Trowalisier- und Gleitschleifmaschine

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Unter einer Gleitschleif- oder auch Trowalisiermaschine (nach Walther Trowal) versteht man eine Maschine zum Kantenverunden, Entgraten, Schleifen und Glätten. Sie ist dem Fertigungsverfahren des Spanens mit geometrisch unbestimmter Schneide zuzuordnen und dabei finden zwischen dem Werkstück und einer Vielzahl von Schleifkörpern (sogenannten Chips) ungeregelte Relativbewegungen statt. Es umfasst das Entzundern, Schleifen, Entgraten, Kantenverrunden, Reinigen, Glänzen, Polieren und Aufhellen von Einzel-, Massen- und Serienteilen aus Metalllegierungen, Kunststoff oder Keramik von der Größenordnung einer kleinen Mutter bis zum Motorblock.
Unterschieden werden nach dem heutigen Stand der Technik die Verfahren:

  • Vibrationsverfahren: Die Schleifkörper werden durch Vibration in Schwingung gebracht. Größtenteils sind diese Anlagen mit einer integrierten Separiereinrichtung ausgestattet, somit für einen vollautomatischen Bearbeitungsablauf ausgelegt und kommen deshalb meist für die Oberflächenbehandlung großer Werkstücke zum Einsatz.
  • Fliehkraftverfahren: Chips und Werkstück befinden sich zusammen in einem Rotationsbehälter und werden durch Fliehkraft in eine Umwälzbewegung, während der das Gleitschleifen stattfindet, gebracht.
  • Trommelverfahren: Durch Rotation werden Werkstück und Schleifkörper an der Wand einer Trommel gemeinsam hochgetragen, bis sie, durch die Schwerkraft bedingt, gemeinsam wieder nach unten gleiten. Durch dieses Gleiten findet der Schleifprozess statt.
  • Tauchverfahren: Die Schleifkörper befinden sich zusammen mit einer flüssigen Chemikalienmischung in einer Trommel und werden durch die Zentrifugalkraft nach außen gedrückt. Die Werkstücke selbst sind an der Wand der Trommel befestigt, drehen in entgegengesetzte Richtung und werden dadurch abrasiv bearbeitet.

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