Reib-Spindelpresse

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Bei Reibradspindelpressen sind am Maschinenkopf zwei Antriebsscheiben angeordnet, die axial verschoben werden können. Der Antrieb der Scheiben erfolgt über Flachriemen durch Elektromotoren. Am oberen Ende der Spindel befindet sich das Schwungrad, welches am Umfang mit einer Lederbandage bestückt ist. Das Auslösen des Hubs erfolgt über Hebel oder bei moderneren Maschinen durch Fuß- oder Handtaster. Dabei werden die Antriebsscheiben axial verschoben und eine der beiden Scheiben an das Schwungrad gepresst. Die durch Reibung auf Schwungrad und Spindel übertragene Drehbewegung führt wie bei der Handspindelpresse zur Abwärtsbewegung. Zum Hochfahren werden die Antriebsscheiben in die entgegengesetzte Richtung verschoben, die zweite Scheibe an das Schwungrad gepresst und somit die Drehrichtung des Schwungrads und der Spindel umgekehrt. Bei größeren Maschinen können die beiden Antriebsscheiben unabhängig voneinander angetrieben und verschoben werden. Dies dient dazu, durch Ausnutzung des Prellschlags und einer langsamer laufenden Antriebsscheibe für den Aufwärtshub, den Verschleiß der Lederbandage zu minimieren.

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