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Siemens Forum

Digital Industries, Motion Control, Machine Tool Systems

Werkzeugvermessung und Nullpunkt Z

Beitrag 06.06.2018, 13:13 Uhr
Insomnia666
Insomnia666
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Mitglied seit: 08.09.2016
Beiträge: 4

Hallo,

ich bin seit kurzem hier in der Firma und soll nun eine Maschine die seit längeren steht, wieder in Betrieb nehmen. Ich habe soweit alles bisher geschafft (Pufferbatterie getauscht, Maschinendaten neu eingelesen usw) nur bin ich jetzt bei der Werkzeugvermessung und Nullpunkte angekommen. X und Y waren einfach zu ertasten mit dem 3D Taster, aber bei Z funktioniert das alles noch nicht so wie ich das brauch. Laut Anleitung soll man die Werkzeugaufnahme vermessen um einen Z Wert zu bekommen. Das habe ich getan, danach habe ich das selbe mit dem 3D Taster gemacht und einem 10er Fräser. Ich habe den angezeigten Wert dem vorherigen Wert abgezogen um die Länge des Werkzeugs zu bekommen.

Wie muss ich diese Werte richtig eingeben um zu meinen Ergebnis zu kommen bei L1 und in der Nullpunktverschiebung?

Danke fürs helfen.

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Beitrag 07.06.2018, 16:36 Uhr
platsch
platsch
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Mitglied seit: 01.11.2017
Beiträge: 308

Theoretisch sollte der Maschinennullpunkt in Z auf "0" liegen, wenn die Spindelnase die Tischoberfläche berührt. So weit läßt sich keine Maschine bewegen. Deshalb:
Endmaß (200mm) auf den Tisch stellen und die Spindel (VORSICHTIG!) auf dem Endmaß absetzen, bis sich das Endmaß noch mit leichtem Widerstand verschieben läßt.
Im MKS sollte nun bei Z "200.000" angezeigt werden. Ist das nicht der Fall, kannst Du die "Grundverschiebung (G500) setzen. G500 anwählen und Z so abändern, bis im WKS 200.000 angezeigt wird.
Nun kannst Du jedes beliebige Werkzeug (also auch den 3D-Taster) mit einem beliebigen Endmaß auf dem Tisch "antasten", bzw. "kalibrieren" .
In der Werkzeugliste wird dann die Werkzeuglänge = angezeigte Z-Position - Endmaßlänge eingetragen.

Der Beitrag wurde von platsch bearbeitet: 07.06.2018, 16:39 Uhr
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Beitrag 08.06.2018, 04:06 Uhr
N0F3aR
N0F3aR
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Mitglied seit: 05.12.2011
Beiträge: 974

Hallo,

sollte bei G500 nicht immer x0 y0 z0 .... stehen? Ich verschieben immer die Achse in den Maschinendaten.

Lg
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Beitrag 08.06.2018, 07:38 Uhr
Insomnia666
Insomnia666
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Beiträge: 4

ZITAT(platsch @ 07.06.2018, 15:36 Uhr) *
Theoretisch sollte der Maschinennullpunkt in Z auf "0" liegen, wenn die Spindelnase die Tischoberfläche berührt. So weit läßt sich keine Maschine bewegen. Deshalb:
Endmaß (200mm) auf den Tisch stellen und die Spindel (VORSICHTIG!) auf dem Endmaß absetzen, bis sich das Endmaß noch mit leichtem Widerstand verschieben läßt.
Im MKS sollte nun bei Z "200.000" angezeigt werden. Ist das nicht der Fall, kannst Du die "Grundverschiebung (G500) setzen. G500 anwählen und Z so abändern, bis im WKS 200.000 angezeigt wird.
Nun kannst Du jedes beliebige Werkzeug (also auch den 3D-Taster) mit einem beliebigen Endmaß auf dem Tisch "antasten", bzw. "kalibrieren" .
In der Werkzeugliste wird dann die Werkzeuglänge = angezeigte Z-Position - Endmaßlänge eingetragen.


Die jeweiligen Werkzeuglängen habe ich ja. Das eintragen an der richtigen Stelle macht mir ja die Probleme.

Wenn ich in die NP Verschiebung gehe und dort die Werte für X und Y eingebe. Die ich nach dem Antasten bekommen habe, funktioniert das auch. Mache ich das selbe mit der Achse Z, bleibt das jeweilige Werkzeug immer weit über dem Werkstück stehen.

Daher trage ich sicherlich noch irgendwo etwas falsch ein. Da ich auf der Steuerung auch keine Erfahrung habe, muss ich alles auf anderen wegen lernen.

LG
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Beitrag 08.06.2018, 13:27 Uhr
platsch
platsch
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Beiträge: 308

ZITAT(N0F3aR @ 08.06.2018, 04:06 Uhr) *
Hallo,

sollte bei G500 nicht immer x0 y0 z0 .... stehen? Ich verschieben immer die Achse in den Maschinendaten.

Lg

Bei "normalen" 3-Achs-Fräs-Maschinen ist der Maschinennullpunkt auf die linke untere Ecke undTischhöhe eingestell.
Bei "normalen" 5-Achs-Fräs-Maschinen ist der Maschinennullpunkt auf Mitte Rundtisch undTischhöhe eingestellt.
Dann sollte G500 "leer" bleiben.
Anders sieht es bei einigen Herstellern aus, die ihren Maschinennullpunkt, warum auch immer, an andere Positionen setzen. (Bspw. am Werkzeugwechselpunkt, dem linken Türscharnier des Schaltschranks, oder einer beliebigen anderen Position)
Hier bleibt dem Anwender nur die Möglichkeit mit der Basisverschiebung einen verläßlichen Ausgangspunkt einzustellen, will er nicht auch noch alle anderen Positionen, die in den Maschinendaten vom Hersteller hinterlegt wurden, prüfen und anpassen.
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Beitrag 08.06.2018, 15:47 Uhr
platsch
platsch
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Beiträge: 308

ZITAT(Insomnia666 @ 08.06.2018, 07:38 Uhr) *
Die jeweiligen Werkzeuglängen habe ich ja. Das eintragen an der richtigen Stelle macht mir ja die Probleme.

Wenn ich in die NP Verschiebung gehe und dort die Werte für X und Y eingebe. Die ich nach dem Antasten bekommen habe, funktioniert das auch. Mache ich das selbe mit der Achse Z, bleibt das jeweilige Werkzeug immer weit über dem Werkstück stehen.

Daher trage ich sicherlich noch irgendwo etwas falsch ein. Da ich auf der Steuerung auch keine Erfahrung habe, muss ich alles auf anderen wegen lernen.

LG


Ich habe gerade nochmal den Ausgangspost gelesen. Du arbeitest mit einer 810M? Welche GA?
Aber eigentlich egal - eine Basisverschiebung gibt es da nicht.
Um auch in Z verläßlich mit dem 3D-Taster messen zu können, muß der Taster auch die richtige Länge in L1 bekommen.
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