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Industrie-oder Handwerksmeister???

Beitrag 04.12.2005, 14:08 Uhr
Rot1.8T
Rot1.8T
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Hallo bin neu hier und stehe vor einer schweren Entscheidung:
Also folgendes, ich erzähl mal einbißchen von mir:
Ich bin 22 Jahre alt, hatte meine Ausbildung im Januar als Zerspanungsmechaniker-Frästechnik mit 93% abgeschlossen und arbeite im Moment an einer CNC-Drehmaschine (VDF Boehringer 315C mit Sinumerik-Steuerung) als Dreher. Da ich nicht gerade "dumm" bin möchte ich mich weiterbilden. An Abendschule habe ich gedacht wegen dem finanziellen.
Ich weiß aber nicht genau den Unterschied zwischen dem Industrie-und HWM. Was ich weiß ist, das der HWM teurer ist, mehr praxis beinhaltet und das man sich mit ihm selbstständig machen kann.
Welcher Meister ist denn "leichter"?
Welcher Meister ist besser angesehen?
Was genau lernt der Industriemeister? Wo ist da der schwerpunkt?
Bin um jede Hilfe dankbar.

P.S. Ich spreche vom Industriemeister Metall bzw Handwerksmeister Feinwerktechnik
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Beitrag 04.12.2005, 14:54 Uhr
uli12us
uli12us
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Industriemeister ist halt ausschliesslich Theorie. Die ist aber schon härter als die vom HW. Ob du den ADA Schein bei IHK oder HW machst ist egal.
Beim HW gibts halt noch die praktische Prüfung und den Teil mit Recht und Buchführung wobei du das letzte am besten sobald die Prüfung vorbei ist gleich wieder vergisst. Kein normaler Mensch erstellt heute ein Bilanz nach der methode. Noch dazu mit den ganzen neuen Vorschriften die sich unsere Regierung in den letzten paar Jahren hat einfallen lassen, ist da eh nur mehr der Steuerberater in der Lage durchzublicken.

Die dritte Methode wär den Techniker in Abendschule zu machen und den praktischen Teil bei der HWK. Das ist dann dem HWMeister gleichgestellt.

Allerdings bei weitem die härteste Sache. Da bist du 4 Jahre wenn ich recht informiert bin jeden Abend in der Schule. Und danach heisst noch lernen.
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Beitrag 04.12.2005, 15:19 Uhr
coronet66
coronet66
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Beiträge: 993

hi,

also ich kann Dir nur zum HW raten.
Wenn du den Industriemeister machst und nicht sofort Aussicht auf eine entsprechende Stelle hast, war der Kurs umsonst.

Vom Ansehen her liegt der Handwerksmeister schon etwas höher.

Will sagen: als Handwerksmeister bekommst Du eher einen Job als mit dem Industriemeister, definitiv.

Und Du kannst Dich natürlich selbständig machen, geht ohne nicht so einfach.

Allerdings rate ich Dir dann von der Abendschule ab.
Es gibt die Möglichkeit der Tagesform, das dauert 10 Monate und Du bist durch. Abends geht´s ca 3 Jahre.
Du bist noch jung,da ist das mit dem Geld vielleicht besser zu verkraften.
Es gibt übrigens sowas wie Meisterbafög.
Das hilft über die Zeit.

Und 10 Monate sind nicht lang.

Ich hab´s auch so gemacht, damals war ich 26..........allerdings hab ich deswegen auch mein Motorrad verkauft...;-)
Aber man muß eben Prioritäten setzen doch.gif

Mein Bruder macht grad den Techniker in Teilzeitform (im Saarland).
Jeden Samstag 8 - 10 Stunden Schule 4 Jahre lang.
Anderswo geht´s wohl auch in Abendform.
In Vollzeit dauert der Techniker 2 Jahre.

Aber Du triffst auf jeden Fall die richtige Entscheidung: Bilde Dich weiter, das machen immer weniger und somit steigen Deine Chancen auf entsprechende Honorierung super.gif

gruß
apple
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Beitrag 04.12.2005, 16:12 Uhr
Rot1.8T
Rot1.8T
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ich weiß das vollzeit besser ist, auch schon deswegen, weil man diese Belastung mit arbeit UND schule nicht hat.
andrerseits verliere ich dann warscheinlich meinen job.
es kann auch sein das ich begabtenförderung bekomme (steht mitte februar fest), aber trotzdem, der hw-meister alleine kostet schon so ca 6000, dann braucht man ja noch geld um über die runden zu kommen. ich weiß nicht ob das hinhaut.
also techniker werde ich definitiv nicht machen, von denen gibt es mehr als genug. ich kenne so viele techniker die nichts finden und immer noch an der maschine arbeiten.
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Beitrag 04.12.2005, 19:15 Uhr
daxfrech
daxfrech
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Hi Rot1.8T,
wenn ich mich nicht irre, gibt es immer noch sogenannte Pflichtjahre, bevor Di Dich zur Meisterprüfung anmelden darfst. AFAIK waren es so 4 Jahre nach der Prüfung zum Gesellen. Erkundige Dich doch einfach mal bei Deiner zuständigen Kammer.

daxfrech
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Beitrag 04.12.2005, 19:50 Uhr
Speedcad
Speedcad
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Pflichtjahre für den Meister gibt?s nicht mehr.
Man kann gleich nach der Lehre loslegen.
Im Handwerk wurden vor nicht all zu langer Zeit ein Großteil der Meisterpflichtigen Gewerke sang und klanglos abgeschafft .
Man muss genau überlegen ob man einen Arbeitgeber findet der die Mühe und das Geld für die Meisterqualifikation honoriert. Oft hat man gerade wegen der Meisterqualifikation schlechte Karten (überqualifiziert) .
Wegen einer einheitlichen EU-Regelung wird auch in Deutschland irgendwann für alle Bereiche der Meister abgeschafft. Das ist eigentlich absehbar.
Wenn man sich die Gewerke im Handwerk anschaut die jetzt schon keinen Meister mehr brauchen dann stellt man fest das es sehr gut ohne geht und Niemand interessiert ein Meistertitel.
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Beitrag 04.12.2005, 19:57 Uhr
Unimatrix
Unimatrix
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ZITAT(Rot1.8T @ 04.12.05 - 16:12)
andrerseits verliere ich dann warscheinlich meinen job.
es kann auch sein das ich begabtenförderung bekomme (steht mitte februar fest),

Mich würde mal interessieren wie man so eine Begabtenförderung bekommt und wie diese aussieht? Ist das sowas wie ein Stipendium?
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Beitrag 04.12.2005, 20:03 Uhr
MiK
MiK
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ZITAT
Begabtenförderung



Wer kann gefördert werden?


Besonders erfolgreiche Gesellen können ein Stipendium zur Förderung beruflicher Weiterbildung erhalten. Die wichtigsten Details werden im Folgenden dargestellt. Maßgeblich sind die Förderrichtlinien.
Gefördert werden können qualifizierte Absolventinnen und Absolventen einer dualen Berufsausbildung, die bei Aufnahme in die Förderung jünger als 25 Jahre sind.


Die Qualifizierung wird nachgewiesen durch das Ergebnis der Berufsabschlussprüfung mit mindestens 87 Punkten oder besser als "gut" (bei mehreren Prüfungsteilen Durchschnittsnote 1,9 oder besser) oder durch Sieg des Praktischen Leistungswettbewerbes der Handwerksjugend auf Landesebene. In aller Regel gibt es mehr Bewerber als freie Stipendien was ein Auswahlverfahren erforderlich macht. Daher können leider nicht alle Bewerber berücksichtigt werden.


Was wird gefördert?


Durch Zuschüsse zu den Kosten werden anspruchsvolle fachbezogene berufliche oder berufsübergreifende Weiterbildungen gefördert. Aber auch anspruchsvolle Maßnahmen, die der Entwicklung fachübergreifender und allgemeiner beruflicher oder sozialer Kompetenzen oder der Persönlichkeitsbildung dienen, sind förderfähig.
Förderschwerpunkte sind u.a. Intensivsprachkurse im muttersprachlichen Ausland und Maßnahmen der beruflichen Aufstiegsfortbildung, z.B. zum Meister. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten wählen Ihre Maßnahmen selbst aus, über die Förderfähigkeit entscheidet die zuständige Kammer.


Wie hoch und wie lange wird gefördert?


Über drei Kalenderjahre hinweg können Zuschüsse von jährlich bis zu 1.700,-- Euro für die Finanzierung berufsbegleitender Weiterbildung gezahlt werden.


Finanzierung


Die Mittel für das Förderprogramm stellt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bereit.


Wer führt das Förderprogramm durch?


Das Programm wird für Absolventinnen und Absolventen handwerklicher Ausbildungsberufe von der Handwerkskammer durchgeführt. Sie übernimmt die Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten. Ihre Beratung und Förderung im Einzelfall und entscheidet nach Maßgabe der Förderrichtlinien des BMBF über die Förderfähigkeit von Weiterbildungsmaßnahmen, berechnet die förderfähigen Maßnahmekosten und zahlt den Förderbetrag aus.


Wo bekommt man die Bewerbungsunterlagen?


Die Auswahl der neuen Stipendiaten erfolgt jeweils im Januar. Der Antrag auf Aufnahme in das Programm muss bis spätestens 31.12. vorliegen. Die Bewerbungsunterlagen können Sie bei Ihrer Handwerkskammer anfordern.
HWK München-Oberbayern
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Beitrag 04.12.2005, 22:39 Uhr
Flachzange
Flachzange
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HeyHo,

ich befinde mich in der gleichen Situation bin (noch) 22J. Industriemechaniker-Betriebst. gelernt, mit 1,5 abgeschlossen, Begabtenförderung gekriegt.

Ich hab mich für HW-Meister entschieden.

Am 9.01. werd ich mit Teil 3 starten und bis mitte November bin ich hoffentlich fertig.

Ob der Meister abgeschafft wird? glaub ich nicht. Wer soll denn sonst die mittlere Führungsebene besetzen?

Das einzige was ich zu diesem Thema finden konnte ist das hier

Der Meister wird in der EU aufgewertet

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Beitrag 04.12.2005, 23:16 Uhr
Speedcad
Speedcad
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Na ja das heißt erst mal gar nichts.
Es gibt nur noch zwei Länder mit Meisterpflicht in der EU.
Es wird nicht so kommen das die restlichen EU-Länder (und wie viele sind das) nach der Nase des ZDH tanzen werden.
Es ist wohl auch klar das die Herren die bisher ein gut bezahlten Posten durch Beitragsgelder genießen, fürchterlich Angst davor haben diesen aufgeben zu müssen.
Ein Kumpel haben die von der HW vor der Meisterprüfung auch erzählt das der Meister ganz wichtig ist und nicht abgeschafft wird , zwei Monate nach bestandener Prüfung war sein Gewerk von der Meisterpflicht befreit. Er hat sich zumTeufel geärgert und ein Haufen Kohle in den Wind geschossen. Er hat auch noch nie einen Kunden kennen gelernt der nach eine Meistertitel gefragt hat.
Das einzig positive was er darin gesehen hat, war das er jetzt studieren kann. Aber dafür ist kein Geld mehr da.
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Beitrag 05.12.2005, 07:01 Uhr
coronet66
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@speedcad:

Weiterbildung wird immer irgendwie honoriert.
Und wenn´s nur nur durch die eigene Persönlichkeit ist.


Jedenfalls solltest du Dich mit Deiner Miesmacherei einfach raushalten.

Es geht nicht um die Frage "ob" sondern um die Frage "welcher" Meister gemacht wird.

gruß
apple
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Beitrag 05.12.2005, 11:07 Uhr
Speedcad
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Wieso "raushalten" und "Miesmacherei ". Ich habe selber den Meister gemacht und halte den aber für sinnlos .
Was ich geschrieben habe entspricht den Tatsachen.
Es gibt nur noch in Östereich und Deutschland eine Meisterpflicht.
Die anderen Länder der EU kennen so etwas gar nicht. Die werden ganz bestimmt nicht für eine einheitliche Eu-Regelung den Meister einführen. Das heißt der Meister wird auf absehbare Zeit abgeschaft . Die meisten Firmen haben auch die Erfahrung gemacht das ein Geselle die selbe Arbeitskraft hat wie ein Meister.
Wer sich weiterbilden will dem empfehle ich was handfesten zu machen, Abendschule Abitur ,ist zum Beispiel auch noch kostenlos oder eine Berufliche Weiterbildung Cad/Camsystme usw. das bringt alles deutlich mehr als ein Meistertitel und ist auch deutlich kostengünstiger .
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Beitrag 05.12.2005, 11:26 Uhr
Rot1.8T
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Wow wenn ich das so lese, sinkt die Motivation den Meister zu machen ganz in den Keller.

Das mit einer einheitlichen EU wird sowieso nicht klappen, man kann nicht alle Länder in der EU versuchen, ein System anzunehmen. Dafür sind sie alle zu unterschiedlich.
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Beitrag 05.12.2005, 12:18 Uhr
Speedcad
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Meine Ausführungen bezüglich EU-Reglung beziehen sich in erster Linie auf das Handwerk.
Man kann nicht den Deutschen Handwerker eine Meisterpflicht zumuten mit all den Kosten die damit verbunden sind während sich der polnische oder belgische Handwerker sich ohne Meistertitel hier selbständig machen darf.
Es gab eine Übergangsfrist von sieben Jahren die zunächst den deutschen Handwerker davor schützen sollte .
Was die meisten noch nicht wissen das die Übergangsfrist bereits
durch ein Urteil des europäischen Gerichtshof gekippt wurde.
Es wurde klar geregelt das eine Niederlassungsfreiheit für EU-Handwerker besteht.
Die Niederlassungsfreiheit besagt das sich EU-Handwerker ohne jegliche Ausbildung und Erfahrung und ohne Meisterbrief sich in Deutschland niederlassen dürfen.
Das ist eine Inländerdiskriminierung die zwangläufig die Diskussion um den Meisterzwang wieder auf den Plan rufen wird.
Und dann steht auch bald der Kammerzwang zur Debatte.
Wahrscheinlich läst sich das auch auf den Industriemeister und Kammerzwang übertragen
Es gibt dafür ebenfalls nichts vergleichbares in der EU.
Wie ich schon erwähnt habe die Herren des ZHD und andere Verbände haben fürchterlich Angst davor, ebenso die Kammern ,Verbände und deren Angestellte.
Aber es ist klar das diese Relikte aus Kaiserzeiten in den nächsten Jahren auf der Streichliste stehen .
Und es ist wie mit allen Dingen wenn der Meister erst mal abgeschafft wurde, vergehen fünf Jahre und Niemanden interessiert mehr ein Meistertitel.
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Beitrag 05.12.2005, 12:38 Uhr
Die Traub-Experten
Die Traub-Expert...
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Hallo Rot1.8T,

laß den Mut nicht sinken.

Die Jungs bringen hier was durcheinander, das machen fast alle seit es Meisterdiskussionen gibt. Man muß hier unterscheiden zwischen zwei wesentlichen Punkten die man getrennt voneinander entscheiden muß:


1. Die technische Seite

Es ist es auf jeden Fall so, das die Meisterausbildung dir hilft, sehr
vielseitiges Wissen im technischen Bereich zu erlangen und eine Grundlage für weitere Ausbildung sein kann. Sie dient dir also für deine Qualifikation immer. Das sieht auch ein potentieller Arbeitgeber so, wenn deine Mitbewerber diese Qualifikation nicht haben, bist du der bessere Mann.

2. Die Verwaltungs Seite

Wenn du irgendwann eine Leitungsfunktion mit Mitarbeiterführung anstrebst, dann wird der Meistertitel immer Bedeutung haben, da er EU hin EU her, in Deutschland noch lange mit Mitarbeiterführung in Verbindung gebracht werden wird. Heutige Arbeitsorganisation ist nicht mehr unbedingt ein Meister und fünf Mitarbeiter, das ist richtig, aber die heutigen Führungsaufgaben haben sicher eher Meister als "nur" Facharbeiter oder "nur" Ingenieure oder Techniker.


Soweit zu den beiden Aspekten der Meisterprüfung.

Zur Ausbildung selbst kann ich nur sagen, das es schon ein bißchen unüberlegt ist in der heutigen Zeit seine persönlichen Erfahrungen mit der Vollzeit-Ausbildung zu preisen mad.gif

Ein sicherer Arbeitsplatz ist heute das wichtigste überhaupt und sollte unter keinen solchen Umständen aufgegeben werden.

Sicher ist Teilzeit neben der Arbeit anstrengend, aber ich habe das seinerzeit ( Industriemeister:3 Abende pro Woche ,ab und zu mal samstags) vor allem als schönen Kontrast und Bereicherung zur Alltagsarbeit empfunden wink.gif, zumal manche sonst die Abende auch nur vorm Fernseher verbringen würden.

Handwerk oder Industrie ?

Der Industriemeister wird technisch höher bewertet, der weitere Weg wäre der Betriebswirt mit anschließender Führungsposition.

Der Handwerksmeister geht Richtung Selbstständigkeit, die kannst du aber auch als Industriemeister hinbekommen.Gerade wegen der Veränderungen
wg. EU und so sind Handwerkskammern deutsche Ind.Meister mit ein paar
Zusatzkursen immer noch lieber als Selbstständige als jedermann.

Also laß dich nicht unterkriegen und geh deinen weg.

Viel Erfolg

DTE






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Wenn dich jemand um eine Information bittet, dann will er nicht deine Meinung hören.
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Beitrag 05.12.2005, 15:19 Uhr
Speedcad
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Hier noch ein kleiner Hinweise. Wer plant in die Selbständigkeit zu gehen und noch den bestehenden Meisterzwang umgehen möchte, kann das ohne weiteres tun. Eine Modeerscheinung die das deutsche Recht umgeht und das möglich macht ist zur Zeit das Gründen einer LtD-Gesellschaft in England. Das ist eine Gesellschaftsform die durch Urteile des Europäischen Gerichtshof zu Niederlassungsfreiheit in Deutschland voll anerkannt werden muss.
Die Gesellschaftsform ist ähnlich der GmbH.
Es bedarf keinen Gesellenbrief und keinen Meisterbrief um in Deutschland mit einer Zweitniederlassung im vollen Umfang ohne jegliche Ausbildung in allen Meisterpflichtigen Handwerken tätig zu werden. Das geht weil England keine Gesellenbriefe oder Meistertitel kennt.
Dabei steht der Hauptsitz England nur auf den Papier
Es erfordert keinerlei kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb oder Geschäftstätigkeit in England. Das was uns also das eigene Land nicht möglich macht, erlaubt uns das EU-Recht. Schöne neue Welt.
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Beitrag 05.12.2005, 16:21 Uhr
Unimatrix
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ZITAT(MiK @ 04.12.05 - 20:03)
ZITAT


Wie hoch und wie lange wird gefördert?


Über drei Kalenderjahre hinweg können Zuschüsse von jährlich bis zu 1.700,-- Euro für die Finanzierung berufsbegleitender Weiterbildung gezahlt werden.


HWK München-Oberbayern

ist ja ein Witz, da bekommt ja jeder faule Sozialhilfeempfänger mehr Kohle!
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Beitrag 05.12.2005, 17:29 Uhr
MiBü
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ZITAT(Unimatrix @ 05.12.05 - 16:21)
ZITAT(MiK @ 04.12.05 - 20:03)
ZITAT


Wie hoch und wie lange wird gefördert?


Über drei Kalenderjahre hinweg können Zuschüsse von jährlich bis zu 1.700,-- Euro für die Finanzierung berufsbegleitender Weiterbildung gezahlt werden.


HWK München-Oberbayern

ist ja ein Witz, da bekommt ja jeder faule Sozialhilfeempfänger mehr Kohle!

Hallo,

deine Aussage war wohl der größte Witz! smile.gif


gruß

Michael


--------------------
Gruß

Michael
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Beitrag 05.12.2005, 20:15 Uhr
MiK
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Kollegen! Bitte! Wir sind doch alle erwachsen?

Hallo,

ich hätte da noch ne Anmerkung:
ZITAT
Betriebswirt mit anschließender Führungsposition.

Dies gilt nicht nur für den Industriemeister. Auch als HW-Meister kann man den Betriebswirt machen.

ZITAT
LtD-Gesellschaft

Also ich kenne (in Deutschland) wirklich niemanden in unserer Branche, der so eine Geschäftsform hat.
Warum sollte man denn den HW-Meister umgehen, wenn man sich selbstständig macht? Das es da am Geld liegen soll, ist doch nur ein Scherz? Meister 6000? Maschine 250000?.
Schon allein das Wissen aus Teil drei ist für einen selbstständigen doch von allerwichtigster Bedeutung. Welche Firma würde Dir nen Auftrag geben, wenn Du keinen Meister hast als Chef? Stell Dir vor, Du bist Zulieferer und wilst nen Auftrag von einer großen Firma. Die schauen Dich ganz genau an. Wenn man hier keine entsprechenden Qualifikationen nachweisen kann, kann man Aufträge eher vergessen.

Gruß Michael
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Beitrag 05.12.2005, 21:38 Uhr
Speedcad
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ZITAT

Schon allein das Wissen aus Teil drei ist für einen selbstständigen doch von allerwichtigster Bedeutung.

Ja das haben die mir auch erzählt. Buchführung macht aber der Steuerberater


ZITAT

Also ich kenne (in Deutschland) wirklich niemanden in unserer Branche, der so eine Geschäftsform hat.

Das ist noch neun und hat noch nicht die Runde gemacht, warten wir mal ein bisschen ab.


ZITAT

Stell Dir vor, Du bist Zulieferer und wilst nen Auftrag von einer großen Firma. Die schauen
Dich ganz genau an.

Wäre ich zu Lieferer würde ich nicht so auf die Person mit den Meistertitel schauen sondern auf die Produkte das wäre klüger.


Grundsätzlich habe ich ja nichts gegen den Meister werden machen will soll ihn machen. Aber das ganze muss auf freiwilliger Basis passieren. Es darf aber keinen Meisterzwang geben. Andere Länder kommen sehr gut ohne solch wichtige Prüfungen aus. Oder versinken die Engländer im Chaos weil die keinen Meister haben?
Man muss sich das mal vorstellen in England braucht man nicht mal einen Gesellenbrief um eine Firma zu eröffnen man kann mit dem 18. Lebensjahr ein Formenbau oder Werkzeugmacherfirma aufmachen ohne irgendwas gelernt zu haben. Und da dürfen die jetzt bei uns auch machen nur wir Deutsche nicht .
All die kurmischen und ?wichtigen? Prüfung die wir Deutsche uns immer auferlegen , sind in der EU weites gehend unbekannt ,das sind aber alles Länder die durchweg ein größeres Wirtschaftwachstum aufweisen . Also ich sehe keine Notwendigkeit für Meister, Techniker ,und Betriebswirte als diese kostspieligen Weiterbildungen werden bei uns wie am Fließband ausgebildet aber Niemand braucht das in der Quantität.
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Beitrag 05.12.2005, 21:49 Uhr
MiBü
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Hallo, wegen diesen Limited´s, in unserer Branche kenn ich da auch niemanden, aber so im "Handel" hab ich das schon öfters gesehen/gehört, ist wohl auch günstiger als eine GmbH.

Gruß

Michael


--------------------
Gruß

Michael
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Beitrag 05.12.2005, 22:11 Uhr
MiK
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Hi,

ja die Ltd. hat schon Gründe. Das das billiger sein kann, sowie das man sich hiermit aus Zwangsversicherungen befreien kann.

ZITAT
Buchführung macht aber der Steuerberater

Ja, klar macht der die, wenn Du es bezahlst. Ist auch sinnvoller. Aber verstehen und lesen musst Du die Bücher können! Denn Du gibst Deinen Hugo drunter und hälst Deinen H...... hin. Das darf man nie vergessen!

Gruß Michael
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Beitrag 10.12.2005, 20:13 Uhr
tobox
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hi Rot1.8T

oja das selbe problem wie du habe ich auch hab eine sichere arbeitsstelle und will mich weiterbilden nur ob handwerksmeister oder industriemeister oder doch lieber techniker? was ist für die zukunft besser ich weis es nicht was ich tun soll und wenn ich mich für etwas entscheiden würde was ist dann besser teilzeit und ich hab nen job und geld oder vollzeit keine kohle und vermutlich keinen job danach hm es ist eine wirklich sau schwere entscheidung.

gruß tobi der sich auch schon mit seinen 19 jahren weiterbilden will
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Beitrag 10.12.2005, 23:22 Uhr
Theodor Schoenwald
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Hallo,

ich mische mich in die Diskusion ein, weil ich bei diesem Thema Erfahrung habe und sie gerne weitergeben möchte.

Als ich mir 1962 vorgenommen habe, mich zum Meisterkurs (Werkzeugmacher) in in Pforheim anzumelden, hörten sich die Diskusionen ähnlich an.

Meinst Du das Geld kommt wieder raus?
Bist dir sicher dass du nicht bei der Prüfung durchfällst?
Dass du auch ein Meisterstelle bekommst?
Man will doch auch ausgehen und nicht nur lernen,
u.u. ...

Ich habe es trotzdem gemacht und habe es bis heute nicht bereut.
Obwohl es finanziell hart war, eine Ganztagesschule zu besuchen - damals gab es kein Meisterbafög - .

Nun zu Deiner ursprünlichen Frage Instustrie- oder Handwerksmeister?

Ich hatte mich damals für den Handwerksmeister entschieden, weil es dadurch möglich war einen Handwerksbetrieb zu eröffnen bzw. zu leiten.

Heute braucht man den Meisterbrief nicht mehr für alle Berufe. Deshalb sind die Anmeldungen insgesamt auch sehr zurück gegegangen.

Da ich viele Jahre im Meisterprüfungsausschuss war und heute noch in der Meiterausbildung tätig bin (CAD-Unterricht bei den Glaser und Fensterbauern), habe ich folgende Entwicklung festgestellt:

Meine momentanen Schüler sind so gut, wie ich es mir immer gewünscht hätte. Wenn sich das herumspricht, wird der Meister in ein par Jahren auch wieder mehr Achtung und Beachtung bekommen.

Meine Einstellung war immer,
"ich mache eine gute Sache und habe dann die Möglichkeit zum Erfolg".

Leider ist heute die Denkweise so,
"wenn man mir was bietet, mache ich vieleicht etwas."

Zum Schluss noch ein Spruch von meinem Angelkollegen:

"Wenn du die Angel auswirfst, kann ich nicht garantieren, dass du auch eine Fisch fängst".
"Wenn Du sie aber im Gras liegen lässt, kann ich dir sicher garantieren, dass du keinen Fisch fängst".

Ich hoffe mein Beitrag hilft Dir bei Deiner Entscheidung.

Gruß

Theodor Schönwald















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Beitrag 11.12.2005, 13:21 Uhr
Speedcad
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Ja der vergleich mit dem Angel und dem Meister kann ich sich jeder nach seiner Fasson auslegen.

Wenn man Angeln geht weil man Spaß daran hat oder einfache nur um zu Angeln ohne irgendwelche Gründe dafür zu haben, dann ist da sicher ok.
Wenn man aber Angel geht weil man die Hoffnung hat sich davon ernähren zu können dann wird man sicher jämmerlich verhungern.


Und genauso ist es mit dem Meister. Wenn man jung ist und man möchte zwischen Spänemachen und Bigbrother mal wieder geistig arbeiten oder man hat einfach Spaß am lernen dann ist der Meister sicherlich eine Möglichkeit.

Wenn man aber die Hoffnung hat das der Meister eine Gehaltserhöhung mit sich bringt dann wird sicherlich enttäuscht werden .

Auch wenn man dieses Thema so in etwa schon lange diskutiert und lange Zeit hat sich in dieser Thematik auch nichts getan, so darf man heute feststellen das der Meistertitel durch die neuen Gesetzeslagen zunehmend an Bedeutung verliert.
Ich hatte ja die EU-Gesetzlage schon beschrieben . Wer ein bisschen Verstand hat der wird erkennen das die Bundesregierung bezüglich Meisterzwang akuten Handlungsbedarf hat.
Und Theodor hat es eigentlich auch schon erwähnt, seit der Abschaffung des Meisterzwanges für die Hälfte aller Gewerke im Handwerk hat sich die Zahl der Meisterprüflinge stark verringert. Und sicherlich wird das auch irgendwie auf den Industriemeister abfärben.
Es tut sich also mittlerweile doch was.

Kehren wir also zum Angeln zurück, wer sich ernähren will findet rationalere Methoden.
So ist es auch mit dem Meister . Der Meister ist eine typisch deutsche abstrakte Prüfung man lernt alles und doch nichts richtig. Bloß weil man eine Bohrvorrichtung gezeichnet , gebaut hat und ein bisschen Buchführung gelernt hat darf man sich Meisten betiteln. Eigentlich ist das lächerlich . Die einzigen die wirklich Vorteile daraus ziehen sind die Kammern. Unsere guten alten Kammern verdienen nämlich ohne Übertreibungen Millionenbeträge mit den Meisterprüfungen. Das ist also eine sehr gute Einnahmequelle .Deswegen ist der Meister auch so überaus ?wichtig? (fragt sich für welche Seite).


Für das Geld was man für den Meister ausgibt , kann man die gesamte Palette aller Marktführenden Cam-System Schulungen mitnehmen und die Cadsysteme noch dazu.
Was ich damit sagen will, wenn man sich bilden will findet man handfeste Weiterbildungen die unter umständen auch wirklich mehr bringen.





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