und setzten immer auf dem Werkzeugkoordinatensystem auf.
Dabei fällt mir auf, dass ich in meinem Prgramm auch die Oberfläche in Z noch auf Null hätte setzten sollen.
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Beitrag 06.02.2018, 00:02 Uhr
steven4880
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Hallo,

Vielen Dank für deine Ausführungen. Es kommt langsam Licht ins Dunkel.
Verschiebe ich also nichts, dann liegt der Drehpunkt der Ebene also auf aktivem G54 (zB X0 Z50)? Und dort wäre auch der Nullpunkt in X Y Z der Bohrung?

Ich muss also erstmal den Nullpunkt mit ATRANS X und Z auf die Bohrungsmitte verschieben (zB ATRANS X=50 und ATRANS Z=-10, und dann eine Drehung mit ROT in Y programmieren (ROT Y=45)?

Wäre dann mein X0 und Z0 genau auf der Bohrung?

LG
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Beitrag 06.02.2018, 00:19 Uhr
CNCFr
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ZITAT(steven4880 @ 06.02.2018, 00:02 Uhr) *
Hallo,

Vielen Dank für deine Ausführungen. Es kommt langsam Licht ins Dunkel.
Verschiebe ich also nichts, dann liegt der Drehpunkt der Ebene also auf aktivem G54 (zB X0 Z50)? Und dort wäre auch der Nullpunkt in X Y Z der Bohrung?

Ich muss also erstmal den Nullpunkt mit ATRANS X und Z auf die Bohrungsmitte verschieben (zB ATRANS X=50 und ATRANS Z=-10, und dann eine Drehung mit ROT in Y programmieren (ROT Y=45)?

Wäre dann mein X0 und Z0 genau auf der Bohrung?

LG

Ja die Frames bauen auf einem aktiven G54 auf.
In meinem Programm wird dann ausgehend von diesem Nullpunkt der Nullpunkt bzw. die Koordinatenrichtung verändert.
Der erste dieser Befehle ist in der Zeile

ROT Z = _BOHRUNGSZAEHLER * 360 / ( _BOHRUNGSANZAHL - 1) ; Neue X-Achse durch die Bohrungsmitte legen

Hier steht ROT (und nicht AROT), so dass sich dieser Befehl auf den G54-Nullpunkt (genauer auf das G54-Koordinatensystem) bezieht.
Die nachfolgenden Framebefehle habe das "A", d.h. der Nullpunkt, bzw. die Achsrichtugen werden schrittweise weiter verändert.
Zuletzt liegt dann der Nullpunkt (X, Y und Z) in der jeweiligen Bohrung und die Z-Koordinate ist gegnüber der Maschinenachse Z um 45 Grad gekippt.

Man muss den Nullpunkt nicht in die Bohrungsmitte verschieben, es wird aber dadurch einfacher. Wenn man den Nullpunkt im Zentrum des Bauteils lässt, ist die Z-Poition der Bohrungen wegen der Drehung um Y nicht mehr Null. Diese Position kann man dann natürlich ausrechnen. Wenn man den Nullpunkt in die Bohrungsmitte legt, macht die Steuerung auch nichts andres, sie nimmt einem nur die Arbeit ab.

Mein vorhin nachgeschobener Hinweis, dass ich vergessen habe, die Z-Position in die Bearbeitungseben zu verschieben, ist hinfällg, wenn das bereits mit G54 erledigt ist.
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Beitrag 06.02.2018, 09:15 Uhr
steven4880
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Guten Morgen,

also habe es jetzt eine ganze Weile versucht.
Wie mir scheint ist da irgendwas in der Maschinenkonfiguration nicht richtig.

Denn wenn ich in der Ebene G17 ROT Y=45 programmiere, dann bewegt sich die Maschine erstens vom Werkstück weg, und zusätzlich dreht sich die Hauptspindel beim Zustellen in Z- mit.

Wenn ich stattdessen bei G17 ROT X=-45 programmiere, dann bewegt sich das Werkzeug zumindest einmal in die richtige Richtung bei Z-

Ein weiteres Problem besteht beim verschieben des Nullpunktes, das passiert alles auf ganz komischen Bahnen und stimmt keinesfalls. Da bewegen sich alle Achsen und ganz und garnicht dorthin wo ich es möchte.

LG

Der Beitrag wurde von steven4880 bearbeitet: 06.02.2018, 09:16 Uhr
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Beitrag 06.02.2018, 10:02 Uhr
platsch
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Kleine Korrektur: Es wird immer im Werk-STÜCK-Koordinatensystem programmiert.

Angenommen du hast einen Kegelstumpf mit 90° Spitzenwinkel gedreht. Sirn-Durchmesser 10mm, Außen-Durchmesser 40mm.
Auf der Kegelfläche sollen die Bohrungen eingebracht werden. Sie sollen senkrecht zur Kegelfläche stehen und 12mm von der Stirnseite entfernt sein.

Es muß das Werkstück-Koordinatensystem mindestens auf die Ebene der Kegelfläche verschoben und eingeschwenkt werden.
Zuerst wird das Koordinatensystem in G17 vom Werkstück-Nullpunkt auf die Kegelfläche verschoben: "ATRANS X=5"
Anschließend wird das Koordinatensystem 45° um Y gedreht, sodaß die Z-Achse senkrecht auf der Kegelfläche ausgerichtet ist: "AROT Y=45"
Jetzt könnte man noch auf Bohrungsmitte verschieben: "ATRANS X=12" , oder man nutzt die "Einzelposition" des Bohrzyklus.
Diese Transformationen werden nun in eine Schleife verpackt, die die Bohrpositionen auf der Kegelfläche realisiert: "ROT Z=360/6"
Um additiv weiterdrehen zu können müßte wieder additiv zurück gedreht und verschoben werden.
Einfacher ist das absolute drehen mit Parameter. Hier mal mit R-Parameter.
QUELLTEXT
R0=0
MARKE1:
ROT=R0
SPOS=0
ATRANS X=5
AROT Y=45
ATRANS X=12
BOHRZYKLUS;X0, Y0, Z0
R0=R0+(360/6)
IF R0<360 gotob MARKE1
...
TRANS;Abwahl aller Transformationen
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Beitrag 06.02.2018, 10:56 Uhr
CNCFr
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Steffen hatte nach einer Lösung mit TRANSMIT gefragt. Eine solche Lösung habe ich vorgeschlagen. Aber man kann es natürlich auch ohne Transmit realisieren (viele Wege führen nach Rom).

Der Kommentar in der letzten Zeile deines Programms (Abwahl aller Transformationen) ist irreführend.
TRANS wählt nicht alle Transformationen ab, sondern genau den programmierbaren Frame. Alle anderen Frames (z.B. der einstallbar Frame, wie G54) bleiben erhalten. Frames sind in gewissem Sinn zwar auch Transformationen, aber diesen Begriff sollte man für die kinematischen Tranformationen (wie z.B. TRANSMIT) reservieren damit es nicht zu Missverständnissen kommt.
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Beitrag 06.02.2018, 12:14 Uhr
steven4880
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Hallo,

Vielen Dank euch. Also das mit TRANSMIT funktioniert auf meiner Maschine nicht.
Da ist bei meiner Maschine irgendwas vertauscht.

Es muss nicht explizit mit TRANSMIT sein. Ich habe das nur erwähnt weil ich es so in einem anderen Thread gelesen habe.

Natürlich würde ich jede andere Möglichkeit auch begrüßen.

Ohne Transmit die Ebene G17 auf der Y Achse um 45 Grad zu schwenken habe ich noch nicht versucht. Werde das aber noch probieren.

Zu dem seltsamen Verhalten der Maschine kann ich sagen, das mir dieses Problem schon einmal begegnet ist. Damals wollte ich auf der Mantelfläche etwas gravieren mit dem Gravurzyklus, da hat die Maschine ebenso gesponnen. Da sind dann irgendwelche Achsen vertauscht. Hmm...

LG
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Beitrag 06.02.2018, 12:32 Uhr
CNCFr
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Was genau funktioniert denn nicht mit TRANSMIT?
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Beitrag 06.02.2018, 13:24 Uhr
platsch
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Mit TRANSMIT sieht das Programm genauso aus.
Ausnahme: die Positionierung der Spindel. das muß also mit X, Y und Z geschehen.
Denn in Transmit ist die Spindel eine der transformierten Achsen, die X und Y nachbilden.
Es wird allerdings etwas aufwändiger.

QUELLTEXT
G17
R0=0
MARKE1:
ROT=R0
SPOS=0
ATRANS X=5
AROT Y=45
ATRANS X=12
DIAMOF
SPCON
TRANSMIT
G0 X0 Y0 Z5
BOHRZYKLUS;X0, Y0, Z0
TRAFOOF
SPCOF
DIAMON
R0=R0+(360/6)
IF R0<360 gotob MARKE1
...
TRANS;Abwahl aller progr. Verschieb., Rotationen ...


Transmit bringt hier also keinen greifbaren Vorteil gegen über der SPOS-Version.
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Beitrag 06.02.2018, 14:28 Uhr
steven4880
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@CNCFr

Was das Problem bei TRANSMIT ist, weiß ich nicht.
Wenn ich es aber wie oben programmiere, dann bewegt sich beim Bohren die die Hauptspindel mit. Wenn der Bohrer wieder rausfährt, bewegt sie sich auch wieder zurück. Die wird da also warum auch immer mit einbezogen wenn der Bohrer senkrecht auf die schräge Fläche zuläuft.

Ebenso funktioniert es nicht wenn ich die Y Achse drehe. Sondern ich muss die X Achse ins Minus (also ROT/AROT X=-45) rotieren. Damit die Ebene stimmt.

Das Werkstück soll schon inetwa so aussehen wie ihr vermutet. Eine kegelige Fläche mit 6 Bohrungen drin.


Ich sag ja... da ist der Wurm drin.

Der Beitrag wurde von steven4880 bearbeitet: 06.02.2018, 14:32 Uhr
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Beitrag 06.02.2018, 14:38 Uhr
platsch
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ZITAT(steven4880 @ 05.02.2018, 23:14 Uhr) *
Ich beschreibe was ich nicht ganz verstehe:

Die Ebene wird in Y gedreht. Somit ist Z dann schräg.
Wo ist der Drehpunkt?

Gedreht wird um den Ursprung des Koordinatensystems (X0 Y0 Z0)
ZITAT
Wo ist nachher X0 Y0 und Z0 der Bohrung?

Eben auf X0 Y0 Z0 des programmierten Koordinatensystems.
ZITAT
Ist es mit dieser Methode möglich mehrere Bohrungen zu setzen?

Natürlich.
ZITAT
Entschuldigt meine Unwissenheit.

Steffen


Der Beitrag wurde von platsch bearbeitet: 06.02.2018, 14:40 Uhr
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Beitrag 06.02.2018, 14:44 Uhr
platsch
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ZITAT(steven4880 @ 06.02.2018, 14:28 Uhr) *
@CNCFr

Was das Problem bei TRANSMIT ist, weiß ich nicht.
Wenn ich es aber wie oben programmiere, dann bewegt sich beim Bohren die die Hauptspindel mit. Wenn der Bohrer wieder rausfährt, bewegt sie sich auch wieder zurück. Die wird da also warum auch immer mit einbezogen wenn der Bohrer senkrecht auf die schräge Fläche zuläuft.

Ebenso funktioniert es nicht wenn ich die Y Achse drehe. Sondern ich muss die X Achse ins Minus (also ROT/AROT X=-45) rotieren. Damit die Ebene stimmt.

Das Werkstück soll schon inetwa so aussehen wie ihr vermutet. Eine kegelige Fläche mit 6 Bohrungen drin.


Ich sag ja... da ist der Wurm drin.


Poste doch mal das Programm, das nicht funktioniert. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, daß es an der Maschine liegen soll.
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Beitrag 06.02.2018, 16:47 Uhr
steven4880
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Hallo,

ich habe es dann heute Mittag im G-Code programmiert.
Ich möchte aber dennoch dieses Problem gerne gelöst haben, ich könnte diese Methode auch für weitere Teile benötigen.

Ich habe mal ein paar Bilder von der Sache gemacht, damit man eine bessere Vorstellung hat.
Ebenso habe ich den vorläufigen Programmteil für das Bohren mal abfotografiert.

Achso... sind doch 8 Bohrungen... tut aber nichts zur Sache.. biggrin.gif

Ich würde es morgen nochmals mit der Rotation programmieren und wenn möglich das Verhalten der maschine per Video festhalten.

LG
Steffen

Der Beitrag wurde von steven4880 bearbeitet: 06.02.2018, 16:49 Uhr
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Beitrag 06.02.2018, 18:58 Uhr
platsch
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Da gibt es einiges an Verbesserungs-Potential.
Der Bohrvorschub wird klassisch von der Bohrer-Drehzahl abgeleitet. Dazu muß der Bohrer aber von der Masterspindel angetrieben werden.
Bleiben wir aber bei der Version ohne TRANSMIT.
Du hast schon richtig auf den Startpunkt der Bohrung verschoben. Nun müsste nur noch das Koordinatensystem auf die Fläche der Fase gedreht werden, "AROT Y=45" , damit Du die Bohrbewegung nur in Z ausführen mußt. Keine Angst, die Steuerung kann das.
Und damit der ganze Zauber nicht für jede Bohrung einzeln getippt werden muß, kommt außenrum eine Schleife in der der Winkel um 45° (360/8) hochgezählt wird. Ob mit FOR-Schleife oder der mit IF-Abfrage ist eher Geschmacksache. Ich finde hier die IF Abfrage eleganter.(bedingter Sprung)

QUELLTEXT
T9 D1
SETMS(2);AGWZ=Masterspindel
M3 S2300 F0.11
G17
G0 X0 Z30 M8

R0=15;Startwinkel
MARKE1:
ROT=R0
SPOS[1]=0;Drehspindel positionieren
ATRANS X=-11 Z-11.5
AROT Y=45
G0 X0 Z2
G1 Z-8
G0 Z2
R0=R0+(360/8)
IF R0<360 gotob MARKE1
TRANS
M5
SETMS;Ohne Index wird die projektierte Spindel wieder Masterspindel
G0 Z30
WZWP;Werkzeugwechselpunkt

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Beitrag 06.02.2018, 19:06 Uhr
CNCFr
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Du könntest mal folgendes probieren:

Den alten N570 ersetzen durch die drei neuen Sätze N570 bis N574

N570 AROT Y45
N572 DIAMOF
N574 G1 G94 Z-7.071
N580 ..... ; hier mit dem alten N580 weiter

Bei den nachfolgenden Bohrungen:
1. Den Satz mit AROT nicht wiederholen.
2. Den Satz mit DIMAOF muss man auch nicht wiederhoen (würde aber im Gegensatz zum AROT-Satz nicht stören).
3. Die "Bohrsätze" (z.B. N600 usw.) durch N574 ersetzen.
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Beitrag 06.02.2018, 19:07 Uhr
platsch
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Vielleicht stolperst du über die Drehung um Y, weil die Maschine keine Y-Achse besitzt?
Die Drehung (ROT) bezieht sich auf das Kartesische Koordinatensystem, in dem wir programmieren, nicht auf irgendwelche Maschinenachsen.
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Beitrag 06.02.2018, 19:24 Uhr
CNCFr
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Dann müsste allerdings ein Alarm kommen, denn die ROT- bzw. AROT-Befehle können sich nur auf Geometrieachsen beziehen.
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Beitrag 06.02.2018, 19:42 Uhr
steven4880
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ZITAT(platsch @ 06.02.2018, 20:07 Uhr) *
Vielleicht stolperst du über die Drehung um Y, weil die Maschine keine Y-Achse besitzt?
Die Drehung (ROT) bezieht sich auf das Kartesische Koordinatensystem, in dem wir programmieren, nicht auf irgendwelche Maschinenachsen.


Natürlich hat die Maschine keine reale Y-Achse..Ich habe in meinem Anfangsbeitrag geschrieben dass es eine zweiachsige Maschine ist. Also X und Z.
Da ich mich damit nicht auskenne bin ich ja auf Hilfe angewiesen.

Da die Maschine keine Y Achse hat muss diese natürlich virtuell sein.

Einen Viekant auf der Stirnseite kann die Maschine ohne Probleme fräsen, per TRANSMIT und entsprechendem Zyklus.

Finde es übrigens toll dass ihr euch damit so befasst. Gibt es hier keinen "Danke" Button?

LG
Steffen

Der Beitrag wurde von steven4880 bearbeitet: 06.02.2018, 19:52 Uhr
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Beitrag 07.02.2018, 12:39 Uhr
platsch
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danke.gif
bitte.gif

Der Beitrag wurde von platsch bearbeitet: 07.02.2018, 12:40 Uhr
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Beitrag 09.02.2018, 12:40 Uhr
steven4880
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Hallo,

also ich habe eure Tips versucht... es funktioniert.
Ich vermute dass ich da mit diesem TRANSMIT irgendeinen mist gebaut habe, weshalb es nicht funktioniert hat.

Ob ich mit der Angabe G17 programmiere oder ohne, es geht beides. Ich habe mich für die Version ohne G17 entschieden.
Die Maschine dreht die Ebene um die "virtuelle" Y-Achse um 45° einwandfrei. Alle Bohrungen passen.

Mit dem was ich jetzt dazugelernt habe lässt sich vieles viel einfacher realisieren.
So sollte auch das schräge Einstechen mit Zyklus und Gewindebohren super einfach werden.

spitze.gif super.gif
danke.gif danke.gif
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Beitrag 09.02.2018, 12:48 Uhr
CNCFr
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Freut mich, dass es jetzt doch noch geklappt hat.

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Beitrag 09.02.2018, 14:58 Uhr
steven4880
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Ja, mich auch :D
Ist eigentlich ja doch ganz einfach.

Das eröffnet mir viele neue Möglichkeiten, wir haben viele alte Teile die auf uralten Maschinen liefen, die wieder ins Programm kommen.

Ich bin eigentlich nur die ganz normale G-Code Programmierung gewohnt. Habe auf der Sinumerik 3T gelernt.

Die Steuerungen sind so vielfältig heute, da wird so vieles möglich und einfacher.

Da ist man gut beraten in einem Forum wie diesem.

Danke nochmal und schönes Wochenende.
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